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Portfoliomanagement im Strom- und Gashandel aus der Sicht eines Energieversorgungsunternehmens (EVU)

Portfoliomanagement im Strom- und Gashandel aus der Sicht eines Energieversorgungsunternehmens (EVU)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Köppen
  • Abgabedatum: September 1999
  • Umfang: 101 Seiten
  • Dateigröße: 4,4 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität - Gesamthochschule Essen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2437-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2437-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2437-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Köppen, Christian September 1999: Portfoliomanagement im Strom- und Gashandel aus der Sicht eines Energieversorgungsunternehmens (EVU), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kraftwerksbewertung, Stromhandel, Liberalisierung der Energiewirtschaft, Portfoliomanagement

Diplomarbeit von Christian Köppen

Einleitung:

Seit der Liberalisierung der Energiewirtschaft durch das „Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts“ am 25. April 1998 das die Binnenmarktrichtlinien für Strom und Gas in nationales Recht umgesetzt hat haben die Energieversorgungs-unternehmen (EVU) die Möglichkeit, Strom nicht nur innerhalb ihrer ehemaligen Versorgungsgebiete, sondern in ganz Deutschland (und teilweise auch in Europa) zu verkaufen.

Durch eine Preisoffensive der RWE Energie AG wurde in diesem Sommer der Wettbewerb um Haushaltskunden eröffnet nachdem schon seit letztem Jahr Industriekunden von niedrigeren Strompreisen profitieren.

Die Preissenkungen im Absatzbereich führen allerdings auch zu verminderten Margen aus dem Stromverkauf und zwingen die EVU’s dazu, Kosten-einsparpotentiale in der gesamten Wertschöpfungskette zu identifizieren und auszuschöpfen. Gleichzeitig bietet der sich entwickelnde Stromhandel Möglichkeiten, den Strombezug und -absatz zu optimieren.

Durch das Entstehen eines Spotmarkts und dem Eintritt neuer Marktteilnehmer (z.B. IPP und ausländische Händler und Erzeuger) in den Markt ergeben sich flexiblere Bezugs- und Absatzmöglichkeiten für die EVU’s. Gleichzeitig ergeben sich jedoch durch volatile Strompreise und flexiblere Vertragsgestaltungen Risiken, denen die EVU’s bisher nur begrenzt ausgesetzt waren.

Die vollständige Umsetzung der Binnenmarktrichtlinie für Gas muß innerhalb einer Frist von zwei Jahren erfolgen, im Moment führen die Verbände Verhandlungen über eine Verbändevereinbarung für die Gasdurchleitung, welche bis zum Jahr 2000 abgeschlossen werden sollen. Daher ist bald mit einem ähnlich intensiven Wettbewerb wie im Strommarkt auch im Gasmarkt zu rechnen. Ebenso soll mit dieser Vereinbarung der Weg für eine deutsche Gasbörse bereitet werden.

Der aus der Finanzwirtschaft bekannte und durch die Portfolio – Selection – Thoerie begründete Portfoliomanagement – Prozeß stellt einen Ansatz dar, den Einsatz der verschiedenen Bezugs- und Absatzalternativen ( d.h. der verschiedenen „Assets“) auf Grundlage der individuellen Situation und der Präferenzen des EVU (des „Investors“) strukturiert und zielorientiert zu steuern.

Bei der Bewertung und Gewichtung der Assets im Portfolio wird insbesondere deren Rendite- / Risikoprofil berücksichtigt und eine Allokation der Assets nach der jeweiligen Risikopräferenz des Anlegers angestrebt. Allerdings können die Methoden und Instrumente des Portfoliomanagements aufgrund der Spezifitäten des Strom- und Gasmarkts nur eingeschränkt auf diese übertragen werden. Besonders komplex erweist sich die Bewertung der Assets im Strom- und Gasportfolio (und hier insbesondere die Kraftwerksbewertung).

Die vorliegende Arbeit soll Möglichkeiten und Probleme der Anwendung des Portfoliomanagament-Prozesses im Strom- und Gashandel analysieren und Lösungsansätze erarbeiten.

Gang der Untersuchung:

Im 2. Kapitel wird die Moderne Portfoliotheorie der Finanzwirtschaft in ihren Grundzügen dargestellt und das Portfolio – Selection – Modell als Entscheidungs-modell für die Asset Allocation vorgestellt. Die spezifischen Eigenschaften von Strom und Gas als Handelswaren erschweren eine Übertragung der finanzwirtschaftlichen Portfoliotheorie auf den Energiemarkt. Daher werden diese Eigenschaften im dritten Kapitel aufgezeigt. Im vierten Kapitel der Arbeit wird versucht, die Portfoliotheorie unter Berücksichtigung der Spezifität des Strom- und Gashandels auf den Energiemarkt zu übertragen. Als besonders komplex erweist sich dabei die Bewertung von Kraftwerken. Bei der Umsetzung der Portfoliotheorie auf den Energiemarkt wird schwerpunktmäßig der Strommarkt betrachtet. Diese Gewichtung erfolgt einerseits als Konzession an den begrenzten Umfang einer Diplomarbeit, andererseits aus der Tatsache, dass der Strommarkt „weiter“ liberalisiert ist als der Gasmarkt. Allerdings können einige Vorgehensweisen des Portfoliomanagements aufgrund ähnlicher Strom- und Gasmarktstrukturen insbesondere im Absatzbereich zusammengefasst betrachtet werden.

Im Anschluss an die Darstellung des Portfoliomanagement - Prozesses im Strom- und Gashandel wird versucht, ein Modellportfolio für den Strommarkt darzustellen und zu bewerten.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis XIII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
1.3 Definition zentraler Begriffe 2
2. Darstellung und kritische Würdigung der Portfoliotheorie 3
2.1 Grundlagen der Portfoliotheorie 3
2.1.1 Rentabilität, Sicherheit und Liquidität als Zielkomponenten des Portfoliomanagements 3
2.1.1.1 Rentabilität und Rendite 3
2.1.1.2 Sicherheit und Risiko 4
2.1.1.3 Liquidität 6
2.1.2 Verteilungsfunktionen 7
2.1.3 ny, sigma - Entscheidungsprinzip 8
2.2 Phasen und Ablauf des Portfoliomanagement–Prozesses 8
2.2.1 Anlegeranalyse 9
2.2.2 Finanzanalyse 9
2.2.3 Asset Allocation 10
2.2.3.1 Anlagepolitik 11
2.2.3.2 Strategische Asset Allocation (SAA) 14
2.2.3.2.1 Assetklassenallokation 15
2.2.3.2.2 Länderallokation 15
2.2.3.2.3 Währungsallokation 16
2.2.3.3 Taktische Asset Allocation 16
2.2.4 Portfolio – Selection – Modell (Markowitz) 17
2.2.4.1 Prämissen des Portfolio – Selection – Modells 17
2.2.4.2 Zentrale Aussagen des Modells 18
2.2.5 Performance – Analyse eines Portfolios 20
2.2.5.1 Performance – Messung 20
2.2.5.2 Performance – Attribution 21
2.3 Einsatz von Derivaten im Portfoliomanagement 22
2.3.1 Begriffsbestimmungen 22
2.3.2 Forwards 23
2.3.3 Futures 24
2.3.4 Swaps 24
2.3.5 Optionen 25
2.3.5.1 Basisoptionen 25
2.3.5.2 Exotische Optionen 26
2.3.5.3 Sensitivitätsmaße für Optionen 26
2.3.5.4 Bewertungsmodelle für Optionen 27
2.3.6 Portfolio – Insurance 28
2.4 Kritische Würdigung der finanzwirtschaftlichen Portfoliotheorie 29
3. Spezifität von Strom- und Gas als Handelsware 30
3.1 Spezifität von Strom als Handelsware 30
3.2 Spezifität von Gas als Handelsware 35
3.3 Abgrenzung zwischen Strom und Gas als Handelswaren 37
4. Portfoliomanagement im Strom – und Gashandel 38
4.1 Einführendes Beispiel 38
4.2 Anlegeranalyse und Marktanalyse 39
4.1.1 Anlergeranalyse 39
4.1.2 Marktanalyse 40
4.3 Beschaffungsportfolio 41
4.3.1 Asset Allocation im Strombeschaffungsportfolio 41
4.3.1.1 Anlagepolitik 41
4.3.1.2 Strategische Asset Allocation (SAA) 42
4.3.1.3 Taktische Asset Allocation 43
4.3.1.4 Assetbewertung 44
4.3.1.4.1 Marktpreisrisiko 44
4.3.1.4.2 Eigenerzeugung 46
4.3.1.4.3 Fremdbezug 53
4.3.2 Asset Allocation im Gasbeschaffungsportfolio 56
4.3.2.1 Anlagepolitik 56
4.3.2.2 Strategische Asset Allocation 56
4.3.2.3 Taktische Asset Allocation 58
4.3.2.4 Assetbewertung 59
4.3.2.4.1 Eigenförderung 59
4.3.2.4.2 Fremdbezug 60
4.4 Absatzportfolio für Strom und Gas 62
4.4.1 Asset Allocation 62
4.4.1.1 Anlagepolitik 62
4.4.1.2 Strategische Asset Allocation 62
4.4.1.3 Taktische Asset Allocation 62
4.4.1.4 Assetbewertung 63
4.4.1.4.1 Industriekunden 63
4.4.1.4.2 Haushaltskunden 64
4.4.1.4.3 Spotmarkt 65
4.5 Darstellung und Bewertung eines Gesamtportfolios am Beispiel Strom 65
4.6 Performance – Analyse des Gesamtportfolios 69
4.7 Risikomanagement im Portfoliomanagement 70
4.7.1 Portfolio Selection 70
4.7.2 Derivate 70
4.8 Konvergenz von Strom- und Gasmarkt 71
5. Zusammenfassung und Ausblick 72
Literaturverzeichnis 74

Arbeit zitieren:
Köppen, Christian September 1999: Portfoliomanagement im Strom- und Gashandel aus der Sicht eines Energieversorgungsunternehmens (EVU), Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kraftwerksbewertung, Stromhandel, Liberalisierung der Energiewirtschaft, Portfoliomanagement

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