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Politisches Marketing

Die Studie wurde als eine der besten des Jahrganges der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien ausgezeichnet.
Politisches Marketing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Butter
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 455 Seiten
  • Dateigröße: 7,9 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8515-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8515-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8515-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde als eine der besten des Jahrganges der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Butter, Thomas März 2002: Politisches Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Politik- und Parteien Management, Wahlkampf und Wahlkampagnen, Politische Kommunikation, Spindoctors, Swing Voters

Diplomarbeit von Thomas Butter

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wird Politisches Marketing (PM) als strategisch orientierter Ansatz, der die theoretische Basis für erfolgreiche Politikvermittlung bietet, vorgestellt. In diesen konzeptionellen Rahmen sind Teile der traditionellen Kampagnenliteratur ebenso wie praktische Methoden des kommerziellen (Konsumgüter-) Marketings eingebettet. Kurzum soll mit dem präsentierten Konzept so etwas wie die „Theory of everything“ auf dem Gebiet der politischen Überzeugungsarbeit geboten werden.

Um die Vorteile dieses PM-Ansatzes und die Eigenarten des PMs besser zu verstehen, wird in den zwei Kapiteln des Teiles I der vorliegenden Arbeit die historische Entwicklung des PMs und die Einordnung des PMs in verschiedene Bereiche der Marketinglehre skizziert. Der zweite Teil widmet sich der Entwicklung und Erläuterung eines Modells des PMs, das die Vorteile eines strategisch orientierten PM-Ansatzes realisiert. Dieser zweite Teil ist entsprechend den Modellkomponenten in vier Sub-Teile mit jeweils mehreren Handlungsfeldern gegliedert: Determinanten des PMs (Sub-Teil II.1), der PM-Prozeß (Sub-Teil II.2), die Instrumente des PMs (Sub-Teil II.3) und Politische Marktforschung als Handlungsgrundlage des PMs (Sub-Teil II.4). Einzelne Kapitel widmen sich im zweiten Teil jeweils einem konkreten Feld des Modells, um so die Modellstruktur klar wiederzugeben.

Das entwickelte Modell strukturiert nicht nur die im Rahmen dieser Arbeit präsentierte PM-Theorie. Darüber hinaus dient es als konzeptionelle Grundlage für eine Studie, die den Ist-Zustand der PM-Praxis in Österreich und Deutschland umfassend (52 Bundes- und Landesparteien retournierten den Fragebogen) erhebt. Dadurch gewinnt der PM-Praktiker wertvolle Vergleichswerte, die es ihm erlauben, seine PM-Aktivitäten mit denen anderer Parteien zu vergleichen. Die im Rahmen dieser Studie entwickelten Analysewerkzeuge erlauben es dem PM-Akteur nicht nur, die Stärken und Schwächen seiner Organisation zu identifizieren; darüber hinaus stehen sie PM-Akteuren als Leitfaden für umfassendes, strategisches PM zur Verfügung.

Inhaltsverzeichnis:

STRUKTURÜBERSICHT I
INHALTSVERZEICHNIS II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS XIII
TABELLENVERZEICHNIS XV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XVIII
VORWORT XIX
EINLEITUNG XXII
NOTWENDIGKEIT DES PMS XXII
PROBLEMSTELLUNG XXIV
ZIELSETZUNG UND GLIEDERUNG DER ARBEIT XXVII
TEIL I GESCHICHTE, DEFINITION UND EINORDNUNG DES PMS 1
1. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DES PMS 2
1.1 PM ALS INSTRUMENT DES MACHTERHALTS IN NICHT-DEMOKRATISCHEN STAATSFORMEN 2
1.2 PM IM DEMOKRATISCHEN UMFELD 4
1.2.1 DIE ANFANGSJAHRE: DER PERSÖNLICHE KONTAKT ENTSCHEIDET 4
1.2.2 ERSTE VERSUCHE MIT ELEKTRONISCHEN MEDIEN 5
1.2.3 PM ENTDECKT KOMMERZIELLE MARKETINGMETHODEN UND WIRD PROFESSIONELLER 6
1.2.4 DIE KANDIDATEN RÜCKEN IN DEN MITTELPUNKT DES PMS 7
1.2.5 PM BESINNT SICH AUF DEN WÄHLER 9
2. DER PM-BEGRIFF 13
2.1 DEFINITIONEN DES PMS 13
2.2 CHARAKTERISTIKA DES PMS 15
2.2.1 DIE ALLGEMEINE MARKETING-THEORIE ALS PM-GRUNDLAGE 16
2.2.2 DIENSTLEISTUNGSMARKETING ALS PM-VERWANDTER MARKETINGBEREICH 21
2.2.3 NONPROFIT MARKETING ALS PM-VERWANDTER MARKETINGBEREICH 24
2.2.4 SOCIAL MARKETING ALS PM-VERWANDTER MARKETINGBEREICH 27
2.2.5 ORIGINÄRE BESONDERHEITEN DES PMS 30
TEIL II DAS 3D-POLIT-MODELL 33
3. MOTIVATION UND ENTWICKLUNG DES 3D-POLIT-MODELLS 34
4. DER MODELLAUFBAU 35
4.1 DIE PM-RINGE: ZIELGRUPPEN, INSTRUMENTE, PROZESSE, AKTEURE UND DETERMINANTEN DES PMS 35
4.2 DIE PM-EBENEN: STRATEGISCHE, TAKTISCHE UND OPERATIVE ASPEKTE 38
4.3 DAS PM-FUNDAMENT: POLITISCHE MARKTFORSCHUNG ALS INFORMATORISCHE BASIS 40
SUB-TEIL II.1 DETERMINANTEN UND AKTEURE DES PMS 42
5. DIE MAKROUMWELT 44
5.1 WIRTSCHAFT 45
5.2 RECHTLICHER RAHMEN 46
5.3 TECHNOLOGIE 47
5.3.1 EINFLUß AUF PM-TECHNIKEN 48
5.3.2 EINFLUß AUF DIE (POTENTIELLEN) WÄHLER 48
5.4 ÖKOLOGIE 49
5.5 SOZIOKULTURELLE ENTWICKLUNGEN 50
6. MIKROUMWELT 52
6.1 ANDERE POLITISCHE AKTEURE 52
6.2 INTERESSENSGRUPPEN 53
6.3 MEDIEN 53
6.3.1 FUNKTION UND BEDEUTUNG DER MEDIEN 54
6.3.2 WIRKUNG DER MEDIEN 55
6.3.3 PARAMETER DER MEDIENLANDSCHAFT 57
6.3.4 WIRKUNG DES PMS AUF DIE MEDIEN 58
6.3.5 KRITIK DER MEDIEN 58
6.4 PARTNERUNTERNEHMEN 60
6.5 GELDGEBER 61
7. DIE PM-AKTEURE 63
7.1 PARTEI 63
7.2 KANDIDAT(EN) 65
7.2.1 ANFORDERUNGEN 65
7.2.2 QUEREINSTEIGER VS. ETABLIERTE KANDIDATEN 67
7.2.3 AUTHENTIZITÄT 69
7.3 POLITISCHE BERATER 71
7.3.1 NOTWENDIGKEIT UND ENTWICKLUNG 71
7.3.2 BEDEUTUNG UND NUTZEN 72
7.3.3 AUSBILDUNG 73
7.3.4 ANFORDERUNGSKRITERIEN 74
SUB-TEIL II.2 DER PM-PROZEß 76
8. DAS PARTEIPROGRAMM ALS AUSGANGSPUNKT DES PM-PROZESSES 78
9. ANALYSE 80
9.1 ALLGEMEINES 80
9.2 SWOT-ANALYSE 80
10. ZIELFORMULIERUNG 82
10.1 DIE ZIELPYRAMIDE 82
10.2 ZIELE DER STRATEGISCHEN PM-EBENE 83
10.3 ZIELE DER TAKTISCHEN PM-EBENE 84
10.4 ZIELE DER OPERATIVEN PM-EBENE 85
11. STRATEGIEFORMULIERUNG 87
11.1 DIE ENTDECKUNG DES STRATEGISCHEN IM STRATEGISCHEN PM 87
11.2 DIE BAUSTEINE EINER STRATEGIE 88
11.3 MARKTSEGMENTIERUNG 89
11.3.1 DIE AUSGANGSBEVÖLKERUNG 90
11.3.2 ANFORDERUNGEN AN SEGMENTIERUNGSKRITERIEN 90
11.3.3 DIREKT BEOBACHTBARE SEGMENTIERUNGSKRITERIEN 94
11.3.4 NICHT DIREKT BEOBACHTBARE SEGMENTIERUNGSKRITERIEN 96
11.4 SEGMENTAUSWAHL (TARGETING) 106
11.4.1 UNDIFFERENZIERTES MARKETING 108
11.4.2 KONZENTRIERTES MARKETING 109
11.4.3 DIFFERENZIERTES MARKETING 109
11.4.4 EXKURS: TARGETING BOX 110
11.5 DISAGGREGATION UND DATABASE-MARKETING 113
11.6 POSITIONIERUNG 117
11.6.1 GRUNDLAGEN DER POSITIONIERUNG 117
11.6.2 UNIQUE VS. MULTIPLE VOTING PROPOSITIONS 124
12. IMPLEMENTIERUNG VON PM-MAßNAHMEN 128
13. KONTROLLE DER PM-AKTIVITÄTEN 131
SUB-TEIL II.3 DAS POLIT-INSTRUMENTARIUM 133
14. POLITIK-MANAGEMENT 134
14.1 BEDEUTUNG DES POLITIK-MANAGEMENTS 135
14.2 DAS THEMEN-PORTEFEUILLE 136
14.2.1 QUELLEN POLITISCHER THEMEN 139
14.2.2 ZEITLICHE UND INHALTLICHE KOORDINATION VON THEMEN 140
14.3 ZUSATZNUTZEN DER POLITIK 141
15. OBJEKT-MANAGEMENT 142
16. LOKALISIERUNGS-MANAGEMENT 145
17. INFO- & KOMMUNIKATIONS-MANAGEMENT 147
17.1 THEORIE DER „LIMITED EFFECTS“ DER MASSENMEDIEN 148
17.2 THEORIE DER „POWERFUL EFFECTS“ DER MASSENMEDIEN 149
17.3 DER „AGENDA SETTING“ ANSATZ 149
17.4 „AGENDA BUILDING“ DURCH SCHAFFUNG VON „NEWS-VALUE“ MIT HILFE DER IMPACTS-FAKTOREN 151
17.4.1 IMPACTS-FAKTOR IMPRESSION MANAGEMENT 152
17.4.2 IMPACTS-FAKTOR MEDIALE ÜBERRASCHUNG 156
17.4.3 IMPACTS-FAKTOR PERSONALISIERUNG 157
17.4.4 IMPACTS-FAKTOR AKTUALITÄT 158
17.4.5 IMPACTS-FAKTOR CONFLICT 160
17.4.6 IMPACTS-FAKTOR THEMENSTRUKTUR 164
17.4.7 IMPACTS-FAKTOR STATUS 164
17.4.8 WIRKUNG DER IMPACTS-FAKTOREN 165
17.5 ANSÄTZE ZUR INHALTLICHEN GESTALTUNG DER MEDIENBERICHTERSTATTUNG 166
17.5.1 DER PRIMING-ANSATZ 166
17.5.2 DER FRAMING-ANSATZ 167
17.6 PFLEGE DER JOURNALISTENBEZIEHUNGEN 171
17.7 MARKENGESTALTUNG 173
17.7.1 DER SLOGAN 173
17.7.2 DAS LOGO 177
17.7.3 PARTY IDENTITY 178
17.8 KOMMUNIKATIONSKANÄLE UND -MITTEL 178
17.8.1 FERNSEHEN 179
17.8.2 RUNDFUNK 187
17.8.3 PRINT-MEDIEN 189
17.8.4 AUßENWERBEMITTEL 191
17.8.5 GIVE AWAYS 194
17.8.6 WERBESCHRIFTEN 197
17.8.7 KINOWERBUNG 199
17.8.8 NEUE MEDIEN 199
17.8.9 EVENTS 202
17.8.10 PROJEKTE 204
17.8.11 PERSÖNLICHER KONTAKT 205
17.8.12 TELEMARKETING 206
17.9 INTEGRIERTER KOMMUNIKATIONSPLAN 208
17.9.1 KRITERIEN ZUR AUSWAHL DER KOMMUNIKATIONSKANÄLE 209
17.9.2 AUSWAHL SPEZIFISCHER MEDIENVEHIKEL 210
17.9.3 ZEITLICHE PLANUNG 211
18. TEAM-MANAGEMENT 213
18.1 MÖGLICHE ORGANISATIONSSTRUKTUREN 213
18.2 AUFGABEN DES INTERNEN PMS 215
18.2.1 INFORMATION DES PM-TEAMS 216
18.2.2 TRAINING DES PM-TEAMS 217
18.2.3 MOTIVATION DES PM-TEAMS 217
18.2.4 REKRUTIERUNG DES PM-TEAMS 220
18.3 EXKURS: DIE BEDEUTUNG FREIWILLIGER IM PM-TEAM 220
18.4 EXKURS: INTERNES MARKETING UND NEUE MEDIEN 221
SUB-TEIL II.4 POLITISCHE MARKTFORSCHUNG ALS HANDLUNGSGRUNDLAGE DES PMS 223
19. DAS MARKETING INFORMATION SYSTEM 224
20. GRUNDLEGENDE METHODEN DER MARKTFORSCHUNG 226
20.1 KLASSIFIZIERUNG VON MARKTFORSCHUNGSMETHODEN 226
21. EXPLORATIVE FORSCHUNG 227
21.1 QUELLEN EXPLORATIVER DATEN 227
21.2 TECHNIKEN DER EXPLORATIVEN FORSCHUNG 229
21.2.1 DAS TIEFENINTERVIEW 230
21.2.2 EXPERTENBEFRAGUNGEN 230
21.2.3 FOKUS GRUPPEN 231
21.2.4 FALLSTUDIEN 232
21.2.5 BEOBACHTUNG 232
21.3 ANWENDUNGEN EXPLORATIVER FORSCHUNG: ISSUE- UND OPPOSITION RESEARCH 232
21.3.1 ISSUE RESEARCH 233
21.3.2 OPPOSITION RESEARCH 233
22. DESKRIPTIVE FORSCHUNG 235
22.1 QUERSCHNITTS- VS. ZEITREIHENERHEBUNG 236
22.2 „NEBENWIRKUNGEN“ VON UMFRAGEN 238
23. KAUSALE FORSCHUNG 240
24. DEMOSKOPIE STATT IDEOLOGIE? 243
TEIL III DAS 3D-POLIT-MODELL IN DER PM-PRAXIS 244
25. FORSCHUNGSBEDARF 245
26. WISSENSCHAFTLICHE ZIELE DER STUDIE 246
26.1 DER STATUS QUO IM ÖSTERREICHISCHEN UND DEUTSCHEN PM 246
26.2 DETERMINANTEN DER VERWENDUNG VON KOMPONENTEN DES 3D-POLIT-MODELLS 247
26.2.1 MÖGLICHE WIRKUNG DER ABSOLUTEN PARTEIGRÖßE 248
26.2.2 MÖGLICHE WIRKUNG DER RELATIVEN PARTEIGRÖßE 249
26.2.3 MÖGLICHE WIRKUNG DER WETTBEWERBSINTENSITÄT 249
27. FORSCHUNGSDESIGN 251
27.1 ART DER DATENERHEBUNG 252
27.2 DER FRAGEBOGEN 252
27.2.1 DIE VORSTUDIE - PRETEST UND ERGÄNZUNG 252
27.2.2 AUFBAU DES FRAGEBOGENS 253
27.3 AUSWAHL DER PROBANDEN 260
27.4 VORGANGSWEISE BEI DER DATENERHEBUNG 261
27.5 CHARAKTERISIERUNG DER RESPONDENTEN 263
27.6 VORGANGSWEISE BEI DER DATENANALYSE 265
27.6.1 PHASE 1: DESKRIPTIVE ANALYSE ZUR BESTIMMUNG DER PM-PRAXIS 265
27.6.2 PHASE 2: ÜBERPRÜFUNG DES EINFLUSSES DER PARTEIGRÖßE UND WETTBEWERBSINTENSITÄT AUF DIE PM-ANWENDUNG 266
28. ERGEBNISSE 267
28.1 AUSWERTUNG ZUM FORSCHUNGSZIEL (1) 267
28.1.1 BEDEUTUNGSUMFANG DES PMS 267
28.1.2 EXTERNE UND INTERNE EINFLUßFAKTOREN AUF DAS PM (MIKRO- UND MAKRO-UMWELT, PM-AKTEURE) 274
28.1.3 DER PM-PROZEß UND DIE POLITISCHE MARKTFORSCHUNG 276
28.1.4 DIE POLIT-INSTRUMENTE 292
28.1.5 KOORDINATION DER AKTIVITÄTEN AUF DEN PM-EBENEN 304
28.2 AUSWERTUNG ZUM FORSCHUNGSZIEL (2) 306
28.2.1 EXTERNE UND INTERNE EINFLUßFAKTOREN AUF DAS PM (MIKRO- UND MAKRO-UMWELT, PM-AKTEURE) 306
28.2.2 DER PM-PROZEß UND DIE POLITISCHE MARKTFORSCHUNG 309
28.2.3 DIE POLIT-INSTRUMENTE 315
28.2.4 KOORDINATION DER AKTIVITÄTEN AUF DEN PM-EBENEN 319
28.3 PRAXISRELEVANTE ERGEBNISSE 319
28.3.1 GENERIERUNG VON VERGLEICHSWERTEN 320
28.3.2 ENTWICKLUNG EINES MEßINSTRUMENTS FÜR PM-ORGANISATIONEN (3D-POLIT-AUDIT) 320
28.3.3 ENTWICKLUNG EINES LEITFADENS FÜR UMFASSENDES PM IM SINNE DES 3D-POLIT-MODELLS 320
29. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE UND IMPLIKATIONEN 321
29.1 ERGEBNISSE ZUM FORSCHUNGSZIEL (1) 321
29.1.1 BEDEUTUNGSUMFANG DES PMS 321
29.1.2 DIE PM-DETERMINANTEN 322
29.1.3 DER PM-PROZEß UND DIE POLITISCHE MARKTFORSCHUNG 322
29.1.4 DIE POLIT-INSTRUMENTE 325
29.1.5 KOORDINATION DER AKTIVITÄTEN AUF DEN PM-EBENEN 328
29.2 ERGEBNISSE ZUM FORSCHUNGSZIEL (2) 328
29.3 PRAXISNAHE ERGEBNISSE 330
30. LIMITATIONEN UND AUSBLICK 331
ANHANG 335
LITERATURVERZEICHNIS 396
INTERNET QUELLEN 420

Automatisiert erstellter Textauszug:

Diese Abbildung stellt eine Situation dar, in der Partei X die Wahl gewinnen würde. Alle Wähler „links“ von ihrer politischen Auffassung wählen sie, da sie die „linkste“ Partei ist. Auch die Hälfte der Wähler, die in ihrer politischen Meinung zwischen der der Partei X und der Partei Y liegen, stehen der Partei X näher und wählen sie. Partei Y, die weiter von der Mitte des politischen Spektrums entfernt ist als Partei X, verliert, da sie für weniger Wähler die naheliegendere Wahl ist. Sie kann nur die „rechten Wähler“ bis zum indifferenten Wähler, der keine der beiden Parteien bevorzugt, für sich gewinnen. Da der indifferente Wähler rechts von der Mitte angesiedelt ist, verliert Partei Y die Wahl. Folglich würde sich Partei Y weiter zur Mitte bewegen, wodurch es für Partei X optimal wird, sich bis zur Mitte – aber nicht weiter – nach „links“ zurückzuziehen. Bei diesem Modell handelt es sich um eine Anwendung des volkswirtschaftlichen linear street-Modells. [...]

Die Positionierungsaufgabe beginnt beim Grundsatzprogramm einer Partei, das das höchste Positionierungsziel darstellt. Die Positionierung auf dieser strategischen und höchsten Ebene bleibt noch recht abstrakt. Dennoch besitzt sie wohl gerade deswegen große Bedeutung, da der Großteil der Bevölkerung relativ geringes politisches Detailwissen, aber doch eine gewisse Vorstellung über die globalen Positionen der Parteien hat. Weiters ist diese grundlegende Positionierungsentscheidung die Basis, auf der alle weiteren PM-Aktivitäten aufbauen.334 Traditionellerweise wird die von Parteiprogrammen implizierte, grundlegende Positionierungswahl auf einer Achse mit den Polen “links” und “rechts” dargestellt. Für jeden dieser Begriffe stehen bestimmte politische Positionen. Diese Denkweise erklärt auch den beobachteten Drang zur „Mitte“ des politischen Spektrums der politischen Parteien. Denn je näher man der Mitte ist, desto mehr Wähler kann man (in einem Zwei-ParteienSystem) für sich gewinnen. Theoretisch führt dies zur einer immer weiteren Annäherung in den Positionen der Parteien, bis sie schließlich nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Warum dies so ist, zeigt die folgende Abbildung: [...]

Für beide Aufgaben liefern die PM-Prozeßschritte „Parteiprogramm“ und „Analyse“ sowie die gewählte Zielgruppe wichtige Anhaltspunkte. Unterstützt durch Marktforschung können so jene Optionen, die für den PM-Akteur gangbar sind, und jene Dimensionen, die für die jeweilige Zielgruppe bei der Beurteilung eines politischen Akteurs wichtig sind, eingeschätzt werden. Dies allein reicht jedoch nicht; denn es ist auch wichtig zu wissen, welche Position auf den als relevant identifizierten Dimensionen die Wähler bevorzugen und schätzen (appreciate). Dieses Wissen ergibt die Positionierung einer “idealen Partei”. Es ist Ziel der Positionierung, diesem Idealbild (soweit ideologisch vertretbar) möglichst nahezukommen. Dazu ist es notwendig, die derzeitige Position des eigenen politischen Akteurs sowie die der politischen Konkurrenz zu kennen (…what the organization stands for in relation to its competitors…). Wurden Antworten auf diese Fragen gefunden, so sind segmentspezifische Strategien zum Einsatz der POLIT-Werkzeuge zu entwickeln, die das [...]

Arbeit zitieren:
Butter, Thomas März 2002: Politisches Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Politik- und Parteien Management, Wahlkampf und Wahlkampagnen, Politische Kommunikation, Spindoctors, Swing Voters

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