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Politische Public Relations

Wie Öffentlichkeitsarbeiter der Bundesministerien versuchen, ihre Themen auf die Agenda der meinungsführenden Printmedien zu setzen

Politische Public Relations
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Jan Böttger
  • Abgabedatum: Juli 2003
  • Umfang: 134 Seiten
  • Dateigröße: 2,1 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7947-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7947-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7947-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Böttger, Jan Juli 2003: Politische Public Relations, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Public Relations, Kommunikation, Symbolische Politik, Agenda Setting, Themenmanagement

Magisterarbeit von Jan Böttger

Einleitung:

Über seine Arbeit sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) einmal: „Zum Regieren brauche ich Bild, BamS und Glotze“ (zitiert nach Schümann 2002). Die Bedeutung dieser Aussage, sich bei der Regierungsarbeit in erster Linie auf die medienvermittelte Politik zu stützen, ist wesentlich komplexer, als es zunächst scheint.

Die Stabilität moderner westlicher Demokratien beruht vor allem auf der Zustimmungsbereitschaft ihrer Bürger zu politischen Vorhaben und Entscheidungen. Von grundlegender Bedeutung sind dabei die Kanäle der Politikvermittlung, insbesondere des Mediensystems. Politik findet für die meisten Bürger erst über die Medien, durch die mediale Politikvermittlung statt. Politische Kommunikation vollzieht sich daher vorwiegend auf der „Folie“ medial organisierter Öffentlichkeit. Die zentrale Funktion der Medien besteht dabei in der Herstellung von Öffentlichkeit für politische Themen. Politische Öffentlichkeit ist jedoch ein fragiles Gebilde und muss über die Medien von Fall zu Fall und von Thema zu Thema neu hergestellt werden, weil sich das Verständnis von Politik und politischen Themen in einer modernen Gesellschaft ständig verändert.

Politische Führung, an dieser Stelle schließt sich der Kreis zum Zitat von Gerhard Schröder, ist deshalb in westlichen Demokratien nicht mehr ohne die massenmediale Vermittlung politischer Entscheidungen denkbar. Politische Akteure gewinnen ihren Einfluss heute vor allem durch informatorische und kommunikative Qualitäten. Sie sind daher mehr denn je auf das professionelle Kommunikationsmanagement politischer Public Relations angewiesen. Politische PR ist in den letzten Jahren zu einem integralen Bestandteil politischer Planungs- und Entscheidungsprozesse geworden. Sie ist der entscheidende Mechanismus bei der Herstellung, Durchsetzung und Begründung von Politik.

Politische Akteure müssen in erster Linie daran interessiert sein, ihre eigenen Themen in den Medien zu platzieren, um sie somit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. An dieser Schnittstelle zwischen politischem System und Mediensystem agiert politische Öffentlichkeitsarbeit. Deren zentrale Aufgabe ist die gezielte Steuerung der politischen Berichterstattung durch das so genannte Themenmanagement. Damit versucht politische PR, die gesellschaftliche Tagesordnung an politischen Themen und Problemlösungsansätzen im Interesse ihrer Auftraggeber zu beeinflussen, um damit letztlich die Unterstützung der Bevölkerung zu generieren.

Ziel der Arbeit:

Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, zu erklären, wie politische Öffentlichkeitsarbeiter der Bundesministerien versuchen, ihre Themen auf die Agenda der meinungsführenden Printmedien zu setzen. Im Vordergrund stehen dabei die strategischen Anpassungsprozesse politischer PR an die Produktions- und Selektionsmechanismen des Journalismus. Die vorliegende Arbeit leitet daher die Themensetzungsstrategien politischer PR systematisch aus den Faktoren journalistischer Nachrichtenauswahl ab. In der empirischen Untersuchung wird überprüft, welche Anpassungsprozesse politische PR anwendet und wo die Grenzen dieser Strategien liegen.

Aufbau der Arbeit:

Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil. Das Kapitel 2 des Theorieteils dient zunächst der Eingrenzung des Forschungsgegenstands. Dazu wird der Begriff „politische PR“ definiert (Abschnitt 2.1.) und gegenüber synonym verwendeten, aber nicht deckungsgleichen Begriffen abgegrenzt (Abschnitt 2.2.). Danach wird politische PR bezüglich ihrer Durchsetzungsfähigkeit im Kommunikationsprozess analysiert (Abschnitt 2.3.).

In Kapitel 3 wird der Stand der Forschung zum Verhältnis zwischen politischer PR und Journalismus reflektiert. Dabei werden die verschiedenen wissenschaftlichen Sichtweisen zu dieser Beziehung veranschaulicht (Abschnitt 3.1.) und die Entwicklung des Forschungszweiges dargelegt (Abschnitt 3.2.). Danach wird das Intereffikationsmodell vorgestellt (Abschnitt 3.3.), welches eine Einordnung der untersuchten Anpassungsprozesse sowie der vorliegenden empirischen Untersuchung erlaubt (Abschnitt 3.4.).

Daraufhin werden in Kapitel 4 die Funktionen und Ziele politischer PR analysiert. Dabei steht vor allem die Rolle der Öffentlichkeitsarbeit im politischen Prozess (Abschnitt 4.1.) und die Bedeutung der Massenmedien für die politische PR (Abschnitt 4.2.) im Vordergrund. Anschließend werden die Resultate zusammenfassend dargestellt (Abschnitt 4.3.). Kapitel 5 dient dazu, die Erkenntnisse der Nachrichten-Theorie für die politische PR nutzbar zu machen. Aus deren Annahmen zu den Rahmenbedingungen der Nachrichtenproduktion (Abschnitt 5.1.) sowie den Nachrichtenfaktoren (Abschnitt 5.2.) werden strategische Überlegung für die PR-Arbeit abgeleitet.

Der empirische Teil beinhaltet das Design der Untersuchung (Kapitel 6), die Auswertung der erzielten Ergebnisse (Kapitel 7) sowie deren Bewertung (Kapitel 8). In Kapitel 6 werden die Fragestellungen und Hypothesen im Überblick zusammengefasst (Abschnitt 6.1.), der Untersuchungsgegenstand beschrieben (Abschnitt 6.2.), die methodische Vorgehensweise nachvollziehbar dargestellt (Abschnitt 6.3.) und auf ihre Güte hin überprüft (Abschnitt 6.4.). Darauf folgend werden die Konstruktion des Erhebungsinstruments und die Ergebnisse des Pretests erörtert (Abschnitt 6.5.) sowie die Auswertungsstrategie der erhobenen Daten (Abschnitt 6.5.2.) vorgestellt.

Kapitel 7 präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung, anhand der thematischen Strukturierung, wie sie in Kapitel 5 vorgenommen wurde. Mit einer Zusammenfassung und Bewertung der wichtigsten Ergebnisse in Kapitel 8 wird die vorliegende Arbeit abgeschlossen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 3
Tabellenverzeichnis 4
Abstract 5
1. Einleitung 6
I. Theoretischer Teil
2. Annäherung an den Begriff „politische PR“ 9
2.1 Politische PR - Versuch einer Begriffsklärung 9
2.2 Abgrenzung gegenüber politischer Werbung und politischer Propaganda 11
2.3 Strategische Differenzierung der Kommunikationselemente 13
3. Das Verhältnis zwischen PR und Journalismus - Zum Forschungsstand 15
3.1 Annahmen der politischen Kommunikationsforschung 15
3.2 Von der Determination zur Intereffikation 17
3.3 Das Intereffikationsmodell als theoretischer Bezugsrahmen 20
3.4 Einschätzung und Ableitung der theoretischen Grundannahme 23
4. Funktionen und Ziele politischer PR 24
4.1 Zur Rolle der politischen PR im politischen System 24
4.2 Politische PR und die Bedeutung der Massenmedien 25
4.3 Zusammenfassung der Funktionen und Ziele politischer PR 27
5. Strategische Nutzung der Nachrichten-Theorie durch politische PR 29
5.1 Anpassung an die Rahmenbedingungen der Nachrichtenproduktion 32
5.1.1 Aktueller Berichterstattungsstil 32
5.1.2 Politische Orientierungen von Medien und Journalisten 35
5.1.3 Zwänge der Nachrichtenproduktion 37
5.2 Strategische Nutzung ausgewählter Nachrichtenfaktoren 41
5.2.1 Aktualität/ Neuigkeit vs. Aktualisierung 43
5.2.2 Kontroverse vs. Konflikthaltigkeit und Negativität 45
5.2.3 Elite-Person vs. Personalisierung 46
5.2.4 Thematisierung vs. (De-) Thematisierung 48
II. Empirischer Teil
6. Design der Untersuchung 50
6.1 Fragestellung und Hypothesen 50
6.2 Stichprobe der Untersuchung 55
6.2.1 Auswahl der Öffentlichkeitsarbeiter der Bundesministerien 56
6.2.2 Auswahl der Journalisten der meinungsführenden Printmedien 57
6.3 Untersuchungsmethode 58
6.4 Validität und Reliabilität der Datenerhebung 60
6.5 Leitfaden 62
6.5.1 Konstruktion und Pretest 62
6.5.2 Auswertungsstrategie 64
7. Ergebnisse der Untersuchung 67
7.1 Einschätzung und Anpassung an den aktuellen Berichterstattungsstil 67
7.2 Politische Orientierungen und Entideologisierung des politischen Journalismus 70
7.3 Probleme und Potentiale durch Zwänge journalistischer Nachrichtenproduktion 74
7.3.1 Folgen und Nutzen journalistischer Produktionszwänge 74
7.3.2 Informeller Informationsaustausch statt inszenierte Ereignisse 79
7.3.3 Exklusivinformationen als entscheidender Konkurrenzfaktor 83
7.4 Relevante Faktoren politischer Themenvermittlung 86
8. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 93
9. Literatur 101
III. Anhang
A1. Nachrichtenfaktoren-Katalog nach Schulz 111
A2. Relevante Nachrichtenfaktoren in der wissenschaftlichen Diskussion 113
A3. Interviewleitfaden Öffentlichkeitsarbeiter 114
A4 Interviewleitfaden Journalisten 123
Ehrenwörtliche Erklärung 132

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die informelle Interaktion die dominierende Form des Informationsaustausches zwischen den politischen Öffentlichkeitsarbeitern der Bundesministerien und den Journalisten der meinungsführenden Tageszeitungen ist. Eine Bevorzugung von Ereignissen oder Pressekonferenzen, die ebenfalls zu den Formen inszenierter Ereignisse gezählt werden, kann nicht festgestellt werden. Um die erzielten Ergebnisse zu überprüfen, wurde in einer weiteren Frage um die Bewertung einzelner Techniken und Instrumente politischer Öffentlichkeitsarbeit gebeten. Auch hier zeigte sich, dass informelle Instrumente und Techniken politischer PR als Interaktionsformen zwischen Journalisten und Öffentlichkeitsarbeitern bevorzugt werden. So werden persönliche Netzwerke, die Platzierung von Exklusivinformationen und Hintergrundkreise von den Journalisten favorisiert. Deren Bedeutung wird als wichtig bis am wichtigsten bewertet. Bei den Öffentlichkeitsarbeitern liegen darüber hinaus die konventionellen Informationsangebote, wie Pressemitteilungen und Pressekonferenzen sowie die Platzierung von Exklusivinformationen mit dem Mittelwert von 2 Punkten gleichauf. So muss die aufgestellte Hypothese (H4), dass politische PR versucht Themen auf der Medienagenda zu platzieren, indem sie den Produktionszwängen der Journalisten durch mediengerecht inszenierte Ereignisse entgegenkommt, für den vorliegenden Untersuchungsgegenstand falsifiziert werden. Die konventionelle Pressearbeit wird von den Öffentlichkeitsarbeitern eher als Routinearbeit aufgefasst (Ö1, Ö6), wobei den Pressekonferenzen eine größere Bedeutung zugeschrieben wird als den Pressemitteilungen. Dies sind, so ein Öffentlichkeitsarbeiter, normale Mittel der PR-Arbeit und dienen dazu, der Informationspflicht nachzukommen. [...]

Personal fehlt und sie viele Anfragen gleichzeitig bearbeiten müssen (J7). Ein anderer Journalist weist darauf hin, dass es in Berlin eine starke Konkurrenzsituation gibt, die sich auch auf die Arbeit der Pressestellen auswirkt. Sie müssen heute bei gleichbleibender Zahl von Öffentlichkeitsarbeitern, sehr viel mehr Journalisten bedienen (J3). Die politischen Öffentlichkeitsarbeiter stehen also vermutlich unter ähnlichen Zwängen, wie die Journalisten (Ö7). Bezüglich der Kategorie Zeitdruck/ wenig Zeit für Recherchen bemerkt ein Öffentlichkeitsarbeiter lediglich, dass Themen weniger tiefgründig bearbeitet werden können (Ö7). Weitere Aussagen, wie man diesem Zwang begegnen kann, machen die Öffentlichkeitsarbeiter nicht. Einige Hinweise konnte man jedoch von den Journalisten erhalten. Beim Zeitdruck kommen ihnen die Pressestellen sehr entgegen, weil sie den Redaktionsschluss berücksichtigen (J1, J4, J5). Professionelle Pressestellen, so ein anderer Journalist, kennen die Abläufe und Arbeitsbedingungen genau und berücksichtigen sie. Beispielsweise werden Pressekonferenzen nicht am Nachmittag einberufen, sondern früher, damit die Tageszeitungsjournalisten die Möglichkeit haben, die Themen noch gut aufzubereiten (J7). Andererseits gibt es aber auch Pressestellen bei denen man bis zum Redaktionsschluss auf einen kompetenten Rückruf warten muss (J7) oder abgesprochene Zeitlimits nicht eingehalten werden (J10). Während die Öffentlichkeitsarbeiter den beiden vorangegangenen Zwängen scheinbar kaum entgegenkommen können, wird der Aktualitätszwang eher als Erleichterung für die PR-Arbeit gewertet. Sobald politische PR neue Aspekte, auch eines längerfristig diskutierten Themas anbieten kann, erleichtert dies nach Aussage eines Öffentlichkeitsarbeiters deren Vermittlung (Ö5). Ein anderer Ministeriumssprecher äußert sogar seine Verwunderung darüber, wie schnell aktuelle Themen von den Agenturen aufgenommen werden und dann mit großer Resonanz in den verschiedenen Mediengattungen darüber berichtet wird (Ö6). Mit Themen, die nicht wirklich aktuell oder neu sind, kommt man jedoch schlecht in den Zeitungen unter, schränkt ein weiterer Sprecher ein (Ö6). Ein anderer weist diesbezüglich darauf hin, dass politische Themen in der Regel längerfristig ausgerichtet sind und dadurch für die Journalisten uninteressant werden können: „Wenn sie politisch etwas bewegen wollen, dann müssen sie einen langen Atem haben und müssen da lange dran bleiben. Dann ist das für die Journalisten aber schon ein Thema von vorgestern“ (Ö7). Ein Journalist bestätigt die Aussage des Öffentlichkeitsarbeiters, indem er feststellt: „Was heute noch alle aufgeregt hat, ist morgen vollkommen uninteressant und ein neues Thema kommt ganz schnell hoch“ (J9). Die politische Berichterstattung, sagt er weiter, bewegt sich deshalb immer in einer Atmosphäre schneller Pendelumschwünge (J9). [...]

arbeiter ökonomische Zwänge/ Einsparungen sowie Zeitdruck/ wenig Zeit für Recherchen eher keine Erleichterung dar. Andererseits wird im Konkurrenzkampf unter den Medien/ Angebotsexpansion und dem Aktualitätszwang eher eine Erleichterung gesehen. Die Ausdifferenzierung des Mediensystems/ Publikumssegmente sind für die politischen Öffentlichkeitsarbeiter nur eine geringe Erleichterung. Aus diesem Grund muss an dieser Stelle die formulierte Hypothese (H 3) widerlegt werden. Einen Einfluss der Ausdifferenzierung des Mediensystems auf die Berichterstattung der meinungsführenden Printmedien nehmen die Öffentlichkeitsarbeiter weniger stark wahr. Dies hängt wahrscheinlich mit deren Stellung als Leitmedien zusammen. Die Tageszeitungen berichten scheinbar nach wie vor über das gesamte Themenspektrum der Bundesministerien, ohne ihr publizistisches Profil auf einzelne Themen zu beschränken. Darüber hinaus gibt es anscheinend nur eine geringe Fixierung der Zeitungen auf einzelne Publikumssegmente. Ausnahmen bilden jene Tageszeitungen, welche beispielsweise einen wirtschaftlichen Schwerpunkt haben. Die geringste Erleichterung für eine Platzierung von Themen auf der Medienagenda bieten nach Meinung der Öffentlichkeitsarbeiter die ökonomischen Zwänge und Einsparungen der meinungsführenden Tageszeitungen. Ein Öffentlichkeitsarbeiter spürt, dass sich der Umfang der Tageszeitungen auf seine PR-Arbeit auswirkt. Teilweise haben die Zeitungen keinen Platz mehr für seine Themen. Wenn früher der Umfang des ersten Teils einer Tageszeitung zwölf Seiten betragen hat, so sind es heute nur noch acht. Das wirkt sich negativ auf die Themenvermittlung seines Ministeriums aus, dessen Sachverhalte auf der Medienagenda allgemein nicht die höchste Priorität genießen. Des weiteren sind nur noch aktuelle Themen von Bedeutung, wobei sein Ministerium eher langfristige Themen anzubieten hat. Größere Berichte, die eine lange Einarbeitungszeit und eine ausführliche Recherche verlangen, sind seiner Meinung nach kaum noch möglich. Aus Kostengründen kommen einige Redakteure darüber hinaus nicht mehr den Einladungen zu Journalistenreisen nach. Insofern wird nach diesen Reisen auch nicht über das Ministerium berichtet. Die ökonomischen Zwänge bewirken, dass sich der Zeitdruck verschärft. Durch den Stellenabbau in den Redaktionen haben einige Journalisten nicht genügend Zeit, um über bestimmte Themen des Ministeriums zu berichten (Ö2). In den Redaktionen müssen die Journalisten mehr Aufgaben übernehmen und schneller arbeiten als zuvor, so dass differenzierte politische Themen schwieriger platziert werden können (Ö7). Auch einige Pressestellen der Bundesministerien, berichten einzelne Journalisten, sind wegen Einsparungen unterbesetzt (Ö7, J7), so dass auch für politische Öffentlichkeitsarbeiter ein hoher Zeitdruck entsteht (Ö2). Einzelne Pressestellen sind schlecht erreichbar, weil auch ihnen [...]

Arbeit zitieren:
Böttger, Jan Juli 2003: Politische Public Relations, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Public Relations, Kommunikation, Symbolische Politik, Agenda Setting, Themenmanagement

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