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Pharmareferent - Marketinginstrument mit Zukunft?

Pharmareferent - Marketinginstrument mit Zukunft?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Müller
  • Abgabedatum: September 2004
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 4,8 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8568-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8568-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8568-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Müller, Michael September 2004: Pharmareferent - Marketinginstrument mit Zukunft?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Pharmaberater, Pharmamarketing, Arzneimittel, Gesundheitswesen, Außendienst

Diplomarbeit von Michael Müller

Problemstellung:

Die alte Volksweisheit „Krankheiten gibt es viele, aber die Gesundheit gibt’s nur einmal“ trifft den Nagel sprichwörtlich auf den Kopf. Die Gesundheit und das damit verbundene Gesundheitswesen ist für jeden Einzelnen sowie für die Gesamtheit der Individuen von enormer persönlicher, gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Ein Problem der heutigen Zeit ist das umfangreiche deutsche Gesundheitswesen, welches derzeit merklich krankt. Dabei lassen sich mehrere Stellen als Problemzonen diagnostizieren, die von der gesetzlich geregelten Finanzierung über den Patienten bis hin zur pharmazeutischen Industrie reichen.

Die gesetzliche Krankenversicherung bildet dabei das finanzielle Kernstück des Gesundheitssystems. Sie garantiert, dass jeder Bedürftige die nötige medizinische Versorgung erhält. Die Deckung der Kosten in Form einer Umlagefinanzierung ist bei einer wachsenden Bevölkerung mit akzeptablem Wirtschaftswachstum eine gute Lösung. Betrachtet man allerdings das bereits seit längerem unbefriedigende Wirtschaftswachstum und die sich in den kommenden Jahren verändernde Bevölkerungspyramide, so ist der Gesetzgeber zu grundlegenden Reformen gezwungen. Denn eine weitere Belastung der Erwerbstätigen mit höheren Beiträgen für die gesetzliche Krankenversicherung erscheint ebenso abwegig, wie eine Herausnahme einer Vielzahl medizinischer Leistungen aus dieser. Aus diesem Grund ist eine Gesundheitsreform unumgänglich, wenn der solidarische Charakter an diese mit hohen Ausgaben und mit nicht minder hohen Qualitätsansprüchen verbundene Versicherung auch in Zukunft erhalten bleiben soll. Die Schlüsselbegriffe lauten daher: mehr Mitsprache, mehr Qualität und mehr Effizienz.

Die Auswirkungen dieser Reform bekommt der Patient unmittelbar zu spüren. Neben der gestiegenen Verantwortung ist er nun auch über die Neuregelung der Zuzahlung zu verschreibungspflichtigen Arzneimitteln stärker an deren finanziellen Kosten beteiligt. Die veränderten Zuzahlungsbedingungen für Arzneimittel durch den Patienten machen allerdings der Pharmaindustrie ebenso zu schaffen wie der steigende Druck des Patienten auf die Verschreibungsgewohnheiten des Arztes für medizinische Präparate. Der Patient nimmt nun aktiv am Meinungsbildungsprozess teil und ist gut organisiert und informiert über Erkrankungen und deren Therapiemöglichkeiten. Neue Medien, speziell das Internet, forcieren diese Entwicklung. Die Zeit, in der lediglich die Wirkung des Produkts über den Erfolg entscheidet, ist vorbei, immer wichtiger für den Patienten und den Wettbewerbserfolg wird der dienstleistungsorientierte Zusatznutzen.

Diese Herausforderung mit dem bisher wichtigsten und teuersten Marketinginstrument, dem Pharmareferenten zu meistern, stellt für die Pharmabranche eine große Aufgabe dar. Denn die verfügbaren Ressourcen müssen auch die steigenden Ausgaben in Forschung und Entwicklung sowie die Akquisitionen auffangen. Nicht vergessen werden darf natürlich die aggressive Konkurrenz, die ebenfalls um Marktanteile und Umsätze kämpft. Die Pharmaunternehmen sind deshalb gezwungen ihre Kostenstruktur einer Überprüfung zu unterziehen und gegebenenfalls Konsequenzen daraus zu ziehen. Auch der Marketingbereich und damit das Kommunikationsmittel Pharmareferent dürfen hier nicht außen vor bleiben.

Es bleibt festzuhalten, dass sich das gesamte Gesundheitswesen einschließlich der Pharmaindustrie einem dynamischen Veränderungsprozess zu unterziehen hat. Mitsprache, Qualität und Effizienz können als die Schlüsselbegriffe der Zukunft bezeichnet werden. Um als Pharmaunternehmen weiterhin erfolgreich zu sein, ist es nötig mit allen Beteiligten zu kommunizieren. Die Frage die sich dabei stellt ist, ob der Pharmareferent dazu das richtige Instrument ist und für alle den bestmöglichen Nutzen generieren kann. Die pharmazeutische Industrie wird auf die neuen Entwicklungen, speziell auf die technische Unterstützung der Vertriebswegeoptimierung, reagieren müssen. Ob der Pharmareferent dann auch in Zukunft das Marketinginstrument Nummer eins bleibt oder von anderen Marketinginstrumenten unterstützt bzw. ersetzt wird, gilt es zu hinterfragen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Problemstellung 1
2. Überblick über den Pharmamarkt 4
2.1. Der pharmazeutische Markt 4
2.2 Marktakteure und deren Beziehungen 12
2.2.1 Pharmazeutische Industrie 12
2.2.2 Arzt 14
2.2.3 Apotheke 15
2.2.4 Pharmazeutischer Großhandel 15
2.2.5 Gesetzliche Krankenversicherung 16
2.2.6 Patient 17
2.2.7 Beziehungen am Pharmamarkt 17
2.3 Marktbesonderheiten 18
3. Pharmareferent als heutiges Marketinginstrument 23
3.1 Einordnung des Pharmareferenten im Unternehmen 23
3.2 Marketing-Mix 24
3.2.1 Product 25
3.2.2 Price 25
3.2.3 Place 26
3.2.4 Promotion 26
3.2.5 Positioning 28
3.2.6 Politics 28
3.2.7 Patients 29
3.3 Pharmareferent 29
3.3.1 Definition 29
3.3.2 Ausbildung zum geprüften Pharmareferenten 31
3.3.3 Pflichten des Pharmaberaters 35
3.3.4 Aufgaben des Pharmaberaters 35
3.3.5 Aufstiegschancen 45
4. Betriebswirtschaftliche Betrachtung des Pharmareferenten 47
4.1 Pharmareferenten-Rating 47
4.2 Kennzahlen zum Pharmareferenten 48
4.3 Kosten des Pharmareferenten 53
4.3.1 Gesamtkosten des Pharmareferenten 53
4.3.2 Besuchskosten 53
4.3.3 Gehalt 54
4.3.4 Mindestumsatz 55
4.4 Umsatz mit und ohne Pharmareferent 56
4.5 Alternative Möglichkeiten 58
4.5.1 Co-Marketing 58
4.5.2 Co-Promotion 59
4.5.3 Leasingaußendienst 60
4.6 Kostenvergleich Pharmareferent – andere Marketinginstrumente 61
5. Pharmazeutisches Marketing der Zukunft 63
5.1 Pharmareferent als zukünftiges Marketinginstrument 63
5.1.1 Veränderte Rahmenbedingungen 63
5.1.2 Neuerungen beim Pharmareferenten 65
5.1.2.1 Zielgruppensegmentierung 65
5.1.2.2 Erweiterter Aufgabenbereich 66
5.1.2.3 Veränderte Organisationsstrukturen 68
5.2 Neue Marketinginstrumente 70
5.2.1 e-Detailing 70
5.2.2 Customer Relationship Management 75
5.2.3 Direct-to-Consumer Marketing 79
6. Fazit 85
Literaturverzeichnis 88
Versicherung 95

Arbeit zitieren:
Müller, Michael September 2004: Pharmareferent - Marketinginstrument mit Zukunft?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Pharmaberater, Pharmamarketing, Arzneimittel, Gesundheitswesen, Außendienst

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