Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Das Phänomen des hybriden Konsumentenverhaltens und seine Auswirkungen auf ausgewählte Betriebsformen des Einzelhandels

Das Phänomen des hybriden Konsumentenverhaltens und seine Auswirkungen auf ausgewählte Betriebsformen des Einzelhandels
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Katja Guntermann
  • Abgabedatum: Oktober 2002
  • Umfang: 123 Seiten
  • Dateigröße: 481,9 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Gelsenkirchen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9001-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9001-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9001-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Guntermann, Katja Oktober 2002: Das Phänomen des hybriden Konsumentenverhaltens und seine Auswirkungen auf ausgewählte Betriebsformen des Einzelhandels, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kaufverhalten, Smart Shopper, Polarisierung, Warenhaus, Discounter

Diplomarbeit von Katja Guntermann

Einleitung:

Das Phänomen der hybriden Kaufverhaltensweisen bei Konsumenten stürzt den Einzelhandel bereits seit geraumer Zeit in tiefe Verzweiflungen. Das Verhalten der Konsumenten ist zwitterhaft, demnach hybrid, und lässt sich zum Teil überhaupt nicht mehr einschätzen. Was soll man von der porschefahrenden Pelzträgerin denken, die sich bei Aldi an der Kasse über die Preise aufregt? Viel Geld heißt nicht immer nur teuer kaufen. Seit Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wird diesbezüglich in der deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Fachliteratur ein „Neuer Konsument“ beschrieben, der gleichzeitig völlig unterschiedliche Verhaltensweisen bei Kauf und Konsum aufweist und dabei, anscheinend unberechenbar, zwischen Käufen in hohen wie auch in niedrigen Preislagen wechselt.

Den Ausführungen der Literatur zufolge muss es sich dabei aber um mehr als nur ein Phänomen handeln. Denn es erscheint eher fraglich, ob ein seltenes Ereignis eine so umfangreiche fachlich-literarische Diskussion erfordert, wie es bei der Betrachtung des hybriden Konsumentenverhaltens der Fall war bzw. immer noch ist. Vielmehr indizieren die zahlreichen Veröffentlichungen zu diesem Thema, dass sich hinter dem zunächst wenig aussagekräftigen Begriffspaar „hybrides Konsumentenverhalten“ eine Bedeutung verbirgt, die eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Problematik erzwingt und zu dem Schluss führt, dass das hybride Konsumentenverhalten mehr als nur ein Phänomen darstellt.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Entstehungsgeschichte und das Wesen des hybriden Konsumenten darzustellen sowie mögliche Einflussfaktoren auf und erklärende Theorienansätze über das hybride Kaufverhalten anhand der in der Literatur in großer Vielfalt veröffentlichten Publikationen zu analysieren und kritisch zu begutachten. Erforderlich ist im Vorfeld der Ausarbeitung eine Einführung in die Thematik der Kaufverhaltensforschung, um Begriffe und Zusammenhänge, die für das Verständnis des hybriden Konsumentenverhaltens unabdingbar sind, zu erläutern.

Im folgenden Verlauf der Arbeit werden die Ergebnisse, die im Zusammenhang mit der Analyse des hybriden Konsumentenverhaltens eruiert wurden, auf den Einzelhandel übertragen, um mögliche Auswirkungen auf eben diesen zu betrachten. Auch an dieser Stelle werden kaufverhaltensrelevante Gegebenheiten erläutert, die sich ausschließlich auf das Verhalten der Konsumenten im Handel konzentrieren. Auf eine Analyse der ebenfalls von dem hybriden Konsumentenverhalten betroffenen Position der Industrie wird im Rahmen der vorliegenden Arbeit abgesehen.

Um dem Umfang der Arbeit gerecht zu werden und um Redundanzen zu vermeiden, beschränkt sich die Analyse der Auswirkungen auf den Einzelhandel auf jene Betriebsformen, die auf Basis der Ergebnisse und Literaturauswertungen des ersten Teil der Arbeit anhand von Kriterien ausgewählt und zu Clustern verdichtet wurden. Erst dadurch wird deutlich, welche Betriebsformen letztendlich zu den Gewinnern und Verlierern zählen und was der Einzelhandel gegen dieses Phänomen überhaupt tun kann.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis VI
1. Problemstellung, Ziel und Gang der Bearbeitung 1
2. Theoretische Grundlagen der Kaufverhaltensforschung 3
2.1 Psychische Determinanten des Kaufverhaltens 4
2.1.1 Emotion, Motivation/ Bedürfnis, Einstellung 5
2.1.2 Involvement 6
2.2 Kaufentscheidungsprozess 8
2.3 Preisinteresse und Preiswissen 10
3. Hybrides Konsumentenverhalten 11
3.1 Definition 11
3.1.1 Der Wandel im Kaufverhalten als Definitionsgrundlage 11
3.1.1.1 Einkommen und soziale Schichtzugehörigkeit 12
3.1.1.2 Wertewandel 13
3.1.2 Charakterisierung des hybriden Konsumenten 15
3.1.3 Festlegung auf eine Arbeitsdefinition 16
3.2 Einfluss aktueller Trends auf das hybride Konsumentenverhalten 19
3.2.1 Soziodemografische Trends 19
3.2.2 Trends im Preisverhalten 21
3.3 Begriffliche Abgrenzungen 23
3.3.1 Variety Seeking 23
3.3.2 Smart Shopping 25
4. Ansätze und empirische Studien zur Erklärung des hybriden Konsumentenverhaltens 26
4.1 Erklärungsansätze nach Gierl und Böcker et al. 26
4.1.1 Theorie der Preislagenwahl nach Gierl 26
4.1.2 Theorie der Preis-Typen nach Böcker et al. 30
4.2 Erklärungsansatz nach Schmalen 34
4.2.1 Erklärungsmodell 34
4.2.2 Empirische Untersuchungen 40
4.2.3 Kritische Würdigung 44
4.3 Empirische Untersuchung nach Diller et al 46
4.3.1 Untersuchungsvorgang und empirische Ergebnisse 46
4.3.2 Kritische Würdigung 50
4.4 Fazit 51
5. Der Handel im Zeichen des hybriden Konsumenten 53
5.1 Aspekte des Kaufverhaltens im Handel 54
5.1.1 Determinanten des Kaufverhaltens und der Einkaufsstättenwahl 54
5.1.2 Determinanten des Einkaufsstättentreue und - wechselverhaltens 58
5.1.2.1 Einkaufsstättentreue 58
5.1.2.2 Einkaufsstättenwechsel 60
5.1.3 Zusammenfassung 63
5.2 Betriebsformensystematisierung im Zeichen des hybriden Konsumenten 63
5.2.1 Charakterisierung ausgewählter Betriebsformen des Einzelhandels 65
5.2.1.1 Fachgeschäft/ Spezialgeschäft 65
5.2.1.2 Warenhaus 66
5.2.1.3 Verbrauchermarkt/ SB-Warenhaus 67
5.2.1.4 Discounter 69
5.2.1.5 Fachmarkt 72
5.2.1.6 Factory Outlet/ Off-Price Store 73
5.2.2 Systematisierung und Clusterung der Betriebsformen nach Schmalen und ihre strategische Positionierung im Wettbewerb 74
5.2.2.1 Systematisierung nach Schmalen 74
5.2.2.2 Systematisierung nach der strategischen Positionierung im Wettbewerb 78
5.2.2.2.1 Leistungs- und Qualitätsführerschaft 79
5.2.2.2.2 Kosten- und Preisführerschaft 80
5.2.2.2.3 Outpacing-Strategie 80
5.2.2.2.4 Positionierung der Betriebsformen 81
5.2.2.3 Bildung der Cluster 82
6. Konsequenzen des hybriden Konsumentenverhaltens auf ausgewählte Betriebsformen des Einzelhandels 83
6.1 Polarisierung im Handel 84
6.1.1 Wesen der Polarisierung 84
6.1.2 Erklärung der Entstehung von Polarisierungen aus der Theorie des hybriden Konsumentenverhaltens 86
6.2 Auswirkungen des hybriden Konsumentenverhaltens auf die Betriebsformen-Cluster 87
6.2.1 Cluster I: Discounter, Fachmarkt, Verbrauchermarkt/ SB-Warenhaus 88
6.2.1.1 Analyse der Auswirkungen auf Basis des Theorieansatzes nach Schmalen 88
6.2.1.2 Analyse der Auswirkungen auf Basis der Theorieansätze nach Diller et al. und Gierl 92
6.2.1.3 Fazit und Handlungsempfehlungen 94
6.2.2 Cluster II: Factory Outlet und Off-Price Store 95
6.2.2.1 Analyse der Auswirkungen 95
6.2.2.2 Fazit und Handlungsempfehlungen 98
6.2.3 Cluster III: Fach- und Spezialgeschäft 99
6.2.3.1 Analyse der Auswirkungen 99
6.2.3.2 Fazit und Handlungsempfehlungen 102
6.2.4 Warenhaus 103
7. Schlussbetrachtung 105
Anhang 107
Literaturverzeichnis 110
Erklärung 117

Automatisiert erstellter Textauszug:

Notorische Wechsler wechseln die Einkaufsstätte aufgrund rationalen Verhaltens. Um ein empfundenes Risiko zu reduzieren, werden Vergleiche zwischen Einkaufsstätten angestellt, um optimal informiert zu sein. Das Wechselverhalten erfolgt dabei unabhängig vom Zufriedenheitsgrad des Konsumenten.197 In Bezug auf den hybriden Konsumenten widerspricht diese Ausführung der zuvor genannten Aussage, dass komfortorientierte hybride Konsumenten i.d.R. einkaufstättentreu sind198, um das durch einen Einkaufsstättenwechsel möglicherweise entstehende Risiko so gering wie möglich zu halten. Trotzdem sind beide Verhaltensweisen denkbar, denn im erstgenannten Fall hat der Konsument den Kauf- und Einkaufstättenwahlprozess bereits hinter sich, ist demnach optimal informiert und sieht keinen Anlass, noch weiter nach Informationen zu suchen; im vorliegenden Fall befindet sich der Konsument noch im Entscheidungsprozess und muss zur Risikoreduzierung [...]

begründen nach dem Erklärungsansatz Schmalens das Vorliegen von Produkt- und Kaufinvolvement. Bekanntlich beeinflusst die Höhe des Produktinvolvements (Wichtigkeit eines Produktes für den Konsumenten, z.B. Erreichung eines sozialen Ansehens) die Wahl der Markenklasse, die Höhe des Kaufinvolvements die Wahl der Einkaufsstätte hinsichtlich des Bedürfnisses nach Absicherung gegenüber möglichen wahrgenommenen Risiken vor oder während des Kaufs.179 Liegt beispielsweise bei dem geplanten Kauf eines für den Konsumenten wichtigen Produktes zusätzlich ein hohes empfundenes Kaufrisiko vor, so wird der hybride Konsument die in Betracht kommenden Händler nach diesen Kriterien bewerten und auswählen und womöglich zur Absicherung des Risikos durch Beratung eine dementsprechendes Geschäft wählen. Derselbe Konsument, dem ein anderes Produkt nicht wichtig erscheint und der kein wesentliches Risiko beim Kauf verspürt, wird eher ein diesen Kriterien entsprechend anderes Geschäft wählen. [...]

Der Einzelhandel173 in Deutschland ist von der Existenz des hybriden Konsumentenverhaltens in vielfältiger Weise betroffen. Vereinfacht ist zunächst davon auszugehen, dass je nachdem, welches Produkt in welcher Preislage der hybride Konsument wählt und welche Motive dieses Verhalten beeinflussen, er dementsprechend die dazu passende Betriebsform wählt. Diese Verhaltensweisen charakterisieren jedoch streng genommen jeden Konsumenten, unabhängig davon, ob es sich um einen hybriden oder nichthybriden Käufer handelt. Aus diesem Grund werden zunächst grundlegende Aspekte des Kaufverhaltens im Handel erläutert, die sich, wohlgemerkt, auf alle Konsumenten beziehen, jedoch der Themenrelevanz entsprechend, zusätzlich hinsichtlich möglicher Besonderheiten in Bezug auf das Wesen des hybriden Konsumenten untersucht werden. [...]

Arbeit zitieren:
Guntermann, Katja Oktober 2002: Das Phänomen des hybriden Konsumentenverhaltens und seine Auswirkungen auf ausgewählte Betriebsformen des Einzelhandels, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kaufverhalten, Smart Shopper, Polarisierung, Warenhaus, Discounter

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren