Personalrekrutierung im Internet
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Beate Härtl
- Abgabedatum: September 2002
- Umfang: 136 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5876-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5876-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5876-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Härtl, Beate September 2002: Personalrekrutierung im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Rekrutierung, Personal, Jobboards, Jobbörsen, Internet
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Diplomarbeit von Beate Härtl
Einleitung:
In den letzten Jahren hat sich das Internet zu einem attraktiven Kommunikations- und Informationsmedium entwickelt, das weltweit einen hohen Stellenwert einnimmt. „Es zeigte sich schnell, dass sich das Internet bestens für die Veröffentlichung von Stellengesuchen und Stellenanzeigen eignet. Seit dem Jahr 1997 spielt die Nutzung des Internets zur Rekrutierung von Personen auch in Deutschland eine große Rolle.“ (Dostal & Steffens-Duch 2000, S.10) Alle Phasen des Rekrutierungsprozesses, mit Ausnahme von Online-Tests und dem Unterschreiben von Dokumenten können bereits über das Internet abgehandelt werden - insbesondere die ersten Phasen des Rekrutierungsprozesses wie beispielsweise Stellenausschreibungen und Übermittlung der Bewerbungsunterlagen (Dostal & Steffens-Duch 2000, S.11 f).
Sowohl für Unternehmen als auch für Stellensuchende entwickelt sich das Internet zu einem neuen Medium für die Personalbeschaffung. So haben Internetnutzer die Möglichkeit per Mausklick schnell und unkompliziert interessante Stellenangebote zu entdecken (Weideneder 2001, S. 50). Bei Firmen wird die Abwicklung des kompletten Prozesses der Stellenbesetzung vereinfacht und beschleunigt – angefangen bei Stellenausschreibungen über den Bewerbungseingang, die Auswertung von Bewerbungen bis hin zur ersten Kontaktaufnahme. Firmen-Homepages, Online-Stellenbörsen und virtuelle Rekrutierungsmessen sind heute alltägliche Möglichkeiten über das Internet Personal zu rekrutieren bzw. die Stellensuche zu unterstützen. Auch das Arbeitsamt und verschiedene Verlage wie beispielsweise die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die an der Stellenausschreibung beteiligt sind, haben die Chancen des Internets erkannt und sind mit ihren Online-Auftritten dem Trend gefolgt.
Die Aufgabe der vorliegenden Arbeit ist es, das Rekrutierungsverhalten von Bewerbern und Repräsentanten verschiedener Unternehmen zu analysieren. Suchen Unternehmen neue Mitarbeiter weiterhin über traditionelle Wege wie die Print-Medien, mit Hilfe des Internets wie zum Beispiel elektronischen Stellenbörsen oder mit einer Mischung aus beidem? Verlassen sich Bewerber auf die neuen Möglichkeiten mit Hilfe des Internets an einen Arbeitsplatz zu kommen oder nutzen sie das Internet lediglich als Zusatz zu den bisherigen Wegen? Die Frage, ob die neuen Medien die traditionellen Möglichkeiten der Stellenvermittlung ablösen oder nur ergänzen, soll in dieser Arbeit ausgearbeitet werden. Weitere Punkte, die in der vorliegenden Arbeit geprüft werden sollen sind beispielsweise die Anforderungen der Bewerber und Unternehmen an Online-Stellenbörsen sowie an anderen Rekrutierungsmöglichkeiten, der Zusammenhang der Nutzung von Online-Stellenbörsen und dem Berufszweig, der Zusammenhang zwischen Berufserfahrung und Rekrutierungsart, der Zusammenhang zwischen Dauer der Internetrekrutierung, Berufsfeld und Berufserfahrung, der Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und Online-Jobbörsenwahl sowie die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Rekrutierungswege.
Gang der Untersuchung:
Eingangs werden an dieser Stelle Definitionen erläutert, die zur Abgrenzung des Themas nötig sind und dem besseren Verständnis der Arbeit dienen. Im Abkürzungsverzeichnis aufgeführte Begriffe sind in der Arbeit kursiv gedruckt. Nach dem einleitenden ersten Kapitel der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich das zweite mit der Entstehung und Entwicklung des Internets, der Frage wer die Nutzer des Internets sind und dem wichtigen Einflussfaktor für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter, die Arbeitsmarktentwicklung. Das dritte Kapitel beschreibt das Nutzungspotential des Internets zur Personalrekrutierung. In Kapitel vier wird die Personalvermittlung über Online-Stellenbörsen dargestellt und dazu anfangs die verschiedenen Typen der Online-Jobbörsen erläutert. Im fünften Kapitel werden vier große Online-Stellenbörsen miteinander verglichen. Ihre Entstehungsgeschichte sowie die wichtigsten Daten der ausgewählten Jobbörsen Jobpilot, Monster, StepStone und Stellenanzeigen werden gegenübergestellt. Da sich bei nahezu jeder Online-Jobbörsen-Rangliste ein anderes Ergebnis der privaten Online-Stellenbörsen ergibt, werden hier einige Ranglisten aufgezeigt. Die empirische Umfrage wird in Punkt sechs ausgewertet. Neben der Vorgehensweise werden einzelnen Thesen und deren Ergebnisse der Bewerber, wie auch der Firmenumfrage, analysiert. Der siebte Punkt betrachtet die Online-Stellenbörsen kritisch und erörtert noch vorhandene Probleme. Im achten Punkt wird ein Ausblick in die zukünftige Entwicklung der Online-Stellenbörsen vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Bedingungen für Personalrekrutierung im Internet | 3 |
| 2.1 | Die Entwicklung des Internets | 3 |
| 2.2 | Internetnutzer | 6 |
| 2.3 | Arbeitsmarktlage in Deutschland | 11 |
| 3. | Nutzungspotential des Internets zur Personalrekrutierung | 13 |
| 3.1 | Traditionelle Rekrutierungsmöglichkeiten | 13 |
| 3.2 | Personalrekrutierung im Internet | 16 |
| 3.2.1 | Firmen-Homepages | 18 |
| 3.2.2 | Online-Stellenbörsen | 23 |
| 3.2.3 | Arbeitsamt | 27 |
| 3.2.4 | Virtuelle Rekrutierungsmessen | 29 |
| 3.2.5 | Sonstige Wege über das Internet zu rekrutieren | 30 |
| 4. | Personalrekrutierung über Online-Jobbörsen | 32 |
| 4.1 | Typologien der Jobbörsen | 32 |
| 4.1.1 | Karriere-Portale | 33 |
| 4.1.2 | Konsolidatoren / Multiplikatoren | 34 |
| 4.1.3 | Medien-Transformatoren | 34 |
| 4.1.4 | Franchise-Betreiber | 35 |
| 4.1.5 | Unilaterale Jobbörsen | 36 |
| 4.1.6 | Regionale Jobbörsen | 36 |
| 4.1.7 | Spezialisten für Karrierephasen | 36 |
| 4.1.8 | Traffic-Partnership | 36 |
| 4.1.9 | HR-Portale | 37 |
| 4.1.10 | Doubletten-Jobbörsen | 37 |
| 4.1.11 | Job-Robots | 37 |
| 4.2 | Entwicklung der Online-Jobbörsen | 38 |
| 4.3 | Qualitätsmerkmale der Online-Jobbörsen aus Bewerbersicht | 39 |
| 4.3.1 | Auffindbarkeit | 39 |
| 4.3.2 | Layout und Navigation | 40 |
| 4.3.3 | Informationsgehalt | 40 |
| 4.3.4 | Zusatzleistungen | 40 |
| 4.3.5 | Datenschutz | 41 |
| 4.3.6 | Technische Voraussetzungen | 42 |
| 4.3.7 | Aktualität | 42 |
| 4.3.8 | Verfügbarkeit | 43 |
| 4.4 | Qualitätsmerkmale der Online-Jobbörsen aus Unternehmenssicht | 43 |
| 4.4.1 | Größe des Stellenmarkts | 43 |
| 4.4.2 | Aktualität | 44 |
| 4.4.3 | Individualität | 44 |
| 4.4.4 | Such- und Selektionsfunktionen | 45 |
| 4.4.5 | Betreuung | 45 |
| 4.4.6 | Erreichbarkeit einer Zielgruppe | 45 |
| 4.4.7 | Preis-Leistungs-Verhältnis | 46 |
| 5. | Analyse von vier großen Online-Jobbörsen in Deutschland | 47 |
| 5.1 | Darstellung der wichtigsten Fakten der Online-Jobbörsen | 47 |
| 5.1.1 | Website und Entstehungsgeschichte von Jobpilot | 47 |
| 5.1.2 | Website und Entstehungsgeschichte von Monster | 48 |
| 5.1.3 | Website und Entstehungsgeschichte von Stellenanzeigen | 49 |
| 5.1.4 | Website und Entstehungsgeschichte von StepStone | 50 |
| 5.1.5 | Zusammenfassung der wichtigsten Daten | 51 |
| 5.2 | Ranking der Online-Stellenbörsen | 52 |
| 6. | Empirische Umfrage mit Fragebögen | 56 |
| 6.1 | Zielsetzung | 56 |
| 6.2 | Vorgehensweise und Durchführung | 56 |
| 6.3 | Ergebnisse der Bewerberumfrage | 58 |
| 6.4 | Ergebnisse der Firmenumfrage | 67 |
| 7. | Kritische Betrachtung der Online-Jobbörsen | 86 |
| 7.1 | Technisches Verständnis | 86 |
| 7.2 | Massenbewerbungen | 87 |
| 7.3 | Erreichbarkeit der Online-Stellenbörsen | 87 |
| 7.4 | Datenschutz | 87 |
| 7.5 | Vielzahl von Jobbörsen | 88 |
| 7.6 | Diffuses Branding | 89 |
| 7.7 | Fehlende Datenstandardisierung | 90 |
| 8. | Zukunft der Personalrekrutierung | 92 |
Jobpilot wurde 1995 als erster deutscher Internetstellenmarkt gegründet, öffnete 1996 die erste deutsche Stellengesuchs-Datenbank und ermöglicht seit 1997 seinen Kunden, Unternehmen wie auch Bewerbern, Zugriff auf ein weltweites Jobnetzwerk. Auf der CeBit 1999 führte Jobpilot das erste Bewerbungsgespräch im Internet via Webcam durch und seit Februar 2000 kann über WAP-Telefone auf Jobpilot zugegriffen werden. Hinzu kam 2001 eine neue ManagementSoftware, die den Rekrutierungsprozess wie beispielsweise die Bewerberverwaltung, die Bedarfsermittlung oder die Einstellung neuer Mitarbeiter für die Unternehmen einfacher machen soll. All diese Entwicklungen führten zum Börsengang von Jobs & Adverts AG/ Jobpilot im April 2000. Wie aus den meisten großen Online-Stellenbörsen wurde aus der einfach bedienbaren OnlineStellenbörse Jobpilot ein aufwendiges Jobportal mit vielen Funktionen (Steppan 2001, S. 78f). Nach dem Erfolg der ersten Online-Stellenbörsen wuchsen die elektronischen Jobboards zu einer Vielfalt mit unterschiedlichen Konzepten. Manche spezialisierten sich auf eine Region (www.jobs-muc.de), andere auf eine Branche (www.dv-treff.de), andere wie zum Beispiel Monster warben mit Internationalität und einer Vielfalt an verschiedenen Branchen. Allein im populären OnlineSuchkatalog Yahoo sind unter den Stichworten „Jobbörse“ 108, unter „Stellenangebote“ 236 und unter „Jobs“ 565 Einträge vorhanden (Stand: August 2002), die den Sucher auf eine lange Odyssee durch das Angebot verschiedener Anbieter schicken. Das enorme Wachstum wird durch die angespannte Situation am Arbeitsmarkt, geringere Umsätze der elektronischen Jobbörsen und fehlende Nachfrage in der Wirtschaft gebremst. Der JobbörsenAnbieter StepStone war kurz davor, seine Niederlassungen in Österreich, der Schweiz, Irland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal und Indien zu schließen, um sich in Zukunft auf Deutschland, Benelux und die skandinavischen Länder zu konzentrieren (Computerwoche Online, http://www2.computerwoche .de/index.cfm?pageid=254&artid=29899&aktion=print29.05.2002). [...]
4.1.8 Traffic-Partnership Traffic-Partnerships sind Marketingaktivitäten, die vor allem von großen Stellenbörsen genutzt werden. Es handelt sich dabei um Vertriebskooperationen von Jobbörsen mit hoch frequentierten oder spezialisierten Web-Portalen, die ihren Teilnehmern zur Reichweitensteigerung und Web-Portalen zur Verbesserung des Angebots dienen. Auf der Website von Stern gibt es zum Beispiel Informationen zum Thema Bewerbung, Job und Karriere mit einem direkten Link zur Jobbörse Monster. 4.1.9 HR-Portale Diese Websites sind für allgemeine Themen der Personalbeschaffung, Orientierungshilfen bei Bewerbungen, Seminartermine, arbeitsrechtliche Informationen, Vertragsmuster, Gehaltsvergleiche, Checklisten u.ä. zuständig, ohne selbst eigentliche aktive Jobangebote zu veröffentlichen. Sie bieten interessante Informationen besonders für Arbeitgeber und können als sinnvolle Stufe zur Informationsbeschaffung vor der Bewerbung bei einer Stellenbörse eingesetzt werden. Beispiele sind Competence-site, MW Online oder www.dgfp.de (Computerwoche Online, http://www.computerwoche.de/index. [...]
und mittelgroße Personalvermittler, die sich auf eine Region spezialisieren. Franchise-Betreiber haben es aufgrund ihrer Bekanntheit leichter als regionale Jobbörsen. 4.1.5 Unilaterale Jobbörsen Unilaterale Jobbörsen bedienen nur eine Seite des Jobmarktes, also entweder Stellengesuche oder Stellenangebote. Beispiele hierfür sind alma mater oder Job-Pages. Traditionell kümmern sich unilaterale Jobbörsen um Hochschulabsolventen oder Praktikanten und veröffentlichen erweiterte Aluminilisten oder sammeln Stellenangebote für Absolventen. 4.1.6 Regionale Jobbörsen Dieser Jobbörsen-Typ hat sich auf eine klar abgegrenzte Region spezialisiert. Beispiele sind Berlin-Job oder Bayern-Job. Diese Jobbörsen müssen sich von anderen durch Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit, Seriosität und Innovativität abgrenzen, um im harten Konkurrenzkampf besonders mit großen Jobbörsen überleben zu können. Häufig haben regionale Jobbörsen vor Ort kompetente Ansprechpartner, die Bewerbungen nicht nur in einer Datenbank verwalten, sondern den Menschen mehr im Vordergrund sehen. Der Vorteil liegt weiterhin in der Tatsache, dass sich 90 % aller Stellensuchenden innerhalb der jeweiligen Region verändern wollen, dass heißt räumlich gebunden sind (Das Kölner JobPortal der ARTEC GmbH, http://www.koelner-job-stellenmarkt.de, 25.06.2002). 4.1.7 Spezialisten für Karrierephasen Einige Jobbörsen haben sich auf bestimmte Karrierephasen oder [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832458768
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Härtl, Beate September 2002: Personalrekrutierung im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Rekrutierung, Personal, Jobboards, Jobbörsen, Internet



