Personalisiertes Reporting mit XML im Umfeld von Management Support Systemen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Alexander Tancredi
- Abgabedatum: Januar 2004
- Umfang: 87 Seiten
- Dateigröße: 975,6 KB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1686-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1686-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1686-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Tancredi, Alexander Januar 2004: Personalisiertes Reporting mit XML im Umfeld von Management Support Systemen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Berichtswesen, Informationsbedarf, XSLT, Business Intelligence, Entscheidungsunterstützung
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Diplomarbeit von Alexander Tancredi
Einleitung:
„Die richtige Information, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort ist entscheidend für erfolgreiches unternehmerisches Handeln.“ Diese und ähnliche Aussagen finden sich oftmals in der betriebswirtschaftlichen Literatur. Sie betonen, dass Information, neben Arbeit, Boden und Kapital, heutzutage als gleichrangiger Produktionsfaktor angesehen werden kann. Dieser Stellenwert wird vor allem durch zunehmend kürzere Produkt- und Marktzyklen begründet. Aber auch der steigende Wettbewerbsdruck, ausgelöst durch die voranschreitende Globalisierung und Deregulierung der Märkte, lässt die Bedeutung von Information immer größer werden. Der Vorteil, den man gegenüber seinen Konkurrenten erzielen kann, hängt heute mehr denn je von den erzielten Informationsvorsprüngen ab. Aus diesen Gründen ist eine bestmögliche Informationsversorgung von Entscheidungsträgern unerlässlich.
Hierbei spielen Management Support Systeme (MSS) eine herausragende Rolle. Sie haben die Aufgabe, den Entscheidungsträgern, die für den Entscheidungsprozess relevanten Informationen, rechtzeitig und in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen. Dabei ist festzustellen, dass insbesondere die Frage nach der relevanten oder richtigen Information nicht einfach zu beantworten ist. Äußere Einflussfaktoren, wie beispielsweise eine verstärkte Kundenorientierung, verursachen nicht nur einen erhöhten Informationsbedarf der Entscheidungsträger, sie führen auch zu einem exponentiellen Wachstum der in Datenbanken und Archiven gesammelten Daten. Bei der Frage nach der richtigen Information für die Entscheidungsträger stößt man noch auf einen weiteren bedeutenden Aspekt. Der Informationsbedarf der Entscheidungsträger ist von Fall zu Fall unterschiedlich, d.h. jeder benötigt spezielle, personalisierte Informationen, um seine Entscheidungen treffen zu können.
Die Informationsversorgung in den Unternehmen wird unter anderem durch das Reporting realisiert. In den Unternehmen existieren verschiedene Arten von Reports. Standard-Reports greifen auf bereits vordefinierte Reports zurück und können dadurch den individuellen Ansprüchen der Entscheidungsträger nicht immer gerecht werden. Oftmals bieten sie zu wenig oder auch zu viel Informationen an, und sind was ihren Inhalt betrifft sehr unflexibel. Deshalb gibt es in vielen Unternehmen sogenannte Adhoc-Reports. Sie ermöglichen, direkt, beispielsweise mit Hilfe von bestimmten Datenbankanwendungen, auf Datenbestände zuzugreifen und lassen das Erstellen von individuellen Abfragen zu. Allerdings ist ihre Nutzung nicht immer trivial. Es sind fundierte Datenbankkenntnisse nötig, um effizient mit ihnen arbeiten zu können. Jedoch sind die Entscheidungsträger häufig nicht im Besitz dieser Kenntnisse. Zudem ist das Erstellen solcher Abfragen mit großem Zeitaufwand verbunden.
Aus Sicht der Wirtschaftsinformatik steht jedoch insbesondere der Benutzer im Vordergrund. Unter dieser Vorgabe scheint eine Belastung des auf Adhoc-Reports angewiesenen Entscheidungsträger wie sie momentan gegeben ist nicht zumutbar.
Ziel dieser Arbeit ist, ein personalisiertes Reporting zu entwickeln. Mit einer Informationsbedarfsanalyse soll zunächst der individuelle Informationsbedarf der Entscheidungsträger bestimmt werden. Ausgehend von den Ergebnissen der Informationsbedarfsanalyse werden Profile erstellt, die den Informationsbedarf bestimmter Entscheidungsträger widerspiegeln. Durch die Nutzung der Potentiale vorhandener Web-Technologien soll auf Grundlage der erstellten Profile eine individuelle Informationsversorgung ermöglicht werden. Hierfür werden die Einsatzmöglichkeiten von HTML. XML und XSLT für das personalisierte Reporting herausgearbeitet. Anhand einer prototypischen Anwendung für den Vertriebsbereich soll aufgezeigt werden, wie ein personalisiertes Reporting technisch, und ohne großen Zeit- bzw. Lernaufwand für die Benutzer, realisiert werden kann.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Vorgehensweise | 2 |
| 2. | Grundlegende Betrachtung von Management Support Systemen und des Reporting | 4 |
| 2.1 | Begriff und Einordnung von Management Support Systemen (MSS) | 4 |
| 2.2 | Konzepte von MSS | 5 |
| 2.3 | Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen durch das Data Warehouse-Konzept | 8 |
| 2.4 | Das Reporting als Teilaspekt von MSS | 10 |
| 2.4.1 | Begriff und Aufgaben des Reporting | 10 |
| 2.4.2 | Arten und Gestaltung von Reports | 11 |
| 2.4.3 | Personalisiertes Reporting | 13 |
| 3. | Informationsbedarfsanalyse für das personalisierte Reporting | 15 |
| 3.1 | Informationsbedarf, Informationsnachfrage und Informationsangebot | 15 |
| 3.2 | Methoden der Informationsbedarfsanalyse | 17 |
| 3.2.1 | Induktive Methoden | 20 |
| 3.2.1.1 | Interview und schriftliche Befragung | 20 |
| 3.2.1.2 | Berichtsmethode | 22 |
| 3.2.1.3 | Brainstorming Sitzungen | 23 |
| 3.2.1.4 | Dokumentenanalyse | 23 |
| 3.2.1.5 | Organisationsanalyse | 24 |
| 3.2.2 | Deduktive Methoden | 25 |
| 3.2.2.1 | Deduktiv-logische Analyse | 25 |
| 3.2.2.2 | Informationsbezogene Problemanalyse | 26 |
| 3.2.3 | Kombinierte Methoden | 27 |
| 3.2.3.1 | Methode der kritischen Erfolgsfaktoren (KEF) | 27 |
| 3.2.3.2 | Business Systems Planing (BSP) | 29 |
| 3.3 | Vorgehensweise bei der Informationsbedarfsanalyse für ein personalisiertes Reporting | 30 |
| 3.4 | Erstellung von Entscheidungsträger-Profilen | 32 |
| 3.5 | Abbildung der Entscheidungsträger-Profile in Entscheidungsträger-Formulare | 34 |
| 4. | Personalisiertes Reporting mit XML | 36 |
| 4.1 | Der Einsatz der Extensible Markup Language (XML) für das personalisierte Reporting | 36 |
| 4.1.1 | Struktur eines XML-Dokuments und Aufbau eines zugehörigen XML-Schema | 37 |
| 4.1.2 | Beurteilung des Einsatzes von XML für das personalisierte Reporting | 40 |
| 4.2 | Der Einsatz der Extensible Stylesheet Language Transformations (XSLT) für das personalisierte Reporting | 41 |
| 4.2.1 | Extensible Stylesheet Language Transformations (XSLT) für die Umwandlung von XML zu HTML | 41 |
| 4.2.2 | Die Filterfunktion des XSLT-Stylesheets | 44 |
| 4.3 | Architektur und Funktionsweise des technischen Konzepts für das personalisierte Reporting | 45 |
| 4.4 | Kritische Würdigung des technischen Konzeptes für das personalisierte Reporting | 48 |
| 5. | Umsetzung des technischen Konzepts für eine prototypische Anwendung eines Vertriebsinformationssystems PRIS-V | 50 |
| 5.1 | Ausgangspunkt | 50 |
| 5.2 | Das XML-Schema und das XML-Dokument von PRIS-V | 51 |
| 5.3 | Die Entscheidungsträger-Formulare von PRIS-V | 53 |
| 5.4 | Das XSLT-Dokument von PRIS-V | 55 |
| 6. | Schlussbetrachtung und Ausblick | 59 |
| Anhang | 61 | |
| Literaturverzeichnis | 74 |
Abb. 8: Baumstruktur des XML-Dokuments (Quelle: in Anlehnung an Kränzler, Christine 2002, S.203). Das in Listing 1-1 gezeigte XML-Dokument wird, weil es den einfachen Syntaxregeln von XML genügt, wohlgeformt genannt. Wohlgeformte Dokumente können von einem XML-Parser 139 verarbeitet werden. Diese Dokumente besitzen keinen festen Regelsatz für die verwendeten Tags. Regelsätze können über Document Type Definitions (DTD) oder XML-Schemas definiert werden. In bestimmten Fällen ist es sinnvoll und nötig Daten näher zu beschreiben. Zu solchen Fällen gehört die Dokumentation der Datenstrukturen für interne Zwecke oder für die Weitergabe an Partner, die ein Interesse an den in XML vorliegenden Daten haben. Wenn andererseits Daten in XML-Form erhalten werden, so können die definierten Regelsätze durch einen entsprechenden Parser als Eingangskontrolle dienen.140 In den Regelsätzen wird festgehalten, wie die Elemente ineinander verschachtelt sind und welche Attribute diesen zugeordnet werden können. Werden die Tags durch Regelsätze definiert, so spricht man von einem gültigen XML-Dokument.141 [...]
Listing 1-1: produktliste.xml. Beispiel für ein XML-Dokument (Quelle: Eigenes Dokument). Die erste Zeile ist der sogenannte Prolog und leitet das XML-Dokument ein. Er besteht lediglich aus dem <?xml…?>-Tag. Dadurch wird die aktuelle Version von XML, also die Version 1.0, und der für das Dokument verwendete Zeichensatz iso8859-1, der im europäischen Raum verbreitet ist, spezifiziert. Die sogenannten Elemente sind die Grundbausteine dieser Dokumente. Jedes Element hat ein StartTag und ein Ende-Tag. Diese sind durch spitze Klammern bzw. spitze Klammern mit Schrägstrich gekennzeichnet. Innerhalb dieser Klammern steht der Inhalt des Elements. Im obigen Beispiel wird das Element produktliste als Wurzelelement bezeichnet, da es wie eine Klammer den gesamten Inhalt des Dokuments umschließt. Dieses Wurzelelement umfasst weitere Elemente wie z.B. produkt, welches wiederum andere Elemente wie z.B. name umschließt. Durch das Auftreten mehrerer Elemente wird eine hierarchische Schachtelung der Dokumente ermöglicht. Die verschiedenen Tags sind, im Gegensatz zu HTML, frei wählbar. Das <produkt>-Tag wird durch das Attribut id näher bestimmt. In diesem Fall handelt es sich bei dem Wert des Attributs um eine dreistellige Zahlenkombination. Über dieses Attribut kann jedes Produkt eindeutig bestimmt werden. Eine solche Eindeutigkeit ist für die Abfrage eines bestimmten Produktes hilfreich. Das <typ>-Tag nimmt zwei ver- [...]
4.1 Der Einsatz der Extensible Markup Language (XML) für das personalisierte Reporting Die Entwicklung der Extensible Markup Language (XML) wurde von einer 1996 unter der Schirmherrschaft des World Wide Web Consortium130 (W3C) gegründeten Arbeitsgruppe begonnen und im Februar 1998 vom W3C als Empfehlung (Recommendation) verabschiedet. 131 XML leitet sich von der Standard Generalized Markup Language (SGML) ab und entstand aus dem Bedarf, die Datenspeicherung unabhängig von Softwarepaketen oder Softwareherstellern zu machen. 132 Durch XML wird eine Klasse von Datenelementen beschrieben. Diese wird als XMLDokument bezeichnet. XML ist intuitiv für den Menschen verständlich, außerdem können Informationen, die in XML gekennzeichnet sind, von Computerprogrammen einfach verarbeitet werden. 133 Alle gängigen Datenbankhersteller, darunter Oracle, IBM oder Microsoft, bieten für ihre Produkte Erweiterungen an, die die Speicherung und den Austausch von XML-Daten ermöglichen. Da zurzeit Lösungen, in denen Relationale Datenbank Management Systeme zum Einsatz kommen, am weitesten verbreitet sind134, liegt es für ein personalisiertes Reporting auf Basis von XML nahe, die in diesen Datenbank-Systemen gespeicherte Informationen zu nutzen und in XML abzubilden.135 Die Transformation von Daten aus einer Relation in ein XML-Dokument ist in der Regel recht unkompliziert und problemlos.136 Des Weiteren gibt es aber auch schon Entwicklungen im Bereich XMLDatenbanken, in denen natives XML gespeichert werden kann.137 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832416867
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Berichtswesen, Informationsbedarf, XSLT, Business Intelligence, Entscheidungsunterstützung



