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Personalgewinnung und -auswahl im öffentlichen Dienst

Untersucht am Beispiel einer Anstalt des öffentlichen Rechts

Personalgewinnung und -auswahl im öffentlichen Dienst
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Fabian Middelhoff
  • Abgabedatum: Februar 2006
  • Umfang: 83 Seiten
  • Dateigröße: 653,0 KB
  • Note: 2,6
  • Institution / Hochschule: Universität Kassel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9453-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9453-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9453-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Middelhoff, Fabian Februar 2006: Personalgewinnung und -auswahl im öffentlichen Dienst, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: DIN 33430, E-Recruitment, Assessment-Center, Bewerberverwaltung, Anforderungsprofile

MA-Thesis / Master von Fabian Middelhoff

Zusammenfassung:

Personalgewinnung und -auswahl sind in allen privaten Unternehmen und in allen Behörden ein zentraler Bestandteil des Personalmanagements. Gerade im öffentlichen Dienst sind sie von entscheidender Bedeutung, denn Fehlentscheidungen im Personalbereich belasten eine Organisation finanziell, sie beeinträchtigen die Effektivität eines Arbeitsbereiches und trüben das Arbeitsklima und das über Jahrzehnte, weil es im öffentlichen Dienst fast unmöglich ist, sich von „schlechten“ Mitarbeiter/innen zu trennen. Um das Risiko solcher Fehlentscheidungen zu minimieren, ist eine sorgfältige Planung von Stellenbesetzungen, der Personalgewinnung, der Personalauswahl und des Personaleinsatzes auf zuverlässiger und fundierter Grundlage notwendig.

In der Masterarbeit wird der Ist-Zustand der Personalrekrutierung im öffentlichen Dienst am Beispiel einer Anstalt des öffentlichen Rechts untersucht. Basis für die Beurteilung des bestehenden Personalauswahlsystems in dieser Behörde ist die neu geschaffene DIN 33430. Diese Norm enthält in systematischer Form Anforderungen an die Personalauswahl auf wissenschaftlicher Grundlage. Im Rahmen dieser Masterarbeit werden die folgenden Fragestellungen untersucht:

Ist es sinnvoll, die Grundsätze der DIN 33430 bei der Personalauswahl zu beachten? Entspricht die Qualität der Auswahlprozesse in der untersuchten Anstalt des öffentlichen Rechts dem Mindeststandard der DIN 33430?

Wie müssen Anforderungsprofile unter Berücksichtigung der DIN 33430 in einer Behörde aussehen? Anforderungsprofile beschreiben neben abfragbaren fachlichen auch nicht fachbezogene Kompetenzen. Hierzu gehören Methodenwissen, Sozial-, und persönliche Kompetenzen. Ziel ist es, den richtigen Mitarbeiter so auszuwählen, dass das Anforderungsprofil der Stelle und das Fähigkeitsprofil des Bewerbers in möglichst großer Übereinstimmung stehen.

Wie beeinflusst das Thema E-Recruitment die Personalgewinnung bzw. -auswahl in einer Behörde? E-Recruitment bezeichnet hierbei die komplette Abwicklung des Bewerbungsverfahrens mit Hilfe von elektronischen Medien.

Welche Konsequenzen und Einflüsse hat die DIN 33430 für Personalauswahlverfahren? Wie gestaltet sich der Einsatz eines strukturierten Auswahlverfahrens mit Interviewleitfaden im Vergleich zum Assessment-Center (AC)?

Nach der Darstellung der DIN 33430 und ihrer Anwendbarkeit in der Praxis sowie ihrer Vor- und Nachteile im 2. Kapitel erfolgt in einer eingegrenzten Übersicht die Feststellung, dass diese Norm im öffentlichen Dienst bislang ungerechtfertigter Weise weitgehend unbeachtet geblieben ist.

Der Ausgangspunkt jeder Stellenbesetzungsentscheidung sollten die Anforderungsprofile der Stellen sein. Hierzu beschreibt die DIN 33430 Standards, nach denen solche Profile erstellt werden sollten. Im 3. Kapitel wird eine detaillierte Abfolge präsentiert, wie solche Profile erstellt werden könnten.

Ein Schwerpunkt der Masterarbeit liegt im 4. Kapitel in der Entwicklung eines E-Recruitments-Verfahrens. Der Nutzen einer elektronisch basierten Personalgewinnung wird herausgearbeitet und es wird ein detaillierter Vorschlag für die Implementierung in einer Behörde unterbreitet.

Im 5. Kapitel wird untersucht, wie das bestehende Auswahlsystem durch strukturierte Interviews oder ein Assessment-Center-Verfahren verbessert werden könnte. Es wird ein ausgearbeitetes Muster für einen Interviewleitfaden vorgestellt. Dabei wird vorgeschlagen, das Interview durch Elemente des AC zu ergänzen.

Die inhaltliche Darstellung des Themas der Masterarbeit erfolgt vielfach in Tabellen und Übersichten, die die Argumente anschaulich gegenüber stellen. Die in dieser Masterarbeit erarbeiteten Vorschläge sind schnell und ohne großen Aufwand auf andere Behörden übertragbar. Die ausführlich im Anhang dargestellten Beispiele bzw. Formulare verdeutlichen die Relevanz der dargestellten Optimierungsmaßnahmen für die Praxis.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 5
Abbildungsverzeichnis 6
1. Einleitung 7
1.1 Beschreibung der Ausgangslage 7
1.2 Fragestellung mit Präzisierung der relevanten Begriffe 8
1.3 Übersicht der Quellen zum Thema Personalauswahl und -gewinnung im öffentlichen Dienst 10
1.4 Methoden bzw. Vorgehensweisen 10
2. DIN-Norm 33430 11
2.1 Die DIN 33430 und ihre Konsequenzen für die Praxis 11
2.2 Anwendbarkeit der DIN 33430 in einer Behörde 12
2.3 Stand der Personalauswahl - Beispiele in der Praxis 13
3. Das Anforderungsprofil 16
3.1 Bedeutung von Anforderungsprofilen 16
3.2 Anforderungsanalyse nach DIN 33430 im Vergleich mit dem IST-Zustand in der Anstalt des öffentlichen Rechts 17
3.3 Methodische Schritte zur Erstellung von Anforderungsprofilen 18
4. Personalgewinnung 21
4.1 Stellenausschreibungsverfahren / Rekrutierungswege 21
4.2 E-Recruitment im Allgemeinen 21
4.3 Verstärkte Nutzung von Jobbörsen 23
4.4 Weitere Möglichkeiten der Bewerberansprache 25
4.5 Vergleich der Bewerbungswege 25
4.6 Bewerberverwaltung 30
4.7 Implementierung eines vollständigen E-Recuitment-Prozesses 31
5. Personalauswahl 37
5.1 Strukturierte und nachvollziehbare Auswahlverfahren 37
5.2 Anforderungen der DIN 33430 an Verfahren zur Eignungsbeurteilung 39
5.3 Strukturiertes Auswahlverfahren mit Interviewleitfaden 42
5.4 Durchführung eines Assesment-Center (AC) 43
5.5 Einsatz externer Dienstleister bei der Durchführung eines AC oder berufsbezogenen Tests 45
5.6 Kombination von Elementen des AC mit dem strukturierten Interview 47
5.7 Dokumentation des Auswahlverfahrens und der Auswahlentscheidung 48
5.8 Kommunikation mit den Bewerbern vor, während und nach dem Personalauswahlverfahren 51
5.9 Evaluation von Personalauswahlverfahren bzw. -entscheidungen 52
5.10 Qualifizierung der an Personalauswahlverfahren Beteiligten 53
6. Resümee 55
Quellenverzeichnis 57
Anhang 59

Automatisiert erstellter Textauszug:

Diese Informationen sind aus Bewerbersicht sehr sinnvoll, da diese sich dann besser auf die Einstellungssituation einstellen können. Dies kann in dem Einladungsschreiben an die Bewerber erfolgen und ist sicherlich ohne großen Ressourcenaufwand schnell umsetzbar in einer Behörde. Allerdings enthält die DIN 33430 nur einen einzigen Hinweis bezüglich des Feedback an die Bewerber:„Die Bewerber sollten die Möglichkeit haben, sich mit der Behörde über die Untersuchung austauschen zu können.“54 Diese Information ist nicht ausreichend, da geklärt werden muss, ob und in welcher Form nach einer Personalauswahlentscheidung die weitere Kommunikation mit den (nicht berücksichtigten) Bewerbern erfolgt. Wenn das Auswahlverfahren beendet ist, sollten die Bewerber, die nicht zum Zuge gekommen sind, zeitnah über Ausgang des Auswahlverfahrens informiert werden. Absagen sollten immer mit dem Angebot erfolgen, dem Bewerber ein Feedback auf die eigene Vorstellung zu geben. Die Gründe der Entscheidung könnten ihm beispielsweise telefonisch erläutert werden. Ein solcher Umgang mit Absagen dient zur Selbstreflexion für den Bewerber und kann bezüglich weiterer Bewerbungen für ihn sehr hilfreich sein. Ein Kandidat, der eine Absage erhalten hat, fühlt sich durch eine persönliche Nachbe- [...]

Hierbei fließen sowohl die Auswertung der Bewerbungsunterlagen als auch die im Interview gemachten Beobachtungen in die Auswahlentscheidung ein. Mit einem Profilvergleich werden die Anforderungskriterien mit Fähigkeiten des Bewerbers50 abgeglichen. Durch den Profilvergleich wird erkennbar, welche Personalentwicklungsmaßnahmen (z.B. Fortbildung) der Bewerber durchlaufen sollte, um sich dem Anforderungsprofil weiter anzunähern. In dem o.a. graphischen Beispiel erfordert die Stelle z.B. eine sehr hohe Fachkompetenz (sieben Rangpunkte). Der Bewerber erhält dagegen für seine Fachkompetenz nur einen Rangpunkt. Diese „Lücke“ muss also durch entsprechende Fortbildungen ausgeglichen werden.51 Auch wenn kein Bewerber dem Anforderungsprofil vollständig entspricht, ist eine nachvollziehbare Bestenauslese möglich. Am Ende des gesamten Auswahlverfahrens sollte dann noch ein so genanntes Auswahlprotokoll52 erstellt werden, um die Personalauswahlentscheidung abschließend zu begründen. [...]

„In der Gruppendiskussion erhalten die Teilnehmer Unterlagen zu einer Fragestellung. Inhalt könnte eine fachliche Auseinandersetzung, eine Personalentscheidung oder eine Problemlösung sein. Das Thema kann allgemein gehalten oder für das künftige Aufgabengebiet relevant sein. Je nach Aufgabenstellung sind 45 bis 90 Minuten für diese Übung anzusetzen. Die Gruppendiskussion stellt hauptsächlich Verhaltensweisen der Bewerber fest, die sich auf die Steuerung sozialer Prozesse beziehen. Hierzu zählen z. B. Kooperations-, Durchsetzungs- und Moderationsfähigkeit. Auch Selbstvertrauen und Selbständigkeit lassen sich in Gruppensituationen gut beobachten. Es gibt die führerlose oder die geführte Gruppendiskussion. Bei der geführten Gruppendiskussion erhält jeder Bewerber die Aufgabe, die Gesprächsleitung oder die Moderation zu übernehmen. Genau diese Kompetenzen werden hierbei bei allen Bewerbern überprüft, was dieses Verfahren zeitintensiv macht. [...]

Arbeit zitieren:
Middelhoff, Fabian Februar 2006: Personalgewinnung und -auswahl im öffentlichen Dienst, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
DIN 33430, E-Recruitment, Assessment-Center, Bewerberverwaltung, Anforderungsprofile

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