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Die Personalentwicklung: Ein Instrument der Beseitigung des Fachkräftemangels

Die Personalentwicklung: Ein Instrument der Beseitigung des Fachkräftemangels
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kai Domroese
  • Abgabedatum: Januar 2008
  • Umfang: 104 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven Deutschland
  • Bibliografie: ca. 130
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1558-7
  • ISBN (CD) :978-3-8366-1558-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Domroese, Kai Januar 2008: Die Personalentwicklung: Ein Instrument der Beseitigung des Fachkräftemangels, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fachkräftemangel, Personalentwicklung, Sozialmanagement, Expertenmangel, Sozialwirtschaft

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Diplomarbeit von Kai Domroese

Einleitung:

Der Fachkräftemangel (FKM) war im Jahr 2007 und 2008 ein aktuelles Thema in den Medien; in den folgenden Jahren wird vermutlich weiterhin verstärkt über den Mangel an Fachkräften berichtet werden. 2007 und 2008 hat die Industrie vor allem den Mangel an Ingenieuren und Informationstechnologie-Experten beklagt. Zuvor gab es den FKM bereits in den Bereichen der Pflege, der Lehrkräfte im Jahr 1998 sowie den Ärzten im Jahr 2005.

Im Januar 2008 hat die Bundesregierung die 500 Millionen schwere Qualifizierungsoffensive mit dem Titel Aufstieg durch Bildung beschlossen, das Ziel ist es, die Fachkräftebasis für morgen zu sichern.

In dieser Arbeit wird die Personalentwicklung (PE) als ein Instrument der Beseitigung des FKM erläutert und bearbeitet. Der FKM hat verschiedene Ursachen. Die möglichen Ursachen werden vor der Untersuchung der Instrumente der PE durchleuchtet, um die PE möglichst genau an den Fachkräftebedarf und den Möglichkeiten der Organisationen anzupassen.

Seit den 80er Jahren ist die Diskussion um den FKM immer wieder in der Öffentlichkeit diskutiert worden, die letzte große Diskussion um den FKM in Deutschland gab es Ende der 90er Jahre.

Die Ursache für den FKM ist scheinbar eine Verkettung aus verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel: zu wenig Berufsinteressenten, Auszubildende und Studierende sowie der demographische Wandel.

Der demographische Wandel wird zur Zeit hauptsächlich für den FKM in Deutschland sowie der Europäischen Union angeführt, da die älteren Fachkräfte (verfrüht) in die Rente beziehungsweise Pension entlassen werden, während immer weniger junge Fachkräfte die Arbeitsplätze der älteren Generation übernehmen. Als Beispiel für die Überalterung der Fachkräfte, kann man den Beruf des Arztes in Ostdeutschland betrachten. Bei diesem Berufszweig betrug im Jahr 2004 das Durchschnittsalter 50,8 Jahre und nur 16 Prozent der Ärzte sind unter 35 Jahre alt.

Dadurch, dass die älteren Arbeitnehmer zwangsläufig das Renten- oder Pensionsalter erreichen (bzw. erreicht haben), fehlen der Wirtschaft wichtige Arbeitskräfte. Diese fehlenden Arbeitskräfte sind insbesondere in der Wirtschaft mit dem Verlust von Umsatz verbunden, da durch einen Mangel an Fachkräften das jeweilige Unternehmen nicht in der Lage ist, einer erhöhten Nachfrage nachzukommen oder zu expandieren. So sind der deutschen Wirtschaft, nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, durch den FKM bereits Schäden in Höhe von 3,48 Milliarden Euro entstanden.

Eine vom Wirtschaftsminister Michael Glos in Auftrag gegebene Studie zum Thema FKM besagt sogar, dass Deutschland durch den FKM jährlich Schäden von bis zu ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes entstehen. Dies bedeutet, dass sich die Schäden im Jahr 2007 auf mehr als 20 Milliarden Euro belaufen.

Die Politik beschäftigt sich seit längerem mit der Thematik des FKM. Dazu ist 1990 ein Forschungsbericht vom Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung mit dem Titel Arbeitsvermittlung zwischen Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel erschienen. In diesem Bericht wird erwähnt, dass der FKM vor allem ein Problem der Kleinbetriebe sei.

Es ist ebenso erkannt worden, dass Kleinbetriebe eine hohe Fachkräftenachfrage haben, und dass sie gegenüber großen Unternehmen eine unterlegene Position im Wettbewerb um Arbeitskräfte einnehmen. Die Probleme, die Institutionen oder Unternehmen durch den Mangel an Fachkräften haben, können mit Hilfe der PE beseitigt werden. Hierfür bietet die PE verschiedene Instrumente an, um den FKM zu beseitigen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 7
1.1. Hintergrund und Motivation 9
1.2. Zielsetzung 10
2. Einführung in das Thema Fachkräftemangel 10
3. Welche Mechanismen sind für den Fachkräftemangel verantwortlich? 12
3.1. Zu wenig Auszubildende 15
3.2. Demographischer Wandel 20
3.3. Mangelnde Flexibilität der Arbeitnehmer 24
3.4. Abwanderung der Fachkräfte ins Ausland 25
3.5. Eine kritische Betrachtung des Thema Fachkräftemangel 26
4. Die Auswirkungen des Fachkräftemangels 30
5. Wie kann ein möglicher Fachkräftemangel frühzeitig erkannt werden? 31
6. Wie lässt sich der Fachkräftemangel beseitigen? 35
6.1. Die Personalentwicklung als Instrument zur Beseitigung des Fachkräftemangels 35
6.1.1. Ziele der Personalentwicklung 42
6.1.2. Umfang und Inhalt der Personalentwicklung 45
6.1.3. Job-Rotation 48
6.1.4. Job Enlargement 49
6.1.5. Job Enrichment 50
6.1.6. Coaching 51
6.1.7. Trainee-Programme 58
6.1.8. Mentoring 62
6.1.9. Das Personalentwicklungsgespräch 67
6.1.10. Training into the Job zur Reintegration 71
6.2. Evaluation von Personalentwicklungs-Maßahmen 73
6.3. Weitere Alternativen um den Fachkräftemangel zu vermeiden 76
6.3.1. Mehr Frauen für Fachkräftestellen gewinnen und halten 76
6.3.2. Ältere Arbeitnehmer akquirieren 77
6.3.3. Familienfreundliche Arbeitsmodelle 80
6.3.4. Arbeitnehmer aus dem Ausland 82
6.3.5. Förderung der Ausbildung 86
6.4. Vier Beispiele, wie Unternehmen dem Fachkräftemangel begegnen 88
7. Fazit 90
Literaturverzeichnis 95

Textprobe:

Kapitel 3, Welche Mechanismen sind für den Fachkräftemangel verantwortlich?

Das Problem des Fachkräftemangels (FKM) lässt sich nicht auf eine Ursache begrenzen, es spielen viele Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel:

Demographischer Wandel (weniger junge Menschen stehen den Unternehmen zur Verfügung, immer mehr Ältere gehen in den Ruhestand), der hiesige Arbeitskräftemarkt wird nicht effizient genutzt, weniger Studienanfänger, die Verknüpfung der Wirtschaft mit Universitäten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ist zu gering (mangelnde Kooperationen), mangelnde Qualifikation der Bewerber, öffentliche Arbeitsbeschaffungsprogramme sind nicht effizient genug, die Wirtschaft hat die interne Aus- und Weiterbildung vernachlässigt, überzogene Gehaltswünsche von Berufsanfängern, unmotivierte Bewerber, mangelnde Personalplanung seitens der Unternehmen, ausländisches Arbeitspotenzial wird nur mangelhaft genutzt.

Die meisten der aufgezählten Punkte können nicht durch die Organisation direkt beeinflusst werden.

Der demographische Wandel verdeutlicht den Einfluss der Gesellschaft auf die Organisationen, denn Organisationen können zum Beispiel nicht direkt die Geburtenstärke beeinflussen. Die Punkte weniger Studienanfänger (zum Beispiel als Folge von Studiengebühren und geringem Bafög) und mangelnde Nutzung des hiesigen Arbeitsmarktes kann dem Punkt Politik zugeordnet werden. Die mangelnde Nutzung des ausländischen Arbeitspotenzials ist ein Problem der unübersichtlichen Rechtslage, zur Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer.

Am 30. Oktober 2007 hat das Statistische Bundesamt Deutschland eine Pressemeldung veröffentlicht, dass nach ersten vorläufigen Berechnungen im September 2007 rund 40,05 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig waren.

Das sind 676.000 Personen (+ 1,7 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat September 2006, somit ist die Erwerbstätigenzahl, dank der guten Konjunktur und einer positiven Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt, in Deutschland, weiter angestiegen. Dies hat zur Folge, dass die Unternehmen eine geringere Auswahl an Fachkräften zur Verfügung haben, da in einer guten Konjunktur fast alle Firmen – aufgrund steigender Aufträge – mehr Personal einstellen.

Die folgende Grafik aus dem Statistischen Jahrbuch 2007 vom Statistischen Bundesamt Deutschland, veranschaulicht die Entwicklung von Erwerbstätigen, Erwerbspersonen und Nichterwerbspersonen. Die Anzahl der Erwerbstätigen ist gestiegen, während ein gleichzeitiger Rückgang von Erwerbspersonen zu verzeichnen ist.

Der Anstieg der Erwerbspersonen hängt vor allem mit einem größeren Angebot von Arbeitsplätzen zusammen. So geht aus dem Statistischen Jahresbericht von 2007 hervor, dass die Anzahl der offenen Stellen im Jahr 2006 den Höchststand aus dem Jahr 2000 erreicht hat. Gleichzeitig hat die Anzahl der Arbeitslosen seit dem Jahr 2005 wieder abgenommen.

Im Jahr 2006 war das Angebot an Arbeitsplätzen so hoch wie zuletzt im Jahr 2000, als Folge ist die Anzahl der Arbeitslosen gesunken, hiervon haben allerdings bis zum Jahr 2006 mehr Männer als Frauen profitiert.

3.1, Zu wenig Auszubildende:

Ein Fachkräftemangel kann entstehen, wenn sich zu wenig Personen für eine bestimmte Ausbildung entschieden haben. Dies kann mehrere Ursachen haben, weil zum Beispiel bestimmte Berufe (und die damit verbundene Ausbildung) auf junge Erwachsene unattraktiv wirken, oder völlig überlaufen sind, (oder überlaufen wirken). Daher entsteht die Befürchtung, dass nach der Ausbildung keine Arbeitsstelle gefunden wird, da der Arbeitsmarkt nach der Ausbildung völlig überlaufen ist.

Die Phasen des Unterangebotes und des anschließendem Überschusses wird unter anderem als Schweinezyklus bezeichnet. Dieser Begriff stammt aus der Wirtschaftswissenschaft und bezeichnet eine periodische Schwankung auf der Angebotsseite (Arbeitnehmer/Arbeitssuchende), die zuerst auf dem Schweinemarkt genauer untersucht wurde. Der Begriff Schweinezyklus ist dadurch entstanden, dass sobald Schweinefleisch knapp wurde, die Preise für Schweinefleisch gestiegen sind. Als Reaktion auf die hohen Preise haben die Bauern viele ihrer Schweine geschlachtet, um hohe Gewinne zu erzielen. Allerdings sind in Folge des Überangebotes die Preise gesunken (worauf die Bauern auch wieder weniger Schweine geschlachtet haben).

Daher wird der Begriff Schweinezyklus im übertragenen Sinne für ähnliche Vorgänge auf dem Arbeitsmarkt, Ausbildungs- oder Studienplätze gebraucht: Hohe Gehälter (oder ein vom Land oder Wirtschaft ausgerufener Mangel an Absolventen) führen zu einer steigenden Zahl von Studienanfängern, die dann nach mehreren Jahren, gleichzeitig auf den Arbeitsmarkt drängen. Die schlechteren Job-Aussichten schrecken sodann neue mögliche Studienanfänger ab.

Diese Schwankungen finden sich typischerweise beim Beruf des Lehrers, Juristen, Arzt, etc.,. Bei Berufsgruppen wie Lehrkräften, Juristen, Ärzten, etc. wird in der Literatur eher vom Akademikerzyklus gesprochen.

Laut des OECD-Berichtes [...]

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Arbeit zitieren:
Domroese, Kai Januar 2008: Die Personalentwicklung: Ein Instrument der Beseitigung des Fachkräftemangels, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fachkräftemangel, Personalentwicklung, Sozialmanagement, Expertenmangel, Sozialwirtschaft

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