Personalauswahl im internationalen Projektmanagement
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Doris Demartin
- Abgabedatum: Januar 2001
- Umfang: 149 Seiten
- Dateigröße: 3,6 MB
- Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5184-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5184-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5184-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Demartin, Doris Januar 2001: Personalauswahl im internationalen Projektmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Motive, Bewerber, Anforderungen, Erwartungen
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Diplomarbeit von Doris Demartin
Gang der Untersuchung:
Die Diplomarbeit mit dem Titel „Personalauswahl im internationalen Projektmanagement“ beschreibt in einem theoretischen Teil Grundzüge des Projektmanagements, im besonderen die Tätigkeitsbereiche des Projektleiters und des Projektteams.
Aufbauend darauf werden Aufgaben und die Bedeutung des Personalmarketings erläutert, um einen Einblick in die Problematik der Personalauswahl im internationalen Projektmanagement geben zu können.
Ein weiterer Abschnitt des theoretischen Teils behandelt Erwartungen und Motive der Bewerber, welche im internationalen Projektmanagement tätig sein möchten. Dabei werden auch psychologische Aspekte miteinbezogen. Von Seiten der Unternehmen werden Anforderungsprofile erstellt, um ein erfolgreiches Arbeiten im Ausland zu gewährleisten. In diesem Kapitel wird somit der Frage nachgegangen, welchen Anforderungen Mitarbeiter im internationalen Projektmanagement entsprechen müssen. Nach einem kurzen Exkurs über Bewerbungsverfahren via Internet, werden einige Verfahren zur Personalauswahl dargestellt, z.B. Vorstellungsgespräche, Fragebögen und psychologische Tests oder Assessment Centers. Ein abschließendes Kapitel über Vorbereitungen auf den Auslandseinsatz soll die Wichtigkeit einer genauen Personalauswahl nochmals demonstrieren.
Der zweite Teil der vorliegenden Diplomarbeit ist eine empirische Untersuchung, welche mit Mitarbeiten des VA TECH Konzerns, insbesondere der VAI und der MCE durchgeführt wurde. Dabei wurden einerseits Personalverantwortliche und andererseits Mitarbeiter, welche internationale Projekte betreuen, mit Hilfe eines Fragebogens persönlich interviewt. Die Daten wurden im EXCEL-Programm ausgewertet und einander gegenübergestellt, um zu erkennen, in welchen Punkten Personalverantwortliche und Mitarbeiter übereinstimmen und in welchen nicht.
Die Fragestellungen wurden auf die Themengebiete des theoretischen Teils abgestimmt. Somit ergaben sich aus der Perspektive der Personalverantwortlichen Fragestellungen aus den Bereichen (a) Anforderungen an im Ausland tätige Projektmanager, (b) Verfahren für die Auswahl geeigneter Mitarbeiter und (c) Konsequenzen persönlicher Veränderungen für den Personalbereich. Die Mitarbeiter wurden zu Themengebieten wie beispielsweise (a) Motive und Erwartungen an einen beruflichen Auslandseinsatz, (b) Anforderungen an Projektmanager für deren Tätigkeit im Ausland und (c) emotionale Reaktionen bzw. persönliche Veränderungen befragt. In die schriftliche Ausarbeitung des empirischen Teils wurden dabei nicht nur quantitative Daten berücksichtigt, sondern auch Erfahrungen, persönliche Mitteilungen und Meinungen der Projektmanager miteinbezogen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 8 |
| 2. | Einführung in die Theorie | 11 |
| 2.1 | Überblick über Projektmanagement | 11 |
| 2.1.1 | Definition | 11 |
| 2.1.2 | Die Bedeutung des Projektmanagements | 13 |
| 2.1.3 | Die Funktionen und die Aufgaben des Projektmanagements im Überblick | 15 |
| 2.1.4 | Humanressourcen als Erfolgsindikator des Projektes | 17 |
| 2.1.4.1 | Der Projektleiter | 17 |
| 2.1.4.2 | Das Projektteam | 20 |
| 2.2 | Arbeit im Wandel - neue Anforderungen an das Personal | 24 |
| 2.3 | Das Personalmarketing und dessen Bedeutung für den Auslandseinsatz | 27 |
| 2.3.1 | Allgemeines und Aufgaben des Personalmarketings | 27 |
| 2.3.2 | Personalmarketing am internationalen Personalmarkt | 29 |
| 2.3.3 | Das „EPG -Modell“ - ethnozentrisch, polyzentrisch, geozentrisch | 31 |
| 2.3.3.1 | Die ethnozentrische Besetzungsstrategie | 31 |
| 2.3.3.2 | Die polyzentrische Besetzungsstrategie | 32 |
| 2.3.3.3 | Die geozentrische Besetzungsstrategie | 32 |
| 2.4 | Erwartungen und Motive für internationales Projektmanagement | 34 |
| 2.4.1 | Berufserwartungen und die Person-Umwelt-Beziehung | 34 |
| 2.4.2 | Motivation - Hintergrund für Leistungen | 37 |
| 2.4.2.1 | Die Anreiz - Beitrags – Theorie | 37 |
| 2.4.2.2 | Human Relations Modell | 38 |
| 2.4.2.3 | Die Bedürfnispyramide von Maslow | 38 |
| 2.4.2.4 | Motivationstheorie von Herzberg | 40 |
| 2.4.3 | Psychologische Theorien der Berufswahl | 41 |
| 2.5 | Anforderungen an Projektmanager | 43 |
| 2.5.1 | Anforderungsprofil bei internationalem Projektmanagement | 43 |
| 2.5.2 | Welchen Anforderungen müssen Mitarbeiter im internationalen Projektmanagement entsprechen? | 46 |
| 2.6 | Bewerbungsverfahren, insbesondere via Internet | 51 |
| 2.6.1 | Internet und der Bezug zur Personalarbeit | 51 |
| 2.6.2 | Die Jobsuche und Bewerbung im Internet | 53 |
| 2.7 | Verfahren zur Personalauswahl | 56 |
| 2.7.1 | Interne versus externe Auswahl der geeigneten Mitarbeiter | 57 |
| 2.7.2 | Aufgaben und Ziele sowie Probleme der Personalauswahl | 58 |
| 2.7.3 | Bewerbungsunterlagen als erster Eindruck | 59 |
| 2.7.4 | Vorstellungsgespräche und dessen Varianten | 60 |
| 2.7.5 | Der biographische Fragebogen | 63 |
| 2.7.6 | Das Assessment Center (AC) | 64 |
| 2.7.7 | Psychologische Tests | 67 |
| 2.8 | Die Vorbereitung auf den Auslandseinsatz | 69 |
| 2.8.1 | Notwendige Maßnahmen | 69 |
| 2.8.2 | Kooperation und Kommunikation | 70 |
| 2.8.3 | Nach der Vorbereitung | 71 |
| 2.8.4 | Die Familie als zu berücksichtigender Faktor | 72 |
| 2.8.5 | Die Anpassung an veränderte Bedingungen | 73 |
| 2.9 | Resümee | 74 |
| 3. | Empirische Untersuchung | 78 |
| 3.1 | Fragestellungen der empirischen Untersuchung | 78 |
| 3.2 | Darstellung der Methodik | 81 |
| 3.2.1 | Die Stichprobe | 81 |
| 3.2.2 | Die Datenerhebung | 82 |
| 3.2.3 | Die Auswertung | 83 |
| 3.3 | Die Darstellung der Ergebnisse aus Perspektive der Personalverantwortlichen | 85 |
| 3.3.1 | Allgemeines zur Befragung und Meinungen zur internationalen Tätigkeit | 85 |
| 3.3.2 | Interessierte Bewerber und deren Motive | 86 |
| 3.3.3 | Anforderungen an im Ausland tätige Projektmanager | 86 |
| 3.3.4 | Verfahren für die Auswahl geeigneter Projektmanager | 89 |
| 3.3.5 | Konsequenzen persönlicher Veränderung für den Personalbereich | 90 |
| 3.4 | Die Darstellung der Ergebnisse aus Perspektive der Projektmanager | 93 |
| 3.4.1 | Die Stichprobenbeschreibung und Meinungen zur internationalen Tätigkeit | 93 |
| 3.4.2 | Motive und Erwartungen zur Entscheidung für einen beruflichen Auslandseinsatz | 95 |
| 3.4.3 | Anforderungen an Projektmanager für die Projekttätigkeit im Ausland | 99 |
| 3.4.4 | Emotionale Reaktionen auf Anforderungen | 104 |
| 3.4.5 | Persönliche Veränderungen durch einen Einsatz im Ausland (retrospektive Sichtweise) | 107 |
| 4. | Zusammenfassung | 111 |
| 5. | Literaturverzeichnis | 115 |
| 6. | Anhang | 119 |
| 6.1 | Online - Bewerbungsbogen des Lufthansa – Konzerns | 119 |
| 6.2 | MLP Fragebogen zur Personalauswahl | 132 |
| 6.3 | Merkmalsbereiche eines biographischen Fragebogens | 134 |
| 6.4 | Fragebogen Mitarbeiter | 135 |
| 6.5 | Fragebogen Personalverantwortliche | 141 |
durch Zeugnisse und Lebenslauf. Wenn der Bewerber fachlich die betreffende Position im Ausland bewältigen könnte, wird er zu einem Vorstellungsgespräch geladen. Dabei soll die persönliche Eignung festgestellt werden. Das gegenseitige Kennenlernen, Austauschen von Informationen über Erwartungen und Anforderungen sowie die Feststellung über soziale Kompetenzen stehen im Vordergrund. Das Interview kann sowohl als freies Gespräch als auch als standardisiertes Interview mit klar festgelegten Fragestellungen ablaufen. Häufig werden Mischformen verwendet, d.h. die Fragen sind durch einen Fragebogen festgelegt, wobei bei jeder Frage Möglichkeiten für weitere Erklärungen und Ergänzungen bestehen. Der Ablauf eines Bewerbungsinterviews könnte nach folgendem Schema aufgebaut sein: An erste Stelle sollte die Selbstvorstellung des Bewerbers stehen, denn dabei könnten bereits Fähigkeiten wie Rhetorik, Präsentationstechniken etc. untersucht werden. Nach einem biografischen Teil über vergangene Tätigkeiten und Interessen ist es möglich, dem Bewerber eine mögliche Situation in der betreffenden Position darzulegen, um zu prüfen, wie er reagieren würde und ob er für die Position auch in persönlicher und sozialer Hinsicht geeignet wäre. Für höhere Positionen, also Projektleitung und Topmanagement, werden manchmal Assessment Centers eingesetzt. Trotz des hohen Aufwandes und der Kosten hat dies den Vorteil, dass mehrere „Kandidaten“ bestimmte Aufgaben zu bewältigen haben und dabei von geschulten Beobachtern in Bezug auf Merkmale wie Genauigkeit, Umgang mit Kollegen, Diskussionsbereitschaft, Selbst-Präsentation, Anpassung an die Gruppe, Durchsetzungsvermögen etc. beobachtet werden. Mit dieser Variante können mehrere Qualifikationen gleichzeitig analysiert werden, und durch die Dauer eines ACs von 4 – 6 Tagen werden Eindrücke gefestigt und „Verhaltensverfälschungen“ reduziert. Zusätzliche Methoden der Personalauswahl bieten biografische Fragebögen und diverse Tests wie Intelligenztests, Leistungstests und Persönlichkeitstests. Doch egal, welche Formen der Personalauswahl angewendet werden, es gilt nicht nur fachliche sondern auch persönliche Kompetenzen zu klären. Weiters ist zu berücksichtigen, dass sich Mitarbeiter, welche im internationalen Projektmanagement tätig sind, verändern, d.h. bestimmte Eigenschaften wie z.B. Gelassenheit, Toleranz, Belastbarkeit, Stress, Engstirnigkeit, fehlende Akzeptanz anderer Kulturen können zunehmen oder nachlassen. Um Frustration, innere Kündigung und Erfolglosigkeit aufgrund derartiger „Persönlichkeitsveränderungen“ zu vermeiden, sollten diese bereits bei der Personalauswahl berücksichtigt werden. [...]
nahmen sowohl im Inland als auch im Ausland in Kongruenz mit der Umwelt, den organisationsbezogenen Rahmenbedingungen und den Zielen des Unternehmens stehen. Dabei sind nicht nur Anforderungsprofile für einzelne Tätigkeitsbereiche zu erstellen, welche beispielsweise Aspekte wie Grundlagenwissen in einem bestimmten Kernbereich, Fremdsprachenkenntnisse, bestimmte Ausbildungen, Auslandserfahrungen, Eigeninitiative und Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität, Mobilität, und Organisationsfähigkeiten beinhalten, sondern sind auch die Erwartungen der Bewerber in gewisser Weise zu berücksichtigen. Jeder potentielle Bewerber sollte sich eigene Berufserwartungen und über auf ihn zukommende Lebens- und Arbeitsbedingungen im Ausland Gedanken machen. Die Entscheidung wird je nach „Übereinstimmungen“ gemäß der Anreiz-Beitrags-Theorie oder den Kriterien nach Herzberg für oder gegen eine Bewerbung für einen Job im internationalen Projektmanagement bei dem betreffenden Unternehmen ausfallen. Bezüglich Bewerbungsmöglichkeiten können neben den herkömmlichen Varianten wie z.B. die Zusendung einer Bewerbungsmappe mit Lebenslauf, Zeugnissen u.a., oder eine Kontaktaufnahme aufgrund einer Zeitungsannonce immer öfter E-Mail, Jobbörsen oder Personalfragebögen im Internet genutzt werden. Auch die „Präsentation“ über eine eigene Homepage kann gute Eindrücke hinterlassen, da der Bewerber zeigt, dass er mit dem Medium Internet umgehen kann und auf neue Trends reagiert. Wenn nun die Erwartungen des Bewerbers für eine bestimmte Tätigkeit im Projektmanagement mit den Anforderungen des Unternehmens in wesentlichen Bereichen übereinstimmen, können unterschiedliche Verfahren der Personalauswahl angewandt werden. Dabei ist jedoch zu unterscheiden, ob der Betreffende bereits im Unternehmen tätig ist oder nicht. Der Vorteil der internen Rekrutierung liegt in der Kenntnis des Unternehmens, der Abläufe und der „ungeschriebenen“ Regeln sowie in der leichteren Beurteilung durch Vorgesetzte und Kollegen, da diese über dessen Stärken und Schwächen Bescheid wissen. Die Nachteile können durch den Begriff „Betriebsblindheit“ und durch Seilschaften im Betrieb beschrieben werden. Der Vorteil einer externen Rekrutierung liegt in der Einbringung neuer Ideen und der Vermeidung von Betriebsblindheit innerhalb des Unternehmens. Als Nachteile können Rekrutierungskosten, fehlende Kenntnis über konzerninterne Abläufe und mangelnde Erfahrung genannt werden. Bei der internen Rekrutierung werden vorwiegend Interviews und „Referenzen von vorangegangenen Tätigkeitsbereichen“ herangezogen, bei der externen Rekrutierung bildet die Basis die Analyse der Bewerbungsunterlagen, also die Betrachtung der fachlichen Seite, [...]
Projektmanagement, d.h. die Planung, Steuerung, Betreuung und Kontrolle eines Projektes, ist in vielen großen Unternehmen zu einem Inbegriff internationaler Tätigkeit geworden. Voraussetzung für das erfolgreiche Bearbeiten eines Projektes ist die Auswahl bzw. Zusammensetzung eines qualifizierten und engagierten Projektteams. Ein solches Team setzt sich aus mehreren Personen unterschiedlicher Fachbereiche (z.B. Mechanik, Automatisierung, Wasserwirtschaft, Hydraulik, kaufmännische Abwicklung, Montage) zusammen und plant, steuert und kontrolliert die einzelnen Vorgänge. Die Koordination und die Projektaufsicht über Termineinhaltung, Qualitätserfordernisse sowie Kostenüberwachung obliegt dem Projektleiter. Er sollte das Team betreuen und durch regelmäßige Projektsitzungen über den aktuellen Projektverlauf informiert werden. Die Gewährleistung eines organisierten und systematischen Informationsflusses ermöglicht eine weltweite Zusammenarbeit. Der Projektleiter sollte nicht nur fachliche Qualifikationen aufweisen sondern auch über persönliche und soziale Kompetenzen wie z.B. Teamfähigkeit, Menschenkenntnis, Interesse, Einfühlungsvermögen, Akzeptanz anderer Kulturen und Lebensweisen, Toleranz, Fähigkeiten zur Konfliktbewältigung verfügen. Da im Projektteam jedes Mitglied seinen eigenen Verantwortungsbereich hat, ist es notwendig, Spielregeln für die Kommunikation und Zusammenarbeit aufzustellen, um Konflikte, Missverständnisse und Lücken im Arbeitsprozess zu minimieren. Aus dieser kurzen Erläuterung folgt, dass sich durch zunehmende Globalisierung und zunehmendes Innovationspotential Anforderungen an eine Tätigkeit im Projektmanagement in den letzten Jahren stark verändert haben; soziale Kompetenzen gewinnen zunehmend an Bedeutung und fachliche Qualifikationen werden als Basis für einen Eintritt in ein Unternehmen, welches internationales Projektmanagement betreibt, angesehen. Um Personal rekrutieren zu können, welches optimal den Anforderungen entspricht, wird ein Personalbereich benötigt, welcher nicht nur eine sorgfältige Personalauswahl und eine entsprechende Personalentwicklung betreibt, sondern auch darauf achtet, dass die Maß- [...]
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Arbeit zitieren:
Demartin, Doris Januar 2001: Personalauswahl im internationalen Projektmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
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Motive, Bewerber, Anforderungen, Erwartungen



