Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Persönlichkeitsmerkmale als Bedingungsvariable Interkultureller Handlungskompetenz

Persönlichkeitsmerkmale als Bedingungsvariable Interkultureller Handlungskompetenz
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sonja Hofer
  • Abgabedatum: August 2003
  • Umfang: 204 Seiten
  • Dateigröße: 4,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Regensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8213-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8213-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8213-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hofer, Sonja August 2003: Persönlichkeitsmerkmale als Bedingungsvariable Interkultureller Handlungskompetenz, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: interkulturelle Psychologie, Auslandsentsendung, Auslandserfolge, interkulturelle Kompentenz

Diplomarbeit von Sonja Hofer

Zusammenfassung:

Angesichts einer rasant fortschreitenden Globalisierung, womit eine Internationalisierung fast aller Lebensbereiche einhergeht, gewinnen die Ergebnisse interkultureller Forschung zunehmend an Bedeutung. Was die Voraussetzungen für die erfolgreiche Bewältigung eines Auslandseinsatzes betrifft, so besteht in der interkulturellen Forschung seit langem darüber Einigkeit, dass hierfür, zusätzlich zu fachlichen Kompetenzen, die Basisqualifikation der „interkulturellen Handlungskompetenz“ eine wichtige Rolle spielt. Trotzdem wird die Entscheidung über eine Auslandsentsendung häufig allein auf der Grundlage der fachlichen Kompetenz von Bewerbern getroffen (Stahl, 1998), „Interkulturelle Handlungskompetenz“ (IHK) wird tendenziell eher vernachlässigt.

Dies liegt hauptsächlich daran, dass als Grundlage einer Auswahl von Mitarbeitern für Auslandseinsätze bzw. für die Zusammenarbeit mit Personen anderskultureller Herkunft zwar eine Vielzahl von als wichtig erachteten Persönlichkeitsmerkmalen vorliegen, die als Komponenten von IHK interpretiert werden, dass diese aber zumeist unvereinbar nebeneinander stehen und nur teilweise durch empirische Untersuchungen abgesichert sind (vgl. Deller, 2000).

Hier setzt die vorliegende Arbeit an.

Nach einer Darstellung des aktuellen Forschungsstandes und einer kritischen Diskussion der Frage, inwieweit sich die unterschiedlichen Forschungsergebnisse zur Bedeutsamkeit verschiedener Persönlichkeitseigenschaften für interkulturellen Handlungserfolg überhaupt miteinander vergleichen lassen, wird in einem ersten Schritt versucht, diese Ergebnisse zu integrieren.

Dazu wird eine repräsentative Auswahl von Persönlichkeitseigenschaften getroffen, die sich an der Quantität empirischer Belege, welche die neuere interkulturellen Forschung (ab ca. 1980) für deren Erfolgsrelevanz im interkulturellen Handlungsfeld erbringen konnte, orientiert.

Diese Auswahl erfolgt auf der Grundlage einer Analyse der Gemeinsamkeiten von Definitionen und Konzeptualisierungen häufig untersuchter Persönlichkeitsmerkmale, wobei versucht wird, diese auf ihre elementare Komponenten zu reduzieren.

Das Ergebnis der auf diesem Prinzip beruhenden Auswahl sind folgende, auf einem höheren Abstraktionsniveau konzeptualisierte Persönlichkeitsmerkmale: Flexibilität, Offenheit, Selbstwirksamkeit, Ambiguitätstoleranz, soziale Orientierung und Empathie, sowie die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel.

Diese sieben Persönlichkeitsaspekte, welche als bedeutsame Bedingungsvariablen von IHK interpretiert werden können, werden in einem zweiten Schritt unter Zuhilfenahme von Aspekten der differentiellen Psychologie definiert, wobei zusätzlich Hypothesen über deren Wirkmechanismen im interkulturellen Kontext aufgestellt werden.

Da „Interkulturelle Handlungskompetenz“ in dieser Arbeit als das Ergebnis eines Lernprozesses verstanden wird, wird in der vorliegenden Arbeit davon ausgegangen, dass sich die Relevanz der ausgewählten Persönlichkeitseigenschaften als Bedingungsvariablen von IHK im Rahmen eines an der Universität Regensburg entwickelten und durchgeführten interkulturellen Lehr-Lern-Prozesses („Studienbegleitende Ausbildung Internationale Handlungskompetenz“ (SIH)) überprüfen lässt, welcher die Entwicklung und Förderung der IHK der Teilnehmer zum Ziel hat.

Diese Annahmen werden in einem dritten Schritt empirisch überprüft. Dazu konnten die Daten von 80 Studenten verschiedener Studiengänge im Hauptstudium an der Universität Regensburg bzw. der FH Regensburg gewonnen werden. Die Ausprägungen der Teilnehmer auf den sieben Persönlichkeitseigenschaften wurden mittels etablierter Persönlichkeitsskalen der psychologischen Forschung erhoben (16 PFR-R, Leistungsmotivationsinventar, Inventar zur Messung der Ambiguitätstoleranz, Empathie-Skala, Multiple Perspectives Inventory). Es standen insgesamt fünf Kriterien zur Erfassung von „Interkultureller Handlungskompetenz“ bei der SIH zur Verfügung: drei Noten der Teilnehmer bei den einzelnen Modulen der SIH, die Gesamtnote bei der SIH sowie die Ergebnisse bei einem unabhängig konzipierten Test zur Erfassung Interkultureller Handlungskompetenz (TIHK, Loboda, 2003).

Die Ergebnisse zeigen, dass die Eigenschaften Perspektivenwechsel, Ambiguitätstoleranz gegenüber der Offenheit für Erfahrungen, Offenheit und Soziale Orientierung mit optimalen Leistungen bei einem der drei Module der SIH und mit dem Gesamterfolg bei der SIH in Zusammenhang stehen.

Dieses Ergebnis wird in der vorliegenden Arbeit dahingehend interpretiert, dass sich einige der in dieser Studie verwendeten Kriterien zur Erfassung von IHK als nicht geeignet erwiesen haben und es wird argumentiert, dass die restlichen Persönlichkeitseigenschaften in ihrer Bedeutung als Bedingungsvariablen interkultureller Handlungskompetenz daher nicht verworfen werden sollten. Weitere Forschungsarbeiten werden dazu angeregt, die Wirksamkeit der in dieser Arbeit untersuchten Persönlichkeitseigenschaften als Komponenten von IHK vor allem mittels besser geeigneter Kriterien zu überprüfen.

Inhaltsverzeichnis:

THEORETISCHE GRUNDLAGEN
0. EINFÜHRUNG 2
1. INTERKULTURELLE HANDLUNGSKOMPETENZ (IHK) 4
1.1 Begründung der Notwendigkeit interkultureller Handlungskompetenz 4
1.2 Konzeption und Definition 5
1.3 Interkulturelles Lernen 6
1.3.1 Definition 6
1.3.2 Anregung interkultureller Lernprozesse 7
1.4 Diagnostische Erfassung von IHK 7
1.4.1 Interkultureller Handlungserfolg 8
1.4.2 Paradigmenwechsel und Prädiktoren interkulturellen Handlungserfolges 9
1.4.2.1 Personalismus & Situationismus 9
1.4.2.2 Interaktionismus 10
1.4.3 Persönlichkeitsaspekte bei der Diagnose interkultureller Handlungskompetenz 11
1.4.3.1 Kompetenz als persönlichkeitsspezifisches Konstrukt 12
1.4.3.2 Ergebnisse relevanter Studien 12
2. PERSÖNLICHKEITSEIGENSCHAFTEN IN DER FORSCHUNGSLITERATUR INTERKULTURELLER HANDLUNGSKOMPETENZ (IHK) 15
2.1 Eine Auswahl erfolgsrelevanter Persönlichkeitseigenschaften 15
2.1.1 Ausgangsmaterial 15
2.1.2 Erstellung einer Liste erfolgsrelevanter Persönlichkeitsmerkmale 17
2.1.3 Analyse relevanter Studien 19
2.1.4 Zusammenfassung und Fazit 26
2.1.5 Sieben Persönlichkeitseigenschaften als Bedingungsfaktoren IHK 27
2.2 Die ausgewählten Persönlichkeitseigenschaften als Prädiktoren interkulturellen Handlungserfolges 29
2.2.1 Darstellung ausgewählter Studien 30
2.2.2 Zusammenfassung der Ergebnisse der Forschungsliteratur 39
2.3 Zusammenfassung 40
3. QUALITÄTSANFORDERUNEN AN EMPIRISCHEUNTERSUCHUNGEN 42
4. ASPEKTE AUS DER PERSÖNLICKEITSFORSCHUNG 43
4.1 Persönlichkeitsmerkmale in der differentiellen Psychologie 43
4.2 Persönlichkeitsskalen 44
4.2.1 Verwendbarkeit von Persönlichkeitsskalen 44
4.2.2 Auswahl von Persönlichkeitsskalen 46
5. DEFINITION UND KONZEPTION DER AUSGEWÄHLTEN PERSÖNLICHKEITSMERKMALE 48
5.1 Flexibilität 48
5.1.1 Flexibilität in der interkulturellen Forschung 48
5.1.2 Die Skala „Flexibilität“ des Leistungsmotivationsinventars (LMI) (Schuler & Prochaska, 2001) 50
5.1.3 Flexibilität – eine Definition 51
5.2 Offenheit 52
5.2.1 Offenheit in der interkulturellen Psychologie 52
5.2.2 Die Skala „Offenheit für Veränderungen“ des 16 PF-R (Schneewind und Graf, 1998) 54
5.2.3 Offenheit – eine Definition 55
5.3 Selbstwirksamkeit 57
5.3.1 Selbstwirksamkeit in der interkulturellen Psychologie 57
5.3.2 Die Skala „Erfolgszuversicht“ des LMI (Schuler & Prochaska, 2001) 58
5.3.3 Selbstwirksamkeit – eine Definition 58
5.4 Ambiguitätstoleranz 60
5.4.1 Ambiguitätstoleranz in der interkulturellen Psychologie 60
5.4.2 Das Inventar zur Messung der Ambiguitätstoleranz (IMA) (Reis, 1996) 60
5.4.3 Ambiguitätstoleranz – eine Definition 62
5.5 Soziale Orientierung 64
5.5.1 Soziale Orientierung in der interkulturellen Psychologie 64
5.5.2 Die Skala „soziale Kompetenz“ des 16 PF-R (Schneewind und Graf, 1998) 65
5.5.3 Soziale Orientierung – eine Definition 66
5.6 Empathie 67
5.6.1 Empathie in der interkulturellen Forschung 67
5.6.2 Empathie-Skala (Eysenck & Eysenck, 1975) 69
5.6.3 Empathie – eine Definition 69
5.7 Perspektivenwechsel 71
5.7.1 Perspektivenwechsel in der interkulturellen Psychologie 71
5.7.2 Das „Mulitple Perspectives Inventory“ (MPI) von Gorenflo und Crano (1998) 72
5.7.3 Perspektivenwechsel – eine Definition 73
6. MOTIVATION UND HANDLUNGSERFOLG 75
7. ZUSAMMENFASSUNG UND INTEGRATION 76
EMPIRISCHER TEIL
8. DIE STUDIENBEGLEITENDE AUSBILDUNG“ZUSATZSTUDIUM INTERNATIONALE HANDLUNGSKOMPETENZ“ (SIH) AN DER UNIVERSITÄT REGENSBURG 77
8.1 Module: zeitlicher Rahmen und Ablauf 78
8.2 Erfolgskriterien bei der SIH 79
8.2.1 Module und Noten 80
8.2.1.1 Die vorlesungsbegleitenden Übungen „Analyse kulturell bedingter Konfliktsituationen“ 80
8.2.1.2 Das Vertiefungsseminar „Kulturelle Differenz und interkulturelles Handeln“ 82
8.2.1.3 Das Blockseminar „Interkulturelle Handlungskompetenzerkennen und fördern“ 83
8.2.1.4 Die Gesamtnote bei der SIH 83
8.2.2 Der Test zur Erfassung interkultureller Handlungskompetenz (TIHK) 83
8.2.3 Diskussion der Operationalisierung von Erfolg bei der SIH als Kriterium für IHK 84
9. VERWENDETE UNTERSUCHUNGSINSTRUMENTE 86
9.1 Gütekriterien 86
9.2 Der 16- Persönlichkeits-Faktoren-Test, rev. Fassung (16 PF- R) 87
9.3 Das Inventar zur Messung der Ambiguitätstoleranz 88
9.4 Das Leistungsmotivationsinventar (LMI) 88
9.5 Das „Multiple Perspectives Inventory“ 89
9.6 Empathie-Skala 91
9.7 Erstellung eines Fragebogens zur Erhebung der ausgewählten Persönlichkeitsmerkmale 92
9.7.1 Akquieszenz 92
9.7.2 Soziale Erwünschtheit 92
9.7.3 Kombination von Persönlichkeitsskalen 93
10. HYPOTHESEN 95
11. DURCHFÜHRUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG 97
11.1 Die Datenerhebung 97
11.1.1 Ablauf 97
11.1.2 Probleme und Diskussion 97
11.2 Die Datenauswertung 98
11.2.1 Datenselektion für die Datenanalyse 98
11.2.1.1 Die Ergebnisse auf der Skala „Impression Management“ (IM) 99
11.2.1.2 Fehlerhafte Fragebögen 100
11.2.2 Stichprobe 101
11.2.3 Verteilung der Persönlichkeitsvariablen bei den Teilnehmern der SIH 102
11.2.4 Die Diskriminanzanalyse 113
11.2.4.1 Das Grundprinzip der Diskriminanzanalyse 113
11.2.4.2 Die Bildung der Gruppen 115
12. ERGEBNISSE DER DISKRIMINANZANALYSE 121
12.1 Prüfung der Trennfähigkeit der Indikatoren 121
12.2 Formulierung der optimalen Diskriminanzfunktionen 127
12.3 Prüfung der Diskriminanzfunktionen 129
13. DISKUSSION 132
13.1 Repräsentativität der ausgewählten Persönlichkeitseigenschaften 132
13.2 Messung der Prädiktoren 133
13.3 Die SIH als interkultureller Lehr-Lern-Prozess 133
13.4 Datenlage und Stichprobeneffekte 134
13.5 Diskriminanzanalyse 136
13.6 Bedingungsfaktoren interkulturellen Handlungserfolges bei den Modulen der SIH 138
13.6.1 Erfolgsfaktoren für die vorlesungsbegleitenden Übungen 138
13.6.1.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 138
13.6.1.2 Die Übungsnote als Kriterium für IHK 138
13.6.1.3 Interpretation der Ergebnisse 140
13.6.1.4 Schlussfolgerung 146
13.6.2 Erfolgsfaktoren für das Vertiefungsseminar 146
13.6.2.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 146
13.6.2.2 Die Note im Vertiefungsseminar „kulturelle Differenz und interkulturelles Handeln“ als Kriterium für IHK 146
13.6.2.3 Interpretation der Ergebnisse 148
13.6.3 Erfolgsfaktoren für das Blockseminar 148
13.6.3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 148
13.6.3.2 Die Note im Blockseminar“ Interkulturelle Handlungskompetenz erkennen und fördern“ als Kriterium von IHK 149
13.6.3.3 Bewertung der Ergebnisse anhand statistischer Gesichtspunkte 149
13.6.3.4 Interpretation der Ergebnisse 150
13.6.4 Erfolgsfaktoren für die Gesamtnote 152
13.6.4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 152
13.6.4.2 Interpretation der Ergebnisse 153
13.6.5 Erfolgsfaktoren für den Test zur Erfassung interkultureller Handlungskompetenz (TIHK) (Loboda, 2003) 154
13.6.5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 154
13.6.5.2 Interpretationder Ergebnisse 154
13.7 Erkenntniswert der Untersuchung 157
13.8 Ausblick auf weiterführende Forschung 159
14. ZUSAMMENFASSUNG 161
15. LITERATURVERZEICHNIS 163
ANHANG

Automatisiert erstellter Textauszug:

Sommersemesters 2002, also im Zeitraum von November 2001 bis Juli 2002 mit einer Pause von zwei Monaten während der vorlesungsfreien Zeit an der Universität Regensburg statt. Die Vorlesung sowie die vorlesungsbegleitenden Übungen fanden im Wintersemester 2001/02 statt. Der Vorlesung wohnten alle Teilnehmer der SIH gemeinsam bei, für eine Teilnahme an den Übungen wurden die insgesamt 149 gemeldeten Teilnehmer auf fünf Übungsgruppen zu je ca. 30 Teilnehmern aufgeteilt, die jeweils von einem Team aus zwei Dozenten geleitet wurden. Die Zusammensetzung der Teilnehmer in den Übungsgruppen blieb auch im darauffolgenden Sommersemester 2002 erhalten, in dem das Vertiefungsseminar und das Blockseminar, ebenfalls in jeweils fünf [...]

Aufeinandertreffen verschiedener Orientierungssysteme für das gegenseitige Verstehen ergeben (Interkulturelles Verstehen). Dabei soll der Handelnde nicht nur den Grund für die Verhaltensweisen des Gegenübers nachvollziehen können, sondern diese auch „im Kontext der fremden Kulturentwicklung (...) würdigen“ (Interkulturelle Wertschätzung) (Thomas, 2003, S. 141). Darüber hinaus soll der Handelnde dazu in der Lage sein, in einer sensiblen und der Situation angemessenen Weise zu reagieren, indem er dabei die kulturspezifischen Perspektiven des Gegenübers zumindest teilweise einnehmen kann (Interkulturelle Sensibilität). Schließlich sieht Thomas (2003) es als unumgänglich an, dass dieses Wissen und diese Fähigkeiten mit der Zeit „prozedural“ (Gagné, 1973, nach Thomas, 2003, S. 141) werden und dadurch zu adäquatem und effektivem Umgang mit kulturbedingten Unterschieden befähigen (Interkulturelle Kompetenz). Ziel der SIH ist es, diese Lernprozesse anzustoßen, um den Teilnehmern die Entwicklung von interkultureller Handlungskompetenz zu ermöglichen bzw. deren Kompetenzniveau zu steigern. Die dazu notwendigen Lernprozesse werden durch die SIH gezielt angeregt und zwar durch eine komplexe Wechselwirkung der einzelnen Module, der Interaktion der Teilnehmer und einem eigenständigen Literaturstudium. [...]

Wird interkulturelle Handlungskompetenz wie in der vorliegenden Arbeit als das Ergebnis eines Lernprozesses konzeptualisiert, so ist dabei der Motivation der Teilnehmer für die Ergebnisse dieses Lernprozesses eine nicht geringe Bedeutung beizumessen. Nach Asendorpf (1999) ist die erzielte Leistung bei Aufgaben im Allgemeinen sowohl von den Fähigkeiten (in diesem Fall also von der IHK), als auch von der Anstrengung von Personen abhängig. Die realisierte Leistung, die „Performanz“, ist danach nur bei gleicher Motivationsstärke ein gutes Maß für Kompetenz (Asendorpf, 1999, S. 164). Für die vorliegende Arbeit bedeutet dies, dass die Leistungen der Teilnehmer bei einem gezielten Lernprozess zur Steigerung IHK (welcher im Folgenden ausführlich dargestellt wird) nur dann ein gutes Maß für die zugrundeliegende IHK ist, wenn die Motivation der einzelnen Teilnehmer dabei berücksichtigt wird. Aus diesem Grund soll die Motivation der Teilnehmer als Kontrollvariable in die vorliegende Untersuchung einbezogen werden. [...]

Arbeit zitieren:
Hofer, Sonja August 2003: Persönlichkeitsmerkmale als Bedingungsvariable Interkultureller Handlungskompetenz, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
interkulturelle Psychologie, Auslandsentsendung, Auslandserfolge, interkulturelle Kompentenz

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren