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Persönlichkeit und Kaufentscheidung

Der Einfluß persuasiver Produktinformation auf Kaufintention und -verhalten in Abhängigkeit von Persönlichkeitsmerkmalen von Konsumenten

Persönlichkeit und Kaufentscheidung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stephan Schwarzbach
  • Abgabedatum: Juli 1995
  • Umfang: 154 Seiten
  • Dateigröße: 698,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1453-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1453-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1453-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schwarzbach, Stephan Juli 1995: Persönlichkeit und Kaufentscheidung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Stephan Schwarzbach

Zusammenfassung:

Die Arbeit befaßt sich mit der wissenschaftlichen Überprüfung von (bisher nicht wissenschaftlich überprüften) Erfahrungen und daraus resultierenden Empfehlungen aus dem Verkauf und der Werbung zur Steigerung der Effektivität und Effizienz dieser.

Die daraus gewonnenen Ergebnisse sind interessant für alle, die mit der aktiven Gestaltung von Werbung zu tun haben (seien es Fernseh- oder Hörfunkspots, sowie Anzeigen in Printmedien), vor allem aber für Branchen, in denen Personen, die im Verkauf direkt mit dem Kunden in Kontakt stehen (Face To Face) und ein längeres Gespräch benötigen (ab ca. 15 Minuten), um ihr Produkt oder ihre Dienstleistung dem Kunden darzustellen (optimal geeignet für alle Produkte aus dem Bereich Finanzdienstleistungen, insbesondere Versicherungen, sowie für die Automobilbranche, aber auch für erklärungsbedürftige Produkte aus dem Bereich Computer und Telekommunikation).

Konkret wird ein Modell überprüft, mit dem es möglich ist, einen potentiellen Kunden innerhalb kurzer Zeit einem von drei Persönlichkeitsprofilen zuzuordnen, um daraufhin ein speziell auf das entsprechende Persönlichkeitsprofil abgestimmtes Verkaufsgespräch zu führen, anstatt ein Standardgespräch zu verwenden, welches die Persönlichkeit des Kunden übergeht und damit dessen spezielle Anforderungen, Motive und Wünsche nicht berücksichtigt. (Bisher wurde angenommen, daß es allgemein gute und weniger gute Argumente bezüglich eines Produkts gibt, die z.B. für Werbekampagnen mit Hilfe entsprechender Vortests evaluiert werden. Die Arbeit zeigt, daß dem nicht immer so ist, sondern es stark vom Persönlichkeitsprofil eines Rezipienten abhängen kann, ob er ein Argument als gut oder weniger gut empfindet) Umgekehrt ist es so möglich, aufzuzeigen, welche verschiedenen Merkmale z.B. eine Werbebotschaft enthalten muß, um eine möglichst breite und heterogene Zielgruppe mit den unterschiedlichsten Persönlichkeitsprofilen zu erreichen.

Die Arbeit stellt das zugrundeliegende Modell dar, wie es überprüft wurde und zu welchen weiterführenden Erkenntnissen dies führt. Sie kann so zum einen Anregung für die Optimierung von Akquise, Werbung und Marketing sein, zum anderen können die Ergebnisse aber auch direkt zur Schulung der Mitarbeiter im Verkauf dienen.

Inhaltsverzeichnis:

I. Einführung 1
1. Titelbeschreibung: 1
2. Warum dieses Thema ? 2
3. Ziel der Arbeit 5
4. Überblick über den weiteren Inhalt der Arbeit 5
II. Zum zugrunde liegenden Buch: "Guerilla-Verkauf" 7
1. Warum dieses Buch ausgewählt wurde 7
2. Die Grundthesen des Buches 8
2.1 Die Kernthese 9
2.2 Die drei Persönlichkeitstypen und ihre Merkmale 9
2.2.1 Die konkreten Merkmale der Verkäufer 10
a) Der "ichbezogene-narzistische Typ" 10
b) Der "freundlich-zugewandte" Typ 12
c) Der "sachlich-autoritäre" Typ 13
2.2.2 Die konkreten Merkmale der Käufer 15
a) Der "ichbezogene-narzistische Typ" 15
b) Der "freundlich-zugewandte" Typ 16
c) Der "sachlich-autoritäre" Typ 17
2.2.3 Kurze Zusammenfassung 18
2.4 Die Problematik des Modells 19
2.5 Das konkrete Ziel der Arbeit: 20
III. Der theoretische Hintergrund: Das Elaboration-Likelihood-Modell von Petty und Cacioppo 22
1. Entstehung 22
2. Die Grundannahmen des ELM 23
3. Die sieben Postulate des ELM 24
3.1 Faktoren, welche die Motivation und Fähigkeit zur Verarbeitung instellungsrelevanter Kommunikation beeinflussen 28
3.2 Weitere Faktoren, die das Ausmaß der objektiven Informationsverarbeitung beeinflussen 31
3.3 Faktoren, die das Ausmaß voreingenommener Informationsverarbeitung beeinflussen 32
3.4 Weitere Faktoren, die eine voreingenommene Informationsverarbeitung beeinflussen können 33
3.5 Verarbeitungstiefe und die Eigenschaften des Kommunikators als peripherer Reiz 34
3.6 Die Konsequenzen des Einstellungserwerbs auf peripherem oder zentralem Weg 34
4. Kurze Zusammenfassung 35
5. Verbindung der Hypothesen des Buches von Levinson et al. mit dem ELM 35
IV. Aufbau und Entstehung des Experiments 38
1. Ziel des Experiments 38
2. Die Voraussetzungen des Experiments 39
2.1 Die Voraussetzungen 39
2.2 Die Gewährleistung 39
2.2.1 Die Charakterisierung der drei Typen durch die Item-Listen 41
2.2.2 Das NEO-FFI 43
2.2.2.1 Die fünf Faktoren 44
2.2.3 Das Produkt 47
2.2.4 Das Video 50
2.2.4.1 Die drei Strategien der Kommunikation 51
2.2.4.2 Die Videoaufnahmen 59
2.2.5 Kurze Zusammenfassung 60
3. Der konkrete Einbezug des ELM und die daraus resultierenden Hypothesen 60
3.1 Die Hypothesen bezüglich der zwei Wege derInformationsverarbeitung 60
4. Die daraus resultierende Entwicklung des Fragebogens 61
4.1 Die zur Prüfung notwendigen Fragen im Fragebogen 61
4.1.1 Die NFC-Skala 61
4.1.2 Die konkreten Fragen im Fragebogen 62
4.1.3 Die Skalierung der Fragen 65
4.2 Die Coverstory 66
5. Der konkrete Ablauf des Experiments 67
5.1 Kurze Zusammenfassung 67
5.2 Die Kernhypothese und weitere Hypothesen zum "Levinson-Modell" und dem ELM 68
V. Die Ergebnisse des Experiments 71
1. Die Vortests 71
1.1 Der "Drei-Typen-Vortest" 71
1.2 Der "Video-Vortest" 73
2. Das Hauptexperiment 76
2.1 Allgemeine Daten 76
2.2 Vergleich des "Drei-Typen-Modells" mit dem NEO-FFI 80
2.3 Die Kernhypothese: Die Kaufentscheidung 84
2.3.1 Das Problem der Signifikanzprüfung: 87
2.4 Die Argumente 88
2.5 Die ELM-Fragen 97
2.6 Die Kombination der Argumente und ELM-Fragen 103
2.7 Kurze Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und weitere Interpretation 107
VI. Zusammenfassung der Arbeit und Ausblick 111
VII. Anhang 114
1. Anmerkung 114
2. Literaturverzeichnis 115
3. Softwareverzeichnis 123
4. Fragebogen: "Drei-Typen-Vortest" 124
5. Fragebogen: "Video-Vortest" 129
6. Hauptfragebogen 131

Automatisiert erstellter Textauszug:

Nach der Verbindung der Typen mit dem ELM wurde für den Typ FZ eine eher peripher geleitete Informationsverarbeitung vorhergesagt. In der Regressionsanalyse ging der Faktor "Peripher" auch als zweites in die Analyse ein, und zwar nach den gemeinsamen Argumenten, wobei diese beiden Faktoren negativ miteinander korrelieren, d.h. wenn die gemeinsamen Argumente niedriger bewertet wurden, stiegen die Werte für den Faktor "Peripher". Betrachtet man sich allerdings den absoluten Wert für diesen Faktor und vergleicht ihn mit dem der anderen Typen, kann man feststellen, daß der Durchschnittliche Wert hier mit ca. 3 zum einen an sich sehr klein ist und wesentlich geringer als die der anderen Typen ausfällt. Insgesamt war dem Typ FZ der Kommunikator offensichtlich nicht sehr sympathisch. [...]

Bezüglich der Kaufentscheidung fällt aber noch folgendes auf. Der Typ FZ z.B. ist der unentschlossenste von allen. Die Anzahl der Vpn, die sich hier für den Kauf eventuell nach mehr Information entscheiden möchte ist mit Abstand am größten (siehe Tabelle Seite 86). Eine Erklärung dafür läßt sich dabei durchaus als in den Eigenschaften des Typs selbst determiniert finden, denn Levinson et al. geben bei der Beschreibung des freundlich-zugewandten Typs an, daß dieser gerade in Geldangelegenheiten sehr unentschlossen sei und ungern Kaufentscheidungen trifft, vor allem weil er niemanden mit einer Absage verletzen möchte. Und für diesen Typen ist es ja sehr wichtig, anerkannt und geliebt zu werden, wobei er mit einer Absage eben durchaus eine Enttäuschung und Abneigung einer Person ihm [...]

Insgesamt fällt auf, daß beim Video für den Typ SA die Kaufentscheidung am positivsten ausfiel, d.h. hier haben am meisten Vpn tatsächlich gekauft. Dieser Unterschied ist zwar nicht signifikant hat aber im Zusammenhang mit den Videos durchaus eine Bedeutung. Zu berücksichtigen bleibt nämlich, daß der Kommunikator selbst natürlich auch einem der drei Typen entspricht. In einem Test stellte sich dabei eindeutig der Typ SA als dominant heraus. Desweiteren ist das Produkt als solches auch eher eines, das den Typ SA entspricht, weil es aus dem Bankbereich kommt. Das dies eine Rolle spielen kann, wurde schon im zweiten Kapitel bei der Beschreibung des Inhalts des Buches von Levinson et al. in einer Fußnote erwähnt (Seite 14). Dies können Hinweise dafür sein, warum letztendlich der Typ SA am häufigsten und der Typ IN am wenigsten gekauft hat. Beweisen kann man dies aber im konkreten hier nicht. [...]

Arbeit zitieren:
Schwarzbach, Stephan Juli 1995: Persönlichkeit und Kaufentscheidung, Hamburg: Diplomica Verlag

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