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Performance und Risiken von Hedge Fonds

Performance und Risiken von Hedge Fonds
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Arno Melcher
  • Abgabedatum: Juli 2006
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 467,0 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Leibniz Universität Hannover Deutschland
  • Bibliografie: ca. 60
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0234-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0234-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0234-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Melcher, Arno Juli 2006: Performance und Risiken von Hedge Fonds, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Hedgefonds, LPM-Maß, Sharpe-Ratio, Sortino-Ratio, Markowitz

Diplomarbeit von Arno Melcher

Problemstellung:

Über das Thema Hedge-Fonds wird in der jüngsten Zeit sehr kontrovers diskutiert. Auf der einen Seite genießen Hedge-Fonds den Ruf, durch die geschickte Wahl geeigneter Finanzinstrumente unabhängig vom Marktumfeld positive Renditen zu erzielen und ihren Anlegern Gewinne zu bescheren, die weit über denen traditioneller Anlagen rangieren. Andererseits wird ihnen vorgeworfen, durch ihre Spekulation auf den Finanzmärkten aktiv in das Wirtschaftsgeschehen einzugreifen. So wurde beispielsweise berichtet, Hedge-Fonds würden im Rahmen der Übernahme des Schering-Konzerns durch die Bayer AG eine 20-prozentige Beteiligung an den Schering Aktien halten, um so auf ein höheres Übernahmeangebot zu spekulieren.

Neben den Eingriffen auf einzelne Finanztitel kommt in wirtschaftspolitischen Diskussionen immer häufiger die Vermutung auf, dass Hedge-Fonds sogar für das Auftreten weltweiter Finanzkrisen verantwortlich seien. Der jetzige Bundespräsident Horst Köhler machte bereits in einer Ansprache als noch geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds im Zusammenhang mit Schwachstellen im internationalen Finanzsystem auf die bisher noch unerforschten Risiken von Hedge-Fonds aufmerksam.

Hervorgerufen durch die wachsende Bedeutung angemessener Renditen sowohl bei Privat- als auch institutionellen Anlegern rücken Hedge-Fonds vermehrt ins Blickfeld der Investoren. Insbesondere die Suche alternativer Anlageformen nach den Kursverlusten Anfang des 21. Jahrhunderts eröffnete den Hedge-Fonds ein enormes Wachstum an Neukapital. Dabei bleibt jedoch zu hinterfragen, inwieweit Hedge-Fonds in der Lage sind, gegenüber traditionellen Anlagen nicht nur hinsichtlich der Rendite, sondern auch unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos als adäquate Alternativanlage zu dienen.

Das Hauptziel der vorliegenden Diplomarbeit besteht darin, die Entwicklung von Hedge-Fonds gegenüber traditionellen Anlagen anhand empirischer Daten zu vergleichen und die dabei verwendeten Methoden kritisch zu beleuchten. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich hierbei von 1994 bis zum ersten Quartal dieses Jahres. Damit werden sowohl die starken Kurszuwächse in der Zeit der aufstrebenden Neuen Märkte als auch die Kursrückschläge infolge der Weltwirtschaftsrezession und der Terroranschläge der Jahre 2001 sowie der anschließenden Erholung auf den Finanzmärkten berücksichtigt. Erst dadurch kann untersucht werden, ob Hedge-Fonds tatsächlich dazu fähig sind, in jeder Marktphase positive Renditen generieren zu können.

Gang der Untersuchung:

Zum besseren Verständnis gilt es vorerst, im folgenden Kapitel den Begriff 'Hedge-Fonds' näher zu erläutern, eine Abgrenzung zu den traditionellen Anlagen vorzunehmen und die historische Entwicklung des Hedge-Fonds-Marktes kurz darzustellen. Kapitel 3 gibt einen Einblick in die von Hedge-Fonds verfolgten Strategien. Im Anschluss daran wird zunächst die Datengrundlage der empirischen Untersuchung vorgestellt und auf mögliche Probleme bei der Erfassung der Daten hingewiesen. Kapitel 5 und 6 bilden den Schwerpunkt dieser Abhandlung. Kapitel 5 führt zuerst eine Performancemessung nach klassischem Muster durch.

Die Portfolioanalyse von Kapitel 6 beginnt der Vollständigkeit halber mit einer kurzen Erklärung der Portfolio-Selection-Theorie nach Markowitz und einer anschließenden Anwendung des Modells unter Berücksichtigung von Hedge-Fonds. Die Vorgehensweise der klassischen Performancemessung und der Portfoliotheorie nach Markowitz wird dabei kritisch hinterfragt und durch alternative Konzepte ersetzt. Beide Kapitel enden mit einem Fazit und einer kritischen Würdigung. Kapitel 7 schließt mit einem Resümee der Untersuchungsergebnisse ab.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit 2
2. Begriffsabgrenzung Hedge-Fonds 3
2.1 Definition 3
2.2 Charakteristika und Abgrenzung zu traditionellen Anlagefonds 4
2.3 Historische Entwicklung des Hedge-Fonds-Marktes 7
3. Hedge-Fonds-Strategien 9
3.1 Überblick 9
3.2 Marktneutrale Strategien 11
3.2.1 Convertible Arbitrage 11
3.2.2 Equity Market Neutral 12
3.2.3 Fixed Income Arbitrage 12
3.3 Ereignisorientierte Strategien 13
3.3.1 Distressed Securities 13
3.3.2 Risk Arbitrage 14
3.4 Opportunistische Strategien 14
3.4.1 Dedicated Short Bias 14
3.4.2 Emerging Markets 15
3.4.3 Global Macro 15
3.4.4 Long/Short Equity 16
3.5 Managed Futures 16
4. Empirische Untersuchung 17
4.1 Datengrundlage 17
4.2 Potenzielle Datenverzerrung 18
5. Performanceanalyse 20
5.1 Auswahl der Benchmark 20
5.2 Rendite- und Risikoanalyse 21
5.3 Alternative Performancemaße 25
5.3.1 Berücksichtigung höherer Momente 25
5.3.2 Modifizierung des Sharpe-Ratios 31
5.3.3 Downside-Risk und das Sortino-Ratio 34
5.4 Fazit und kritische Würdigung 39
6. Hedge-Fonds im Portfoliokontext 42
6.1 Portfoliotheorie nach Markowitz 42
6.1.1 Darstellung des Modells 42
6.1.2 Korrelationsanalyse 44
6.1.3 Einsatz von Hedge-Fonds in einem traditionellen Portfolio 46
6.2 Alternative Portfolioanalyse 50
6.2.1 Berücksichtigung der Lower-Partial-Moments im Portfolio 50
6.2.2 Dynamische Korrelationsanalyse 53
6.3 Fazit und kritische Würdigung 54
7. Zusammenfassung 57
Anhang 59
Literaturverzeichnis 72

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit 2
2. Begriffsabgrenzung Hedge-Fonds 3
2.1 Definition 3
2.2 Charakteristika und Abgrenzung zu traditionellen Anlagefonds 4
2.3 Historische Entwicklung des Hedge-Fonds-Marktes 7
3. Hedge-Fonds-Strategien 9
3.1 Überblick 9
3.2 Marktneutrale Strategien 11
3.2.1 Convertible Arbitrage 11
3.2.2 Equity Market Neutral 12
3.2.3 Fixed Income Arbitrage 12
3.3 Ereignisorientierte Strategien 13
3.3.1 Distressed Securities 13
3.3.2 Risk Arbitrage 14
3.4 Opportunistische Strategien 14
3.4.1 Dedicated Short Bias 14
3.4.2 Emerging Markets 15
3.4.3 Global Macro 15
3.4.4 Long/Short Equity 16
3.5 Managed Futures 16
4. Empirische Untersuchung 17
4.1 Datengrundlage 17
4.2 Potenzielle Datenverzerrung 18
5. Performanceanalyse 20
5.1 Auswahl der Benchmark 20
5.2 Rendite- und Risikoanalyse 21
5.3 Alternative Performancemaße 25
5.3.1 Berücksichtigung höherer Momente 25
5.3.2 Modifizierung des Sharpe-Ratios 31
5.3.3 Downside-Risk und das Sortino-Ratio 34
5.4 Fazit und kritische Würdigung 39
6. Hedge-Fonds im Portfoliokontext 42
6.1 Portfoliotheorie nach Markowitz 42
6.1.1 Darstellung des Modells 42
6.1.2 Korrelationsanalyse 44
6.1.3 Einsatz von Hedge-Fonds in einem traditionellen Portfolio 46
6.2 Alternative Portfolioanalyse 50
6.2.1 Berücksichtigung der Lower-Partial-Moments im Portfolio 50
6.2.2 Dynamische Korrelationsanalyse 53
6.3 Fazit und kritische Würdigung 54
7. Zusammenfassung 57
Anhang 59
Literaturverzeichnis 72

Textprobe:

Kapitel 5.1, Auswahl der Benchmark:

Um sich ein Werturteil bezüglich der Performance der Hedge-Fonds bilden zu können, erscheint ein Vergleichsmaßstab notwendig. Der in der Wertpapieranalyse auch oft verwendete Begriff „Benchmark“ bezeichnet eine den Anforderungen entsprechende Vergleichsanlagemöglichkeit, welche als Maßstab zu der zu beurteilenden Anlage fungiert. Neben der Gegenüberstellung der jeweiligen Hedge-Fonds-Strategien sollte daher auch der Performance traditioneller Anlageformen Aufmerksamkeit geschenkt werden. Nur dadurch kann festgestellt werden, ob eine Anlage in Hedge-Fonds hinsichtlich der Kriterien „Rendite und Risiko“ einer traditionellen Anlage überlegen ist. Demzufolge scheint die in der Anlagepraxis häufig verwendete Methode des Vergleichs über Standard-Indizes als angebracht, zumal traditionelle Anlagefonds sich selber an entsprechenden Indizes messen.

Als Aktien- und Rentenindex dienen der MSCI World Index und der Citigroup World Goverment Bond Index (WGBI), welche eine weltweite Anlage darstellen. Da insbesondere bei den Hedge-Fonds-Strategien, Emerging Markets und Distressed Securities vorwiegend die Anlagen in den Entwicklungs- und Schwellenländern beziehungsweise in Anleihen schlechter Bonität geschehen, werden zusätzlich der MSCI Emerging Markets (EM) Index und der Citigroup High-Yield Market Index (HYMI) hinzugezogen. Bei allen genannten Indizes wird die Total-Return-Methode zur Berechnung angewandt und somit neben den Kursgewinnen auch die laufenden Erträge bzw. Ausschüttungen berücksichtigt. Zudem basieren alle Indizes entsprechend der Indizes von Credit Suisse/Tremont auf USD.

Arbeit zitieren:
Melcher, Arno Juli 2006: Performance und Risiken von Hedge Fonds, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Hedgefonds, LPM-Maß, Sharpe-Ratio, Sortino-Ratio, Markowitz

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