Performance Measurement im Kooperationsmanagement von Supply Chains
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Timo Höfer
- Abgabedatum: April 2003
- Umfang: 85 Seiten
- Dateigröße: 695,8 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7311-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7311-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7311-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Höfer, Timo April 2003: Performance Measurement im Kooperationsmanagement von Supply Chains, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Supply Chain Management, Kennzahlensysteme, Key Performance Indicators, SCOR-Modell, Kooperationsphasen
In den Warenkorb
74,00 €
Diplomarbeit von Timo Höfer
Einleitung:
Der Wettbewerb findet heute immer weniger zwischen Unternehmen in der Form individueller Marktteilnehmer statt, als vielmehr zwischen gesamten Supply Chains. Die Entwicklung hin zu einem Wettbewerbsumfeld, in dem sich ganze Wertschöpfungsketten gegenüber stehen, erfordert eine schnittstellenarme Organisation und Konfiguration der gesamten Supply Chain mit reibungslosen Informations- und Materialflüssen. Dies zu gewährleisten ist die Aufgabe des Supply Chain Managements. Das Kooperationsmanagement bemüht sich als Teil davon, die Geschäftsbeziehungen sowohl auf der Lieferanten- als auch auf der Abnehmerseite aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Dazu bedarf es eines Instrumentariums, das nicht nur in der Lage ist, die richtigen Kooperationspartner aus strategischer Sicht auszuwählen, sondern auch die bestehenden Beziehungen auf taktischer und operativer Ebene zu steuern und zu überwachen.
Ziel dieser Arbeit ist es, ein für das Management von Kooperationen zugeschnittenes System von Kennzahlen und Messgrößen zu erarbeiten. Dazu werden traditionelle Kennzahlensysteme sowie die unterschiedlichen Phasen einer Kooperation kurz dargestellt. Darauf aufbauend wird ein Performance Measurement System entwickelt, das in der Lage ist, dem Kooperationsmanagement einer Supply Chain geeignete Messgrößen für die unterschiedlichen Kooperationsphasen auf strategischer, taktischer und operativer Ebene zur Verfügung zu stellen.
Gang der Untersuchung:
Im ersten Kapitel wird die wachsende Bedeutung von Unternehmenskooperationen und deren Management kurz dargestellt. Im Anschluss konzentriert sich Kapitel zwei auf das Verständnis und die Ausgestaltungsformen von Supply Chains und Supply Chain Management. Die Kooperation wird als Transaktionsform aus Sicht der Spieltheorie sowie aus Sicht der Transaktionskostentheorie diskutiert. In Kapitel drei erfolgt die Darstellung von Kennzahlen und Kennzahlensystemen. Der Übergang zu Performance Measurement Systemen gestaltet sich durch einen Vergleich zwischen diesen und den traditionellen Systemen. Im folgenden Kapitel vier wird ein auf die Supply Chain zugeschnittenes Performance Measurement System erarbeitet, das sich auf das Drei-Ebenen-Modell von Rummler und Brache und das hierarchische SCOR-Modell für Supply Chains stützt. Unter Berücksichtigung der einzelnen Kooperationsphasen werden wichtige Messgrößen herausgestellt. Abschließend zeigt das letzte Kapitel Entwicklungstendenzen auf.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Kooperationsmanagement als Antwort auf veränderte Rahmenbedingungen | 1 |
| 2. | Konzeptionelles Grundgerüst für das Kooperationsmanagement | 5 |
| 2.1 | Supply Chain und Supply Chain Management als Dachkonzept | 5 |
| 2.2 | Kooperationen als Organisationsform in Supply Chains | 13 |
| 3. | Performance Measurement als Instrument zur Leistungsmessung | 21 |
| 3.1 | Aufgaben und Nutzen von Kennzahlen und Kennzahlensystemen | 21 |
| 3.2 | Weiterentwicklung traditioneller Kennzahlensysteme zum Performance Measurement | 25 |
| 4. | Performance Measurement zur Leistungsmessung und -beurteilung im Management von Kooperationen | 36 |
| 4.1 | Unterstützung des Performance Measurement durch das SCOR-Modell | 36 |
| 4.2 | Analyse der Phasen einer Kooperation | 42 |
| 4.3 | Phasenbezogene Kennzahlen zur Steuerung und Kontrolle | 48 |
| 5. | Entwicklungstendenzen des Performance Measurement | 60 |
| Literaturverzeichnis | 62 |
Die Balanced Scorecard ermöglicht somit eine Verknüpfung der Strategieentwicklung mit den dafür erforderlichen operativen Maßnahmen.177 Ein der Balanced Scorecard ähnliches grundlegendes Verständnis von Performance Measurement vertreten Lynch/Cross:178 „It describes the feedback or information on activities with respect to meeting customer expectations and strategic objectives. […] The purpose of performance measurement, then, is to motivate behaviour leading to continuous improvement in customer satisfaction, flexibility, and productivity.“179 Um diesen Zweck zu erfüllen, entwarfen sie das Konzept der Performance Pyramid. Mit Hilfe dieses Gestaltungsrahmens wird die Unternehmensstrategie durch leistungsebenengerechte Top-Down-Zielformulierung operationalisiert sowie die Leistungsmessung Bottom-Up durch zunehmend aggregierte Leistungsindikatoren durchgeführt.180 In Anlehnung an die Konzepte Total Quality Management, Industrial Engineering und Acitivity Accounting wird mit Hilfe von finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen die Strategieorientierung messbar gemacht.181 Maßgeblich für dieses Konzept ist die leistungsebenenübergreifende Kommunikation der Ergebnisvorgaben.182 Im Gegensatz zu den vier Perspektiven der Balanced Scorecard werden mit der Performance Pyramid jedoch nur zwei Perspektiven abgebildet: der markt- („external effectiveness“) und der kapitalgeberbezogene („internal efficiency“) Fokus.183 Eine marktbezogene Kennzahl ist zum Beispiel der Markt177 178 179 180 181 182 183 [...]
vorzunehmen.169 Beispielhaft für nur eine Ebene berücksichtigende Systeme sind das auf die Prozessebene ausgerichtete „Prozessorientierte Performance Measurement“170 und das funktionsbereichsbezogene System der „Methodik des internen Marktes“171 von Hewlett-Packard.172 Ausgewogener als diese einseitig fokussierten Systeme sind Performance Measurement Systeme, die mehrere Leistungsebenen berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise die Balanced Scorecard, die Performance Pyramid sowie das Quantum Performance Measurement Konzept. Das Konzept der Balanced Scorecard wurde erstmals von Kaplan/Norton präsentiert173 und stellt das wohl bekannteste Performance Measurement Konzept dar.174 Die Balanced Scorecard bildet durch Kennzahlen und Leistungsindikatoren einen Rahmen zur Integration von Strategien und ermöglicht den Unternehmen, geeignete Maßnahmen und Leistungsziele daraus abzuleiten.175 Die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens wird dabei von vier Perspektiven aus beurteilt, wodurch eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Unternehmung ermöglicht wird:176 • Finanzwirtschaftliche Perspektive: Finanzielle Kennzahlen, die sich beispielsweise auf die Rentabilität, das Wachstum und den Unternehmenswert beziehen, zeigen auf, inwiefern sich die Unternehmensstrategie auf das Ergebnis auswirkt. Kundenperspektive: Anhand von Service-, Preis-, Qualitäts-, Zeit- und Produktleistungskennzahlen wird eine Leistungsbewertung aus Kundensicht ermittelt. [...]
für das Gesamtunternehmen notwendige Aufgabenstellung zu erfüllen.“163 Demnach können alle Tätigkeiten in Unternehmungen als Prozesse verstanden werden und in Teil-, Haupt- und Geschäftsprozesse aufgeteilt oder zusammengefasst werden.164 Die Ausführung der Prozesse wird von den Mitarbeitern der jeweils bestimmten Funktionsbereiche übernommen. Die Arbeitsplatz-/Mitarbeiter-/Teamebene stellt somit den zentralen Hebel zur Steigerung der Unternehmensperformance.165 Die Steuerungsgrößen auf der zweiten und dritten Ebene werden immer weniger ergebnisorientiert formuliert beziehungsweise von finanziellen Kennzahlen dominiert. Vielmehr sind sie an operativen Abläufen und Handlungen ausgerichtet. Entscheidend sind insbesondere nicht-monetäre Indikatoren,166 so dass der Leistungsentwicklungsablauf für alle drei Ebenen entsprechend detailliert dargestellt werden kann.167 Eine Unterscheidung von Performance Measurement Systemen kann danach vorgenommen werden, ob sie mehrere dieser Leistungsebenen berücksichtigen oder nur eine Ebene betrachten.168 Ziel der Systeme, die sich nur auf eine Leistungsebene beziehen, ist die Leistungsmessung und -steigerung der fokussierten Ebene. Damit keine für die gesamtunternehmerische Perspektive suboptimalen Ergebnisse auf der betrachteten Leistungsebene angestrebt werden, dürfen diese Systeme allerdings nicht isoliert angewendet werden. Es ist darauf zu achten, die auf einzelne Leistungsebenen bezogenen Systeme in bestehende Planungs- und Steuerungssysteme einzubinden sowie eine Integration in Systeme, welche mehrere Ebenen berücksichtigen, [...]
In den Warenkorb
74,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832473112
Arbeit zitieren:
Höfer, Timo April 2003: Performance Measurement im Kooperationsmanagement von Supply Chains, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Supply Chain Management, Kennzahlensysteme, Key Performance Indicators, SCOR-Modell, Kooperationsphasen



