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Parteienfinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland als finanzwissenschaftliches und politisch-ökonomisches Problem

Parteienfinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland als finanzwissenschaftliches und politisch-ökonomisches Problem
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jan H. Friese
  • Abgabedatum: Mai 1997
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 5,1 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Ruhr-Universität Bochum Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0509-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0509-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0509-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Friese, Jan H. Mai 1997: Parteienfinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland als finanzwissenschaftliches und politisch-ökonomisches Problem, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Jan H. Friese

Einleitung:

Wie teuer darf ein Parteiensystem sein, das effiziente Ergebnisse liefert und was sind diese Ergebnisse? Diese Fragen stellten sich beim Lesen der Texte verschiedener Autoren, in denen die Ausmaße der vielfältigen Formen der Finanzierung von Parteien quantifiziert, begründet und verworfen wurden.

Gang der Untersuchung:

Es ist keine Frage, daß ein System, das einen Beitrag zum Funktionieren des Zusammenlebens aller Individuen liefert, etwas kosten darf. Wie dieser Beitrag, der von den Parteien hierfür bereitgestellt wird, aussieht, ist Untersuchungsgegenstand des 3. Kapitels. Mit den gewonnenen Erkenntnissen über die Aufgaben der Parteien wird dann ein System von Regeln aufgestellt, das sich der Steuerfinanzierungsgerechtigkeit verpflichtet sieht.

Zuvor soll aber im 2. Kapitel die bestehende Parteienfinanzierung der Bundesrepublik Deutschland vorgestellt werden. Obwohl der Schwerpunkt auf den aktuellen Regelungen liegt, werden auch einige Formen der Parteienfinanzierung der Vergangenheit dargestellt werden. Diese sind wichtig für das Verständnis der Entwicklung, besonders der staatlichen Unterstützung der Parteien. Nur so kann der Zustand der heutigen Parteienfinanzierung als das erkannt werden, was er ist, als Ergebnis eines langen Versuchs- und Verhinderungsprozesses. Hierbei ist unumgänglich, neben den gesetzlichen Regelungen, soweit diese vorhanden sind, auch auf die immer wieder richtungweisenden Urteile und Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes einzugehen. Diese stellen eine wichtige Determinante der öffentlichen Parteienfinanzierung dar.

Im 4. Kapitel stehen die Möglichkeiten der Einräumung gruppenspezifischer Vorteile durch die Parteien im Vordergrund. Das Problem besteht in den meist nur argumentativ vorhandenen positiven Effekten, die zu wohlfahrtsökonomisch nichteffizienten Bereitstellungen staatlicher Unterstützung vor allem für Parteien und partikuläre Interessengruppen führen. Unter diesem Leitbild wird auch der Einfluß der Parteienfinanzierung auf den Wettbewerb zwischen den Parteien und möglichen neuen Bewerbern um politische Macht und die Tendenz zur Schaffung immer neuer Aufgaben für die Parteien zu untersuchen sein.

Die im 5. Kapitel beschriebenen Ansätze zu einer Reform bemühen sich, das rationale Verhalten der politischen Akteure im Bereich der Parteienfinanzierung durch Regeln in Bahnen zu lenken, die zu effizienten Ergebnissen des politischen Prozesses führen. Dabei wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Natürlich existieren in der Literatur eine Vielzahl weiterer Kritikpunkte und Lösungsvorschläge. Hier wurden aber nur zu den Bereichen Überlegungen angestellt, die auch im Text bereits zutage getreten waren.

Die Parteien werden während der gesamten Arbeit als homogene Gebilde aufgefaßt. Hiermit soll der Existenz unterschiedlicher Interessen innerhalb der Parteien nicht widersprochen werden. Dies geschieht zum einen, weil es den Rahmen der vorliegenden Arbeit übersteigen würde, jeweils unabhängig voneinander agierende Repräsentanten zu unterstellen, und zum anderen, da bei den angenommenen rationalen Politikern durchaus gleichgerichtete Handlungen bzw. Absichten hinsichtlich der Parteienfinanzierung zu beobachten und zu erwarten sind.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Übersichten und Tabellen 3
1. Einführung 4
2. Die Finanzierung der Parteien in der Bundesrepublik Deutschland 5
2.1 Private Parteienfinanzierung 6
2.1.1 Beiträge und Spenden 6
2.1.2 Einnahmen aus Unternehmenstätigkeit 8
2.1.3 Einnahmen aus Kreditaufnahme 10
2.2 Öffentliche Parteienfinanzierung 11
2.2.1 Direkte Formen 11
2.2.1.1 Die Regelungen vor dem 1.1.1994 11
2.2.1.2 Staatliche Teilfinanzierung 13
2.2.2 Indirekte Formen 15
2.2.2.1 Sonderabgaben von Mandatsträgern 16
2.2.2.2 Steuerliche Begünstigungen 17
2.2.2.3 Zuschüsse an Parlamentsfraktionen 21
2.2.2.4 Aufwendungen für Mitarbeiter der Abgeordneten 24
2.2.2.5 Zuschüsse an parteinahe Stiftungen 25
2.2.2.6 Sonstige öffentliche Unterstützungen 30
2.3 Gesamtdarstellung der Parteienfinanzierung und Staatsquote 31
3. Die Aufgaben der Parteien und ihre finanzwissenschaftlichen Implikationen 33
3.1 Gutspezifika als Konstitutiva 33
3.2 Die Ausgaben der Parteien 35
3.3 Die Aufgaben der Parteien aus verschiedenen Sichtweisen 37
3.4 Die Aufgaben der Parteien bei Zugrundelegung verschiedener Bezugsrahmen 38
3.4.1 Die integrationstheoretische Sicht der Parteien und ihre Aufgaben 39
3.4.2 Die konkurrenztheoretische Sicht der Parteien und ihre Aufgaben 39
3.4.3 Die transmissionstheoretische Sicht der Parteien und ihre Aufgaben 40
3.5 Die von Parteien bereitgestellten Güter 41
3.5.1 Der Gutcharakter der aus integrationstheoretischer Sicht von Parteien bereitgestellten Güter 41
3.5.2 Der Gutcharakter der aus konkurrenztheoretischer Sicht von Parteien bereitgestellten Güter 42
3.5.3 Der Gutcharakter der aus transmissionstheoretischer Sicht von Parteien bereitgestellten Güter 43
3.6 Aufgabengerechte Finanzierung poltischer Parteien 44
3.6.1 Parteien als Anbieter allgemeiner Kollektivgüter 44
3.6.2 Parteien als Anbieter privater Güter 44
3.6.3 Parteien als Anbieter von Gruppenkollektivgütern 45
3.7 Zusammenfassung des normativen Befundes 45
3.8 Vergleich der Finanzierungspraxis mit dem normativen Befund 46
3.9 Die von Parteien bereitgestellten Gutstypen in Abhängigkeit von der Finanzierungsform 48
3.10 Überlegungen zur Reform 50
4. Parteienfinanzierung als politisch-ökonomisches Problem 51
4.1 Die Gründe der Beteiligung an der Parteienfinanzierung 51
4.1.1 Wähler als Anbieter von Parteienfinanzierung 51
4.1.2 Unternehmen als Anbieter von Parteienfinanzierung 53
4.1.3 Interessengruppen als Anbieter von Parteienfinanzierung 55
4.1.4 Parteien als Nachfrager nach Finanzierung 57
4.2 Parteienfinanzierung vor dem Hintergrund des poltischen Wettbewerbs 58
4.2.1 Die Bedeutung finanzieller Ressourcen für den politischen Wettbewerb 58
4.2.2 Parteienfinanzierung und politischer Wettbewerb 61
4.2.3 Aufgabenausweitung und Öffnung des politischen Wettbewerbs 63
5. Ansätze zu einer Reform der Parteienfinanzierung 64
5.1 Möglichkeiten zur Begrenzung der Parteienfinanzierung 65
5.2 Auf die Parteienfinanzierung anwendbare Einzelformen der Beschränkung 66
5.3 Zur Idee eines Bürgergeldes und den Folgen für die staatliche Teilfinanzierung 69
5.4 Weitere Gesichtspunkte für eine Reform 71
5.5 Ein Verbot von Unternehmensspenden? 73
Anhang 75
Tabellenanhang 75
Literaturverzeichnis 77

Arbeit zitieren:
Friese, Jan H. Mai 1997: Parteienfinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland als finanzwissenschaftliches und politisch-ökonomisches Problem, Hamburg: Diplomica Verlag

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