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Der Parc Naturel Régional des Volcans d'Auvergne - Präsentation des natur- und kulturlandschaftlichen Potentials durch die Einrichtungen des Parks und touristische Nutzung

Der Parc Naturel Régional des Volcans d'Auvergne - Präsentation des natur- und kulturlandschaftlichen Potentials durch die Einrichtungen des Parks und touristische Nutzung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kirsten Schröder
  • Abgabedatum: August 2000
  • Umfang: 169 Seiten
  • Dateigröße: 2,0 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3187-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3187-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3187-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schröder, Kirsten August 2000: Der Parc Naturel Régional des Volcans d'Auvergne - Präsentation des natur- und kulturlandschaftlichen Potentials durch die Einrichtungen des Parks und touristische Nutzung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Frankreich, Fremdenverkehrsgeographie, Tourismus, Naturpark, Naturlandschaft

Diplomarbeit von Kirsten Schröder

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit soll am Beispiel des Parc Naturel Régional des Volcans d’Auvergne gezeigt werden, welches natur- und kulturlandschaftliche Potential im Gebiet des Parcs vorhanden ist und wie es den Besuchern durch die verschiedenen Einrichtungen des Parcs präsentiert wird. Im Rahmen einer Besucherbefragung soll herausgefunden werden, wie dieses Angebot von den Besuchern angenommen wird.

Um dieser Fragestellung nachzugehen, gliedert sich die Arbeit in verschiedene Teile. Den Anfang bildet eine Darstellung des Systems der Parcs Naturels Régionaux in Frankreich, ihren Aufgaben und ihrer Geschichte in Frankreich. Daran schließt sich eine Vorstellung des Parc Naturel Régional des Volcans d’Auvergne an. In diesem Zusammenhang wird vor allem die administrative Seite des Parcs wie Leitung, Verwaltung und Aufgabenstellung eingegangen. Außerdem werden einige Maßnahmen, die im Jahr 1999 durchgeführt worden sind, dargestellt.

Anschließend folgt eine Darstellung des natur- und kulturlandschaftlichen Potentials des Parc des Volcans, wobei natürlich eine Auswahl getroffen werden musste. Dieser Auswahl fielen leider Themenkomplexe wie beispielsweise Traditionen oder Sprache der auvergnatischen Bevölkerung zum Opfer, die ohne Zweifel einen beträchtlichen Teil der Kultur dieses Gebietes ausmachen. Bei der sich anschließenden Betrachtung des zusätzlichen touristischen Potentials des Gebietes ergibt sich wieder die Problematik, nicht auf die gesamte Bandbreite der (Freizeit-)Angebote eingehen zu können. Auf eine kurze Darstellung dieses zusätzlichen touristischen Potentials kann jedoch nicht verzichtet werden, da die meisten Besucher einen Besuch des Parcs und seiner Einrichtungen mit verschiedenen Freizeitangeboten in dem Gebiet des Parcs kombinieren. Fortgefahren wird mit einer Beschreibung der schon kurz erwähnten Einrichtungen des Parcs, die den Besuchern zur Verfügung stehen. Bei diesen Einrichtungen des Parcs handelt es sich in erster Linie um sogenannte „Maisons“, in denen verschiedene Aspekte des natürlichen und kulturellen Erbes schwerpunktmäßig dargestellt werden, Informationszentren und in den Parc integrierte Réserves Naturelles. Im Rahmen dieser Arbeit wurde versucht, die Auswahl so zu treffen, dass ein möglichst großer Teil der Möglichkeiten, die sich den Besuchern bietet, anzusprechen. Dass auch hier letztendlich eine Auswahl getroffen werden musste, ist leider nicht vermeidbar.

Um Erkenntnisse darüber zu erlangen, in welcher Weise Besucher die gegebenen Möglichkeiten nutzen, wurde eine nicht-repräsentative Umfrage unter Besuchern des Puy de Dôme im Norden des Parcs durchgeführt. In dieser Umfrage wurde unter anderem nach der Akzeptanz des Parc Naturel Régional des Volcans d’Auvergne, der Freizeitgestaltung und nach Besuchen in Einrichtungen des Parcs gefragt. Die Ergebnisse dieser Umfrage bilden den abschließenden Teil der vorliegenden Arbeit und sollen Aufschlüsse darüber liefern, wie einerseits der Parc Naturel Régional des Volcans d’Auvergne das eigene Potential darstellt und andererseits, wie Besucher dieses Angebot nutzten.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellen- und Diagrammverzeichnis VI
Kartenverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 3
2. Die Parcs Naturels Régionaux in Frankreich 4
2.1 Die Geschichte der Parcs Naturels Régionaux in Frankreich 4
2.2 Was ist ein Parc Naturel Régional? 6
2.3 Die Aufgaben der Parcs Naturels Régionaux 8
2.3.1 Schutz und Erhaltung der natürlichen Vielfalt 8
2.3.2 Wertsteigerung des kulturellen Erbes 9
2.3.3 Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung 9
2.3.4 Information der Öffentlichkeit 11
3. Der Parc Naturel Régional des Volcans d’Auvergne 13
3.1 Leitung und Verwaltung 14
3.2 Finanzierung 14
3.3 Zielsetzungen und Aufgaben des Parcs 17
3.3.1 Bereich Umwelt und Pädagogik 17
3.3.2 Bereich Regionalplanung und Entwicklung 17
3.3.3 Bereich Kultur und architektonisches Erbe 18
3.3.4 Bereich Tourismus und Freizeitmöglichkeiten in der Natur 19
3.3.5 Bereich Instandhaltung 19
3.3.6 Bereich Kommunikation und allgemeine Aufgaben 19
3.4 Resultate 21
3.4.1 Aktionen im Bereich Regionalplanung und Entwicklung im Jahr 1999 22
3.4.2 Aktionen im Bereich Umwelt im Jahr 1999 24
3.4.3 Aktionen im Bereich Pädagogik im Jahr 1999 24
3.4.4 Aktionen im Bereich architektonisches Erbe und Kultur im Jahr 1999 24
3.4.5 Aktionen im Bereich Kommunikation im Jahr 1999 25
3.4.6 Aktionen im Bereich Tourismus im Jahr 1999 25
3.5 Ausblick 27
4. Die natur- und kulturlandschaftliche Ausstattung des Parc Naturel Régional des Volcans d’Auvergne 30
4.1 Die Landschaftsgenese 30
4.1.1 Der Vulkanismus 30
4.1.2 Die Vergletscherung 35
4.1.3 Die natürlichen Regionen 38
4.2 Das Klima 44
4.3 Die Flora und Fauna 46
4.3.1 Die Vegetation 46
4.3.2 Die Fauna 47
4.4 Die landwirtschaftliche Nutzung 49
4.5 Die Siedlungen und die architektonische Ausstattung 52
4.5.1 Die Siedlungsgeschichte 53
4.5.2 Die Dörfer und Weiler 54
4.5.3 Die charakteristischen Gebäudeformen 56
4.5.4 „L’Art Roman“ 58
5. Zusätzliches touristisches Potential im Gebiet des Parc Naturel Régional des Volcans d’Auvergne 61
5.1 Aktivitäten im Freien 61
5.1.1 Wandern 61
5.1.2 Radsport 62
5.1.3 Reitsport 63
5.1.4 Wassersport 64
5.1.5 Bergsteigen, Klettern und Fliegen 64
5.1.6 Wintersport 64
5.2 Auf den Spuren der Geschichte 65
5.3 Die Kurorte 66
5.4 „Vulcania“ – Touristische Attraktion der Zukunft (?) 67
6. Die Einrichtungen des Parc Naturel Régional des Volcans d’Auvergne 69
6.1 Die Informationszentren 69
6.1.1 Das Centre d’Information in Montlosier 70
6.1.2 Das Informationszentrum in Aurillac „Maison des Volcans“ 71
6.1.3 Das Centre d’Information estival auf dem Gipfel des Puy de Dôme 72
6.2 Die „Maisons“ 73
6.2.1 Maison de la Gentiane 73
6.2.2 Maison des Fromages d’Auvergne 75
6.2.3 Maison du Buronnier 76
6.2.4 Maison de la Pierre 77
6.2.5 Maison des Tourbières 79
6.2.6 Maison de l’Eau et de la Pêche 80
6.2.7 Maison de la Faune 81
6.2.8 Maison de la Flore 82
6.3 Die „Réserves Naturelles“ 83
6.3.1 Les Sagnes de la Godivelle 84
6.3.2 Vallée de Chaudefour 85
6.4 Hinweisschilder und „Sentiers de Découverte“ 86
7. Touristische Nutzung der verschiedenen Angebote 88
7.1 Konzeption der Besucherbefragung 88
7.2 Ergebnisse der Besucherbefragung 89
7.2.1 Die Herkunft 89
7.2.2 Das Alter 90
7.2.3 Individual- oder Gruppenreisende? 91
7.2.4 Anzahl der besuche im Parc des Volcans 91
7.2.5 Dauer und Motiv des Besuches und Unterkunft 92
7.2.6 Kenntnis über den Parc des Volcans 93
7.2.7 Wahrnehmung des Parc des Volcans 95
7.2.8 Besuchte Orte 97
7.2.9 Aktivitäten 99
7.2.10 Weitere besuchte Parcs Naturels Régionaux 100
7.3 Nähere Betrachtung und Bewertung der Befragungsergebnisse 100
7.3.1 Unterschiede hinsichtlich der Verweildauer 100
7.3.2 Unterschiede hinsichtlich des Alters 104
7.3.3 Bewertung der Ergebnisse und daraus resultierende Verbesserungsvorschläge 106
8. Abschlussbetrachtung 109
9. Literaturverzeichnis 111
Anhang

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Milchwirtschaft und die Käseherstellung blieb jedoch bis heute das prägende Element der Landwirtschaft im Bereich des Parc des Volcans d’Auvergne. Die gewonnene Milch wird zu 95% zu Käse weiterverarbeitet (PARC NATUREL RÉGIONAL DES VOLCANS D’AUVERGNE 1998 a), wenn auch die Burons ihre Bedeutung als Produktionsort verloren haben . Die Monts d’Auvergne sind bekannt für fünf verschiedene Käsesorten, die mit dem Prädikat A.O.C. (=Appellation d’Origine Contrôlée) ausgezeichnet worden sind: der Salers und der Saint Nectaire, die nur im begrenzten Gebieten des Parcs hergestellt werden dürfen, der Cantal und die beiden Blauschimmelkäsesorten Fourme d’Ambert und Bleu d’Auvergne (PARC NATUREL RÉGIONAL DES VOLCANS D’AUVERGNE 1999 b; siehe auch Kapitel 6.2.2). Die Nachfrage nach diesen traditionellen Produkten ist in den letzten Jahren wieder angestiegen. [...]

re mit Ausnahme des Cantal), die in der Regel nicht vom Besitzer bewirtschaftet sondern verpachtet wurden, die Ausnahme. Mittelgroße Betriebe (20-50 ha) mit einer rentablen Viehwirtschaft stellten im Vergleich zu den Kleinbetrieben (unter 10 ha) eine Minderheit dar. In einigen Gebieten wiesen ¾ der Betriebe eine Fläche von unter 10 ha auf (WIRTH 1983 a:290). Für viele Betriebe war die zusätzliche Nutzung der Allmenden, der Gemeinschaftsbesitze, unerlässlich, um den Lebensunterhalt zu sichern. Nach dem 1. Weltkrieg zeichneten sich erste Veränderungen in Form der industriellen Milchverarbeitung im Bereich der Landwirtschaft ab. Mit dem Preisverfall für Milch in den 20er Jahren ging die Bildung von Kooperativen zur Milchverarbeitung einher (FEL 1983 b:351). Nach dem 2. Weltkrieg kam für die Landwirtschaft erschwerend hinzu, dass die Nachfrage an den traditionell in der Auvergne hergestellten Produkten, zum Beispiel Käsesorten, nachließ. Man versuchte, durch eine Begrenzung der Herstellungsgebiete die Produktionsmenge zu reduzieren, was sich als nicht besonders wirksam herausstellte, denn die Preise sanken weiter. In der Folgezeit kam es zu Konzentrationsbewegungen, so dass sich einige große Kooperativen bildeten, die außer den traditionellen Käsesorten auch andere Käsesorten produzierten, die, wie zum Beispiel der Chester, einer starken Nachfrage unterlagen. Eine Veränderung des Konsumverhaltens zeigte sich auch im Bereich der Fleischproduktion: Das Interesse am Salers-Rind ließ nach, weil die Fleischqualität nicht mit der anderer Rassen mithalten konnte. Hinzu kam, dass ab den 60er Jahren die Nachfrage nach Kalbfleisch stark anstieg und die Landwirtschaft sich darauf einstellen musste. Im Zuge des Wandels der Landwirtschaft kam es zu einer Herausbildung verschiedener Betriebsformen (FEL 1983 b:361): • • • • Fermes fromagères → Käseproduktion Fermes laitières → Milchproduktion L’élevage « à viande » → Fleischproduktion Le « double troupeau » → Milch- und Fleischproduktion (in der Regel sehr große Betriebe) [...]

„Chaque terroir trouve ainsi sa vocation: élevage dans les montagnes, céréales et vigne dans les plaines“ (MANUFACTURE FRANÇAISE DES PNEUMATIQUES MICHELIN 2000 :72). Die traditionelle landwirtschaftliche Nutzung basierte vorwiegend auf der Viehwirtschaft. Getreideanbau konnte nicht in allen Gebieten realisiert werden (FEL 1983 a:155). Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Flächen gerodet, um neue Weidemöglichkeiten für das Vieh zu schaffen. Das pastorale Modell der Auvergne war stark auf die Nutzung der Sommerweiden, der „estives“, ausgerichtet: den Winter verbrachte das Vieh in den Stallungen der Höfe, im Frühjahr wurde es auf die hochgelegenen Weiden gebracht, wo es während des gesamten Sommers blieb und erst im Herbst zurückkehrte. Der Sommer war die Zeit der Milch- und Käseproduktion in den „Burons“, einer Unterkunft für den Hirten und seine(n) Gehilfen auf den Sommerweiden (siehe auch Kapitel 6.2.3), während in den niedrigeren Lagen der Sommer genutzt wurde, um Futtermittel für den Winter, Getreide und andere Nahrungsmittel anzubauen. Für die Sommerweide-Wirtschaft war – und ist – eine rustikale Rinderrasse Voraussetzung, das sogenannte Salers-Rind erfüllte die Anforderungen am besten und vereinigte gute Milch- und Fleischqualität. Besonders wichtig sind jedoch auch Eigenschaften wie die Anpassung an Kälte, Schnee und steinigen Untergrund, Fruchtbarkeit und hohe Lebenserwartung. Innerhalb der Auvergne gab es Unterschiede in der pastoralen Wirtschaftsweise, so waren große Höfe mit bis zu 100 Rindern typisch für den Cantal, während in der Chaîne des Puys die Schafzucht eine weitaus größere Bedeutung hatte als in den anderen Regionen der Monts d’Auvergne. Die Nutzung von Sommerweiden geht bis in das Mittelalter zurück, zu dessen Zeit die Landwirtschaft in den Monts der Auvergne vorwiegend grundherrschaftlich organisiert war. Die Grundherren vergaben Ländereien gegen Abgaben an die Bauern, für die Nutzung der Sommerweiden wurden weitere Gebühren fällig. In den meisten Regionen waren Klein- und Kleinstbetriebe vorherrschend, nur im Cantal entwickelte sich die Sonderform der Domänenwirtschaft. Auch als die grundherrschaftliche Ordnung im Zuge der französischen Revolution beseitigt worden war, blieb die Betriebsstruktur weitgehend erhalten: Noch am Anfang des 19. Jahrhunderts blieben große Betriebe und Domänen (letzte- [...]

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Schröder, Kirsten August 2000: Der Parc Naturel Régional des Volcans d'Auvergne - Präsentation des natur- und kulturlandschaftlichen Potentials durch die Einrichtungen des Parks und touristische Nutzung, Hamburg: Diplomica Verlag

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