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Parameter der Gründungs- und Innovationsintensität in Deutschland und deren Erhöhung durch den Einsatz Web-basierter Kommunikationslösungen

Konzeptioneller Businessplan am Beispiel der fiktiven Capital Meets Innovationen Ltd.

Parameter der Gründungs- und Innovationsintensität in Deutschland und deren Erhöhung durch den Einsatz Web-basierter Kommunikationslösungen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Robert Borchel
  • Abgabedatum: Mai 2007
  • Umfang: 121 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 1,8
  • Institution / Hochschule: Technische Fachhochschule Wildau Deutschland
  • Bibliografie: ca. 183
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0374-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0374-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0374-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Borchel, Robert Mai 2007: Parameter der Gründungs- und Innovationsintensität in Deutschland und deren Erhöhung durch den Einsatz Web-basierter Kommunikationslösungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Innovationssysteme, Humankapital, Demografie, Gründungsintensität, Webbasierte Kommunikationslösungen

Diplomarbeit von Robert Borchel

Einleitung:

Bei vielen großen Unternehmen der entwickelten Industrienationen findet derzeit eine fundamentale Neuorientierung statt. Der Bedarf an Kreativität wird immer größer und Innovationen müssen immer schneller generiert werden. Unter dem zunehmenden Wettbewerbsdruck der Globalisierung haben die Unternehmen erkannt, dass die Kostenführerschaft verloren ist. Aufstrebende Volkswirtschaften, wie die so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China), können heute schon Vieles technisch gleich gut und bedeutend billiger produzieren, so dass nordamerikanische und westeuropäische Unternehmen ihren Kunden vollkommen neue Mehrwerte bieten und sich ganz andere Wettbewerbsvorteile verschaffen müssen. SAP-Gründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner fasst die aktuelle Entwicklung wie folgt zusammen: „Lange Zeit wurde nur davon geredet, wie Kosten eingespart werden können. Jetzt stellen viele Unternehmen fest, dass sie allein damit die Marge nicht halten und schon gar nicht wachsen können. Man kann nur wachsen, wenn man massiv innovativ ist.“ Eine höhere Produktivität, Kosteneinsparungen und andere traditionelle Instrumentarien reichen heute nicht mehr aus. Die Anbieter müssen neue Bedürfnisse wecken, diese besser befriedigen und werden nur über Ideen und die nötigen Werkzeuge, um sie hervorzubringen, erfolgreich in den sich wandelnden Märkten agieren können.

Eine weltweite Befragung der Boston Consulting Group (BCG) unter 1.070 Managern aus allen Branchen hat ergeben, dass der Paradigmenwechsel von der Wissens- hin zur Kreativökonomie bereits im vollen Gange ist. So gehört das Thema Innovation für knapp 75% der Befragten heute zu den drei wichtigsten Punkten ihrer Unternehmensstrategie. Über die Hälfte ist zudem mit den Ergebnissen ihrer Innovationsausgaben unzufrieden und bemängelt zu lange Entwicklungszeiten und Schwierigkeiten mit der Koordination und dem Herausfiltern der besten Ideen. Der daraus resultierende Veränderungsdruck in den Unternehmen wächst enorm und nach einer aktuellen IBM-Studie müssen 65% von weltweit 765 befragten Vorstandschefs „in den kommenden zwei Jahren wesentliche Veränderungen in ihrem Unternehmen vornehmen“.

In modernen, weitgehend gesättigten und ausdifferenzierten Volkswirtschaften geht es heute mehr denn je darum, serienmäßig Innovationen und kreative Höchstleistungen zu produzieren. Doch wie kann zu solchen Höchstleistungen motiviert werden und welche Parameter spielen dafür die tragenden Rollen? Viele Innovationen ergeben sich aus umfassenden Trends wie dem demografischen Wandel und immer öfter stellt sich heraus, dass nicht nur Unternehmen betroffen sind. Der Wandel der Wirtschaft wird vielmehr einen neuen Wettbewerb der Regionen entfachen und die Innovationen dort entstehen lassen, wo sich kreative Talente ansiedeln. Sie sind gefragt, um möglichst nah an den Bedürfnissen der Kunden regelmäßig Neues zu erschaffen und bestehende Märkte mit neuen Ideen umzubrechen.

Problemstellung:

Deutschland braucht nachhaltig innovative Unternehmen. Mit Hilfe welcher Strukturen aber stellen sie sicher, dass Innovationen nicht nur zufällig, sondern am laufenden Band entstehen? Welche Erfolgsfaktoren bestimmen die Innovations- und Gründungsintensität und welche Zusammenhänge bestehen zwischen ihnen? Wie lassen sich die Parameter effizienter nutzen und welche Möglichkeiten bieten dabei moderne Kommunikationsmittel?

Deutschland verfügt zwar über ein breites Portfolio „viel versprechender und patentrechtlich geschützter Ideen“. Woran liegt es aber, dass hierzulande immer wieder innovative Erfindungen, wie zum Beispiel der MP3-Standard, entwickelt, aber in anderen Ländern erfolgreich vermarktet werden? Die vorliegende Diplomarbeit soll helfen, die Frage zu klären. Es hat nach wie vor den Anschein, dass deutsche Unternehmen zu selten den Markt analysieren, bevor sie eine Erfindung umsetzen. Vielfach orientiert man sich nur an der technischen Umsetzbarkeit eines Konzeptes und nicht an den Kundenbedürfnissen. So hat eine IAI-Studie ergeben, dass lediglich jedes 16. Innovationsprojekt hierzulande zu einem Markterfolg wird. Ein Großteil der Projekte bindet also unnötig Zeit und Kapital, ohne dass dabei der Output an Innovationen signifikant erhöht werden kann. Die „Fixierung auf die Technik, ungeklärte Zuständigkeiten“ und eine mangelnde Ausrichtung der Ideen am späteren Kundennutzen sind eine der Hauptursachen für gescheiterte Innovationsprojekte. Nach wie vor konzentrieren sich viele Unternehmen zu sehr auf Renditevorgaben und auf die Verbesserung bestehender Produkte „anstatt sich auf neue Felder zu wagen“.

Aber auch die Gründungsintensität Deutschlands zeigt seit Langem eine schwindende Dynamik. Nach einer ZEW-Untersuchung ist der Saldo aus Unternehmensgründungen und -liquidationen (d.h. der Zuwachs an Unternehmen) seit der Wiedervereinigung rückläufig. Kamen 1990 netto noch mehr als 200 Tsd. neue Unternehmen dazu, waren es 2006 nur noch knapp 30 Tsd. Davon waren zudem „lediglich 6,5 Prozent den technologie- und wissensintensiven Branchen zuzuordnen“. In Deutschland entstehen also zu wenige innovative Unternehmen, die neue Stellen schaffen und globalisierungsresistent sind.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 2
1.2 Zielsetzung 3
1.3 Aufbau der Arbeit 4
2. Theoretischer Bezugsrahmen 5
2.1 Begriffsdefinitionen 5
2.1.1 Innovationsintensität 5
2.1.2 Gründungsintensität 5
2.1.3 Parameter 6
2.2 Historie deutscher Innovationskultur 6
2.3 Forschungs- und Literaturstand 8
2.4 Kennzeichen von Innovationen 9
2.4.1 Innovationssysteme 11
2.4.2 Kommunikationsbedürfnisse der Mitarbeiter 12
2.4.3 Gründungsgeschehen und Wirtschaftsentwicklung 13
3. Parameter der Innovations- und Gründungsintensität 14
3.1 Methodik 14
3.2 Status Quo der Innovations- und Gründungsintensität 16
3.3 Parameter Forschung und Entwicklung 18
3.3.1 Input 18
3.3.2 Output 19
3.4 Parameter Finanzierung von Innovationen 22
3.4.1 Allgemeine Finanzierungsbedingungen 22
3.4.2 Gründungsfinanzierung 23
3.4.3 Staatliche Förderung 25
3.5 Parameter Umsetzung von Innovationen 26
3.5.1 Innovative Produktion 27
3.5.2 Infrastruktur 30
3.6 Parameter Unternehmen 31
3.6.1 Forschung in Unternehmen 31
3.6.2 Innovative Produktion 33
3.6.3 Vernetzung 33
3.6.4 Innovationskultur 35
3.7 Parameter Vernetzung der Innovationsakteure 38
3.7.1 Wissenstransfer 39
3.7.2 Firmennetze 40
3.7.3 Cluster 40
3.8 Parameter Innovationsfreundliche Nachfrage 42
3.8.1 Nachfrageniveau 42
3.8.2 Nachfragequalität 43
3.9 Parameter Bildung und Humankapital 44
3.9.1 Finanzierung 45
3.9.2 Tertiäre Bildung 46
3.9.3 Qualität 48
3.9.3 Demografie 48
3.9.4 Weiterbildung 50
3.10 Parameter Wettbewerb und Regulierung 51
3.10.1 Produktmarktregulierung (PMR) 52
3.10.2 Wettbewerb 53
3.11 Parameter Bürger 55
3.11.1 Verhalten 55
3.11.2 Einstellungen 59
3.12 Parameter Staat 65
3.12.1 Staatliches Forschungssystem 66
3.12.2 Ausgewählte Rahmenbedingungen 67
3.12.3 Staatliches Bildungssystem 67
3.13 Zusammenfassung 70
4. Konzeptioneller Businessplan als Lösungsansatz 73
4.1 Technischer Stand Web-basierter Kommunikationslösungen 73
4.2 Idee und Produkt 76
4.2.1 Executive Summary 76
4.2.2 Produkt und Dienstleistung 77
4.2.2.1 Produkt- und Dienstleistungsbeschreibung 78
4.2.2.2 Konkurrenzprodukte 81
4.2.2.3 Stärken und Schwächen 81
4.2.2.4 Herstellung und Produktion 82
4.2.2.5 Kundennutzen 83
4.2.2.6 Zielgruppen 84
4.2.2.7 Entwicklungsstand der Plattform 86
4.2.3 Gründerteam 87
4.3 Marktanalyse und Marketing 88
4.4 Unternehmen und Finanzplanung 89
5. Schlussbetrachtung 90
5.1 Zusammenfassung 90
5.2 Fazit und Ausblick 92
Literatur- und Quellenverzeichnis 93
A - B 93
B - F 94
F – H 95
H – J 96
K 97
K - M 98
M - P 99
P – S 100
S – W 101
W - Z 102
Anhang 103

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 2
1.2 Zielsetzung 3
1.3 Aufbau der Arbeit 4
2. Theoretischer Bezugsrahmen 5
2.1 Begriffsdefinitionen 5
2.1.1 Innovationsintensität 5
2.1.2 Gründungsintensität 5
2.1.3 Parameter 6
2.2 Historie deutscher Innovationskultur 6
2.3 Forschungs- und Literaturstand 8
2.4 Kennzeichen von Innovationen 9
2.4.1 Innovationssysteme 11
2.4.2 Kommunikationsbedürfnisse der Mitarbeiter 12
2.4.3 Gründungsgeschehen und Wirtschaftsentwicklung 13
3. Parameter der Innovations- und Gründungsintensität 14
3.1 Methodik 14
3.2 Status Quo der Innovations- und Gründungsintensität 16
3.3 Parameter Forschung und Entwicklung 18
3.3.1 Input 18
3.3.2 Output 19
3.4 Parameter Finanzierung von Innovationen 22
3.4.1 Allgemeine Finanzierungsbedingungen 22
3.4.2 Gründungsfinanzierung 23
3.4.3 Staatliche Förderung 25
3.5 Parameter Umsetzung von Innovationen 26
3.5.1 Innovative Produktion 27
3.5.2 Infrastruktur 30
3.6 Parameter Unternehmen 31
3.6.1 Forschung in Unternehmen 31
3.6.2 Innovative Produktion 33
3.6.3 Vernetzung 33
3.6.4 Innovationskultur 35
3.7 Parameter Vernetzung der Innovationsakteure 38
3.7.1 Wissenstransfer 39
3.7.2 Firmennetze 40
3.7.3 Cluster 40
3.8 Parameter Innovationsfreundliche Nachfrage 42
3.8.1 Nachfrageniveau 42
3.8.2 Nachfragequalität 43
3.9 Parameter Bildung und Humankapital 44
3.9.1 Finanzierung 45
3.9.2 Tertiäre Bildung 46
3.9.3 Qualität 48
3.9.3 Demografie 48
3.9.4 Weiterbildung 50
3.10 Parameter Wettbewerb und Regulierung 51
3.10.1 Produktmarktregulierung (PMR) 52
3.10.2 Wettbewerb 53
3.11 Parameter Bürger 55
3.11.1 Verhalten 55
3.11.2 Einstellungen 59
3.12 Parameter Staat 65
3.12.1 Staatliches Forschungssystem 66
3.12.2 Ausgewählte Rahmenbedingungen 67
3.12.3 Staatliches Bildungssystem 67
3.13 Zusammenfassung 70
4. Konzeptioneller Businessplan als Lösungsansatz 73
4.1 Technischer Stand Web-basierter Kommunikationslösungen 73
4.2 Idee und Produkt 76
4.2.1 Executive Summary 76
4.2.2 Produkt und Dienstleistung 77
4.2.2.1 Produkt- und Dienstleistungsbeschreibung 78
4.2.2.2 Konkurrenzprodukte 81
4.2.2.3 Stärken und Schwächen 81
4.2.2.4 Herstellung und Produktion 82
4.2.2.5 Kundennutzen 83
4.2.2.6 Zielgruppen 84
4.2.2.7 Entwicklungsstand der Plattform 86
4.2.3 Gründerteam 87
4.3 Marktanalyse und Marketing 88
4.4 Unternehmen und Finanzplanung 89
5. Schlussbetrachtung 90
5.1 Zusammenfassung 90
5.2 Fazit und Ausblick 92
Literatur- und Quellenverzeichnis 93
A - B 93
B - F 94
F – H 95
H – J 96
K 97
K - M 98
M - P 99
P – S 100
S – W 101
W - Z 102
Anhang 103

Textprobe:

Kapitel 2.4.2, Kommunikationsbedürfnisse der Mitarbeiter:

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in den Unternehmen lässt sich in unterschiedliche Al-tersgruppen einteilen, welche jede für sich spezifische Arbeitsweisen und Kommunika-tionsbedürfnisse haben. Aktuell tritt die Gruppe der so genannten „Millennials“ (zwi-schen 1980 und 2000 Geborene) zunehmend ins Arbeitsleben ein. Ihr Anteil an der Gesamtbelegschaft der EU-12 (d.h. die ersten 12 Mitgliedsstaaten der EU) beträgt heute etwa 11%, wobei innerhalb der kommenden zehn Jahre mehr als 51 Mio. Millen-nials ihr Berufsleben beginnen und damit die älteren Generationen ablösen werden.

Als Konsumenten zeichnen sich Millennials im Vergleich zu älteren Gruppen durch ihre geringere Markenloyalität, ihr geringeres Vertrauen in die Medien und Verständnis für Werbung aus, was sie unabhängiger in ihren Kaufentscheidungen macht. Diese Eigen-schaften übertragen sie auch auf ihre Arbeitsweise, wobei hierbei vor allem ihre hohe Affinität zum Internet und allen damit in Verbindungen stehenden Web-basierten Kommunikationsmitteln (z.B. Email, Blogs, Messenger, Social Networking, Chatrooms, Online Gaming, etc.) im Vordergrund stehen. Harris (2006) bezeichnet diese Medien als „Social Computing“ und definiert sie als „a social structure in which technology puts power in communities, not institutions“ (Vgl. Abb. 2). Die fortschreitende technologische Entwicklung der Kommunikationsmittel und einhergehende soziale Veränderungen verwandeln also auch die Arbeits- und letztendlich damit die Innovationsprozesse.

2.4.3 Gründungsgeschehen und Wirtschaftsentwicklung Die Intensität von Gründungen und Stilllegungen von Betrieben und Unternehmen spielt im Wirtschaftsentwicklungsprozess eine wichtige Rolle, wobei insbesondere die Gründungen mit einer positiven Entwicklungsdynamik (z.B. durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, technischer Forschritt etc.) in Verbindung gebracht werden. Die Funktionsfähigkeit der Märkte und ein funktionierender Wettbewerb werden dabei wesentlich von der Zahl der neu gegründeten Wirtschaftseinheiten in diesem Markt beeinflusst. Stilllegungen und Liquidationen werden in Deutschland hingegen eher mit der negati-ven Vorstellung eines Scheiterns sowie mit Arbeitplatzverlusten in Verbindung gebracht. Dennoch wird eine „gewisse Fluktuation des Betriebs- bzw. Unternehmensbestandes“ als ein „wichtiges Kennzeichen einer dynamischen Wirtschaft“ angesehen. Gründungen fördern die Wirtschaftsentwicklung, wohingegen Stilllegungen und Liqui-dationen unvermeidlich sind und „Entfaltungsspielräume für nachwachsende Unter-nehmen“ bieten. Bereits Schumpeter (1911) bezeichnete die wirtschaftliche Entwicklung als einen Prozess „kreativer Zerstörung“, in dem die „träge gewordenen, alteingesessenen Firmen von jungen, dynamischen Unternehmen verdrängt werden“.

Kapitel 3., Parameter der Innovations- und Gründungsintensität:

Nachdem der theoretische Bezugsrahmen im vorangegangenen Kapitel gebildet wurde, werden nun die eigentlichen Parameter dargestellt und in einen internationalen Kontext gestellt. Der Autor bezieht sich dabei zu großen Teilen auf die Ergebnisse der Forschungsstudie „Innovationsindikator Deutschland 2006“ des DIW Berlin, dessen Ziel es ist, die Innovationsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich jährlich zu erfassen und zu bewerten.

Kapitel 3.1, Methodik:

Die Messung der Innovationsintensität in einer Volkswirtschaft stellt sich insofern als schwierig heraus, als dass für ein valides Ergebnis präzise Befragungen nötig wären. Nur so könnte festgestellt werden, in welchem Umfang die Unternehmen neue Produkte und neue Verfahren erfolgreich in die Märkte einführen. Aus diesem Grund wird in der innovationsökonomischen Literatur das Gewicht auf den Input und Output von FuE-Prozessen gelegt (z.B. durch die Intensität der Patentanmeldungen). Da FuE-Ausgaben und Patente nicht automatisch zu marktrelevanten Ergebnissen führen, treffen diese Größen allein aber nicht den Kern von Innovationen. So wird von einigen Autoren der Umsatzanteil, der mit neu eingeführten Produkten erwirtschaftet wird, als Variable gewählt.

In Rahmen der vorliegenden Arbeit werden mittels ausschließlich sekundärer Quellen, wie wissenschaftlichen Studien und der Fachliteratur verschiedene Messgrößen (kursive Überschriften) herangezogen, um die einzelnen Einflussfaktoren beziehungsweise Parameter der Innovations- und Gründungsintensität aufzuzeigen. Darüber hinaus erfolgt eine Einstufung Deutschlands je Parameter im internationalen Kontext, so dass letztendlich eine Einschätzung der Innovationsstärke des Landes gegeben werden kann. Einen Gesamtüberblick der in dieser Diplomarbeit dargestellten Parameter bietet die Abbildung 3 auf der kommenden Seite. Darin werden sie in unternehmensinterne und -externe Parameter eingeteilt (wobei es hier durchaus zu Überschneidungen kommen kann) und den Oberbegriffen Innovationssystem und Innovationsakteure zugeordnet. Die einzelnen Parameter hängen wiederum von unterschiedlichen Messgrößen ab, die im späteren Text kursiv überschrieben sind und auf die im Folgenden eingegangen werden soll.

Arbeit zitieren:
Borchel, Robert Mai 2007: Parameter der Gründungs- und Innovationsintensität in Deutschland und deren Erhöhung durch den Einsatz Web-basierter Kommunikationslösungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Innovationssysteme, Humankapital, Demografie, Gründungsintensität, Webbasierte Kommunikationslösungen

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