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Paid Content - Welche Perspektiven besitzen gebührenpflichtige Inhalte und Dienste in den Bereichen Internet & UMTS?

Paid Content - Welche Perspektiven besitzen gebührenpflichtige Inhalte und Dienste in den Bereichen Internet & UMTS?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sven Klötzer
  • Abgabedatum: Oktober 2003
  • Umfang: 151 Seiten
  • Dateigröße: 873,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7688-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7688-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7688-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Klötzer, Sven Oktober 2003: Paid Content - Welche Perspektiven besitzen gebührenpflichtige Inhalte und Dienste in den Bereichen Internet & UMTS?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Paid Content, UMTS, Zahlungsbereitschaft, Onlinemusikdienst, Onlinezeitung

Diplomarbeit von Sven Klötzer

Einleitung:

Mit dieser Einleitung begann Herr Englert von der Firma Kirch Media auf dem Kongress „Märkte und Anwendungen für UMTS“ sein Referat. Solche Aussagen begegnen uns inzwischen nicht nur im Bereich UMTS, sondern besonders auch im Bereich Internet.

Die Produktion von Content ist mit hohen Kosten verbunden. In den euphorischen Internetjahren waren sie noch durch Werbeeinnahmen (nicht bei allen Unternehmen) gedeckt. Mit dem Zusammenbruch des neuen Marktes und dem damit verbundenen Zusammenbruch der New Economy blieben die Werbebuchungen aus. Die Unternehmen mussten feststellen, dass eine Refinanzierung allein durch Werbeeinnahmen nicht möglich ist. Im Bereich von Onlinezeitungen ist dies auch der Fall, hier jedoch haben die Onlineabteilungen ihr Muttermedium hinter sich, das die finanziellen Lücken schließt. Reine Internet Portale hingegen müssen neue Ideen profilieren, um aus den roten Zahlen herauszukommen. Die Einführung von so genannten Paid Content Angeboten ist nicht einfach, schon gar nicht in wirtschaftlich unruhigen Zeiten, in denen jeder zum Sparen neigt. Das Internet wird nach wie vor als ein Medium betrachtet, welches dem Nutzer jegliche Information zur Verfügung stellt– und dies natürlich kostenfrei.

Inhalt dieser Arbeit sind Untersuchungen am Content Markt. Dabei werden verschiedene Onlinebereiche geprüft. Ziel ist es, einen aktuellen Überblick über die Nutzung von Paid Content Produkten zu verschaffen sowie herauszufinden, in welche Richtung sich die Märkte entwickeln werden. Dabei soll analysiert werden, welche Inhalte in welchem Umfang genutzt werden. Um herauszufinden, welche Inhalte sich dabei als Paid Content Produkte eignen bzw. welche kostenfreien Inhalte sich in Paid Content Produkte umwandeln lassen, wird zunächst das Verhalten der Nutzer gegenüber kostenfreien Produkten untersucht. Weiterhin soll verdeutlicht werden, warum eine Umstellung auf Paid Content Produkte erforderlich ist. Weiteres Ziel der Arbeit ist es, mögliche Vermarktungsstrategien für die untersuchten Bereiche im Internet aufzustellen. Der Analyse im Bereich Internet schließt sich eine Untersuchung im UMTS Bereich an. Hierbei ist das Ziel, mögliche Anwendungen und Dienste zu finden, für die die Nutzer zahlen würden. Eine „Kostenloskultur“ wie im Internet wird sich im UMTS-Markt nicht wiederholen. Darin sind sich zumindest die Mobilfunkanbieter einig.

Die Arbeit gliedert sich in zwei Themenkomplexe. Zunächst wird der Paid Content Markt im Medium Internet untersucht. Die Schwerpunkte liegen hierbei in den Bereichen Zeitungen/Zeitschriften, Musik und Online Games. Jeder dieser drei Bereiche wird anhand von eigenen Befragungen und der Umfrage der Firma „smart research“ analysiert. Anhand von Interviews mit den Verantwortlichen und eigenen Recherchen soll verdeutlicht werden, warum die Anbieter Paid Content bzw. Dienste einführen. Nach der Verhaltensanalyse der Nutzer wird geklärt, ob ein Markt für bezahlte Produkte innerhalb des Bereiches besteht. Sind die Nutzer bereit, Geld für solche Artikel auszugeben? Mit Hilfe von statistischen Analysen soll außerdem aufgezeigt werden, ob ein Zusammenhang zwischen verschiedenen Faktoren gegeben ist.

Um ein Paid-Content-Produkt erfolgreich zu gestalten, sind verschiedene Faktoren zu beachten. Auf die wichtigsten soll in dieser Arbeit näher eingegangen werden. Einen weiteren großen Einfluss auf den Erfolg des Produktes haben der Preis, das angebotene Zahlungssystem sowie das Abrechnungsmodell. Mitunter scheitert der gesamte Kaufprozess an diesen Punkten. Selbst wenn sich der Kunde entschieden hat, ein kostenpflichtiges Produkt zu erwerben, ist dies noch kein Garant für den Kaufabschluss. Wird dem Nutzer kein ansprechendes Zahlungssystem offeriert, so findet der Kaufvorgang spätestens hier ein Ende. Der Bezahlvorgang stellt demnach noch immer ein Hindernis dar. Welche Abrechnungsmodelle werden von den Nutzern in den zu untersuchenden Bereichen bevorzugt?

Nach der eingehenden Analyse des Nutzerverhaltens sollen mögliche Vermarktungsstrategien für den erfolgreichen Verkauf eines Paid Content Produktes dargestellt werden.

Der zweite Themenkomplex behandelt den Bereich UMTS. In den kommenden Monaten werden die deutschen Mobilfunknetzbetreiber die neue Übertragungsmethode im deutschen Markt starten. Die Erwartungen seitens der Bevölkerung sind hoch. Um dem gerecht zu werden, müssen neue Dienste und Services für den Kunden entwickelt werden. Wird UMTS als neuer Mobilfunkstandard angenommen? Oder müssen die Netzwerkbetreiber erhebliche Anstrengungen unternehmen, um Kunden zu gewinnen. Immerhin ist der deutsche Handymarkt nahezu gesättigt. Es bedarf also guter Gründe, warum Nutzer sich wieder ein neues Endgerät zulegen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 5
1.1 Begriffsdefinition 7
1.1.2 Content 7
1.1.3 Paid Content 8
2. Untersuchung im Bereich Internet 9
2.1 Paid Content der Onlinezeitungen und -zeitschriften 9
2.1.1 Die Entwicklungsstufen der Zeitungen und Zeitschriften im Onlinemedium 9
2.1.2 Gründe für die Umstellung auf das Paid Content Geschäftsmodell 12
2.2 Nutzerverhalten gegenüber „Kostenfreien Informationen“ 14
2.2.1 Die Struktur der Umfrageteilnehmer 15
2.2.2 Auswertung der Umfrageergebnisse 17
2.2.2.1 Nutzung kostenfreier Onlineangebote 17
2.2.2.2 Nutzung kostenpflichtiger Onlineangebote von Zeitungen und Zeitschriften 22
2.2.2.3 Andere Bezugsquellen von Informationen 25
2.3 Erfolgsfaktoren für Paid Content Angebote 26
2.3.1 Das richtige Produkt – Einzigartigkeit – Exklusivität 27
2.3.2 Benutzerfreundlichkeit 30
2.3.3 Sicherheit 31
2.3.4 Mehrwert des Produktes 31
2.3.5 Kritische Masse und Marktgröße 32
2.3.6 Geschäftsmodell 33
2.4 Der Preis und die Zahlungsbereitschaft für Paid Content 34
2.4.1 Abrechnungsmodelle 39
2.4.2 Zahlungssysteme 42
2.5 Zusammenfassung 47
3. Paid Content im Bereich Onlinemusik 49
3.1 Warum werden kostenpflichtige Musikdienste eingeführt? 49
3.2. Nutzung kostenfreier Musikdienste 50
3.2.1 Gründe für die Nutzung kostenfreier Musikdienste 51
3.2.2 Der Nutzer von Onlinemusikdiensten 52
3.2.3 Auswirkung der kostenfreien Musikdienste 54
3.3 Kostenpflichtige Musikdienste 55
3.3.1 Nutzung Kostenpflichtiger Musikdienste 55
3.3.1.1 Audio-on-Demand 56
3.3.1.2 Popfile 56
3.3.1.3 Hotvision 57
3.3.1.4 Karstadt 57
3.3.1.5 Allofmp3 58
3.3.1.6 Weblisten.com 58
3.3.1.7 Emusic 59
3.3.1.8 Der Erfolg von „iTunes“ 59
3.3.2 Erfolgsfaktoren 61
3.3.2.1 Gründe für die geringe Nutzerakzeptanz gegenüber kostenpflichtigen Musikdiensten 62
3.4 Preis 63
3.4.1 Preismodelle für Online-Musikdienste 66
3.4.1.1 Per-per-Use 67
3.4.1.2 Abonnement 68
3.5 Zusammenfassung und Ausblick 69
4. Paid Content im Bereich Online Games 72
4.1 Gründe für die Einführung kostenpflichtiger Dienste bei Online Games 72
4.1.1 Begriffserklärung Online-Games 73
4.1.2 Begriffserklärung Games-on-Demand 73
4.2 Nutzung kostenfreier Online-Games 74
4.2.1 Der Nutzer von Online-Games 74
4.2.2 Gründe für die Nutzung von Online Games 77
4.2.3 Gründe für die Nutzung von Games-on-Demand 77
4.3 Nutzung kostenpflichtiger Online Games 78
4.3.1 Erfolgsfaktoren für kostenpflichtige Online Games 80
4.3.2 Erfolgsfaktoren für Games-on-Demand 80
4.4 Preis für Online Games 81
4.4.1 Preise für Games-on-Demand 82
4.5 Zusammenfassung und Ausblick 83
5. Vermarktungsstrategien kostenpflichtiger Internetinhalte 85
5.1 Begriff Kommunikationspolitik 85
5.1.1 Kommunikationsarten 85
5.1.1.1 One-to-One-Kommunikation 86
5.1.1.2. One-to-Few-Kommunikation 86
5.1.1 One-to-Many-Kommunikation 86
5.1.2 Kommunikationsstrategie 87
5.2 Gegenwärtige Nutzung der Kommunikationsinstrumente 89
5.3 Vermarktungsstrategie kostenpflichtiger Inhalte 91
5.3.1 Werbemittel für kostenpflichtige Inhalte 91
5.4 Besonderheiten bei kostenpflichtigen Inhalten von Online-Zeitungen 92
5.5 Besonderheiten bei kostenpflichtigen Musikdiensten 94
5.6 Besonderheiten bei kostenpflichtigen Online Games 96
6. UMTS-Dienste – Ein Zukunftsmarkt? 97
6.1 UMTS – Begriffserklärung 98
6.1.1 Ziele des neuen Mobilfunkstandards 98
6.1.2 Vorteile vs. Barrieren 98
6.1.3 Der Nutzer von kostenpflichtigen UMTS-Diensten 99
6.2 Kostenpflichtige Dienste im UMTS Netz 100
6.2.1 Simple Voice Communication 101
6.2.2 Rich Voice Communication 102
6.2.3 Instant Messaging 103
6.2.4 Location Based Services 103
6.2.5 E-Mail Service 106
6.2.6 Personalisierte Nachrichtendienste 107
6.2.7 Die Tageszeitung auf dem Handy? 108
6.2.8 Multimedia Message Service (MMS) 108
6.2.9 Spiele 108
6.3 Mögliche Kategorien der Dienst 109
6.4 Dienste im Wirtschaftssektor 111
6.5 Zahlungsbereitschaft 112
6.6 Fazit 113
7. Zusammenfassung 114
Anhang 1 118
Anhang 2 121
Literaturverzeichnis 137
Verpflichtungserklärung 151

Automatisiert erstellter Textauszug:

gegen Gebühr nicht gefragt.53 Der Grund dafür ist, dass Sport dem Unterhaltungssektor zuzuordnen ist und Unterhaltung, wie in den anderen Medienbereichen, kostenfrei ist. Dies musste sich auch die Medienbranche auf der Suche nach profitablen Onlineangeboten selbst eingestehen. Journalistische Inhalte sind es nicht, welche Profit erzeugen.54 Die weiteren Ergebnisse sind im Anhang zu finden. Eine Unterscheidung hinsichtlich der Intensität der Nutzung ist aufschlussreich, dennoch wäre eine Differenzierung nach privatem und beruflichem Interesse ebenso von Bedeutung. Die vorliegenden Daten lassen eine Untersuchung in diesem Sinne nicht zu. Nach Auffassung von Georg Tacke und Frank Luby sind drei Themenkomplexe für zahlende Internetuser interessant. Ein Schwerpunkt davon ist das Geld.55 Daher soll der Bereich Wirtschaftsinformation etwas näher betrachtet werden. In der smart eigens durchgeführten GmbH ergab Befragung [...]

2.2.2.2 Nutzung kostenpflichtiger Onlineangebote von Zeitungen und Zeitschriften „Es war der größte Sündenfall, Inhalte kostenlos zu verbreiten.“48 Eine Bestätigung dieser Aussage ist in den gängigen Studien zum Thema Paid Content zu finden. Nur wenigen Onlineanbietern ist es gelungen, für ihre Angebote Abonnentengebühren durchzusetzen. Dies liegt daran, dass dem Nutzer nicht ersichtlich ist, ob die Informationen nicht doch wenige „Klicks“ entfernt kostenfrei zur Verfügung stehen.49 Mit einer steigenden Zahl von PaidContent-Angeboten wird eine Vielzahl der Nutzer versuchen, diese bei anderen Anbietern kostenfrei zu finden. Die Folge ist, dass eine nicht geringe Zahl an Lesern zu den Anbietern mit Free Content abwandern wird.50 Wie aber stehen die Nutzer zu Paid Content Angeboten? In der vom Autor durchgeführten Befragung entschieden sich 76,2% der Nutzer gegen eine grundsätzliche Nutzung von kostenpflichtigen Angeboten.51 Der Grund liegt möglicherweise in der Transparenz der Information. Um dieses Problem zu umgehen, hat der Autor eine weitere Frage gestellt: „Angenommen alle Zeitungen/Zeitschriften würden für ihre Onlineausgabe Gebühren verlangen, würden Sie unter dieser Annahme Artikel/Beiträge gegen ein Entgelt abrufen?“. Entgegen der eigenen Erwartung, würden sich lediglich 28,6% bereit erklären, eine Gebühr für Inhalte zu entrichten.52 Dieses Ergebnis ist überraschend und zeigt, dass die Gründe offenbar nicht nur in der Transparenz der Informationen zu suchen sind. Auf der Suche nach den Inhalten im Informationsbereich ergab die eigene Befragung Folgendes: 52,4% der Teilnehmer könnten sich am ehesten vorstellen, für Fachinformationen aus dem Internet zu bezahlen. Mit einem ähnlich hohen Anteil von 45,2% liegt die kostenpflichtige Nutzung von Onlinearchiven in der Gunst der Teilnehmer. Dagegen sind Sportnachrichten [...]

Drei Viertel der Befragten bleiben dem Printprodukt treu (siehe Abbildung 4). Der Grund liegt im Medium selbst, dem Papier. Nur Gedrucktes ist fast völlig zeit- und ortsunabhängig konsumierbar.46 21% der Befragten sind der Meinung, dass die Inhalte, welche ihnen im Internet angeboten werden, ausreichend sind, sodass sie das Printmedium nicht länger kaufen.47 Für die Verlage wäre es ein Vorteil, diesen Anteil an das Internet zu binden und sie vom Kauf kostenpflichtiger Inhalte zu überzeugen. Mit dem Auftritt wollte man neue potenzielle Leser erreichen, die online ein Abonnement abschließen. Jedoch entscheiden sich gerade 4,5% der Onlineleser später für die gedruckte Version. Vor allem bei den Tageszeitungen sind die Internet-Inhalte aktueller als in der Printausgabe, da sie dem Medium entsprechend schnell zur Verfügung gestellt werden. [...]

Arbeit zitieren:
Klötzer, Sven Oktober 2003: Paid Content - Welche Perspektiven besitzen gebührenpflichtige Inhalte und Dienste in den Bereichen Internet & UMTS?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
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