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Ost-Timor zwanzig Jahre nach dem indonesischen Einmarsch

Ein zusammenfassender Rückblick

Ost-Timor zwanzig Jahre nach dem indonesischen Einmarsch
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Herwig Slezak
  • Abgabedatum: September 1995
  • Umfang: 116 Seiten
  • Dateigröße: 5,4 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0075-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0075-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0075-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Slezak, Herwig September 1995: Ost-Timor zwanzig Jahre nach dem indonesischen Einmarsch, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Indonesien, Ost-Timor

Magisterarbeit von Herwig Slezak

Einleitung:

Das zweite Kapitel dieser Arbeit (auf den ersten Teil komme ich am Ende der Einleitung zu sprechen) soll dem Leser ermöglichen, einen Überblick über den Ost-Timor-Konflikt zu gewinnen. Nach der Besprechung der Quellen- und Literaturlage werden zunächst die historischen Voraussetzungen, die zum Einmarsch führten, dargelegt. Danach folgt eine Zusammenfassung des Konfliktverlaufs. Außerdem soll in diesem Kapitel die Rolle anderer Länder und die der Vereinten Nationen beleuchtet werden.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist, unter Berücksichtigung der auf internationaler Bühne vorgebrachten Argumentationen zu überprüfen, inwieweit darüber hinaus kulturspezifische Erklärungsmuster zur Interpretation der Auseinandersetzungen beitragen können. Zu diesem Zweck werden die im zweiten Kapitel gewonnenen Daten dafür verwendet, um im dritten Teil anhand der folgenden zwei zentralen Fragen zu einer Erweiterung des Diskussionsspektrums zu gelangen:

a) Inwieweit kann die Berücksichtigung der traditionellen javanischen Machtkonzeption und daraus folgender Implikationen bei der Interpretation des Konflikts aufschlußreich sein?

b) Welche Bedeutung haben die Einwände der indonesischen Regierung gegenüber dem Universalitätsanspruch der Menschenrechte im Rahmen des Ost-Timor-Konflikts?

Ich beginne jedoch mit einem anderen Punkt. Der erste Abschnitt meiner Arbeit beinhaltet einen Beitrag, der die Literatur zur Geschichte der Insel seit 1975 gezielt ergänzen soll. So wird im allgemeinen in diesen Schriften von "Ost-Timoresen" gesprochen. Daran ist nichts zu beanstanden, da alle Menschen Ost-Timors gleichermaßen vom Einmarsch des indonesischen Militärs betroffen waren und noch sind. Dennoch sollte nicht vergessen werden, daß die Menschen auf Timor keine einheitliche Kultur und Sprache aufweisen. Vielmehr handelt es sich um eine bemerkenswerte Anzahl verschiedener Ethnien, die auf der Insel vorzufinden sind. Eine sprachlich-kulturelle Gliederung Timors soll dem Leser vorweg ermöglichen, überblicksweise einen Eindruck von dieser Heterogenität zu gewinnen.

Zum Schluß der Einleitung soll auf ein Buch hingewiesen werden, das gleichermaßen für alle, die sich mit Timor beschäftigen, besonders interessant ist. Ian Rowland veröffentlichte 1992 in Oxford in der Reihe "World Bibliographical Series" eine kommentierte Bibliographie über die Insel unter dem Titel "Timor". Nach einer ausführlichen Einleitung gibt Rowland darin kurze Kommentare zu 359 Veröffentlichungen über Timor. Zur weiteren Literaturfindung ist dieses Buch generell sehr nützlich.

Da ich in den verschiedenen Teilen dieser Arbeit auf unterschiedliche Publikationen zurückgreife, wird die verwendete Literatur in den einzelnen Kapiteln vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis:

I. Die Bevölkerung Timors 9
1. Lokalisierung Timors und allgemeine Bevölkerungsangaben 9
2. Zur Ethnographie Timors 9
2.1 Grundsätzliche Zuordnung der Sprachen Timors 10
2.1.1 Timor und die Papua-Sprachen 11
2.1.2 Timor und die austronesische Sprachfamilie 11
2.2 Wie viele Sprachen gibt es auf Timor? Einige Antworten aus Standardwerken 13
2.3 Versuch einer sprachlich-kulturellen Gliederung 16
2.3.1 Die Sprecher der Papua-Sprachen Timors 16
2.3.2 Die Sprecher austronesischer Sprachen Timors 17
2.3.3 Migrationen jüngeren Datums: eine Auswahl 20
2.3.4 Zusammenfassung unter Berücksichtigung der politischen Grenzziehung 22
II. Ost-Timor zwanzig Jahre nach dem indonesischen Einmarsch: ein Überblick 24
1. Quellen- und Literaturlage 24
2. Historische Voraussetzungen 27
2.1 Eckdaten zur Geschichte Timors von 1514 bis 1975 27
2.2 Abriß der Geschichte Indonesiens von der Unabhängigkeit bis zur Annexion Ost-Timors 30
3. Die letzten zwanzig Monate vor der Invasion 32
4. Rückblick auf die Geschichte Ost-Timors seit dem indonesischen Einmarsch 38
4.1 Der Einmarsch 38
4.2 Der Konflikt vor den Vereinten Nationen (Teil 1) 41
4.3 Die Eingliederung Ost-Timors in die Republik Indonesien 42
4.4 Exkurs: Marschierten Freiwillige in Ost-Timor ein? 43
4.5 Weiterer Verlauf des Konflikts (bis September 1977) 44
4.6 Die Krise der FRETILIN 45
4.7 Die Öffnung für internationale Hilfsorganisationen und Versuche, das Ausmaß des Krieges in Zahlen zu fassen 48
4.8 Das Wiedererstarken des Widerstands nach 1980 und die "Operation Sicherheit" 51
4.9 Das Waffenstillstandsabkommen von 1983 und die "Operation Vereinigung" 52
4.10 Die Geschehnisse von 1985 bis heute 55
4.10.1 Bewaffnete Auseinandersetzungen und die Gefangennahme von Xanana Gusmao 55
4.10.2 Die neue Art des Protests der "2. Generation" 56
5. Exkurs: das indonesische Militär 58
5.1 Lage und Verhalten der indonesischen Soldaten 59
5.2 Die Geschäfte hoher indonesischer Offiziere 60
5.3 Herkunft der Waffen des indonesischen Militärs 61
6. Der Konflikt vor den Vereinten Nationen (Teil 2) 62
7. Die Rolle wichtiger Länder 63
7.1 Die westliche Welt 63
7.1.1 Portugal 64
7.1.2 Australien 66
7.1.3 Die Vereinigten Staaten von Amerika 67
7.1.4 Die Bundesrepublik Deutschland 68
7.2 Der ehemalige Ostblock und China 69
7.3 Die "Association of Southeast Asian Nations" 69
8. Die indonesische Besatzung Ost-Timors: ein erstes Resumee 69
III. Ost-Timor zwanzig Jahre nach dem indonesischen Einmarsch: ein Beitrag über Möglichkeiten und Grenzen kulturspezifischer Erklärungsversuche 72
1. Die traditionelle javanische Machtkonzeption und der Ost-Timor-Konflikt 73
1.1 Eckpfeiler der traditionellen javanischen Machtkonzeption 73
1.2 Voraussetzungen für die Anwendung 77
1.3 Übertragung und Bewertung 78
2. Die indonesischen Einwände am Universalitätsanspruch der Menschenrechte im Rahmen des Ost-Timor-Konflikts 82
2.1 Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 83
2.2 Zur indonesischen Position 84
2.3 Bedeutung für den Ost-Timor-Konflikt 87
2.4 Die Annexion als Bruch des Völkerrechts 89
3. Die indonesische Besatzung Ost-Timors: ein zweites Resumee 90
Schlußwort 92
Anhang - Ein Gespräch mit einem Besucher Ost-Timors 99
Glossar 101
Kartenteil 103
Literatur 107

Arbeit zitieren:
Slezak, Herwig September 1995: Ost-Timor zwanzig Jahre nach dem indonesischen Einmarsch, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Indonesien, Ost-Timor

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