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Organsationsformen der Medienforschung

Organsationsformen der Medienforschung
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Simone Biock
  • Abgabedatum: November 1999
  • Umfang: 56 Seiten
  • Dateigröße: 490,7 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Bremen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6460-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6460-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6460-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Biock, Simone November 1999: Organsationsformen der Medienforschung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marktforschung, Datenerhebung, Medien, Medienplanung

Studienarbeit von Simone Biock

Zusammenfassung:

Programmplaner, Werbe- und Medienagenturen und werbetreibende Unternehmen, alle haben einen Bedarf an Informationen aus der Medien- und Publikumsforschung:

- Wie setzen sich die Audienzen der einzelnen Werbeträger zusammen?

- Welches sind die Reichweiten der einzelnen Medien?

- Wie sieht es mit den Kontaktqualitäten und Nutzungsintensitäten aus?

All dies sind Fragen, die im Zentrum einer jeden Medienplanung stehen. Einerseits stellen diese Maße die Grundlage dar für die Bewertung der Medienoutputs; andererseits schaffen sie eine Währung für den Handel mit Werbezeit und Werbeplatz.

Gegenwärtig gibt es viel Bewegung auf dem Gebiet der Medienforschung. Grund dafür sind die Ausweitung des Programmangebots durch neue Technologien, die zunehmende Internationalisierung von Unternehmungen und Agenturen, die markant gestiegene Bedeutung des Medien-Overspills (d.h. des grenzüberschreitenden Medienangebots und -konsums) in Europa, nicht zuletzt aber auch das Fortschreiten der europäischen Integration. In diesem Zusammenhang kommt immer häufiger die Frage auf nach einer Harmonisierung der europäischen Medienforschung. Diese ist aber, wie die Erfahrung gezeigt hat, kein leichtes Unterfangen.

Ziel unserer Arbeit ist es, einen Überblick über die Organisation der Medienforschung zu geben, über die gängigen Erhebungsverfahren und über die alternativen Möglichkeiten der Trägerschaft. Dabei wollen wir die aktuellen Entwicklungen aufzeigen, vor allem auch vor dem Hintergrund der europäischen Harmonisierung.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit gliedert sich in 7 Kapitel.

Nach der Einleitung werden wir im zweiten Kapitel auf Begriffe, Inhalte und Ziele der Medienforschung eingehen.

In Kapitel 3 werden die alternativen Formen der Trägerschaft von Medienanalysen dargestellt, und es wird auf Faktoren eingegangen, die bei der Organisation der Medienforschung zu berücksichtigen sind.

Kapitel 4 gibt einen Überblick über die verschiedenen möglichen Methoden der Datenerhebung und schließt mit einer Darstellung des deutschen Partnerschaftsmodells der Medienanalyse ab.

Kapitel 5 und 6 befassen sich schließlich mit den verschiedenen Problemen, die sich bei der Datenerhebung ergeben sowie mit den Entwicklungstendenzen der Medienforschung, vor allem auch in Bezug auf das Ziel der europäischen Harmonisierung.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. MEDIEN- UND PUBLIKUMSFORSCHUNG BEGRIFFE - INHALTE – ZIELE 3
3. FORSCHUNGSTRÄGER 6
3.1 Die Organisationsformen der Trägerschaft 6
3.1.1 Der „Media Owner Contract“ 6
3.1.2 „Own Service“ 7
3.1.3 Das „Joint Industry Committee“ 8
3.2 Prinzipien für die Organisation der Medienforschung 11
4. DIE METHODEN DER DATENERHEBUNG 13
4.1 Befragungen 14
4.1.1 Koinzidenzbefragungen 17
4.1.2 Day-After-Recall 20
4.1.3 Tagesablauferhebungen 21
4.2 Die Tagebuchmethode 24
4.3 Elektronische Erhebungsmethoden 27
4.4 Partnerschaftsmodell der Medienanalyse 30
5. PROBLEME BEI DER DATENERHEBUNG 33
5.1 Probleme bei der Datenerhebung und Auswertung 33
5.1.1 Lücken in der Datenerhebung 33
5.1.2 Probleme bei der elektronischen Datenerhebung 34
5.1.3 Problem der Auswertung der erhobenen Daten 35
5.2 Eine Herausforderung für die Datenerhebung der Medien-Overspill 36
6. DIE ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER MEDIENFORSCHUNG 40
6.1 Neue Erhebungsmethoden 40
6.2 Die europäische Harmonisierung 44
6.2.1 Erste Alternative: Harmonisierung der nationalen Erhebungskonventionen 45
6.2.2 Zweite Alternative: Harmonisierung der europäischen Medienforschung durch eine außereuropäische Alternative 51
7. SCHLUSSWORT

Automatisiert erstellter Textauszug:

Zwischenkontrolle durch den Interviewer und persönliches Abholen und Kontrolle des Tagebuchs durch den Interviewer. Die Befragungsunterlagen, insbesondere das Tagebuch, sollten eine benutzerfreundliche, d.h. eine übersichtliche und ansprechende formale Gestaltung aufweisen (z.B. Ausfüllbeispiele, Eintragungshilfen...). Die Laufzeit der Erhebung sollte auf maximal 14 Tage begrenzt werden. Die Befragungspersonen können auch durch materielle Gratifikationen, wie z.B. Geschenke oder Geldpreise, motiviert werden.50 Tagebucherhebungen haben sich vor allem in Fällen bewährt, in denen man sich von der Beobachtung des Medienverhaltens desselben Personenkreises über einen längeren Zeitraum hinweg weitreichende Informationen verspricht. Dafür ist die TagesablaufStichtaguntersuchung -das meistverwendete Verfahren zur Ermittlung des Hörverhaltens in Deutschland- nicht geeignet, weil sie sich auf das Medienverhalten der Befragten am Stichtag begrenzt. Dementsprechend liefert die Tagebucherhebung nicht nur die „klassischen“ Stichtagdurchschnittswerte wie Hörer pro Tag, Hördauer, Hörfunknutzung in viertelstündigen Intervallen, etc., sondern sie ermöglicht auch Aussagen über die Kontinuität bestimmter Verhaltensweisen. Hier wird die Regelmäßigkeit der Nutzung bestimmter Sendungsangebote im Wochenverlauf (sogenannte Kumulations- und Identitätsanalysen) den Anteil der Exklusivhörer bestimmter Radioprogramme im Tagesdurchschnitt/ innerhalb einer Woche/ im Zeitraum von 14 Tagen, die Erreichbarkeit durch Werbung pro Programm bzw. in Programmkombinationen über einen ängeren Zeitraum hinweg erfaßt.51 Traditionell wird das Nutzungsverhalten beim Hörfunk mit Hilfe einer TagesablaufStichtagbefragung erhoben. Aber in den angelsächsischen Ländern wird die Tagebuchmethode als Erhebungsverfahren in der Hörerforschung seit den 30er Jahren verwendet. In Deutschland führte die Infratest-Kommunikationsforschung im Auftrag der Bayerischen Rundfunkwerbung erstmals 1984 halbjährliche Tagebucherhebungen durch. Potentielle Probleme des Tagebuchverfahrens wie Repräsentativität der Panelstichprobe, Eintragungsgenauigkeit, eventuelle Verhaltensveränderungen der Panelteilnehmer etc. kann man durch entsprechende organisatorische und forschungstechnische Maßnahmen lösen bzw. kontrollieren. Durch Kombination mit ergänzenden schriftlichen und [...]

sie gehört und welche Fernsehsendungen sie auf welchen Kanälen angeschaut haben, wann genau und wie lange sie das getan haben.47 In solch einem Tagebuch ist für jeden Wochentag eine Seite oder Doppelseite reserviert, auf der in der Waagerechten die einzelnen Sender aufgeführt sind und in der Senkrechten in halb- oder viertelstündigen Intervallen die Tageszeit eingetragen ist. Daraus ergeben sich Kästchen, in denen die Befragten dann per Namenseintrag oder Ankreuzen ihre täglichen Medienkontakte aufzeichnen können.48 Die Tagebuchmethode hat den Vorteil, daß Nutzungsvorgänge direkt zur Zeit und am Ort des Geschehens erfaßt werden und daß sie Längsschnittuntersuchungen ermöglicht. Diesen Vorteilen stehen allerdings Nachteile gegenüber, wie die Tatsache, daß die einzelnen Personen ihre Tagebücher mit sehr unterschiedlicher Sorgfalt ausfüllen. Die Sorgfalt der Ausfüllung läßt dann mit längerer Dauer der Erhebung meist erheblich nach. Darüberhinaus besteht die Gefahr, daß Nutzungsvorgänge dort, wo man das Tagebuch normalerweise nicht liegen hat, überhaupt nicht eingetragen werden. Bei der Verwendung des Tagebuchs als Meßinstrument für Reichweiten kommt als weiterer Nachteil der für Monatstitel stark eingeschränkte weiteste Lesekreis vor.49 Die Summe dieser Nachteile hat es mit sich gebracht, daß Tagebücher in der Printmediaforschung der Media-Analyse der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) als Reichweitenerhebungsinstrument bisher nicht verwendet wurden. Aber besonders bei Untersuchungen des Fernsehverhaltens mit Hilfe von elektronischen Meßgeräten werden diese elektromechanischen Messungen durch Tagebucherhebungen und zusätzlich oft auch noch durch persönliche Interviews und Koinzidenzbefragungen ergänzt. Nach den Erfahrungen der Infratest-Kommunikationsforschung München sind folgende Voraussetzungen für die Gewinnung verläßlicher Daten aus Tagebucherhebungen notwendig: Persönliche Übergabe des Tagebuchs und Einweisung durch den Interviewer, [...]

trennt man die Sender und Programme, die schon einmal von den Befragten gehört wurden, von denen, die noch nie gehört wurden. Für die „schon mal gehörten Sender“ wird nach dem letzten Hören gefragt, und Antwortmöglichkeiten sind „innerhalb der letzten 2 Wochen“, „2-4 Wochen her“ und „länger her“. Für die Sender, die innerhalb der letzten zwei Wochen gehört wurden, werden detailliertere Fragen gestellt. Im Anschluß daran wird dann der gestrige Tagesablauf rekonstruiert.45 Mit Kontrolluntersuchungen, z.B. Koinzidenztests, versucht man die Validität der Tagesablauferhebung zu prüfen. In Telefoninterviews nach voll strukturiertem Fragebogen wurden erstmalig 1983 Personen in Telefonhaushalten in den Regierungsbezirken Darmstadt und Gießen danach befragt, wer zur Zeit des Anrufs gerade Radio gehört hatte. Den Personen, die Radio gehört hatten, wurden weitere Fragen zur Kontaktqualität gestellt. Zu diesen Fragen gehören Fragen nach (Neben-)Tätigkeiten, zum Inhalt des Programms, zur Programmtreue, zur Programmbeurteilung und nach dem Involvement. Obwohl es einige Abweichungen zwischen den Ergebnissen der FMA und des Coincidental-Tests 1983 gab, wurde der Test als zufriedenstellend und die Tagesablauferhebung bestätigend beurteilt. Befriedigend waren auch die Ergebnisse zur Kontaktqualität. Sie dokumentierten den Hörfunk als Medium, das „die verschiedenen Funktionen von der Unterhaltung bis zur werblichen Ansprache gut an den Hörer bzw. die Hörerin bringt“46. [...]

Arbeit zitieren:
Biock, Simone November 1999: Organsationsformen der Medienforschung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marktforschung, Datenerhebung, Medien, Medienplanung

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