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Organisatorische und technische Aspekte zur Einführung und Umsetzung von Wissensmanagement bei mittelständischen Unternehmen

Organisatorische und technische Aspekte zur Einführung und Umsetzung von Wissensmanagement bei mittelständischen Unternehmen
Über dieses Buch

Diplomarbeit von Holger Duba

Einleitung:

Wissensmanagement (Knowledge-Management, KM) ist eines der Schlagwörter in den letzten Jahren des vergangenen Jahrzehnts gewesen. Die Bedeutung von Wissen wird durch den Wandel der deutschen Volkswirtschaft verdeutlicht, die sich verstärkt auf Dienstleistungen konzentriert und lohnintensive Tätigkeiten in der Produktion abbaut. In allen Branchen, insbesondere bei Dienstleistungsunternehmen wird Wissen als Produktionsfaktor benötigt, im Bedarfsfall hat es umgehend am richtigen Ort in der richtigen Form und zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stehen und ist anzuwenden. Wissen unterstützt somit die Erreichung der Unternehmensziele wie z.B. Sicherung der langfristigen Existenz des Unternehmens. Große Unternehmen, deren Schwerpunkt in den unterschiedlichsten Bereichen liegt, haben die Zentralität des Wissens der Mitarbeiter erkannt. Dabei soll das vorhandene, aber noch nicht bekannte Wissen zum Erfolg des Unternehmens beitragen, da dieses nicht erst außerhalb des Unternehmens beschafft werden muss.

Der Mittelstand wird nicht über die umfangreiche Ressourcenausstattung großer Unternehmen verfügen, was aber nicht bedeutet, dass Wissensmanagement nur in großen Unternehmen eingeführt werden kann. In dieser Arbeit werden ausgesuchte organisatorische und technische Aspekte bei der Einführung und der anschließenden dauerhaften Umsetzung von Wissensmanagement in und für mittelständische Unternehmen aufgezeigt.

Gang der Untersuchung:

Im Anschluss an die Einführung werden im zweiten Kapitel die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements dargestellt. Wissen wird in den unterschiedlichen Formen erläutert, die Prozesse der Wissensumwandlung dargestellt sowie der Begriff Wissensmanagement charakterisiert und definiert. Die Bausteine des Wissensmanagements werden dargestellt. Da der Wissenstransfer nicht reibungslos durchführbar ist, werden die möglichen Barrieren beim Transfer von Wissen sowohl intraorganisational als auch außerhalb der Organisation dargestellt. Daran folgend werden Anforderungen an eine ökonomische Erschließung der Ressource Wissen definiert.

Das dritte Kapitel zeigt die organisatorischen und technischen Gestaltungsdimensionen einschließlich der unterstützenden Strukturelemente bei der Einführung und anschließenden Umsetzung von Wissensmanagement auf. Planbare und nicht planbare Elemente werden erläutert sowie die Wichtigkeit der Mitarbeiterführung, -motivation und –beteiligung dargelegt. Nach der Ausführung der strategischen Überlegungen werden ausgewählte organisatorische Infrastrukturelemente erläutert, bevor technische Aspekte in diesem Zusammenhang erarbeitet werden. Eine ausgewählte organisatorische Lösung wird näher mit einem technologischen Infrastrukturelement verknüpft dargestellt. Schließlich werden die Prozesse des Wissenstransfers als das Ergebnis der organisatorischen und technischen Dimensionen anhand der personellen Interaktionen aufgezeigt.

Empfehlungen werden im vierten Kapitel für organisatorische und technische Einführungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen gegeben, die auch die personelle Ebene des Unternehmens als weitere Gestaltungsdimension betreffen werden. Als letztes Kapitel umfasst das Fazit und den Ausblick auf zukünftige Entwicklungen des Wissensmanagements unter organisatorischen und technischen Gesichtspunkten.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 3
1.1 Heranführung an das Thema und Problemstellung 3
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise 3
1.3 Mittelständische Unternehmen in Deutschland 5
2. Theoretischer Aufbau des Wissensmanagements und unterschiedliche Ansätze 6
2.1 Theoretischer Bezugsrahmen der Arbeit 6
2.2 Was ist Wissen? 6
2.2.1 Zeichen, Daten, Informationen und Wissen 6
2.2.2 Individuelles und gemeinsames Wissen 7
2.2.3 Explizites und implizites Wissen 8
2.3 Prozesse der Wissensumwandlung 9
2.3.1 Die Wissensspirale: Der japanische Ansatz 9
2.3.2 Sozialisation und Externalisierung 10
2.3.3 Kombination und Internalisierung 10
2.4 Wissensmanagement 11
2.4.1 Charakterisierung des Begriffs Wissensmanagement 11
2.4.2 Definition des Begriffs Wissensmanagement 12
2.4.3 Abgrenzung Informationsmanagement zu Wissensmanagement 12
2.5 Bausteine des Wissensmanagements 13
2.5.1 Wissensziele 14
2.5.2 Wissensidentifikation 15
2.5.3 Wissenserwerb 16
2.5.4 Wissensentwicklung 17
2.5.5 Wissens(ver-)teilung 17
2.5.6 Wissensnutzung 18
2.5.7 Wissensbewahrung 19
2.5.8 Wissensbewertung 19
2.6 Barrieren des Wissenstransfers und des Lernens 20
2.6.1 Individuelle und kollektive Barrieren 20
2.6.2 Strukturelle und politisch-kulturelle Barrieren 21
2.6.3 Informationstechnische Barrieren 22
2.7 Folgerungen zur ökonomischen Wissenserschließung 23
3. Gestaltungsdimensionen und unterstützende organisatorische und technische Strukturelemente zur Einführung und Umsetzung von Wissensmanagement 24
3.1 Gestaltungsdimensionen 24
3.2 Unternehmensstrategie, -politik, -philosophie, -kultur und Mitarbeiterführung 25
3.2.1 Unternehmensphilosophie: Leitbild für Mitarbeiter und Externe 25
3.2.2 Unternehmenspolitik 26
3.2.3 Unternehmensstrategie 27
3.2.3 Unternehmenskultur 28
3.2.4 Mitarbeiterführung 30
3.3 Personelle Ebene 32
3.3.1 Management 32
3.3.2 Mitarbeiter 32
3.3.3 Externe Beteiligte 33
3.4 Mögliche Formen der Wissensverteilung und -nutzung: Organisatorische Aspekte der Infrastruktur 33
3.4.1 Strategieüberlegungen 33
3.4.2 Gelbe Seiten 36
3.4.3 Wissensgemeinschaften und Netzwerke 37
3.4.4 Anreizsysteme 39
3.5 Wissensverwaltung und -verteilung in computergestützten Informationssystemen – Technologische Aspekte der Infrastruktur 40
3.5.1 Strategieüberlegung und Auswahlkriterien für IuK-Technologie 40
3.5.2 Groupware und Computer Supported Collaborative Work (CSCW) 41
3.5.4 Internet, Intranet und Extranet 42
3.5.5 Portale: Eine Alternative? 44
3.5.6 Datenbanken, Data-Warehouses, Expertensysteme 45
3.6 Prozesse des Wissenstransfers als Ergebnis der organisatorischen und technischen Elemente unter Einbeziehung der personellen Ebene 46
4. Gestaltungsempfehlungen zur Einführung von Wissensmanagement 48
4.1 Umfang der Gestaltungsempfehlungen 48
4.2 Gestaltungsempfehlungen für die Organisation 48
4.2.1 Schaffung einer Kultur der Kooperation und des Vertrauens 48
4.2.2 Beteiligung der Mitarbeiter 49
4.3 Gestaltungsmöglichkeiten der technischen Ebene 49
4.3.1 Ein Beispiel für gelbe Seiten 50
4.3.2 Produktdatenbank 51
4.4 Personelle Ebene 51
4.4.1 Personalbindung und –rekrutierung 51
4.4.2 Mitarbeiterführung 52
5. Fazit und Ausblick 53
Literaturverzeichnis 55
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Unternehmenspolitik hat als Innenpolitik die Aufgabe, die Vision des Unternehmers oder der obersten Führungskräfte so zu verdeutlichen, dass gemeinsames Handeln aller Mitarbeiter ermöglicht werden kann102 . Sie dient gleichzeitig als Handlungs anregung für die Mitarbeiter, da durch die Unternehmenspolitik verbindliche Verhaltensregeln und Grundsätze festgelegt werden, die im turbulenten Umfeld des Unternehmens als Handlungsvorgaben der Mitarbeiter für die unterschiedlichen Ereignisse und Vorgänge ausgelegt werden. Ferner stellt die Unternehmenspolitik richtungsweisende Angaben für die (Weiter-)Entwicklung der Strategie bereit 103 . Als außenpolitische Elemente sind die unternehmenspolitischen Ziele, beispielsweise in Hinblick auf die Stellung des Unternehmens als Liefe rant, Verbraucher und Steuerzahler definiert 104 , die durch die unternehmerische Zielsetzung bei den umweltpolitischen Umwelt 106 . Belangen ergänzt werden105 . Diese ergeben den [...]

Zu den informationstechnischen Barrieren zählen inkonsistente oder redundante Daten, unflexible Wissensaufbereitung sowie unzureichende Informations- und Kommunikationsflüsse 82 . Des weiteren können hierzu weitere Elemente der Informationsund Kommunikationsinfrastruktur kommen, beispielsweise die vorhandene Hardund Softwaretechnik sowie die Kommunikationstechnik einschließlich des Telekommunikationssystems. So kann veraltete Technik nicht moderne Werkzeuge und Methoden unterstützen83 , weiter sind zunehmende Probleme aufgrund steigender Fehlerhäufigkeit bei den Informations- und Kommunikationssystemen produktivitätsschädlich, da die Zeit der Fehlerbehebung nicht für den eigentlichen Arbeitsprozess zur Verfügung steht. Auch fällt der Sicherheitsaspekt der vorhandenen Systeme unter diese Art von Barrieren. Ein veraltetes Unternehmenssicherheitskonzept84 kann die unbefugte Nutzung und Erschließung des unternehmensinternen Wissens nicht in ausreichendem Maße verhindern. Externe Angriffe auf die Informations- und Kommunikationsinfrastruktur [...]

rellen Barrieren beitragen kann, sind Reorganisationsmaßnahmen. Es sind darunter Maßnahmen zu verstehen, die sowohl die Struktur als auch die Prozesse des Unternehmens betreffen. Darunter fallen beispielsweise die Zusammenfassung von Abteilungen und Gruppen zu Ergebniseinheiten (Cost- und Profitcenter) 81 . Durch die Delegation von Budgets und Verantwortung in die Ergebniseinheiten werden nicht nur die oben genannten Egoismen gefördert. Auch der Kontakt zwischen den einzelnen Ergebniseinheiten wird auf das zur Aufgabenerfüllung notwendige Minimum verringert. Private, abteilungsübergreifende Kontakte und Kommunikation der Mitarbeiter untereinander, auch die Schaffung von persönlichen (Wissens- und Erfahrungs-) Netzwerken, können aufgrund der Zielverfolgung wirkungsvoll unterdrückt werden. Sie sind aber aufgrund der Verhinderung des Wissens- und Erfahrungsaus tausches nicht zu befürworten. [...]

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