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Organisationsstrukturen des kommunalen Immobilienmanagements

Die Studie wurde mit dem GEFMA-Förderpreis, Sonderpreis in der Kategorie "Immobilien- und Facility Management im Bereich der Kommunen" ausgezeichnet.
Organisationsstrukturen des kommunalen Immobilienmanagements
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Dirk Daube
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 117 Seiten
  • Dateigröße: 955,4 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6584-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6584-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6584-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem GEFMA-Förderpreis, Sonderpreis in der Kategorie "Immobilien- und Facility Management im Bereich der Kommunen" ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Daube, Dirk Juli 2002: Organisationsstrukturen des kommunalen Immobilienmanagements, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Public Real Estate Management (PREM), Immobilie, Gebäudemanagement, Immobilienverwaltung, öffentliche Hand

Diplomarbeit von Dirk Daube

Gang der Untersuchung:

Der erste Abschnitt dient der Einführung in die Thematik. Es wird das Konzept des kommunalen Immobilienmanagement vorgestellt, eingebunden in das Public Real Estate Management. Anschließend wird auf das Betrachtungsfeld dieses Ansatzes eingegangen. Es wird eine Abgrenzung des kommunalen Immobilienmanagement von den anderen Managementansätzen bezüglich der öffentlichen Immobilien vorgenommen.

Daran anschließend wird auf das Konzept des kommunalen Immobilienmanagements eingegangen. Im Unterschied zu privaten Grundstückseigentümern können die öffentlichen Institutionen ihre Liegenschaften nicht allein nach Renditeaspekten ausrichten, sondern müssen auch öffentliche und politische Aufgaben, Interessen und Zielsetzungen berücksichtigen. Hierzu zählt u.a. eine aktive Stadtentwicklung. Im privaten Sektor wird von Non-Property-Unternehmen zunehmend das Corporate Real Estate Management (CREM) zur Optimierung der Immobilienbestände eingesetzt.

Im öffentlichen Sektor ist ebenfalls ein verstärktes Bewusstsein für die Ressource Immobilie zu verzeichnen. Einen Hinweis darauf bildet das Konzept des Public Real Estate Management (PREM), welches die Optimierung des Immobilienmanagements in den drei institutionellen Ebenen der öffentlichen Hand: Bund, Länder und Kommunen anstrebt. In diesem Zusammenhang stellt das kommunale Immobilienmanagement einen Bestandteil dieses Gesamtkonzeptes dar. Als institutioneller Teil des PREM verfolgt das kommunale Immobilienmanagement ebenso einen ganzheitlich ausgerichteten Ansatz, allerdings beschränkt auf die unterste Ebene des föderalen Staatsaufbaus. Im Folgenden soll es als eine strategische Gesamtkonzeption für Städte und Gemeinden verstanden werden, die den heterogenen Immobilienbestand im Hinblick auf die politischen und ökonomischen Ziele optimieren soll. Es werden alle Lebenszyklusphasen der kommunalen Immobilien in die Gesamtsicht einbezogen. Die strategischen Optionen der Immobilienbereitstellung gehören ebenso zum Aufgabenfeld wie die Bewirtschaftungskonzeption und die Verwertung des kommunalen Immobilienvermögens.

Über alle Phasen hinweg wird ein strategisches Immobilienmanagement angestrebt. Dieses umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle des Grund- und Gebäudevermögens unter dem Gesichtpunkt des Portfoliogedankens. Das Ziel dieses Prozesses ist die Optimierung des Gesamtbestandes. Um das vorhandene Optimierungspotential, welches durch ein strategisches Immobilienmanagements gehoben werden kann zu unterstreichen, sei auf das derzeitige Management kommunaler Gebäude, wie Schulen, Verwaltungsgebäude und Vermögensimmobilien hingewiesen. Für diese besteht i.d.R. keine übergeordnete zentrale Steuerung. Die Immobilien werden vielmehr separat von ihren Nutzern betrachtet. Synergieeffekte bleiben weitgehend ungenutzt. Vom strategischen Ansatz des kommunalen Immobilienmanagement zu unterscheiden ist das Gebäudemanagement. Bei dieser, vornehmlich auf die operative Bewirtschaftung der Gebäuden ausgerichteten Konzeption steht die optimale Nutzung der Gebäuderessourcen im Mittelpunkt. Dieser Ansatz stellt eine Weiterentwicklung der klassischen Gebäudewirtschaft dar, die eine reine Verwaltung der Gebäude beinhaltete. Die Gebäude stellen eine umfangreiche Position im kommunalen Immobilienportfolio dar und vereinen einen großen Kostenblock auf sich. Daraus resultierend kommt dem Gebäudemanagement, als integrativem Teil des kommunalen Immobilienmanagement, eine entscheidende Bedeutung zu.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort II
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis VIII
Tabellenverzeichnis IX
Abkürzungsverzeichnis X
Index XII
1. Abschnitt Abgrenzung und Inhalt des kommunalen
Immobilienmanagements 1
A. Begriffsabgrenzung 1
I. Verbindung zum Public Real Estate Management 1
II. Ansatz des kommunalen Immobilienmanagements 2
III. Gebäudemanagement als Teil des kommunalen Immobilienmanagements 2
B. Betrachtungsgegenstand 3
I. Kommunales Immobilienvermögen 3
II. Gebietskörperschaft Kommune 5
2. Abschnitt Integration des Immobilienmanagements in die institutionelle Organisation der Verwaltung 6
A. Wahrnehmung des Immobilienmanagements 6
I. Die organisatorischen Ebenen der Immobilienverantwortung 6
a) Stadtrat bzw. Rat der Gemeinde 7
b) Verwaltungsführung 8
c) Fachämter 8
II. Funktionsträger des Immobilienmanagements 9
a) Kernbereiche des Immobilienmanagements 10
1. Liegenschaftsamt 10
2. Hochbauamt 11
b) Immobilienverwaltende Fachämter 12
c) Ämter mit unterstützender Funktion 13
III. Defizite bei der Abstimmung der Immobilienleistungen 14
a) Regelung der Zuständigkeiten 14
b) Steuerung des Immobilienbestandes 15
c) Kostenbewusstsein 15
d) Abschließende Wertung der Verantwortungsverteilung 16
B. Stellung des Immobilienmanagements im Verwaltungsaufbau 17
I. Dezentrale Einbindung des Immobilienmanagements 17
a) Modellvarianten 19
1. Derzeitige dezentrale Organisationslösung bei Aufspaltung der Immobilienfunktion 19
2. Alternative dezentrale Organisationslösung bei Zusammenfassung der Immobilienfunktion 20
b) Vorzüge des dezentralen Ansatzes 21
c) Schwächen des dezentralen Ansatzes 21
d) Besonderheiten der dezentralen Einbindung des kommunalen Immobilienmanagements 22
II. Zentrale Einbindung des Immobilienmanagements 23
a) Modellvarianten 23
1. Modell mit konzentriertem Immobilienmanagement 23
2. Modell mit organisatorischer Marktlösung für das Immobilienmanagement 24
b) Hierarchische Anbindung des Immobilienmanagements 25
c) Vorzüge des zentralen Ansatzes 26
d) Schwächen des zentralen Ansatzes 27
III. Würdigung der Varianten zur Einbindungen des Immobilienmanagements 28
3. Abschnitt Organisatorische Aspekte eines ganzheitlichen kommunalen Immobilienmanagements 30
A. Determinanten einer Neustrukturierung 30
I. Anforderungen ganzheitlicher Organisation des Immobilienmanagements 30
II. Verwaltungsreform des Neuen Steuerungsmodells 31
a) Wesentliche Bestandteile 31
b) Würdigung des Einflusses auf die Immobilienaktivitäten 32
III. Verrechnungspreismodell 33
IV. Anspruchsgruppen des Immobilienmanagements 34
B. Leistungsbeziehungen zwischen Nutzer und Immobiliendienstleister 35
I. Eigentümer-Modell 36
a) Vorzüge 37
b) Schwachstellen 37
c) Würdigung des Eigentümer-Modells 38
II. Mieter-Vermieter-Modell 39
a) Vorzüge 40
b) Schwachstellen 41
c) Option zur Zulassung von privaten Dienstleistern 42
d) Würdigung des Mieter-Vermieter-Modells 42
III. Management-Modell 44
a) Vorzüge 45
b) Schwachstellen 45
c) Würdigung des Managementmodells 45
IV. Abschließende Würdigung der Leistungsbeziehungen 46
C. Betriebsformen einer Immobilien-Einheit 47
I. Unternehmensformen des öffentlichen Rechts 48
a) Traditionelles Amt 48
1. Kennzeichnung eines traditionellen Amtes 49
2. Eignung für das kommunale Immobilienmanagement 49
3. Würdigung des traditionellen Amtes 51
b) Amt mit dezentraler Ressourcenverantwortung 51
c) Eigenbetrieb 52
1. Kennzeichnung des Eigenbetriebes 52
2. Organe des Eigenbetriebes 54
3. Eignung für das kommunale Immobilienmanagement 54
4. Würdigung des Eigenbetriebes 55
d) Eigenbetriebsähnliche Einrichtung 55
e) Kommunalunternehmen 57
1. Kennzeichnung des Kommunalunternehmens 57
2. Organe des Kommunalunternehmens 58
3. Eignung für das kommunale Immobilienmanagement 58
4. Würdigung des Kommunalunternehmens 58
II. Unternehmensformen des privaten Rechts 59
a) Bedingungen einer kommunalen Anwendung 59
b) Auswirkungen privater Organisationslösungen 60
c) GmbH 60
1. Kennzeichnung der GmbH 61
2. Organe der GmbH 62
3. Eignung für das kommunale Immobilienmanagement 62
4. Würdigung der GmbH 63
d) AG und GmbH & Co. KG 63
III. Ableitung von Kriterien zur Entscheidungsunterstützung 64
a) Zielsetzung 64
b) Größe des Immobilienbestandes 65
c) Eigenständigkeit der Immobilien-Einheit 65
d) Finanzbedarf 67
e) Personelle Überkapazitäten 67
f) Reformprozess in der Kommune 67
g) Zugrundeliegende Leistungsbeziehungen im Immobilienmanagement 68
4. Abschnitt Neustrukturierung des Immobilienmanagements in Erfurt 69
A. Immobilienverwaltung der Stadt Erfurt im Veränderungsprozess 69
I. Immobilienvermögen 69
II. Probleme des Immobilienmanagements 71
III. Bisherige Maßnahmen zur Umstrukturierung der Immobilienverwaltung 72
a) Reformierung der Hausmeisterdienste 72
b) Outsourcing der Gebäudereinigung 73
c) Outsourcing im Baubereich 73
d) Vergabe öffentlicher Einrichtungen an freie Träger 73
e) Reduzierung der Kosten für Energie 74
B. Organisatorische Aspekte des Immobilienmanagements in Erfurt 74
I. Verwaltung der städtischen Grundstücke 74
II. Träger des Immobilienmanagements in Erfurt 75
a) Hochbauamt 75
b) Liegenschaftsamt 75
c) Immobilienverwaltende Fachämter mit besonderer Betrachtung des Leistungsumfanges 75
1. Bedarfsplanung im Bereich des Baumanagements 76
2. Bestimmung des Bauunterhaltungsbedarfs 76
3. Anforderung infrastruktureller Gebäudedienste 77
4. Einnahmenplanung 77
d) Würdigung der Verantwortungsverteilung 77
III. Organisatorische Lösung für das Immobilienmanagement Erfurts 78
a) Bisherige Planungen 78
1. Aufbau des Amtes für Hochbau und Gebäudeverwaltung zu einer zentralen Immobilien-Einheit 78
2. Planungen zur Rechtsform 79
3. Integration betriebswirtschaftlicher Instrumente 80
4. Unterstützung durch Vergleichsring 80
b) Grobeinschätzung der Eignung ausgewählter Betriebsformen für das Immobilienmanagement in Erfurt 80
1. Zielsetzung 80
2. Finanzsituation 81
3. Bisheriger Reformprozess 82
4. Geplante Leistungsbeziehungen zwischen Immobilien-Einheit und raumnutzenden Ämtern 82
5. Fazit zur Eignung der organisatorischen Lösungen 82
c) Abschließende Würdigung 83
Schlussbemerkung 84
Anhang 85
Abstract 96
Quellenverzeichnis 98
Lebenslauf 105

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ein vollständiger Bruch mit dem bisherigen Vorgehen und die Beauftragung von einem oder mehrerer externer Dienstleister könnte eine schnelle Kostenoptimierung bedeuten. Eine solche Situation, in der nicht auch durch interne Veränderungen Verbesserungen erzielt werden können, dürften allerdings eine Ausnahme bilden. Zudem ist ein abrupter Personalabbau in der Regel nicht möglich, wodurch zusätzliche Kosten entstehen würden. Im Weiteren kommt es darauf an, ob das Mieter-Vermieter-Modell oder das Eigentümer-Modell dem Management-Modell zu Grunde liegen. Angepasst auf das Management-Modell treffen dann die jeweiligen Ausführungen zu diesen beiden Varianten zu. In der Praxis ist das Management-Modell bis jetzt wenig verbreitet. Es gibt aber ein Beispiel bei dem die Trennung in eine strategische und eine operative Einheit erfolgreich vollzogen wurde. Die erstgenannte wurde als GmbH aufgestellt und nahm Vermarktung, Koordination sowie das kaufmännische Gebäudemanagement wahr. Als zweite Einheit wurde ein operativ ausgerichteter Eigenbetrieb gegründet, der für das technische und infrastrukturelle M anagement zuständig war. Zusätzlich wurde eine Stabstelle direkt beim Bürgermeister installiert, welche Grundsatzentscheidungen ve rantwortete. Durch diese Konstellation konnten erhebliche Ergebnisverbesserungen bis 200 zu 20 % im Vergleich zur Ausgangssituation erreicht werden. [...]

Der Vorteil liegt in der Möglichkeit der Vermieter-Organisation, sich auf die Optimierung des Gebäudebestandes und die damit zusammenhängenden Strategien zu 193 konzentrieren. Die Ablenkung von diesen Aufgaben durch „alltägliche“ Probleme entfällt. Eigene Personalkapazitäten könne eingespart werden. Die Trennung von der operativen Ebene (Bewirtschaftung und Unterhaltung) ermöglich die Schaffung einer selbständigen Organisationsform des Vermieters, z.B. 194 Eigenbetrieb oder Kommunalunternehmen. Dies würde die Möglichkeit zur Aufnahme von Krediten eröffnen, die für den Abbau des Instandhaltungsstaus oder zu195 mindest der Einhaltung der üblichen Instandhaltung verwendet werden könnten. Die Separierung der operativen Dienstleistungen ermöglichen darüber hinaus einen genau196 en Kosten- und Leistungsvergleich mit privaten Anbietern. Mittelfristig könnten die operativen Dienstleistungen dann in den Wettbewerb mit privaten Anbietern treten. [...]

Kompetenzen dar. Zahlreiche Praxisberichte von bereits implementierten Konzep188 ten dieser Art bestätigen diese Sichtweise. Die Bildung eines konzentrierten Immobilienmanagements wird durch die Leistungsbeziehungen entsprechend dieser Modellvariante optimal ergänzt. Das zugrundeliegende Verrechnungspreismodell harmonisiert dabei mit dem Ansatz des NSM und der angestrebten wirtschaftlichen Ausrichtung der Immobilienaktivitäten. Im Vergleich zur Kompetenzverteilung in der klassischen Immobilienverwaltung (siehe Abbildung 4) liegt das Gewicht bei dem Mieter-Vermieter-Ansatz auf der strategischen Ebene. Es wird mit der Immobilien-Einheit eine Stelle geschaffen, die zentral für den wirtschaftlichen Einsatz der kommunalen Ressource verantwortlich ist. Sie kann über die Bereitstellung von Dienstleistungen hinaus von der Kommune mit strategischen Aufgaben wie Portfoliomanagement, Werterhaltungsstrategien und ertragsorientierter Grundstücksverkehr betraut werden. Sie stellt die kompetenteste Einheit in der Verwaltung dafür dar. [...]

Arbeit zitieren:
Daube, Dirk Juli 2002: Organisationsstrukturen des kommunalen Immobilienmanagements, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Public Real Estate Management (PREM), Immobilie, Gebäudemanagement, Immobilienverwaltung, öffentliche Hand

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