Organisationsmodelle für den Hyperwettbewerb
Eine kritische Analyse
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Matthias Sandkamp
- Abgabedatum: März 2004
- Umfang: 70 Seiten
- Dateigröße: 394,7 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8148-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8148-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8148-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Sandkamp, Matthias März 2004: Organisationsmodelle für den Hyperwettbewerb, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Prozessorganisation, Netzwerkstrukturen, virtuelles Unternehmen, flexibles Unternehmen, Wettbewerb
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Diplomarbeit von Matthias Sandkamp
Zusammenfassung:
In den letzten Jahren lassen sich gravierende wirtschaftliche und technische sowie politische und soziale Transformationen feststellen, die zu einer neuen Geschäftswelt mit hoher Dynamik und Komplexität geführt haben. Dies lässt sich unter anderem an technologischen Neuerungen, kürzeren Produktlebenszyklen und einer Intensivierung des Wettbewerbs festmachen (vgl. Zahn 2003). Die Evolution der Wirtschaft erreicht eine neue Phase, in der Neuerungen zur Regel werden und dem Faktor Wissen eine immer größere Bedeutung beigemessen wird. In diesem dynamischen Umfeld werden an die Innovationskraft der Unternehmen hohe Anforderungen gestellt. Somit sind nicht nur Innovationen in den Bereichen der Produkte, Prozesse und Dienstleistungen gefragt, sondern vor allem auch bei Strategien, Systemen und nicht zuletzt bei den Organisationsstrukturen in einem Unternehmen (vgl. Zahn 2000).
Heutzutage kommen nur wenige wissenschaftliche Arbeiten, die strategische Fragestellungen zum Thema haben, ohne einen Hinweis auf diese Entwicklungen aus. In erster Linie handelt es sich dabei um praxisrelevante und nicht so sehr um wissenschaftlich-theoretische Problemstellungen. So sind viele Unternehmen in der Praxis bestrebt, ihre Wettbewerbsposition durch diverse populäre Konzepte zu stärken, wie z.B. Business Reengineering, Lean-Management und Total Quality Management (vgl. Jenner 2000).
In jüngster Zeit findet neben Termini wie „high velocity“ (vgl. Meffert/Burmann 2000) und „rugged fitness landscapes“ (vgl. Beinhocker 1999) zur Kennzeichnung von durch Dynamik und Komplexität gekennzeichneten turbulenten Märkten der Begriff des „Hyperwettbewerbes“ (vgl. z.B. D´Aveni 1994; Gimeno/Woo 1996; Stacey 1996) zunehmende Beachtung. Der „Hyperwettbewerb wird als neue Stufe in der Dynamisierung von Märkten begriffen, die einen qualitativen Sprung und nicht lediglich ein bisschen mehr von dem alten bedeutet“ (vgl. Schreyögg 1999). So schreibt D´Aveni (1995): „Ein Hurrikan ist nicht bloß ein besonders starker Wind; genauso wenig ist Hyperwettbewerb bloß eine schnellere Variante des herkömmlichen Wettbewerbs.“ Im Rahmen des allgegenwärtigen Wandels in der heutigen Zeit ist daher keine Organisationsform und kein Strategiekonzept eine Gewähr für dauerhafte Wettbewerbsvorteile (vgl. Zahn 1998).
Um in dieser turbulenten Umwelt zu bestehen, sind auf Unternehmensseite die Antizipation der Zukunft, die Entdeckung neuer Möglichkeiten, Improvisation, Kreativität, Antwortfähigkeit und Agilität gefragt (vgl. Friedrich et al. 2001). Bedingt durch den externen Wandel ist das langfristige Überleben von Unternehmen daher nur gewährleistet, wenn gleichzeitig eine Institutionalisierung des internen Wandels im Unternehmen stattfindet. Das bedeutet, dass bei sich ändernden Umweltbedingungen die Fähigkeit zu einer strategischen Erneuerung gefordert ist (vgl. Zahn 1998).
Der erste Teil dieser Arbeit befasst sich mit dem Hyperwettbewerb. Hier werden der Begriff, verschiedene Merkmale, treibende Kräfte, Erfolgsfaktoren und schließlich Herausforderungen für das Management im Hyperwettbewerb dargelegt. Im Anschluss wird ein kurzes Fazit gezogen, das einige Meinungen zu diesem Thema aufgreift.
Um dem permanenten Wandel im Wettbewerbsumfeld standhalten zu können, sind flexible Organisationsmodelle nötig (vgl. Rohde/Scherm 1999). Die Ausgestaltung der Organisation wird mehr und mehr zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor. So spricht Schreyögg (1999) auch davon, dass die Welt des Hyperwettbewerbs den Trend weg von der Managementfunktion der Planung hin zur Managementfunktion der Organisation widerspiegelt, so dass die Organisation letzten Endes gleichberechtigt neben die Planung tritt. Daher geht es im zweiten Teil der Arbeit darum, die Konsequenzen für die Organisationsaufgabe im Unternehmen aufzuzeigen, um daraus geeignete Organisationsmodelle für den Hyperwettbewerb abzuleiten. Aufgrund eines ständigen Wandels der Umweltbedingungen und der strategischen Anforderungen muss ein dynamisches und mehrdimensionales Organisationsverständnis vorherrschen. Im übergeordneten Kontext wird zunächst geklärt, was sich hinter dem Begriff „Organisationsmanagement“ verbirgt und wie der Terminus „Organisationsmodell“ in diesem Zusammenhang zu verorten ist. Im Anschluss werden Anforderungen an die Gestaltung moderner Organisationsmodelle und ein „flexibles Unternehmen“ als Leitbild herausgearbeitet. Abschließend werden ausgewählte Organisationsmodelle vorgestellt und kritisch gewürdigt.
Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, zu zeigen, dass sich der Unternehmenswettbewerb in den letzten Jahren zu einem Hyperwettbewerb entwickelt hat. Dabei haben traditionelle Strategielehren und starre, hierarchische Organisationsmodelle ausgedient. Nunmehr sind in dynamischen und komplexen Märkten Flexibilität, Kreativität und die Bereitschaft zum Wandel in einem Unternehmen dringend erforderlich. Dies bringt Chancen und Risiken mit sich, die von den Unternehmen berücksichtigt werden müssen, damit sie in diesem veränderten Markt erfolgreich bestehen können. Neben einschneidenden Veränderungen im Strategischen Management müssen insbesondere Flexibilität und dynamische Weiterentwicklung feste Bestandteile einer jeden Unternehmensstruktur werden. In den letzten Jahren haben sich drei Organisationsmodelle herausgebildet, die die Besonderheiten des Hyperwettbewerbes inkorporiert haben: Prozessorganisation, Netzwerkstrukturen und Virtuelle Unternehmen. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, ist jedes Unternehmen gezwungen, sich zumindest in Teilen diesen Strukturen anzunähern.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| Abbildungsverzeichnis | II | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Charakterisierung und Auswirkungen des Hyperwettbewerbs | 3 |
| 2.1 | Begriff und Merkmale des Hyperwettbewerbs | 3 |
| 2.2 | Treibende Kräfte des Hyperwettbewerbs | 7 |
| 2.3 | Erfolgsfaktoren im Hyperwettbewerb | 9 |
| 2.4 | Herausforderungen für das Management im Hyperwettbewerb | 11 |
| 2.5 | Fazit zum Hyperwettbewerb | 13 |
| 3. | Organisationsmodelle für den Hyperwettbewerb | 17 |
| 3.1 | Begriffliche Klärung des Organisationsmanagements | 17 |
| 3.2 | Anforderungen an die Gestaltung moderner Organisationsmodelle | 19 |
| 3.3 | Das flexible Unternehmen als Leitbild für moderne Organisationsmodelle | 21 |
| 3.4 | Moderne Organisationsmodelle | 24 |
| 3.4.1 | Prozessorganisation | 24 |
| 3.4.2 | Netzwerkstrukturen | 29 |
| 3.4.3 | Virtuelle Unternehmen | 36 |
| 3.5 | Vergleich verschiedener Modelle und kritische Gesamtbetrachtung | 41 |
| 3.5.1 | Überblick | 41 |
| 3.5.2 | Kritische Würdigung der Prozessorganisation | 43 |
| 3.5.3 | Kritische Würdigung von Netzwerkstrukturen | 44 |
| 3.5.4 | Kritische Würdigung des Virtuellen Unternehmens | 49 |
| 4. | Fazit und Ausblick | 51 |
| Literaturverzeichnis | 54 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832481483
Arbeit zitieren:
Sandkamp, Matthias März 2004: Organisationsmodelle für den Hyperwettbewerb, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Prozessorganisation, Netzwerkstrukturen, virtuelles Unternehmen, flexibles Unternehmen, Wettbewerb



