Organisationsimmanente Muster, Strategien und Ressourcen zur Qualitätssicherung an Hochschulen
- Art: MA-Thesis / Master
- Autor: Peter Wabitsch
- Abgabedatum: Oktober 2002
- Umfang: 68 Seiten
- Dateigröße: 568,5 KB
- Note: 1,8
- Institution / Hochschule: Universität Hildesheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6648-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6648-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6648-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wabitsch, Peter Oktober 2002: Organisationsimmanente Muster, Strategien und Ressourcen zur Qualitätssicherung an Hochschulen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Evaluation, Hochschulentwicklung, Organisationsentwicklung, Systemtheorie, Forschung
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MA-Thesis / Master von Peter Wabitsch
Zusammenfassung:
Abseits gängiger und quantifizierbarer Kriterien erscheint es sinnvoll, die Frage nach der Qualität von Hochschulen auch organisationstheoretisch zu untersuchen. D.h. konkret, dass die in wirtschaftlichen, politischen oder sozialen Organisationen vergleichbarer Größe und Komplexität üblichen Fragen nach Leitbild und Zieldefinition, nach Führungsstruktur und Führungskultur, nach dem Verhältnis von Einzelleistung und Teamarbeit, nach offenen und transversalen Kommunikationsstrukturen, nach Veränderung und Innovation, nach Widerstand und kreativen Konflikten u.E. nach im System Hochschule heute noch weitgehend unbeantwortet bleiben. Genau an dieser Stelle will diese Arbeit ansetzen und nicht nur eine räumlich-hierarchisch verortete Landkarte des Qualitätsbemühens des Gesamtsystems Hochschule und seiner zahlreichen Sub- und Teilsysteme entwerfen, sondern auch eine, die die systemimmanenten Naht- und Bruchstellen zwischen einem strategisch gewollten Qualitätsbemühen und dessen Umsetzung in den operativen und normativen Entscheidungs- und Handlungsstrukturen darstellt.
Die Ausarbeitung verfolgt zwei wesentliche Ziele:
Die Erarbeitung einer „Landkarte“ des Qualitätsbemühens, die die Systemelemente, ihre Muster, Strategien und Ressourcen zur Qualitätssicherung im deutschen Hochschulsystem darstellt und die Identifikation von systemimmanenten Lücken, Einseitigkeiten und Widerständen im geforderten Veränderungsprozess.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 4 |
| 1.1 | METHODIK UND STRUKTUR DER ARBEIT | 5 |
| 2. | DIE QUALITÄTSDISKUSSION | 6 |
| 2.1 | AUSGANGSLAGE | 7 |
| 2.2 | NATIONALER UND EUROPÄISCHER KONTEXT | 9 |
| 2.3 | ROLLENZUSCHREIBUNGEN | 10 |
| 2.4 | PROBLEMATISIERUNG | 12 |
| 2.5 | DER QUALITÄTSBEGRIFF | 13 |
| 2.5.1 | Qualitätsideen und Qualitätsideale im Hochschulkontext | 14 |
| 2.6 | ORTE DES QUALITÄTSBEMÜHENS | 16 |
| 2.6.1 | Das „Projekt Q“ der Hochschulrektorenkonferenz | 18 |
| 2.6.2 | Die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) | 19 |
| 2.6.3 | Der Verbund norddeutscher Hochschulen zur Evaluation von Studium und Lehre (Nordverbund) | 20 |
| 2.6.4 | Das Interdisziplinäre Zentrum für Hochschuldidaktik an der Universität Bielefeld (IZHD) | 20 |
| 2.7 | ORGANISATIONSIDENTITÄTEN | 21 |
| 2.7.1 | Motive und Motivationen für das Qualitätsbemühen | 22 |
| 2.8 | NORMEN, VERFAHREN UND STRATEGIEN DER QUALITÄTSSICHERUNG | 25 |
| 2.8.1 | Interne und externe Evaluation | 27 |
| 2.8.2 | Lehrberichte | 32 |
| 2.8.3 | Studentenbefragungen, Veranstaltungsbewertungen und Absolventenstudien | 33 |
| 2.8.4 | DIN-Normen und Total Quality Management | 33 |
| 2.8.5 | Sonstige Verfahren und Vorgehensweisen | 34 |
| 2.9 | PROZESS- UND ERGEBNISVERANTWORTUNG | 34 |
| 2.9.1 | Projekt Q | 34 |
| 2.9.2 | ZEvA | 35 |
| 2.9.3 | Nordverbund | 37 |
| 2.9.4 | IZHD | 38 |
| 2.10 | ZIELE UND GRENZEN DES QUALITÄTSBEMÜHENS | 39 |
| 2.10.1 | Projekt Q | 40 |
| 2.10.2 | ZEvA | 41 |
| 2.10.3 | Nordverbund | 42 |
| 2.10.4 | IZHD | 42 |
| 3. | KRITISCHE WÜRDIGUNG DER VERFAHREN UND VORGEHENSWEISEN | 44 |
| 3.1 | GRENZEN UND EINSEITIGKEITEN | 47 |
| 4 | HOCHSCHULE ALS WISSENSCHAFTS- UND WIRTSCHAFTSSYSTEM | 49 |
| 4.1 | HANDLUNGS- UND ENTSCHEIDUNGSALTERNATIVEN | 50 |
| 4.2 | WIDERSTAND UND VERÄNDERUNG | 52 |
| 4.2.1 | Strukturelle Gründe | 52 |
| 4.2.2 | Konzeptionelle Gründe | 52 |
| 4.2.3 | Organisatorische Gründe | 54 |
| 4.3 | AUTONOMIE UND AUTONOMIEFÄHIGKEIT | 54 |
| 5. | SCHLUSSFOLGERUNGEN | 56 |
| 6. | VERZEICHNISSE | 58 |
| 6.1 | ABKÜRZUNGEN | 58 |
| 6.2 | LITERATUR | 59 |
| 6.3 | INTERNETADRESSEN | 68 |
| 7. | ERKLÄRUNG | 69 |
Die methodischen Empfehlungen des Projekt Q folgen dem aufgezeigten Schema, enthalten aber zusätzlich die folgenden Spezifika: • Im zweijährigen Rhythmus zu erstellende Lehrberichte in standardisierter Form (kommentierte Basisdaten und Leistungsindikatoren); • Wiederholung der Selbstevaluation alle 5-8 Jahre; Einbezug von Lernenden, Lehrenden und Absolventen. Die Auswahl der Peers erfolgt fallbezogen, zeitlich begrenzt und versucht eine Zusammensetzung der Gutachtergruppen nach Gesichtspunkten der Repräsentation von Status- und Interessengruppen zu vermeiden. Als Peers werden neben Hochschuldidaktikern, Vertreter der jeweiligen beruflichen Praxis aber auch Hochschullehrer derselben Fachdisziplin aus anderen Hochschulen hinzugezogen. Dem zu evaluierenden Fachbereich wird ein Vetorecht eingeräumt, die endgültige Entscheidung über die Zusammensetzung des Gutachterteams sollte aber, so die Empfehlung der HRK, vom wissenschaftlichen Beirat der durchführenden Agentur gefällt werden..37 Studierende sind als Peers nicht vorgesehen. Die HRK, vertreten durch das Projekt Q, betont bei all ihren Verfahrensvorschlägen die Notwendigkeit der hochschulübergreifenden Vergleichbarkeit von Verfahren und Bewertung. Sie präferiert ein Standard37 [...]
3. Optionale Stellungnahme des evaluierten Fachs sowie gemeinsame Auswertung (Fachgebiet, Agentur, Peers, evt. Hochschulleitung) in Form eines Gespräches, einer Konferenz, eines Workshops; 4. Direkte Umsetzung der im Evaluationsabschlußbericht genannten Maßnahmen oder längerfristige Ziel- und Leistungsvereinbarungen, Zukunftskonferenzen u.a. Im ersten Schritt erstellt das zu evaluierende Fachgebiet -Fachbereich, Studiengang, Institut- in Eigenregie eine systematische Bestandsaufnahme seiner Lehr- und Studienbedingungen. Zur Unterstützung einer strukturierten Vorgehensweise in diesem Arbeitsschritt bieten die verschiedenen Organisationen an methodischen Instrumenten vornehmlich Checklisten und Fragebögen an. Ziel dieses Arbeitsschrittes ist es, eine fachgebietsinterne Auseinandersetzung mit und einen abschließenden Konsens über die Stärken und Schwächen, über die Differenz zwischen Soll und Ist im eigenen Arbeits- und Lehrbereich zu erlangen und diesen schriftlich zu fixieren. Auf Basis der Ergebnisse dieser Eigenevaluation beginnt die Gruppe der externen Evaluatoren ihre Arbeit. Für diesen, auch Peer Review, genannten Abschnitt des Verfahrens wird vom Verfahrensträger in Absprache mit dem zu evaluierenden Fachgebiet, eine externe Gutachtergruppe zusammengestellt, die sowohl eine Fach-, wie auch eine Methodenkompetenz in sich zu vereinigen trachtet. Sie bereitet sich anhand schriftlich zur Verfügung gestellter Unterlagen auf ihren Besuch vor. Nach einer ein-, bis zweitägigen Begehung des Fachbereiches und der Befragung einzelner Mitglieder durch die Peers, erstellen diese ihr Gutachten. Die Ansprechpartner des Fachgebietes erhalten in aller Regel noch während des Besuchs ein mündliches Feed-back und können sich noch vor Erstellung des Gutachtens dazu verhalten oder Unklarheiten ausräumen. Interner Bericht und externes Gutachten sind in der Folge Grundlage für den optionalen gemeinsamen Abschluss in Form einer Abschlusskonferenz oder eines gemeinsamen, moderierten Gespräches. [...]
Das in der europäischen Qualitätsdiskussion bei weitem am häufigsten genannte oder genutzte Verfahren ist das der gekoppelten internen und externen Evaluation. Sie dient „...der systematischen Analyse und Beurteilung von Projekten und/oder Programmen, wobei sie sich an bestimmten expliziten Kriterien orientiert. Konstitutiver Bestandteil der Evaluation ist weiterhin die Rückmeldung der erzielten Ergebnisse an definierte Auftraggeber.“35 Sie ist damit weder selbst ein Qualitätsmanagement-Modell noch beschreibt oder definiert sie Qualität. Sie ist vielmehr „angewandte Sozialwissenschaft“36 die den Rahmen vorgibt, innerhalb dessen verschiedene Instrumente und Methoden wie z.B. Einzelund Gruppeninterviews oder Beobachtungen erster, zweiter oder dritter Ordnung, zielgerichtet und situationsadäquat eingesetzt werden. Freundlieb et al. betonen die Notwendigkeit der „Gegenstandsangemessenheit und Anpassungsfähigkeit“ bei der Methodenauswahl. Die Verfahren der von uns untersuchten Anbieter unterscheiden sich in ihren inhaltlichen Ausrichtungen, in Methodik und Struktur sind sie sich jedoch weitgehend ähnlich. Die Verfahren sind i.d.R. in drei bis vier wesentliche Schritte gegliedert: 1. Selbst- oder Eigenevaluation nach Maßgabe des gewählten Ansatzes und mit Vorlage eines Berichtes; 2. Externe Evaluation / Begutachtung durch Peers, Vorlage einer schriftlichen Einschätzung; [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832466480
Arbeit zitieren:
Wabitsch, Peter Oktober 2002: Organisationsimmanente Muster, Strategien und Ressourcen zur Qualitätssicherung an Hochschulen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Evaluation, Hochschulentwicklung, Organisationsentwicklung, Systemtheorie, Forschung



