Organisationsformen von Wasserversorgungsunternehmen Deutschlands
Möglichkeiten der Privatisierung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Dirk Schäfer
- Abgabedatum: Oktober 1999
- Umfang: 152 Seiten
- Dateigröße: 7,2 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Technische Universität Darmstadt Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2560-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2560-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2560-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schäfer, Dirk Oktober 1999: Organisationsformen von Wasserversorgungsunternehmen Deutschlands, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmensvergleich, Privatisierung, Unternehmensformen, Effizienz, Wasserwirtschaft
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Diplomarbeit von Dirk Schäfer
Gang der Untersuchung:
Nach der Einleitung sollen in dieser Arbeit in Kapitel 2 zunächst die Grundlagen der Wasserversorgung in Deutschland dargelegt werden. Es wird auf die unterschiedliche Situation in den alten und den neuen Bundesländer eingegangen, da diese für das Verständnis der bisherigen Entwicklungen und einen eventuellen Ausblick in die Zukunft von großer Bedeutung ist. Es wird aufgezeigt, wie die öffentliche Wasserversorgung in Deutschland entstand und wie sie heute organisiert ist.
Kapitel 3 soll aufzeigen, welche Ziele mit einer Privatisierung vorrangig verfolgt werden. Da diese Ziele selbst und vor allem die Frage, ob sie mit einer Privatisierung erreicht werden können, sehr umstritten sind, sollen die in diesem Zusammenhang bedeutendsten Argumente dargelegt werden. Das am weitaus häufigsten genannte Ziel, die Effizienzsteigerung, steht dabei im Vordergrund. Doch auch auf den oftmals erwähnten Know-how-Transfer und die möglicherweise gegebene Investitionserleichterung wird an dieser Stelle eingegangen.
In den Kapiteln 4 und 5 soll dargestellt werden, welche Unternehmens- und Organisationsformen in der Wasserversorgung möglich sind, welche Vor- und Nachteile sie haben und in welchen Organisationsformen die Einbeziehung von Privaten möglich ist.
Kapitel 6 beschäftigt sich mit der Regulierung von Wasserversorgungsunternehmen. Dabei steht die Preisregulierung im Vordergrund. Daneben werden Möglichkeiten des Wettbewerbs um den Markteintritt erörtert.
Da in Deutschland bisher kaum Erfahrungen mit einer privaten Wasserversorgung gemacht wurden, beschäftigt sich Kapitel 7 mit der Wasserversorgung in Frankreich und in England. In beiden Ländern ist die Wasserversorgung weitgehend in privater Hand, wobei in Frankreich ein vollständig anderer Privatisierungsweg beschritten wurde als in England. Die positiven und negativen Erfahrungen beider Länder und die daraus zu ziehenden Schlußfolgerungen sind Inhalt dieses Kapitels.
Um einen Einblick in die vielfältigen Formen und Wege der Privatisierung zu geben, werden in den Kapiteln 8 und 9 die Wasserversorgungsunternehmen zweier Kommunen, Rostock und Mannheim, vorgestellt, die auf sehr unterschiedliche Weise und aus unterschiedlichen Beweggründen eine privatwirtschaftliche Versorgung realisiert haben. Grundlage hierfür sind Interviews, die bei beiden Unternehmen geführt wurden. Während Rostock die gesamte Aufgabe der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung auf ein privates Unternehmen übertrug, entschied sich die Stadt Mannheim für die Gründung einer AG, die zur Beschaffung von Kapital zu rund 25 % an die Börse gebracht wurde und zum überwiegenden Teil in kommunaler Hand verbleibt.
In Kapitel 10 werden die wesentlichen Aspekte der Privatisierung in Rostock und Mannheim gegenübergestellt. Dabei soll noch einmal verdeutlicht werden, welche Unterschiede die Konzepte dieser beiden Städte aufweisen.
Eine abschließende Betrachtung der Ergebnisse dieser Arbeit findet sich in Kapitel 11. Dort werden die wichtigsten Erkenntnisse dargelegt und ein möglicher Weg aufgezeigt, wie die Vorteile der beschriebenen Privatisierungsformen genutzt werden können. Daneben soll eine kritische Betrachtung der Vorgehensweise stattfinden. Es soll beurteilt werden, ob es sinnvoll war, die Interviews mit den Vertretern der Wasserunternehmen in der gewählten Form zu führen oder ob eine andere Vorgehensweise geeigneter gewesen wäre.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGEN | V | |
| TABELLEN | V | |
| ABKÜRZUNGEN | VI | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Begründung der Themenwahl | 1 |
| 1.2 | Inhalt der Arbeit | 3 |
| 1.3 | Methodik | 5 |
| 2. | DIE WASSERVERSORGUNG IN DEUTSCHLAND | 6 |
| 2.1 | Geschichte der Wasserversorgung | 6 |
| 2.2 | Rechtliche Grundlagen und Struktur der heutigen Wasserwirtschaft | 7 |
| 2.3 | Alte Bundesländer | 11 |
| 2.3.1 | Natürliche Gegebenheiten und Bedarf | 11 |
| 2.3.2 | Organisation der Wasserwirtschaft | 12 |
| 2.4 | Neue Bundesländer | 12 |
| 2.4.1 | Natürliche Gegebenheiten und Bedarf | 12 |
| 2.4.2 | Organisation der Wasserwirtschaft in der DDR | 14 |
| 2.4.3 | Die Wasserwirtschaft in den neuen Bundesländern seit 1990 | 16 |
| 3. | GRÜNDE FÜR DIE PRIVATISIERUNG | 19 |
| 3.1 | Einleitung | 19 |
| 3.2 | Effizienz | 20 |
| 3.2.1 | Effizienz in öffentlichen und privaten Unternehmen | 23 |
| 3.2.1.1 | Die Theorie der Verfügungsrechte | 23 |
| 3.2.1.2 | Die ökonomische Theorie der Bürokratie | 25 |
| 3.3 | Das Know-how privater Unternehmen | 26 |
| 3.4 | Erleichterte Investitionen | 27 |
| 3.5 | Nachteile durch öffentliche Auftragsvergabe | 27 |
| 3.6 | Kritik an der Privatisierung | 28 |
| 4. | ORGANISATIONSFORMEN ÖFFENTLICHER UNTERNEHMEN | 30 |
| 4.1 | Der Regiebetrieb | 30 |
| 4.2 | Der Eigenbetrieb | 31 |
| 4.3 | Wasserverbände | 32 |
| 4.4 | Öffentliche Anstalten | 34 |
| 4.5 | Die Eigengesellschaft | 34 |
| 4.5.1 | Die Aktiengesellschaft | 34 |
| 4.5.2 | Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung | 35 |
| 4.5.3 | Die Eigengesellschaft als kommunales Unternehmen | 36 |
| 4.6 | Der Querverbund | 37 |
| 5. | FORMEN DER PRIVATISIERUNG | 39 |
| 5.1 | Grundlagen | 39 |
| 5.2 | Das Submissionssystem | 42 |
| 5.2.1 | Das Betreibermodell | 42 |
| 5.2.1.1 | Grundlagen | 42 |
| 5.2.1.2 | Betriebswirtschaftliche Merkmale des Betreibermodells | 45 |
| 5.2.1.3 | Monopolstellung des privaten Betreibers | 47 |
| 5.3 | Das Konzessionsmodell | 48 |
| 5.4 | Das Kooperationsmodell | 49 |
| 5.4.1 | Das Kooperationsmodell am Beispiel der Berliner Wasserbetriebe | 50 |
| 5.5 | Anteile der Unternehmensformen in der Wasserversorgung | 54 |
| 6. | REGULIERUNG | 55 |
| 6.1 | Preisregulierung | 56 |
| 6.1.1 | Kostenorientierte Preisregulierung | 56 |
| 6.1.2 | Price-cap-Regulierung | 57 |
| 6.1.3 | Vergleich der Preisregulierungsmechanismen | 60 |
| 6.2 | Regulierung des Marktzutritts | 60 |
| 7. | DIE WASSERWIRTSCHAFT IN FRANKREICH UND ENGLAND | 62 |
| 7.1 | Die privatisierte Wasserwirtschaft in Frankreich | 62 |
| 7.1.1 | Verwaltung | 63 |
| 7.1.2 | Gründe für die Privatisierung | 64 |
| 7.1.3 | Vertragsformen | 65 |
| 7.2 | Die Privatisierung der englischen Wasserwirtschaft | 68 |
| 7.2.1 | Geschichte der Wasserwirtschaft und ihrer Privatisierung in England | 68 |
| 7.2.2 | Umsetzung der Privatisierung | 70 |
| 7.2.3 | Die Regulierung | 71 |
| 7.2.4 | Die neuen Wasserunternehmen | 73 |
| 7.2.5 | Preisfestlegung und Preisentwicklung | 74 |
| 7.2.6 | Neugestaltung der Regulierung | 77 |
| 7.2.7 | Möglichkeiten des Wettbewerbs | 79 |
| 7.3 | Fazit | 80 |
| 8. | DIE PRIVATISIERUNG AM BEISPIEL ROSTOCKS | 82 |
| 8.1 | Die Geschichte der Wasserversorgung in Rostock | 82 |
| 8.2 | Das Betreibermodell mit der Eurawasser GmbH | 84 |
| 8.3 | Auswertung des Interviews | 88 |
| 8.3.1 | Festlegung der Wasserpreise | 88 |
| 8.3.2 | Wasserbedarf | 89 |
| 8.3.3 | Entwicklung der Wasserpreise und Einflußfaktoren | 90 |
| 8.3.4 | Investitionsleitplan | 92 |
| 8.3.5 | Beirat und Verband | 93 |
| 8.3.6 | Wirtschaftlichkeit und Kostensenkungspotentiale | 95 |
| 8.3.6.1 | Beschäftigte | 95 |
| 8.3.6.2 | Zusammenarbeit mit anderen Standorten und den Mutterkonzernen | 96 |
| 8.3.7 | Trinkwasserqualität | 96 |
| 8.4 | Kritische Betrachtung | 97 |
| 8.4.1 | Referenzprojekt Rostock | 97 |
| 8.4.2 | Wirtschaftlichkeit | 98 |
| 8.4.3 | Kontrolle durch die Kommunen | 100 |
| 9. | DIE WASSERVERSORGUNG DER STADT MANNHEIM | 101 |
| 9.1 | Die MVV GmbH und ihre Geschäftsbereiche | 101 |
| 9.2 | Auswertung des Interviews | 103 |
| 9.2.1 | Der Börsengang | 103 |
| 9.2.2 | Festlegung der Wasserpreise | 106 |
| 9.2.3 | Beschäftigte | 108 |
| 9.2.4 | Kostensenkungspotentiale | 108 |
| 9.2.5 | Einfluß der Kommune und Funktion des Aufsichtsrates | 110 |
| 9.2.6 | Investitionsplan | 111 |
| 9.2.7 | Einschätzung des Börsengangs von Seiten der MVV | 111 |
| 9.3 | Kritische Betrachtung | 112 |
| 9.3.1 | Wirtschaftlichkeit | 113 |
| 9.3.2 | Beschäftigte | 113 |
| 9.3.3 | Kontrolle durch die Kommune | 114 |
| 10. | GEGENÜBERSTELLUNG VON ROSTOCK UND MANNHEIM | 115 |
| 10.1 | Beweggründe für die Privatisierung | 115 |
| 10.2 | Kostensenkungspotentiale und Personalwirtschaft | 115 |
| 10.3 | Kontrolle durch die Kommunen | 116 |
| 11. | SCHLUSSBETRACHTUNG | 118 |
| 11.1 | Eignung der Organisations- und Privatisierungsformen | 119 |
| 11.2 | Vertragsgestaltung und -umsetzung | 120 |
| 11.3 | Einkauf von Leistungen und Gütern | 121 |
| 11.4 | Ausblick | 122 |
| 11.5 | Kritik zur Methodik | 122 |
| 12. | KURZFASSUNG | 124 |
| QUELLEN | 126 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832425609
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Unternehmensvergleich, Privatisierung, Unternehmensformen, Effizienz, Wasserwirtschaft



