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Organisationsentwicklung in Netzwerken

Netzwerkkompetenz und Kompetenzentwicklung

Organisationsentwicklung in Netzwerken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bernd Speicher
  • Abgabedatum: Juni 2005
  • Umfang: 75 Seiten
  • Dateigröße: 750,0 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9161-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9161-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9161-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Speicher, Bernd Juni 2005: Organisationsentwicklung in Netzwerken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Organisation, Kommunikation, Kybernetik, Systemtheorie, Kooperation

Diplomarbeit von Bernd Speicher

Einleitung:

Als man in den 1960er Jahren das ARPANET entwickelte, hat man in den Kreisen des US-Verteidigungsministerium sicherlich nicht geahnt, welche Ausmaße die Schaffung eines verteilten Kommunikationssystems wohl haben mochte. Es ist noch nicht so lange her, Anfang der 1990er, als das WorldWideWeb erfunden wurde, das man heute unter dem Namen Internet kennt. Inzwischen gelten 52,7% der deutschen Bevölkerung als „Onliner“, also als Nutzer des Internets, unabhängig von Ort und Grund der Nutzung. Die Vernetzung der Gesellschaft, sozial wie ökonomisch, schreitet voran.

Im Grunde geht es um die elementarsten Grundlagen der Betriebswirtschaft – was bedeutet Management, was eine Organisation? Lateinisch manum agere, an der Hand führen, wird Management heute mit unterschiedlichsten Begriffen und Bedeutungen in Zusammenhang gebracht, was nicht unbedingt zum Verständnis der ablaufenden Vorgänge und Prinzipien beiträgt. Zudem leben wir in einer Organisationsgesellschaft, d.h. einer Gesellschaft, in der die relevantesten Entscheidungen in Organisationen getroffen werden.

Management bezeichnet demzufolge das Gestalten, Lenken und Entwickeln von gesellschaftlichen Institutionen. Deren innere Ordnung, formale wie informale Organisation, entsteht und entwickelt sich ähnlich zu natürlichen Systemen selbst bzw. selbstorganisierend. Somit können wir uns von traditionellen Ansichten wie der einfachen und linearen Verbindung von Ursache und Wirkung verabschieden. In den Mittelpunkt rücken dafür die Beziehungen der einzelnen Mitglieder einer Organisation sowie die Kommunikation als Verbindung zwischen eben diesen.

Eine Organisation ist ein soziales System, ein soziales Netzwerk, das sich durch eigene, individuelle Regeln von der Umwelt abgrenzt, ohne die Verbindung nach außen zu kappen. Dem Management kommt nun die Aufgabe zu, in dynamischer Umwelt den Wandel zu handhaben, d.h. die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Kommunikation ermöglicht wird.

Die Unternehmung ist dabei in ein Supersystem eingebettet und lässt sich un Subsysteme unterteilen. Sei es eine Tochterfirma oder Abteilung, jedes System hat eigene Regeln und Prozesse. Es handelt sich hier um die Evolution aus einem Netzwerk heraus. Letzteres stellt ein Potenzial dar, mit einem personenbezogenen Beziehungsgeflecht als tragende Infrastruktur. Netzwerke sind, wie oftmals in der Literatur angenommen wird, jedoch nicht beobachtbar. Dafür aber das Ergebnis von gelungener Kommunikation im Netzwerk – die Kooperation.

Damit steigen auch die Anforderungen an die Individuen als Teil von Systemen. In wissens- und informationsintensiven Volkswirtschaften müssen Mitarbeiter vor allem Kompetenzen entwickeln. Diese bezeichnen eine selbständige Problemlösefähigkeit und entwickeln sich unter bestimmten Voraussetzungen. Welche dies sind, vor allem unter dem Aspekt des neuen Organisationsgedankens „Netzwerk“, wird in dieser Arbeit erläutert. Zuerst werden in den Vorübungen Grundbegriffe geklärt, um eine gemeinsame Basis zu schaffen. Dies beinhaltet nicht nur Organisation und Management, sondern auch die theoretische Entwicklung der Organisations- und Lerntheorien.

Inhaltsverzeichnis:

0. Einleitung 02
1. Netzwerke 04
1.1 Vorübungen 04
1.1.1 Organisation und Organisationsentwicklung 08
1.1.1.1 Klassische Ansätze 10
1.1.1.2 Neoklassische Organisationstheorien 12
1.1.1.3 Moderne Organisationstheorien 13
1.1.1.4 Mikroökonomische Organisationsanalyse 15
1.1.1.5 Systemtheoretische Ansätze 16
1.1.1.6 Post-Moderne Ansätze 17
1.1.2 Management 18
1.2 Netzwerktheorie & Netzwerkforschung 22
1.2.1 Soziologische Perspektive 23
1.2.2 Ökonomische Perspektive 26
1.2.3 Politikwissenschaftliche Perspektive 30
1.3 Schlussfolgerungen 32
2. Kompetenz & Kompetenzentwicklung 37
2.1 Vorübungen 37
2.2 Individuelles Lernen 40
2.2.1 Einfache Lernarten 42
2.2.2 Komplexe Lernarten 43
2.3 Organisationales Lernen 46
2.4 Kompetenz 51
2.5 Kompetenzentwicklung 56
3. Netzwerkkompetenz 61
3.1 Netzwerkkompetenz als Erfolgsfaktor 62
3.2 Netzwerkkompetenz als Kompetenz 64
3.3 Ausblick 64
4. Fazit 66
5. Anhang 67
5.1 Abbidlungsverzeichnis 67
5.2 Tabellenverzeichnis 67
5.3 Literaturquellen 67
5.4 Eidesstattliche Erklärung 70

Automatisiert erstellter Textauszug:

Es kann festgehalten werden, dass es sich bei einem Netzwerk im eigentlichen Sinne nicht um System, Organisation oder Interaktion handelt, da diese soziale Systeme sind und spezielle Elemente aufweisen. Es kann also nicht mehr von einer bestimmten Struktur, beispielsweise der Gesellschaft, gesprochen werden. Es handelt sich vielmehr um ein Muster der Abwicklung von grenzüberschreitenden Prozessen. Um ein besseres Verständnis für das Netzwerk zu bekommen, müssen wir genauer zwischen dem Netzwerk selber und dessen Ergebnis trennen. Nehmen wir ein praktisches Beispiel: das Internet. Das Internet als solches, das aus vielen Netzen besteht, die miteinander verbunden sind, ist faktisch nicht greifbar, nicht beobachtbar. Die Datenströme bestehen aus codierten Informationen, einer Reihenfolge von den Ziffern „0“ und „1“, die, der Funktionsweise des menschlichen Gehirns ähnlich, erst am heimischen Computer in Bilder, Text, Sprache, Musik etc. übersetzt werden. Ich kann es weder sehen, fühlen oder spüren. Was ich aber sehr gut wahrnehmen kann, ist das Ergebnis – das Ergebnis von kommunikativen Prozessen, die zu einer Internetseite führen, zu einem Forum oder der Entwicklung eines neuen Betriebssystems namens Linux. Dieser Gedanke lässt sich auf die Welt der Organisationen und Unternehmen übertragen: Exkurs: Kooperationen Kooperationen setzen mindestens zwei voneinander unabhängige Unternehmen voraus. Es ist ein abgestimmtes Verhalten basierend auf der Erkenntnis, dass die Zweckmäßigkeit des eigenen Verhaltens vom Verhalten anderer Personen oder Gruppen abhängt. Folgende [...]

Unter Politics versteht man eine allgemeine Konfliktkonstellation, in der sich unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Interessen, Wünschen und Vorstellungen gegenüberstehen. Hier geht es meist um die Aushandlung von Entscheidungsbefugnissen in oft konfliktträchtigen, ungesteuerten Prozessen. Polity konzentriert sich auf den allgemeinen Bezugskontext. In diesen Kontext fallen einmal die Beziehungskonstellationen der einzelnen Staatsorgane (Parlament, Regierung, Verwaltung) untereinander sowie zu untergeordneten Einheiten. Das zweite Feld sind die dem einzelnen Bürger zugestandenen Grundrechte und Pflichten. Zusammen bilden diese die sog. politisch verfasste Gesellschaft. Der dritte Bereich, Policy, ergänzt die obigen durch eine inhaltliche Komponente, also Politikinhalte. Diese Inhalte können in verschiedene Politikfelder eingeteilt werden, je nach Wirkungen, Steuerungsprinzipien und Beschaffenheit. Beispielsweise [...]

PIORE/SABEL dies mit einem Bedeutungsverlust der Economies of Scale109, verursacht u.a. durch eine Reduzierung der Transaktionskosten durch moderne Informations- und Transportsysteme. Wie auch Gesellschaft und Wirtschaft, ist die Politik nicht von Veränderungen verschont geblieben. So schreibt ADERHOLD (2004): „ (...) Der Staat ist längst nicht mehr das Steuerungszentrum der Gesellschaft und auch nicht mehr der Politik. Der politische Prozess, der sich durch die Fähigkeit auszeichnet, kollektiv verbindliche Entscheidungen herbeizuführen und durchzusetzen, ist durch die Teilhabe einer Vielzahl staatsnah agierender und privater Akteure charakterisiert. (...)“110 Das bedeutet, dass politische Entscheidungsvorgänge nicht mehr als direkte Durchsetzung von staatlicher Autorität angesehen werden können. Vielmehr treten sog. Policy-Netzwerke an deren Stelle.111 Damit sind Policy-Netzwerke einmal als heuristisches Instrument zur Beschreibung und Analyse institutionalisierter Beziehungsmuster zwischen staatlichen und privaten Akteuren zu sehen. Weiter gelten sie als Zeichen einer neuen politischen Steuerungsform. Der Netzwerkbegriff ist eng an der soziologischen Netzwerkanalyse gefasst. Dieser Politikbegriff lässt sich in drei Dimensionen zerlegen: [...]

Arbeit zitieren:
Speicher, Bernd Juni 2005: Organisationsentwicklung in Netzwerken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Organisation, Kommunikation, Kybernetik, Systemtheorie, Kooperation

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