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Die Organisation der Verkaufsförderung in Konsumgüterunternehmen

Die Organisation der Verkaufsförderung in Konsumgüterunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Maren Heise
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 139 Seiten
  • Dateigröße: 716,7 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6301-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6301-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6301-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Heise, Maren September 2001: Die Organisation der Verkaufsförderung in Konsumgüterunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Beiersdorf AG, Procter&Gamble Service GmbH, Funktionale Gliederung, Stabstelle, Produktmanager

Diplomarbeit von Maren Heise

Zusammenfassung:

Schon immer stand für jeden Konsumgüterhersteller an oberster Stelle, einen hohen Absatz zu erzielen. Die Erreichung dieses Ziels wurde in den letzten Jahren durch neue Faktoren erschwert. Ein Auslöser hierfür ist der Technologiefortschritt, der es ermöglicht, durch die Imitation der Konkurrenzprodukte Produktvorteile der Wettbewerber langfristig zu unterbinden. Eine weitere Herausforderung für die Konsumgüterunternehmen ist der hybride Konsument, welcher sich situationsabhängig durch den Kauf von Luxusgütern oder Konsumverzicht auszeichnet. Problematisch ist auch die wachsende Zahl an Handelsmarken und die zunehmende Zentralisierung des Handels. Um trotzdem das Absatzziel zu erreichen, ist für die Konsumgüterunternehmen Verkaufsförderung ein sehr wichtiges Instrument. Die steigende Bedeutung der Verkaufsförderung muss auch intern durch eine Anpassung der Organisationsstruktur Rechnung getragen werden. Brickley/Smith/Zimmermann behaupten sogar, dass die Organisationsstruktur eine entscheidende Determinante für den Erfolg oder die Niederlage einer Firma darstellt.

Da das Thema Organisation der Verkaufsförderung in den Marketinglehrbüchern eine geringe bzw. keine Rolle spielt, ist das Ziel dieser Diplomarbeit, durch explorative Interviews die Organisation der Verkaufsförderung in Konsumgüterunternehmen, insbesondere der Beiersdorf AG, Lever Fabergé Deutschland GmbH, Nestlé Chocoladen Erzeugnisse GmbH und Procter&Gamble Service GmbH, genauer zu analysieren. Es soll hierbei herausgefunden werden, welche Organisationseinheiten mit den Aufgaben der Verkaufsförderung beauftragt werden und ob diese Aufteilung bei den untersuchten Unternehmen identisch ist. Es sei an dieser Stelle kurz darauf hingewiesen, dass vier Unternehmen lediglich einen Einblick in die Struktur der Konsumgüterunternehmen gewähren, aber das Ergebnis dieser Interviews nicht auf die gesamte Branche übertragen werden kann. Um ein grundlegendes Verständnis für die untersuchten Organisationsstrukturen bieten zu können, soll vorab ein theoretisches Wissen über die Verkaufsförderungsinstrumente und -aufgaben sowie Organisationsformen vermittelt werden.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit beginnt nach dieser Einleitung in Kapitel 2 mit der Definition des Begriffes Verkaufsförderung, die dieser Diplomarbeit zugrunde liegen wird. Hierauf aufbauend erfolgt eine Abgrenzung der Verkaufsinstrumente in Handels-, Verbraucher- und Händler-Promotions. Da in dieser Arbeit das Hauptaugenmerk auf der Herstellerseite liegt, werden die Händler-Promotions nachfolgend nur am Rande betrachtet werden. Die Wirkungen von Handels-Promotions wie bspw. der Weiterverkauf oder die Lagerhaltung auf Seiten des Handels und die Absatzwirkungen beim Konsumenten, zu denen u.a. Produkttreue und Geschäftswechsel zählen, sind aus Platzmangel nur kurz darstellbar. Um ein besseres Feingefühl für eine mögliche Aufteilung der Verkaufsförderung zu erlangen, stehen in diesem Teil vielmehr die notwendigen Aufgaben im Vordergrund, mit denen sich der Hersteller im Rahmen einer Verkaufsförderung beschäftigen muss.

Im dritten Kapitel werden mögliche Organisationsformen erläutert. Im Anschluss an einen allgemeinen Überblick werden die Organisationseinheiten, die bei der Verteilung der Verkaufsförderungsaufgaben in Betracht kommen, näher erläutert. Dies kann das Produktmanagement, Category Management, Key Account Management, Trade Marketing oder der Verkauf sein. Das dritte Kapitel betrachtet auch die Aufbauprinzipien wie Stabstelle und Linienabteilung sowie funktionale und divisionale Struktur. Nachdem auf die Spezialisierung, d.h. die Aufgabenteilung der Verkaufsförderung näher eingegangen wurde, folgen Ausführungen zur Koordination der verschiedenen Organisationseinheiten.

Der vierte Abschnitt ist den explorativen Interviews gewidmet. Hier soll anhand der in alphabetischer Reihenfolge aufgeführten Konsumgüterunternehmen Beiersdorf, Lever Fabergé, Nestlé Chocoladen Erzeugnisse und Procter&Gamble Fragen rund um die organisatorische Einbindung der Verkaufsförderung in Konsumgüterunternehmen erörtert und anschließend miteinander verglichen werden.

Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung in Kapitel 5.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VI
1. Einleitung 1
2. Verkaufsförderung 2
2.1 Definition 2
2.2 Verkaufsförderungsinstrumente 3
2.3 Kooperativ-Promotions 5
2.4 Aufgabenkatalog des Herstellers bei der Verkaufsförderung 6
3. Organisation 8
3.1 Überblick 8
3.2 Organisationsstruktur 9
3.2.1 Organisationseinheiten 9
3.2.1.1 Produkt- und Brand Manager 9
3.2.1.2 Kunden- und Key Account Manager 10
3.2.1.3 Trade Marketing Manager 10
3.2.1.4 Category Manager 11
3.2.1.5 Verkäufer 11
3.2.2 Spezialisierung im Rahmen der Verkaufsförderung 12
3.2.2.1 Funktionale Gliederung 12
3.2.2.2 Divisionale Gliederung 13
3.2.2.3 Matrix-Organisation 15
3.2.3 Stabstelle vs. Linienabteilung 16
3.3 Koordination innerhalb der Organisation 18
4. Fallstudien 21
4.1 Beiersdorf AG 21
4.1.1 Das Unternehmen Beiersdorf 21
4.1.2 Verkaufsförderung bei Beiersdorf 22
4.1.3 Organisation der Verkaufsförderung bei Beiersdorf 23
4.1.3.1 Spezialisierung bei Beiersdorf 23
4.1.3.2 Stabstelle vs. Linienabteilung bei Beiersdorf 25
4.1.3.3 Verteilung der Aufgaben auf Organisationseinheiten bei Beiersdorf 26
4.1.3.4 Koordination der Verkaufsförderung bei Beiersdorf 27
4.2 Lever Fabergé Deutschland GmbH (Unilever) 29
4.2.1 Das Unternehmen Unilever und seine Tochtergesellschaft Lever Fabergé 29
4.2.2 Verkaufsförderung bei Lever Fabergé 30
4.2.3 Organisation der Verkaufsförderung bei Lever Fabergé 31
4.2.3.1 Organisationsstruktur der Verkaufsförderung in der Vergangenheit 31
4.2.3.2 Spezialisierung bei Lever Fabergé 32
4.2.3.3 Stabstelle vs. Linienabteilung bei Lever Fabergé 33
4.2.3.4 Verteilung der Aufgaben auf Organisationseinheiten bei Lever Fabergé 34
4.2.3.5 Koordination der Verkaufsförderung bei Lever Fabergé 35
4.3 Nestlé Chocoladen Erzeugnisse GmbH (Nestlé) 36
4.3.1 Das Unternehmen Nestlé und seine Tochtergesellschaft Nestlé Chocoladen Erzeugnisse 36
4.3.2 Verkaufsförderung bei Nestlé Chocoladen Erzeugnisse 37
4.3.3 Organisation der Verkaufsförderung bei Nestlé Chocoladen Erzeugnisse 38
4.3.3.1 Spezialisierung bei NCE 38
4.3.3.2 Stabstelle vs. Linienabteilung bei NCE 41
4.3.3.3 Verteilung der Aufgaben auf Organisationseinheiten bei NCE 42
4.3.3.4 Koordination der Verkaufsförderung bei NCE 43
4.4 Procter&Gamble Service GmbH 46
4.4.1 Das Unternehmen Procter&Gamble 46
4.4.2 Verkaufsförderung bei Procter&Gamble 46
4.4.3 Organisation der Verkaufsförderung bei Procter&Gamble 47
4.4.3.1 Organisationsstruktur in der Vergangenheit bei P&G 48
4.4.3.2 Spezialisierung bei P&G 49
4.4.3.3 Stabstelle vs. Linienabteilung bei P&G 53
4.4.3.4 Verteilung der Aufgaben auf Organisationseinheiten bei P&G 53
4.4.3.5 Koordination der Verkaufsförderung bei P&G 55
4.5 Vergleich der Organisationsstrukturen 56
5. Zusammenfassung 66
6. Anhang 69
Interviewbogen 69
Gesprächsnotiz: Beiersdorf AG 72
Gesprächsnotiz: Lever Fabergé Deutschland GmbH (Unilever) 86
Gesprächsnotiz: Nestlé Chocoladen Erzeugnisse GmbH (Nestlé) 97
Gesprächsnotiz: Procter&Gamble Service GmbH 113
Literaturverzeichnis 127

Automatisiert erstellter Textauszug:

„Unter Koordination versteht man die Abstimmung von Teilaktivitäten in Hinblick auf ein übergeordnetes Ziel.“59 Bei Verkaufsförderung ist eine Absatzerhöhung und damit verbunden eine Gewinnsteigerung das übergeordnete Ziel. Anlässe für eine Koordination sind immer dort gegeben, wo Konfliktsituationen auftreten können und das ist besonders bei Interdependenzen der Fall.60 Die abteilungsübergreifende Koordination kann reduziert werden, wenn bei der Bildung von Abteilungen darauf geachtet wird, dass die zugeordneten Aufgabenbereiche klar abgegrenzt sind. So kann unabhängig von anderen Abteilungen agiert werden. Gegenseitige Abhängigkeiten treten dort auf, wo gemeinsame Ressourcen in Anspruch genommen werden und Input-Output-Beziehungen bei Materialien oder Informationen bestehen. Konflikte könnten auch durch Vorurteile, unterschiedliche Auffassungen oder das Machtstreben einer Abtei- [...]

Generell gibt es mehrere Gestaltungsalternativen für die Stab-Linien-Organisation. Es ist nicht einfach, die Aufgaben der Verkaufsförderung einer Stabstelle zuzuordnen, da sie, wie in Kapitel 2.1 erwähnt, eine Querschnittsfunktion einnimmt. Sie kann zum einen eine allgemeine Leistungsfunktion für den Produktmanager übernehmen, d.h. die Verkaufsförderungsabteilung ist eine Assistenz des Produktmanagement. Zum anderen kann diese Stelle innerhalb eines Fachbereichs für alle Abteilungen die Verkaufsförderung bearbeiten. Es soll nun genauer darauf eingegangen werden, welche Vor- und Nachteile durch ein Stab-Linien-Konzept entstehen können.58 Wesentliche Vorteile einer Stab-Linien-Organisation sind die Entlastung der Leitungseinheiten und die detaillierte Entscheidungsvorbereitung durch den Stab. Mit dieser klaren Kompetenzabgrenzung kann die Qualität der Entscheidungen deutlich verbessert werden. Allerdings lassen der Informationsfluss und die Entscheidungsfindung Kritik an diesem Aufbauprinzip entstehen. Da sich die Stabstelle in Form eines Fachbereichs sehr intensiv mit einer Aufgabenstellung auseinandersetzt, hat sie gegenüber der Linienabteilung einen deutlichen Informationsvorsprung. Wenn keine effiziente Koordination vorhanden ist, kann der Stab diese informelle Abhängigkeit der Linie ausnutzen. Frustration auf Seiten des Stabs kann besonders dann entstehen, wenn ihnen die letztendliche Entscheidung verweigert wird, da die Linie aus Stabssicht zwar die Entscheidungsmacht, aber nicht die benötigte faktische Kompetenz besitzt. [...]

Es gibt aber auch negative Effekte bei einer solchen Strukturierung, so dass in den 80er Jahren einige Unternehmen diese Form der Spezialisierung wieder abgeschafft haben. Durch die Schwierigkeiten bei der Aufteilung von Entscheidungskompetenzen, der Verantwortung und des Budgets entsteht unter den Mitarbeitern ein großes Konfliktpotenzial. Aus den vorherigen sechs Abteilungen (Marktforschung, Verkauf, Verkaufsförderung, Snacks, Honig und Suppen) sind nun neun Stellen entstanden, so dass nicht nur die Koordination erschwert wird, sondern auch die Personalkosten für die Unternehmung steigen. Aus diesen Gründen lohnt sich eine Matrix-Organisation nur, wenn es sich um viele verschiedene zu bearbeitende Aufgaben handelt, die im Rahmen eines Einliniensystems nicht effizient gelöst werden könnten. Abbildung 9: Produkt-Matrix-Organisation [...]

Arbeit zitieren:
Heise, Maren September 2001: Die Organisation der Verkaufsförderung in Konsumgüterunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Beiersdorf AG, Procter&Gamble Service GmbH, Funktionale Gliederung, Stabstelle, Produktmanager

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