Organisation der Personalfunktion in Großunternehmen
Ausprägungsformen von Strukturen und Prozessen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Benjamin Winzer
- Abgabedatum: Mai 2005
- Umfang: 64 Seiten
- Dateigröße: 553,5 KB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9821-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9821-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9821-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Winzer, Benjamin Mai 2005: Organisation der Personalfunktion in Großunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Personalfunktion, Großunternehmen, Virtuell, Profit, Struktur
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Diplomarbeit von Benjamin Winzer
Einleitung:
„Moderne Unternehmen haben erkannt, dass ihre „Humanressourcen“ das wichtigste Kapital darstellen. Kreativität und Innovationsfähigkeit sind wichtiger denn je, Visionen und Gestaltungsfähigkeit stehen im Vordergrund bei einer zukunftsorientierten Unternehmensführung.“ „[Der Mensch] ist zentraler Erfolgsfaktor und damit entscheidender Potenzialträger, aus dem Innovation und Engagement entstehen.“ Ein Blick auf die Arbeitslosenstatistik und die Stellengesuche können zu der Meinung führen,dass Personal leicht erhältlich sei. Unter diesem Gesichtspunkt beschränkt sich die Personalfunktion darauf, die ‚richtigen’ Leute einzustellen, diese angemessen zu bezahlen, und falls man sich für den falschen Mitarbeiter entschieden hat, diesen wieder zu entlassen. Die einleitenden Zitate implizieren jedoch eine wesentlich größere Tragweite der Personalfunktion. Die unternehmerische Praxis geht mit der Tatsache einig, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens der zentrale Faktor für den Erfolg – oder den Misserfolg – einer Organisation darstellen. Dementsprechend wird die Bedeutung der Personalfunktion für das Erreichen der Unternehmensziele immer deutlicher erkannt.
Sie ist nicht einfach nur ein funktionaler Bereich neben den anderen Unternehmensfunktionen. Die Personalfunktion umfasst stattdessen alle anderen Bereiche einer Unternehmung. Dadurch, dass ihr Aufgabengebiet die Mitarbeiter der Organisation sind, beeinflusst sie direkt alle anderen Bereiche der Unternehmung und wird von diesen beeinflusst.
Die in den einleitenden Zitaten angesprochene Innovation kann nur durch kreative Mitarbeiter gestaltet werden, Visionen haben nur einen Sinn, wenn sie von motivierten Mitarbeitern gelebt werden und eine zukunftsorientierte Unternehmensführung muss auf langfristige Strategien – auch langfristige Personalstrategien – setzen. Somit ist die Personalfunktion ein betrieblicher Gegenstand, der für ein Unternehmen überlebenswichtig ist. Wie besonders die geschichtliche Entwicklung zeigt, werden die Anforderungen jedoch immer komplexer. Aufgrund dessen wurden die Inhalte der Personalfunktion ausgeweitet und bis in die Gegenwart neue organisatorische Gestaltungsformen entwickelt. Besonders auf die organisatorische Eingliederung in ein Unternehmen und die organisatorische Gestaltung der Personalfunktion selbst wird der Schwerpunkt dieser Arbeit gelegt werden.
Denn nur eine flexible und effizient agierende Organisationsstruktur ist den ständig steigenden Anforderungen in Form des internationalen Wettbewerbs, des steigenden Kostendrucks und den immer kritischer werdenden Verbrauchern – um nur einige anzuführen – gewachsen. Bevor auf fünf ausgewählte organisatorische Gestaltungsmöglichkeiten der Personalfunktion in Großunternehmen eingegangen und gezeigt wird, inwieweit diese sich in der betrieblichen Praxis bewähren, sollen die allgemeinen Inhalte der Personalfunktion kurz dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung und Zielsetzung der Arbeit | 1 |
| 2. | Inhalte der Personalfunktion | 2 |
| 2.1 | Abgrenzung Personalabteilung – Personalwesen – Personalbereich | 3 |
| 2.2 | Die Personalpolitik | 5 |
| 2.3 | Die Arbeitsgestaltung | 5 |
| 2.4 | Die Personalausstattung | 7 |
| 2.5 | Die Personalentwicklung | 9 |
| 2.6 | Die Mitarbeiterführung | 10 |
| 2.7 | Das Belohnungssystem | 11 |
| 3 | Die organisatorische Einordnung der Personalfunktion in die Unternehmung | 12 |
| 4. | Die Funktionale Organisation | 13 |
| 4.1 | Der Aufbau der Personalfunktion als funktionale Organisation unter funktionalen und institutionalen Gesichtspunkten | 13 |
| 4.1.1 | Die Gestaltung der funktionalen Organisation auf Unternehmensebene | 14 |
| 4.1.2 | Die Personalfunktion als funktionale Einheit | 15 |
| 4.2 | Bewertung der funktionalen Personalfunktion im Hinblick auf ihre Praxistauglichkeit | 20 |
| 5. | Das Referenten-System | 21 |
| 5.1 | Der Aufbau der Personalfunktion als Referenten-System unter funktionalen und institutionalen Gesichtspunkten | 21 |
| 5.1.1 | Die Gestaltung der divisionalen Organisation auf Unternehmensebene | 21 |
| 5.1.2 | Die Personalfunktion als Referenten-System | 22 |
| 5.2 | Bewertung des Referenten-Systems im Hinblick auf seine Praxistauglichkeit | 25 |
| 6. | Die Profit-Center-Organisation | 26 |
| 6.1 | Der Aufbau der Personalfunktion als Profit-Center unter funktionalenund institutionalen Gesichtspunkten | 26 |
| 6.1.1 | Die Gestaltung eines Profit-Centers auf Unternehmensebene | 26 |
| 6.1.2 | Die Personalfunktion als Profit-Center | 27 |
| 6.2 | Bewertung des Profit-Centers im Hinblick auf seine Praxistauglichkeit | 31 |
| 7. | Das Integrationsmodell | 32 |
| 7.1 | Der Aufbau der integrativen Personalfunktion unter funktionalen und institutionalen Gesichtspunkten | 33 |
| 7.2 | Bewertung des Integrationsmodells im Hinblick auf seine Praxistauglichkeit | .34 |
| 8. | Die virtuelle Personalfunktion | 35 |
| 8.1 | Der Aufbau der virtuellen Personalfunktion unter funktionalen und institutionalen Gesichtspunkten | 35 |
| 8.1.1 | Die Gestaltung einer virtuellen Unternehmung | 36 |
| 8.1.2 | Die Gestaltung der virtuellen Personalfunktion | 38 |
| 8.2 | Bewertung der virtuellen Personalfunktion im Hinblick auf ihre Praxistauglichkeit | 43 |
| 9. | Abschließende Gegenüberstellung der Organisationsformen und Bewertung | 46 |
| 10. | Schlussbemerkungen | 47 |
| Anhang | 50 | |
| Literaturverzeichnis | 61 |
Zum anderen kommunizieren die Personalreferenten untereinander. Jeder Personalreferent bekommt ein gewisses Personalgebiet zugeordnet, auf welchem er gegenüber den anderen Referenten und auch dem Zentralbereich gegenüber die Funktion eines Spezialisten wahrnimmt. Bei Fragen zu diesem Gebiet werden sich also sowohl die anderen Referenten, als auch der Zentralbereich an den speziellen Personalreferenten wenden. Des Weiteren können vom Zentralbereich aus regelmäßige Treffen der Personalreferenten organisiert werden. Diese dienen dann dem Erfahrungs- und Informationsaustausch. Gleichzeitig können sie vom Zentralbereich dazu genutzt werden, unternehmensweit gültige Entscheidungen weiterzuleiten. Bei personalpolitischen Entscheidungen, die in den Aufgabenbereich des Zentralbereichs fallen, wird dieser mit der Unternehmensleitung kommunizieren. Zur Informationsgewinnung kann er sich der Personalreferenten bedienen, die eine größere Nähe zu den Mitarbeitern haben als der Zentralbereich. Die Kommunikation mit den Geschäftsbereichsleitern wird hauptsächlich von den Referenten geführt. Da sie diesen direkt unterstellt sind, muss trotz Einlinienprinzips in der divisionalen Organisationsform keine Zwischenstelle eingeschaltet werden. Die Kommunikation zwischen Personalreferent und Spartenleitung erfolgt direkt. 5.2 Bewertung des Referenten-Systems im Hinblick auf seine Praxistauglichkeit Die bei der funktionalen Organisation vorhandenen Synergieeffekte scheinen durch die divisionale Organisation aufgegeben zu werden. Wenn ein Personalreferent alle anfallenden Personalaufgaben für seinen Geschäftsbereich auf sich allein gestützt erledigen soll entsteht die Gefahr der Überlastung des Personalreferenten. Aufgrund der fehlenden Synergien kann es dazu kommen, dass komplexe Personalprobleme aus den Referaten an die Zentralfunktion Personal rückdelegiert werden. Hiermit wäre das Ziel des Referenten-Systems, die Dezentralisation der Personalaufgaben, umgangen. Auch die gegenteilige Entwicklung birgt eine Gefahr in sich. Wenn sich die Personalarbeit der Geschäftsbereiche verselbständigt und keine Kontrolle mehr über die Referate gegeben ist, kann dies zu Lösungen führen, die mit dem Unternehmensziel indifferent sind. Es müssen wirksame Koordinationsmechanismen kreiert werden, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Diesen Kritikpunkten stehen einige Vorteile gegenüber. Aufgrund der Mitarbeiternähe der Personalreferenten können sie optimale Lösungen für ihre Division entwickeln und installieren werden. Gleichzeitig muss auf eine angemessen gerechte Behandlung aller im Unternehmen tätigen Mitarbeiter geachtet werden. Die Regelungen in den einzelnen Geschäftsbereichen dürfen [...]
Trotz leichter Differenzen ist die grundsätzliche Aufgabenverteilung der drei Bereiche bei beiden Autoren vergleichbar. Allgemein ausgedrückt nimmt der Personalreferent diejenigen Aufgaben wahr, die in direktem Zusammenhang mit den Mitarbeitern seines Geschäftsbereichs stehen. Seinen Aufgabenbereich kann man als den Operativen des Personalbereichs beschreiben. Die zentrale Personalfunktion nimmt sowohl unterstützende Tätigkeiten wahr, als auch diejenigen Aufgabenbereiche, die nicht direkt einer Sparte zugeordnet werden können, weil sie alle Mitarbeiter des Unternehmens betreffen. Ihren Aufgabenbereich kann man als den Strategischen umschreiben. Die Bereichsleitung übernimmt die Mitarbeiterführung und die Verantwortung für personelle Entscheidungen allgemein, wobei sie von dem Personalreferenten unterstützt wird. Obwohl sich in der Praxis je nach Unternehmen verschiedene Formen der Aufgabenverteilung bilden, soll für die weitere Betrachtung von dieser Verteilung ausgegangen werden. Innerhalb der Personalfunktion bestehen zwei Kommunikationswege. Zum einen besteht eine Verbindung des Personalreferenten zur zentralen Personalfunktion. Der Personalreferent wird mit dem Zentralbereich in Verbindung treten, wenn er dessen Unterstützung, beispielsweise in rechtlichen Fragen, benötigt. Der Zentralbereich wird mit dem Personalreferenten in Kontakt treten, wenn dieser personalpolitische Entscheidungen oder Neuerungen weiterzugeben hat. [...]
In der Literatur wird die Abgrenzung unterschiedlich vorgenommen. Paschen sieht die Aufgabe des Personalreferenten darin, die Personalbetreuung zu koordinieren, worunter für ihn auch die Bereiche der Personalversetzung, -beschaffung und -entwicklung zählen. Auch die Entgeltfestsetzung fällt unter seinen Aufgabenbereich. Die zentrale Personalfunktion kümmert sich dann um die Entgeltabrechnung. Unter ihren Aufgabenbereich fallen auch die Personalpolitik, das übergeordnete Bildungssystem und die Personalplanung. Die Bereichsleitung schließlich übernimmt die Personalführung, wobei ihr der Personalreferent beratend zur Seite steht.49 Für Bühner übernimmt der Personalreferent ebenso die Beratung der Geschäftsbereichsleitung. Des Weiteren ist er für die Lösung personeller Einzelprobleme zuständig. Er hat ein Mitentscheidungsrecht in Fragen des Personalmanagements, wie z.B. dem Entgelt- und Arbeitszeitsystem. Die zentrale Personalfunktion unterstützt den Referenten in Problemfällen, nimmt für ihn Serviceleistungen vor, wie z.B. die Lohn- und Gehaltsabrechnung, und bietet ihm in rechtlichen Fragen Unterstützung. Darüber hinaus nimmt es fachübergreifende Funktionen ebenso wie die Führungskräfteentwicklung, die Personalpolitik und das Personalcontrolling wahr. Die Bereichsleitung übernimmt die Verantwortung für alle personalwirtschaftlichen Entscheidungen. Aus diesem Grund wird sie eng mit dem Personalreferenten zusammenarbeiten, um eventuelle Fehlentscheidungen zu vermeiden.50 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832498214
Arbeit zitieren:
Winzer, Benjamin Mai 2005: Organisation der Personalfunktion in Großunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Personalfunktion, Großunternehmen, Virtuell, Profit, Struktur



