Organisation und Führung
- Art: Dissertation / Doktorarbeit
- Autor: Gerald Durstmüller
- Abgabedatum: Februar 2000
- Umfang: 360 Seiten
- Dateigröße: 20,8 MB
- Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5144-8
- ISBN (CD) :978-3-8324-5144-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Durstmüller, Gerald Februar 2000: Organisation und Führung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Mitarbeitermotivation, Systemtheorie, Unternehmenskultur, Arbeitszufriedenheit, Wirtschaftsethik
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Dissertation / Doktorarbeit von Gerald Durstmüller
Einleitung:
Ziel dieser Arbeit ist es nicht, eine umfassende Darstellung aller Instrumente und Mittel einer Personalführung oder der Einflussfaktoren auf das Betriebsklima darzustellen, sondern zuerst den Ist-Stand der Unternehmen zu eruieren. In weiterer Folge sollen die Schwachpunkte in den Unternehmen herausgefiltert werden, um zu einem praxisorientierten Ansatz einer Verbesserung in mittel- und langfristiger Planung zu kommen. Dazu sollen Maßnahmen zur Einführung einer effizienten Personalführung und einer Unternehmenskultur beleuchtet und zur Umsetzung in die betriebliche Praxis vorgeschlagen werden. Beides unter Berücksichtigung von zeitlichen und personellen Aspekten.
Es ist das oberste Ziel dieser Arbeit, in punkto Personalführung und Unternehmenskultur praxisorientierte Verbesserungen zu erreichen beziehungsweise solche Führungssysteme einzuführen. Aus meiner eigenen zehnjährigen beruflichen Praxis in verschiedenen Branchen wie Banken, Baugewerbe und Versicherungen, zuletzt als Verkaufsleiter, habe ich unterschiedlichste Ausprägungen von Personalführung, Unternehmenskultur und Betriebsklima erlebt, mit teilweise weitreichenden Auswirkungen auf die Motivation vieler Mitarbeiter und in weiterer Folge auf die Produktivität. Es ist mir ein persönliches Anliegen, in diesen Bereichen, in denen so viel Erfolgspotential brachliegt oder vergeudet wird, zunächst den Ist-Zustand zu erheben, nützliche Verbesserungen vorzuschlagen und zuletzt das mögliche Erfolgspotential zu betrachten.
Gang der Untersuchung:
Ich beginne mit vier konkreten Beispielen meiner eigenen, durchaus subjektiv erlebten Praxis. Dabei beschreibe ich exemplarisch das Betriebsklima, die Führung und die daraus resultierenden Effekte auf die Motivation und in weiterer Folge auf die Produktivität der Mitarbeiter. Das soll dazu dienen, um schon eingangs die verschiedensten Ausprägungen hervorzuheben und die auftretenden Probleme zu beleuchten.
In den weiteren Kapiteln gehe ich Überblicks mäßig auf die Begriffe Unternehmenskultur, Personalführung, Betriebsklima und Corporate Identity ein. Es werden die historische Entwicklung, die häufigsten Ausprägungen und die letzten Entwicklungen oder Trends dieser Aspekte aufgezeigt.
Im anschließenden Kapitel VII geht es um die Frage: „Wo liegen die österreichischen Unternehmen in punkto Personalführung, Unternehmenskultur und Betriebsklima?“ Anhand eines Fragebogens, der vom Marktforschungsinstitut „market“ überarbeitet wurde, hat eine Befragung ausgewählter österreichischer Unternehmen stattgefunden. Ziel war es ein möglichst breites Spektrum anzusprechen. Daher habe ich eine Behörde, eine Bank (der sogenannte intermediäre Bereich), ein privates österreichisches Unternehmen und die Österreich- bzw. Mitteleuropazentrale eines internationalen Konzerns befragt. Dazu habe ich jeweils mindestens 10 bis 15 Fragebögen pro Unternehmen verteilt oder versendet, möglichst aufgeteilt auf Abteilungsleiter und deren Mitarbeiter. Der Fragebogen besteht aus 48 Fragen, die Beantwortung dauert cirka 20 Minuten.
Mit der Auswertung, auch in graphischer Form, soll einerseits der Status quo dargestellt werden, andererseits werden Hinweise auf Defizite, Zielabweichungen oder Handlungsaufträge gegeben.
Im nächsten Kapitel geht es um die Einführung einer effizienten Personalführung und Unternehmenskultur unter Berücksichtigung zeitlicher und personeller Aspekte. Darin werden Probleme der betrieblichen Praxis angesprochen und ganz konkrete Lösungsvorschläge gemacht, für kleine als auch für größere Unternehmen. Es wird ein aufbauendes System vorgestellt, das Schritt für Schritt verwirklicht werden kann und Auswirkungen auf alle Unternehmensbereiche sowie auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg hat.
Im Kapitel IX regiert anfänglich die pure Theorie, die Systemtheorie. Ähnliche Probleme in fast allen Bereichen der Wissenschaft werden angesprochen und es wird aufgezeigt, wie das zur Entwicklung der Systemtheorie beigetragen hat. Dabei wird die Entwicklung der Gesellschaft systemtheoretisch betrachtet. Die Probleme der Steuerung und der Integration von Systemen tauchen auf und sind bislang nicht oder nur unzureichend gelöst. Ich habe den Versuch unternommen, die systemtheoretischen Betrachtungsweisen auf das einzelne Unternehmen anzuwenden und bin zu interessanten Schlussfolgerungen gelangt.
Die Auswirkungen der Systemtheorie haben mich direkt zur Betrachtung der Unternehmensorganisation gebracht. Es geht um grundlegende organisatorische Fragen und um Verbesserungen der Unternehmensorganisation, die man aus der Systemtheorie ableiten kann.
Im Kapitel XI, „Wirtschaft und Ethik“, wird zuerst die Entwicklung dieser lange als unvereinbar gegoltenen Handlungsprinzipien, ausgehend vom anglo-amerikanischen Raum, betrachtet. In Europa gelten Wirtschaft und Ethik noch oft als unvereinbar. Es geht mir darum, neue Entwicklungen aufzuzeigen und die Zusammenhänge von Wirtschaft und Ethik einer kritischen Prüfung zu unterwerfen.
Am Ende der Arbeit stehen Vergleiche mit den USA, mit Japan und mit anderen europäischen Ländern. Zum Schluss wollte ich noch einen Blick in die Zukunft wagen und habe Trends, Entwicklungen und zukünftige Erfolgsfaktoren skizziert, in einer Betrachtungsweise, die weit über unseren heutigen Wissensstand hinausgeht und daher nur mögliche zukünftige Entwicklungen zu erahnen versucht. Die Betrachtungsweise ist geprägt vom systemischen, evolutionären Management, wie es die Beratergruppe Neuwaldegg beschreibt.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 6 | |
| II. | Ausprägung und Erscheinungsform von Personalführung und Unternehmenskultur in österreichischen Unternehmen | 8 |
| III. | Unternehmenskultur | 12 |
| IV. | Personalführung | 13 |
| V. | Betriebsklima - was ist das? | 16 |
| VI. | Corporate Identity | 17 |
| VII. | Wo liegen die österreichischen Unternehmen in punkto Personalführung, Unternehmenskultur und Betriebsklima? | 19 |
| 1. | Fragebogen | 20 |
| 2. | Gesamtauswertung | 35 |
| VIII. | Einführung einer effizienten Personalführung und einer Unternehmenskultur unter Berücksichtigung zeitlicher und personeller Aspekte | 58 |
| 1. | Personalführung | 58 |
| a. | personelle Voraussetzungen | 58 |
| b. | Gesprächskultur mit der Personalabteilung schaffen | 59 |
| c. | Führungsschulung für alle Abteilungsleiter | 60 |
| d. | Vorstellung der neuen Personalführung | 61 |
| e. | Planung des Mitarbeiterstandes | 62 |
| f. | Planung der Mitarbeiterfluktuation | 63 |
| g. | Erhebung der Arbeitszufriedenheit | 64 |
| h. | Mitarbeitergespräche | 65 |
| i. | Führen durch Zielvereinbarung | 78 |
| j. | Schulung und Beurteilung neuer Mitarbeiter | 79 |
| k. | Kritikgespräch | 79 |
| l. | Weiterbildung | 80 |
| m. | Heranbilden eines eigenen Führungsnachwuchses | 82 |
| n. | Trainee Programme | 84 |
| o. | Einführung von Projektgruppen | 84 |
| p. | Einheitliches Gehaltsschema | 86 |
| q. | Erfolgsabhängige Gehaltskomponente | 87 |
| r. | Vorschlagswesen | 89 |
| s. | Qualitätsmanagementsystem | 89 |
| t. | Budgetverantwortung | 90 |
| u. | Unerschlossenes Mitarbeiterpotential | 91 |
| v. | Entwicklungen und Trends | 93 |
| w. | Zeitdauer der Maßnahmen | 94 |
| 2. | Unternehmenskultur | 97 |
| a. | Leitbild | 97 |
| b. | Ausarbeitung | 99 |
| c. | Umsetzung | 100 |
| d. | Werbliche Unterstützung | 102 |
| e. | Kundenbefragung | 102 |
| f. | Laufende Besprechung und Kontrolle | 103 |
| g. | Mitarbeiterbefragung | 104 |
| h. | Gezieltes Sponsoring | 105 |
| i. | Einschulung neuer Mitarbeiter | 105 |
| j. | Schulung der Abteilungsleiter | 106 |
| k. | Corporate Design | 106 |
| l. | Corporate Behaviour | 108 |
| m. | Call Center | 109 |
| n. | Unternehmenserfolg | 110 |
| o. | Mitarbeiterbeteiligung | 111 |
| p. | Mitarbeiterförderung | 112 |
| q. | Firmenfeiern | 112 |
| r. | Firmenausflug | 113 |
| 3. | Wie demotiviert man richtig? | 113 |
| IX. | Systemtheorie | 115 |
| 1. | Entwicklung der Systemtheorie | 115 |
| 2. | Das Problem der Integration | 124 |
| 3. | Das Problem der Steuerung | 126 |
| 4. | Auswirkungen auf Unternehmen | 128 |
| X. | Unternehmensorganisation | 131 |
| 1. | Organisationsentwicklung und Reorganisation | 145 |
| 2. | Das richtige Modell? | 160 |
| XI. | Wirtschaft und Ethik | 173 |
| XII. | Vergleiche mit anderen Ländern | 191 |
| XIII. | Organisation und Unternehmen der Zukunft | 207 |
| 1. | Kriterien des Systemdenkens | 211 |
| 2. | Zukunftssicherung von innovationsstarken Kulturen | 214 |
| 3. | Erfolgspotentiale der Zukunft | 216 |
| 4. | Gelassenheit | 221 |
| XIV. | Literaturverzeichnis | 226 |
| XV. | Stichwortverzeichnis | 231 |
| XVI. | Anhang | 233 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832451448
Arbeit zitieren:
Durstmüller, Gerald Februar 2000: Organisation und Führung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Mitarbeitermotivation, Systemtheorie, Unternehmenskultur, Arbeitszufriedenheit, Wirtschaftsethik



