Optimierungsverfahren im Supply Chain Management
Überblick und Umsetzung in aktueller SCM-Standardsoftware
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Bernd Dittrich
- Abgabedatum: September 2000
- Umfang: 210 Seiten
- Dateigröße: 2,4 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4353-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4353-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4353-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dittrich, Bernd September 2000: Optimierungsverfahren im Supply Chain Management, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: APS, Optimierung, SCM-Software, Supply Chain Management
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Diplomarbeit von Bernd Dittrich
Einleitung:
Aufgrund der sich wandelnden wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren ist Supply Chain Management zu einem unverzichtbaren Werkzeug im Bestreben der Unternehmen geworden, am Markt zu bestehen und neue Marktanteile zu sichern.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der Optimierungsproblematik im Supply Chain Management. Sehr leistungsfähige Optimierungsverfahren sind, neben der informationstechnischen Integration der Daten der Partner der Supply Chain, eine grundlegende Voraussetzung für Supply Chain Management.
Da das Supply Chain Management sehr viele Teilgebiete mit unterschiedlicher Ausrichtung und somit differierenden Anforderungen an Optimierungstechniken umfaßt wird diesbezüglich eine Unterscheidung der Aufgabenfelder des SCM durchgeführt. Hierfür werden im SCM-Kontext maßgebliche Kriterien zur Beurteilung der Anforderungen der Aufgabengebiete bzw. der Fähigkeiten der Algorithmen entwickelt. Es lassen sich starke Unterschiede bezüglich der Anforderungen der Teilgebiete an die Optimierungsverfahren identifizieren.
Einen Kern der Arbeit stellt die Vorstellung wichtiger APS-Planungsverfahren, u.a. Constraint Propagation, Linearer Optimierung, Genetischer Algorithmen und Simulated Annealing, dar. Diese werden in einer auch dem vorab nicht mit Optimierungsverfahren vertrauten Leser verständlichen Art vorgestellt. Eine Untersuchung der Leistungsprofile bezüglich der oben ermittelten Kriterien zeigt große Unterschiede zwischen den Verfahren.
Die Gegenüberstellung der Anforderungsprofile der Teilgebiete des SCM mit den Leistungsprofilen der APS-Verfahren zeigt die Eignung der Verfahren für die Aufgabengebiete, teilweise sind klare Zuordnungen möglich, bei einigen Aufgabenfeldern ist dies nicht einfach möglich.
Ein Einsatz dieser Optimierungsverfahren ist nur in integrierter SCM-Software sinnvoll möglich. Aus diesem Grund werden verschiedene Software-Tools für das SCM auf ihre Optimierungsphilosophie und die verwendeten Planungstechniken hin untersucht. Es treten hierbei deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern zu tage.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlagen des Supply Chain Management | 4 |
| 2.1 | DEFINITION UND BEGRIFFSKLÄRUNG | 4 |
| 2.2 | URSACHEN DER NOTWENDIGKEIT VON SUPPLY CHAIN MANAGEMENT | 8 |
| 2.3 | Ziele und Potentiale des Supply Chain Management | 12 |
| 2.4 | VORAUSSETZUNGEN FÜR SUPPLY CHAIN MANAGEMENT | 16 |
| 3. | Aufgabenfelder des SCM und deren Optimierungsproblematiken | 20 |
| 3.1 | SUPPLY CHAIN PLANNING | 21 |
| 3.1.1 | Strategische Planung | 22 |
| 3.1.2 | Bedarfsplanung | 25 |
| 3.1.3 | Verbundplanung | 26 |
| 3.1.4 | Produktionsplanung | 28 |
| 3.1.5 | Produktionsfeinplanung | 30 |
| 3.1.6 | Distributionsplanung | 32 |
| 3.1.7 | Transportplanung | 34 |
| 3.1.8 | Interaktionsmodell der Komponenten des SCP | 36 |
| 3.2 | AVAILABLE/CAPABLE TO PROMISE | 37 |
| 3.3 | SUPPLY CHAIN EXECUTION | 39 |
| 3.3.1 | Controlling | 39 |
| 3.3.2 | Auftragssteuerung | 39 |
| 3.3.3 | Lager- und Bestandssteuerung | 40 |
| 3.3.4 | Transportsteuerung | 40 |
| 3.4 | UNTERSTÜTZENDE AUFGABEN | 40 |
| 3.4.1 | Datenverwaltung | 41 |
| 3.4.2 | Kommunikation | 42 |
| 3.5 | VERGLEICH DER ANFORDERUNGEN DER AUFGABENFELDER DES SCP | 43 |
| 4. | Industrielle Planungskonzepte von MRP bis APS | 45 |
| 4.1 | MRP | 45 |
| 4.2 | MRPII | 46 |
| 4.3 | DECISION SUPPORT SYSTEMS | 48 |
| 4.4 | ADVANCED PLANNING AND SCHEDULING | 48 |
| 5. | Optimierungsmethoden für das Supply Chain Management | 51 |
| 5.1 | GRUNDLAGEN UND BEGRIFFSKLÄRUNG | 51 |
| 5.2 | LINEARE OPTIMIERUNG | 57 |
| 5.2.1 | Die Standardform der Linearen Optimierung | 57 |
| 5.2.2 | Simplex-Verfahren | 58 |
| 5.2.2.1 | Graphische Lösung linearer Probleme mit Hilfe des Simplex-Verfahrens | 58 |
| 5.2.2.2 | Mathematische Lösung linearer Optimierungsprobleme mittels Simplex | 62 |
| 5.2.2.3 | Duales Simplexverfahren | 68 |
| 5.2.2.4 | Zusammenfassung | 70 |
| 5.2.3 | Innere-Punkt-Methode | 71 |
| 5.3 | GANZZAHLIGE UND GEMISCHT GANZZAHLIGE OPTIMIERUNG | 72 |
| 5.3.1 | Branch and Bound-Verfahren | 73 |
| 5.3.2 | Schnittebenenverfahren | 77 |
| 5.4 | EVOLUTIONÄRE VERFAHREN | 78 |
| 5.4.1 | Vorgehensweise und Begriffsbestimmung Evolutionärer Verfahren | 79 |
| 5.4.2 | Genetische Algorithmen | 87 |
| 5.4.3 | Genetische Programmierung | 93 |
| 5.5 | NACHBARSCHAFTSSUCHVERFAHREN | 94 |
| 5.5.1 | Grundlegende Nachbarschaftssuchverfahren | 95 |
| 5.5.2 | Simulated Annealing | 96 |
| 5.5.3 | Tabu Search | 104 |
| 5.6 | CONSTRAINT TECHNIKEN | 107 |
| 5.6.1 | Grundlagen der Constraint Techniken | 107 |
| 5.6.2 | Constraint Propagation | 110 |
| 5.7 | KÜNSTLICHE NEURONALE NETZE | 115 |
| 5.8 | EINORDNUNG UND VERGLEICH DER OPTIMIERUNGSMETHODEN | 124 |
| 5.8.1 | Einordnung der Verfahren nach einzelnen Kriterien | 124 |
| 5.8.1.1 | Optimalität vs. Modellqualität | 124 |
| 5.8.1.2 | Optimalität vs. Geschwindigkeit | 126 |
| 5.8.1.3 | Nebenbedingungen und Variablen | 127 |
| 5.8.1.4 | Installation und Wartung | 128 |
| 5.8.1.5 | Zwischenergebnisse und Ergebnisliste | 129 |
| 5.8.2 | Leistungsprofile der Optimierungsverfahren | 131 |
| 6. | Zweckmäßige Optimierungsmethoden für SCM-Aufgabenfelder | 133 |
| 6.1 | STRATEGISCHE PLANUNG | 133 |
| 6.2 | VERBUNDPLANUNG | 134 |
| 6.3 | PRODUKTIONSPLANUNG | 136 |
| 6.4 | PRODUKTIONSFEINPLANUNG | 137 |
| 6.5 | DISTRIBUTIONSPLANUNG | 138 |
| 6.6 | TRANSPORTPLANUNG | 139 |
| 6.7 | CAPABLE TO PROMISE | 140 |
| 7. | Optimierungskonzepte aktueller SCM-Software | 141 |
| 7.1 | ABGRENZUNG ZWISCHEN ERP- UND SCM-SOFTWARE | 142 |
| 7.2 | ABGRENZUNG VERSCHIEDENER SCM-SOFTWARE-KONZEPTE | 142 |
| 7.3 | SAP | 144 |
| 7.3.1 | Business Information Warehouse | 146 |
| 7.3.2 | Logistic Execution System | 147 |
| 7.3.3 | Advanced Planner and Optimizer | 148 |
| 7.3.3.1 | Optimierende Module des APO | 149 |
| 7.3.3.2 | Nicht optimierende Komponenten des APO | 152 |
| 7.4 | SKYVA | 153 |
| 7.5 | BAAN | 156 |
| 7.6 | I2 | 161 |
| 7.7 | PEOPLESOFT | 162 |
| 7.8 | ILOG | 163 |
| 7.8.1 | ILOG Solver | 165 |
| 7.8.2 | ILOG Planner | 166 |
| 7.8.3 | ILOG Scheduler | 167 |
| 7.8.4 | ILOG Dispatcher | 167 |
| 7.8.5 | Anwender von ILOG-Modulen | 168 |
| 7.9 | VERGLEICH DER OPTIMIERUNGSKONZEPTE | 169 |
| 8. | Zusammenfassung und Ausblick | 171 |
falls relativ gering ist. Zweck der Mutation ist die Vermeidung des Kreisens um lokale Minima und die Abdeckung des gesamten Lösungsraumes. Auf die, wie beschrieben entstandene, neue Population werden wiederum alle oben dargelegten Schritte angewendet. Da in jeder Generation jeweils mit hoher Wahrscheinlichkeit die Elemente mit der höchsten Fitneß ihre Eigenschaften vererben, verbessert sich die Gesamtfitneß204 der Population stetig mit jeder Generation, die Population konvergiert. Der Generationswechsel erfolgt so lange, bis das Abbruchkriterium erreicht ist. Als Abbruchkriterien können die bereits beschrieben Kriterien zur Anwendung kommen. Erweiterungen der GA sind darauf ausgerichtet, die Vorgänge in der Natur noch besser abzubilden. So werden in der Natur die Erbinformationen nicht nur einfach (haploid), sondern doppelt gespeichert (diploid)205. Hierdurch wird eine Möglichkeit der Speicherung von Informationen auch solcher Lösungen über mehrere Generationen geschaffen, die nicht optimal sind. Diese Speicherung wird in Kombination mit der Verwendung dominanter und rezessiver Bits206 wirksam, da rezessive Bits über mehrere Generationen passiv vererbt werden und erst nach mehreren Generationen zum Tragen kommen207. Ebenso den natürlichen Vererbungsvorgängen entlehnt sind Inversions-Operatoren, welche komplette Bitfolgen drehen, was zu dramatischen Sprüngen führt. In Tabelle 6 ist beispielhaft eine Inversion dargestellt. [...]
Tabelle 5: Beispiel für Rekombination mittels Zwei-Punkt-Crossover Ergebnis beider Crossover-Verfahren sind zwei neue Individuen mit einer Mischung der Eigenschaften der Eltern. Es sind noch weitere Crossover-Verfahren möglich (z.B n-PunktCrossover), auf deren detaillierte Darstellung kann an dieser Stelle verzichtet werden, da sich das Prinzip nicht ändert und nur die Auswahlverfahren der Schnittstellenzahl und –lage variiert werden. Das Ergebnis ist in jedem Fall eine Kombination der Eigenschaften der Eltern. Eine Veränderung der Elterngeneration mittels Mutation ist ebenfalls möglich. Dabei wird jedes Bit mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,001 bis 0,01 invertiert, eine Mutation erfolgt demnach nur bei jedem 100 bis 1000sten Bit. Auch hier ist die Analogie zur Natur augenfällig, wo die Wahrscheinlichkeit für eine Mutation unter normalen Umweltbedingungen eben- [...]
ne. Rekombinationsoperator ist ein sogenannter Crossover. Es können Ein- und Zwei-PunktCrossover unterschieden werden. Beim Ein-Punkt-Crossover erfolgt an einer zufällig bestimmten Stelle ein Schnitt und die dahinter liegenden Bits werden zur Bildung der Kindergeneration zwischen den Elternplänen ausgetauscht. Die Schnitte können sowohl an völlig frei gewählten Punkten des Genotypen als auch nur an den Stellen zugelassen werden, an welchen zwei Eigenschaften eines Planes aneinander grenzen. Dieses Vorgehen ist in Tabelle 4 dargestellt. Elternplan 1 ist in diesem Beispiel der oben erzeugte Genotyp, Elternplan 2 wurde zufällig gebildet. Elterngeneration „Elternplan“ 1 100001100010 „Elternplan“ 2 010001010011 Schnitt 1000 01100010 0100 01010011 Kindergeneration „Kinderplan“ 1 100001010011 „Kinderplan“ 2 010001100010 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832443535
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Dittrich, Bernd September 2000: Optimierungsverfahren im Supply Chain Management, Hamburg: Diplomica Verlag
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APS, Optimierung, SCM-Software, Supply Chain Management



