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Optimierungsmöglichkeiten bei der Lerntransfersicherung für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen von Führungskräften der Sparkasse

Optimierungsmöglichkeiten bei der Lerntransfersicherung für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen von Führungskräften der Sparkasse
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Frank Opitz
  • Abgabedatum: April 2003
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 5,3 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Bielefeld - University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7384-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7384-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7384-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Opitz, Frank April 2003: Optimierungsmöglichkeiten bei der Lerntransfersicherung für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen von Führungskräften der Sparkasse, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Seminarerfolg, Weiterbildungseffizienz, Führungsweiterbildung, Lernerfolg, Sparkassenstrategie

Diplomarbeit von Frank Opitz

Einleitung:

„Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“ Goethes Erkenntnis über den Umgang mit Wissen und Wollen erscheint aktueller denn je. Gerade angesichts des aktuellen Wirtschaftsgeschehens sind angewandtes Know-how und Aktivität für ein Unternehmen von erheblicher Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg. Im Umkehrschluss führen ungenutztes Wissen und Passivität zu Misserfolg. Umso bedeutsamer erscheint diese Einsicht bei Dienstleistungsunternehmen, wie z.B. Kreditinstituten, zu sein. In Zeiten, in denen Bankprodukte immer homogener und austauschbarer erlebt werden, hängt der Unternehmenserfolg in beachtlichem Maße von den Mitarbeitern und der täglichen Anwendung ihres Wissens ab.

Hinzu tritt die aufsichtsrechtlich geforderte Qualifikation von Mitarbeitern, um im Rahmen der Gesamtbanksteuerung auftretende Risiken zu identifizieren und zu minimieren. Zu den Bedrohungen zählt auch das sog. operationelle Risiko, d.h. die potenzielle Gefahr von Verlusten, die auch durch unangemessenes Mitarbeiterverhalten eintreten kann. Die Mitarbeiterschaft wird in den Regularien ausdrücklich als latente Risikoquelle für ökonomische Verluste genannt. Neben krimineller Energie kann gerade auch die Minderqualifikation zu wirtschaftlichen Schäden in einem Kreditinstitut führen (z.B. Schadensersatzforderungen aus Fehlberatungen, fehlerhafte Kreditausleihungen, Ausfälle durch Fehlbedienung der EDV).Um diese Risiken im Sinne der Bankenaufsicht zu steuern, wird ein Mindestmaß an Know-how bei den Mitarbeitern sowie dessen stetige Aktualisierung verlangt.

Wird die herausragende Bedeutung der Mitarbeiter- und Managementqualität für den Bestand und den Erfolg eines Kreditinstituts grundsätzlich nicht bestritten, so fordert das ökonomische Effizienzstreben angesichts rückläufiger Margen die vertretbare Zuweisung knapper Ressourcen. Auf den ersten Blick ist es daher nicht verwunderlich, dass der Ruf nach massiven Einsparungen insbesondere im Weiterbildungsbereich sehr laut geworden ist. Sind es doch gerade im Dienstleistungssektor die Personal- und Personalentwicklungskosten, die den höchsten Anteil am Gesamtaufwand haben.

Der undifferenzierte Ruf nach Kürzungen der Weiterbildungsbudgets zeigt das bekannte Phänomen der ungleichen Behandlung von Kosten und Nutzen immaterieller Leistungen. Ausführlichen und differenzierten Aussagen zu Weiterbildungskosten stehen eher unbestimmte und nur langfristig messbare Nutzenvorstellungen gegenüber.

Betrachtet werden allerdings aktuell nur Ausgaben, da diese sich unmittelbar messen lassen. Würde Weiterbildung als Investition mit mittel- bzw. langfristigen Zahlungseingängen gesehen, so wäre das Bewusstsein dafür geweckt, dass kurzfristige Etatkürzungen nicht nur zu erwünschten Einsparungen, sondern ebenso zu unerwünschtem Substanzabbau beim Mitarbeiter-Know-how führen können.

Zwar müssen Ansätze von Seminartourismus und ähnliche Fehlsteuerungen im Fortbildungsbereich vermieden werden. Zielorientierte und notwendige Qualifizierungsmaßnahmen dürfen aber nicht gestrichen werden. Der Fokus strategischer Weiterbildungsüberlegungen sollte daher eher in einer vorausschauenden Erfolgssteuerung liegen, d.h. in dem Bemühen, dass diejenigen Seminare, die durchgeführt werden, auch ihr Ziel, die Anwendung des Erlernten, erreichen.

Obwohl Menschen allgemein ein hohes Maß an Lernfähigkeit besitzen, gibt es in der alltäglichen Praxis beim Übertragen des Erlernten häufig Schwierigkeiten. Diese führen dann dazu, dass der Nutzen von Weiterbildungsmaßnahmen falsch eingeschätzt wird.

Wenn also Weiterbildung die dauerhafte Existenz von Unternehmen sichern soll, dann muss sie wirken. Aufgrund dieser Überlegung soll dem Transfer, d.h. der Übertragung des Gelernten an den Arbeitsplatz und dessen Sicherung in der vorliegenden Arbeit Beachtung geschenkt werden.

Ziel dieser Arbeit ist es, ausgewählte pragmatische Möglichkeiten für die Verstärkung von Transfersicherungsaktivitäten aufzuzeigen sowie einen theoretischen Überblick über das Thema »Transferförderung« als solches zu geben, um unternehmensintern detaillierte Diskussionen anzuregen und vorzubereiten.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS VI
1. EINLEITUNG 1
1.1 HINFÜHRUNG ZUM THEMA 1
1.2 ZIEL UND VORGEHENSWEISE 5
2. VORSTELLUNG DES UNTERNEHMENS 7
2.1 KURZPORTRAIT DER SPARKASSE [.] 7
2.2 ORGANISATORISCHE EINGLIEDERUNG UND BEDEUTUNG DER WEITERBILDUNG 7
2.3 AUSSAGEN ZUR FÜHRUNG UND MITARBEITERFÖRDERUNG 10
3. BEGRIFFLICHE PRÄZISIERUNG UND ABGRENZUNG 11
3.1 BETRIEBLICHE WEITERBILDUNG 11
3.1.1 Begriff 11
3.1.2 Prozess-Modell der Weiterbildung 14
3.2 BEGRIFF UND BEDEUTUNG DER FÜHRUNGSKRAFT 15
3.3 VERHÄLTNIS VON LERNTRANSFERSICHERUNG UND BILDUNGSCONTROLLING 18
3.4 VERHÄLTNIS VON LERNTRANSFERSICHERUNG UND EVALUATION 19
4. GRUNDLAGEN DES LERNTRANSFERS 23
4.1 ÜBERBLICK ÜBER LERNTHEORETISCHE GRUNDLAGEN 23
4.2 VERSCHIEDENE TRANSFERBEGRIFFE 29
4.2.1 Transfer allgemein 29
4.2.2 Transfer im engeren und im weiteren Sinne 29
4.2.3 Transfer als Vorgang und Ergebnis 30
4.2.4 Vertikaler und lateraler Transfer 30
4.2.5 Positiver und negativer Transfer 31
4.2.6 Kognitiver und emotionaler Transfer 32
4.2.7 Zielbegriff Lerntransfer 32
4.3 BEDEUTUNG DES LERNTRANSFERS FÜR EIN UNTERNEHMEN 33
4.4 DETERMINANTEN DES LERNTRANSFERS 35
4.5 VERLAUFSMODELL DES TRANSFERS 36
4.6 TRANSFERHEMMNISSE 38
4.6.1 Teilnehmerbedingte Hemmnisse 39
4.6.2 Trainingsprozessbedingte Hemmnisse 40
4.6.3 Organisationsbedingte Hemmnisse 42
5. BASISMAßNAHMEN DER LERNTRANSFERSICHERUNG 48
5.1 VORBEREITUNGSPHASE 49
5.1.1 Bedarfsorientierung 49
5.1.1.1 Zielorientierte Bedarfsanalyse 49
5.1.1.2 Einbindung der Führungskraft 52
5.1.1.3 Einbindung weiterer unmittelbarer Bezugspersonen 52
5.1.2 Erfahrungsorientierung 53
5.1.3 Erwartungsorientierung 54
5.1.4 Vorbereitungsgespräch mit der Führungskraft 56
5.2 DURCHFÜHRUNGSPHASE 56
5.2.1 Teilnehmermotivation 56
5.2.2 Realitätsbezug der Inhalte 58
5.2.3 Generalisierbarkeit der Inhalte 60
5.2.4 Integration von Transfermodulen / -seminaren 61
5.3 NACHBEREITUNGSPHASE 63
5.3.1 Organisation des Arbeitsumfeldes 63
5.3.2 Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch 64
5.3.3 Unterstützung durch Führungskraft und Team 65
5.3.4 Verbindliche Transferabsprachen 71
6. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR DIE SPARKASSE [.] 74
6.1 AUSGANGSSITUATION 74
6.2 AUFGABEN- UND ANFORDERUNGSPROFILE DER TEILNEHMER 75
6.3 KURZBESCHREIBUNG DER WEITERBILDUNGSMAßNAHME 76
6.4 BEFRAGUNG DER TEILNEHMER UND DER REFERENTIN PE 78
6.4.1 Datenerhebung 78
6.4.2 Ergebnisse und Kurzinterpretation 79
6.5 OPTIMIERUNGSMÖGLICHKEITEN 89
7. RECHTLICHE HINWEISE 93
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 96
EHRENERKLÄRUNG A
LITERATURVERZEICHNIS B
ANHANG H

Automatisiert erstellter Textauszug:

Unterlagen (z.B. Lehrbriefe) oder aber durch die Aufforderung, einen Praxisfall mitzubringen, geschehen. Je besser die Teilnehmer über den Zweck und Inhalte der Maßnahme informiert sind, desto weniger tauchen Startprobleme auf und desto höher ist der Lern- und Transfererfolg. Dazu gehören auch die an früherer Stelle erläuterten Lernziele, die Teilnehmer darüber informieren, wie sie sich nach dem Seminar verhalten sollen und welche Maßstäbe zur Messung existieren. Sofern gleiche Seminare bereits stattgefunden haben, ist der Versand früherer Teilnehmerlisten hilfreich, da so bei Bedarf auf die Erfahrungen der vorhergehenden Teilnehmer zurückgegriffen werden kann. Je nach Wichtigkeit des Seminars kann auch eine Einführungsveranstaltung notwendig sein. [...]

gen an die Teilnehmer. Beide Positionen müssen abgestimmt und justiert werden. Wenn auch die praktische Erfahrung bisweilen etwas Anderes zeigt, so soll bei Erwartungen nicht von privaten und individuellen Wünschen ausgegangen werden, sondern von unternehmens- bzw. berufsbezogenen Anforderungen. Dazu zählen z.B. Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, die bereits im Vorfeld erfasst werden sollten. Darüber hinaus antizipieren Teilnehmer Erfolg und Misserfolg ihrer Umsetzungsstrategie. Potenzielle Misserfolge werden durch Transferblockaden vermieden. Insofern sollte den Teilnehmern der Erfolg und Nutzen verdeutlicht werden. Zusätzlich wägen Mitarbeiter den notwendigen Aufwand gegen den Nutzen ab. Je nach subjektiver Relation der Anstrengungs-Resultats-Erwartung wird der Teilnehmer zu einer Verhaltensänderung bewegt oder von ihr abgehalten. Hier spielt also nicht das "Können", sondern das "Wollen" der Umsetzung eine Rolle. Vor dem Hintergrund motivationstheoretischer Überlegungen wird ein Transfer immer dann gelingen, wenn er für die Erreichung persönlicher Ziele der Mitarbeiter attraktiv ist. Insgesamt gilt es also, die Erwartungen mit dem tatsächlichen Gegebenheiten zu justieren, um falsche Erwartungen zu vermeiden und Nutzen für die Individuen aufzuzeigen. Wenngleich der Balanceakt zwischen den unterschiedlichen Anforderungen auch schwierig ist, sollte im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten versucht werden, die Weiterbildungsziele des Unternehmens mit denen der Teilnehmer durch Nutzenkommunikation und intensive Vorbereitungsgespräche kompatibel zu gestalten. Entscheidendes Gewicht bei einer erfolgreichen Abstimmung der Erwartungen hat die eigene Vorbereitung der Teilnehmer. Erhalten sie vor der Trainingsmaßnahme Informationen zu Inhalten und Zielen sowie zu ihrem persönlichen Nutzen, fördert dies den Umsetzungserfolg, da sie besser eingestimmt auf das Kommende und eher zur Mitarbeit motiviert sind, als wenn sie plötzlich und unerwartet mit dem Seminar konfrontiert werden. Gleiches gilt für das vorbereitende Einlesen in das Themengebiet und vorherige themenbezogenen Erfahrungssammlungen.130 Wichtig ist, dass die Vorabinformationen die Teilnehmer dazu veranlassen, sich vorzubereiten. Das kann durch Vorabversand von [...]

Zunächst geht es hierbei um die schon aus pädagogischer Sicht notwendige Teilnehmerorientierung. Bildungsinhalte lassen sich leichter erlernen, wenn auf bereits erworbenem Wissen und vorhandenen Kompetenzen aufgebaut werden kann. Auf Basis der Überlegungen der Kognitionspsychologie sind mit den Erfahrungen gedankliche Strukturen zu einem Themenfeld vorhanden, in die neue Informationen aus dem Seminar eingeordnet und in Beziehung gesetzt werden können. Dadurch verlängert sich einerseits die Behaltenskurve, andererseits können durch individuelle Verknüpfungen bekannter und neuer Informationen eigene Überlegungen entwickelt werden. Wichtige ergänzende psychologische Lernvoraussetzung ist z.B. die Persönlichkeitsstruktur mit dem jeweiligen Energiezustand, Sicherheits- bzw. Unsicherheitsempfinden sowie der generellen Einstellung zur Weiterbildung. Darüber hinaus wird der Transfer von der Lernfähigkeit, Lernbereitschaft, Umstellungsfähigkeit und Abstraktionsfähigkeit beeinflusst. Insofern müssen diese Faktoren ebenfalls Berücksichtigung finden.125 Darüber hinaus schwingt ein weiterer Aspekt im Rahmen der Auswahl und Zusammensetzung der Teilnehmer mit. Gerade bei der Vorbereitung eines Seminars besteht die Gefahr, die Vielschichtigkeit der Einflussfaktoren auf den Erfolg der Weiterbildungsmaßnahme außer Acht zu lassen. Sofern die Zusammensetzung der Seminarteilnehmer nicht schon durch organisatorische oder strategische Ereignisse vorbestimmt ist, sollte nach pädagogischen Motiven entschieden werden. Idealerweise bestehen in etwa gleiche Vorkenntnisse, d.h. geringe Unterschiede im Hinblick auf Ausbildung und Erfahrung.126 In diesem Zusammenhang soll auch die Diskussion darüber erwähnt werden, ob Gruppen nur horizontal, d.h. mit Teilnehmern gleicher Hierarchiestufen, oder auch vertikal, also mit Teilnehmern verschiedener Hierarchien, besetzt werden sollen. In der Literatur findet sich beispielhaft folgendes zusammenfassendes Argumentarium im Hinblick auf hierarchische Gruppenzusammensetzungen: [...]

Arbeit zitieren:
Opitz, Frank April 2003: Optimierungsmöglichkeiten bei der Lerntransfersicherung für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen von Führungskräften der Sparkasse, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Seminarerfolg, Weiterbildungseffizienz, Führungsweiterbildung, Lernerfolg, Sparkassenstrategie

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