Optimierungs- und Einsparpotentiale im Meeting- und Travel-Management von Großunternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christian Holzwarth
- Abgabedatum: Mai 2003
- Umfang: 176 Seiten
- Dateigröße: 926,8 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7142-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7142-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7142-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Holzwarth, Christian Mai 2003: Optimierungs- und Einsparpotentiale im Meeting- und Travel-Management von Großunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Geschäftsreise, Event, Prozessoptimierung, Veranstaltung, Kostensenkung
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Diplomarbeit von Christian Holzwarth
Zusammenfassung:
Im Zuge der Globalisierung und Internationalisierung der Märkte wächst die Zahl internationaler Geschäftsbeziehungen von Unternehmen. Gleichzeitig steigt dabei sowohl die Anzahl individueller Geschäftsreisen als auch das Reiseaufkommen, das mit der Abhaltung nationaler und internationaler Business-Veranstaltungen bzw. Meetings verbunden ist. Für Unternehmen bedeutet dies stetig steigende Ausgaben für die Reiseaktivitäten ihrer Mitarbeiter sowie erhöhte Kosten für die Organisation und Durchführung von Meetings. Dabei reicht die Palette der von Unternehmen veranstalteten Meetings von Fortbildungsseminaren mit 10 Teilnehmern, über Händlertreffen und Produktpräsentationen bis hin zu Hauptversammlungen und Firmenkongressen mit mehreren hundert oder sogar tausenden von Teilnehmern.
Da die Ausgaben für Meetings und Geschäftsreisen einen sehr großen Kostenblock im Unternehmen darstellen, bilden diese einen wichtigen Ansatzpunkt für Einsparungen, besonders in Krisenzeiten, in denen vonseiten der Geschäftsleitung genauestens auf die Kostenstruktur im Unternehmen geachtet wird. Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit den Optimierungs- und Einsparpotenzialen bei der Organisation von Unternehmensveranstaltungen und bei der Abwicklung von Geschäftsreisen. Das Meeting Management ist hierbei für die Senkung der Veranstaltungskosten im Unternehmen zuständig, während sich das Travel Management auf die Reduzierung der Reisekosten konzentriert. Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der zentralen Erfolgsfaktoren im Meeting- und Travel-Management von Großunternehmen.
Das Meeting Management in deutschen Unternehmen ist häufig durch mangelnde Kostentransparenz und das Fehlen standardisierter Geschäftsprozesse gekennzeichnet. Darüber hinaus arbeiten Meeting- und Travel-Manager in vielen Fällen noch völlig isoliert voneinander, obwohl die möglichen Synergiepotenziale besonders im Bereich des Einkaufs von Transport- und Hotelleistungen offensichtlich sind. In dieser Arbeit werden sämtliche Elemente der Veranstaltungsorganisation beleuchtet, die das Meeting Management im Unternehmen beeinflussen kann, und es werden dementsprechend Ansätze zur Kosten- und Prozessoptimierung aufgezeigt.
Im Travel Management von Unternehmen geht es sowohl um individuelle Geschäftsreisen als auch um den Einkauf und die Abwicklung von Reiseleistungen bei Veranstaltungen. In den letzten Jahren wurde bereits einiges über Optimierungsmöglichkeiten im Travel Management und deren Umsetzung geschrieben, allerdings beschäftigt sich die vorhandene Literatur fast ausschließlich mit der Kostenoptimierung bei individuellen Geschäftsreisen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass viele Unternehmen Mitte der neunziger Jahre zunächst damit begonnen haben, die Geschäftsprozesse bei individuellen Geschäftsreisen einzelner Mitarbeiter zu optimieren. Diese Unternehmen haben daher im Bereich des individuellen Geschäftsreiseverkehrs bereits häufig einen hohen Optimierungsgrad erreicht, was für den Bereich Gruppenreisen bei Veranstaltungen jedoch noch nicht zutrifft. Im Zentrum dieser Arbeit stehen deshalb schwerpunktmäßig die Vorgehensweisen im Travel Management, die mit der Bereitstellung von Reiseleistungen für Veranstaltungsteilnehmer verbunden sind. Ausgehend von den häufig bereits durch das Travel Management optimierten Abläufen bei individuellen Geschäftsreisen wird der Fokus also auch auf die Reisen im Unternehmen gerichtet, die im Rahmen von Veranstaltungen organisiert werden müssen. Dabei werden Instrumente und Verfahren des Travel Managements betrachtet, die sowohl bei individuellen Geschäftsreisen als auch bei Gruppenreisen bzw. Meetings ihre Anwendung finden – eine isolierte Betrachtung des einen oder des anderen Bereichs ist aus Gründen der möglichen Synergien nicht sinnvoll.
Diese Diplomarbeit konzentriert sich in ihrer Betrachtungsweise auf das Geschehen in Großunternehmen, da aufgrund des sehr hohen Veranstaltungs- und Geschäftsreisevolumens ein professionelles Meeting- und Travel-Management und die Schaffung standardisierter Geschäftsprozesse geradezu zwingend erforderlich sind, um in großem Umfang Kosten einzusparen. Darüber hinaus sind viele der vorgeschlagenen Optimierungsmöglichkeiten erst ab einem bestimmten Meeting- bzw. Reisevolumen sinnvoll. Allerdings können einige der betrachteten Aspekte natürlich auch auf kleinere und mittlere Unternehmungen übertragen werden.
Neben der Globalisierung der Unternehmensaktivitäten stellen die sich rasch verändernden sonstigen Rahmenbedingungen im Geschäftsreise- und Veranstaltungssektor die Meeting- und Travel-Manager in Unternehmen vor neue Herausforderungen. Diese Rahmenbedingungen und Herausforderungen werden in dieser Arbeit umfassend dargestellt. Zu den sich am schnellsten verändernden Bereichen in der Reise- und Meeting-Branche gehört dabei auch die permanente Weiterentwicklung von Informationstechnologien, deren derzeitiger Einfluss und deren Nutzungsmöglichkeiten in dieser Arbeit ebenfalls ausführlich betrachtet werden.
Fazit: Diese Diplomarbeit gibt Antworten auf folgende Fragen:
Welche (Kosten-)Vorteile ergeben sich durch eine enge Verzahnung von Meeting- und Travel-Management im Großunternehmen?
Wie lassen sich die Geschäftsprozesse im Meeting Management verbessern und mit den Prozessen im Travel Management sinnvoll verbinden?
Wie können IT-Lösungen diese Prozesse unterstützen?
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Aufgabenstellung und Abgrenzung des Themas | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit | 4 |
| 2. | TRAVEL MANAGEMENT GRUNDLAGEN | 6 |
| 2.1 | Definitionen | 6 |
| 2.1.1 | Formen von Geschäftsreisen | 6 |
| 2.1.2 | Definition Travel Management | 7 |
| 2.2 | Bedeutung der Reisekosten und des Travel Managements in Unternehmen | 8 |
| 2.3 | Organisatorische Ansiedlung des Travel Managements | 10 |
| 2.4 | Aufgaben und Ziele des Travel Managements | 11 |
| 2.5 | Prozesse bei der strategischen und operativen Abwicklung von Geschäftsreisen | 16 |
| 2.5.1 | Vorbemerkungen | 16 |
| 2.5.2 | Der Geschäftsreiseprozess | 16 |
| 2.5.3 | Der Business Travel Management Prozess | 19 |
| 2.6 | Einkauf von Reiseleistungen und Vertragsverhandlungen mit Leistungsträgern | 21 |
| 2.7 | Reiserichtlinien/Travel Policy | 25 |
| 3. | MEETING MANAGEMENT GRUNDLAGEN | 28 |
| 3.1 | Definitionen | 28 |
| 3.1.1 | Definition Meeting | 28 |
| 3.1.2 | Definition Meeting Planer vs. Meeting Manager | 31 |
| 3.2 | Der Meeting Markt - Zahlen und Fakten | 33 |
| 3.3 | Aufgaben und Ziele im Meeting Management von Unternehmen | 36 |
| 3.4 | Prozessschritte bei der Organisation eines Meetings | 39 |
| 3.4.1 | Die Prozessschritte im Überblick | 39 |
| 3.4.2 | Die Meeting Planung | 40 |
| 3.4.3 | Die Meeting Organisation und Logistik | 41 |
| 3.4.4 | Die Meeting Durchführung | 44 |
| 3.4.5 | Die Meeting Nachbereitung und Evaluierung | 45 |
| 3.5 | Einkauf von Meeting-, Transport- und Unterbringungsleistungen | 47 |
| 3.5.1 | Leistungsträger und Lieferanten im Meeting Management | 47 |
| 3.5.2 | Angebotseinholung und Vertragsverhandlungen | 51 |
| 3.6 | Registrierung und Teilnehmerhandling | 52 |
| 3.7 | Budgets und Kosten im Meeting-Management | 56 |
| 3.8 | Schnittstellen zwischen Meeting- und Travel-Management | 58 |
| 4. | ANSÄTZE ZUR OPTIMIERUNG VON PROZESSEN UND STRUKTUREN IM MEETING- UND TRAVEL-MANAGEMENT | 59 |
| 4.1 | Aktuelle Entwicklungen und Trends im Meeting- und Travel-Management | 59 |
| 4.1.1 | Ursachen für den Wandel im Travel Management | 59 |
| 4.1.2 | Firmen-Meetings: Aktuelle Entwicklungen und Trends | 63 |
| 4.2 | Situationsanalyse im Unternehmen | 66 |
| 4.3 | Einführung eines Kontrollprozesses für Meetings | 71 |
| 4.4 | Einführung von unternehmensweiten Meeting-Richtlinien | 76 |
| 4.5 | Mögliche Organisationsstrukturen für den zentralen Meeting-Einkauf und das Meeting Management | 79 |
| 4.5.1 | Vorbemerkungen zu Organisationsstrukturen | 79 |
| 4.5.2 | Zentralisierung auf Unternehmensebene | 80 |
| 4.5.3 | Zentralisierung auf Geschäftsbereichsebene | 81 |
| 4.5.4 | Outsourcing des Meeting Managements | 81 |
| 4.5.5 | In-House Management kleiner Meetings und Outsourcing großer Meetings | 83 |
| 4.5.6 | Konvergenz von Meeting- und Travel-Management im Unternehmen | 83 |
| 5. | ANSÄTZE ZUR OPTIMIERUNG DES EINKAUFS IM MEETING- UND TRAVEL-MANAGEMENT | 86 |
| 5.1 | Vorbemerkungen zum Einkauf | 86 |
| 5.2 | Bündelung des Einkaufsvolumens, bevorzugte Leistungsträger/Lieferanten und Einkaufsrichtlinien | 87 |
| 5.3 | Einkauf von Flügen | 91 |
| 5.4 | Einkauf von Hotelleistungen | 94 |
| 5.5 | Unternehmensweite Kostentransparenz, Datenkonsolidierung und Management Information Systems | 98 |
| 5.5.1 | Zentrale Kostenerfassung und Datenkonsolidierung | 98 |
| 5.5.2 | Controlling, Management Information Systems und Firmenkreditkarten | 99 |
| 5.5.3 | Benchmarking: Destinationen, Meetings, Leistungsträger und Lieferanten | 105 |
| 6. | AUTOMATISIERUNG UND NEUE TECHNOLOGIEN | 107 |
| 6.1 | Vorbemerkungen zum Einsatz von Technologien | 107 |
| 6.2 | Technologien im Travel Management | 109 |
| 6.2.1 | Travel Management Technologien im Überblick | 109 |
| 6.2.2 | Online-Buchungssysteme und End-To-End Travel Management Systeme | 110 |
| 6.2.3 | Online-Buchungssysteme und Integration von Web Fares | 115 |
| 6.3 | Technologische „Insel“-Lösungen im Meeting Management | 116 |
| 6.3.1 | Vorbemerkungen | 116 |
| 6.3.2 | Suchmaschinen für Meeting Planer | 117 |
| 6.3.3 | Elektronischer Versand von Request for Proposals/Elektronische Ausschreibungsverfahren | 118 |
| 6.3.4 | Budgeting Tools | 120 |
| 6.3.5 | Marketing und Webseiten für Veranstaltungen | 120 |
| 6.3.6 | Online-Registrierungen | 122 |
| 6.3.7 | Housing Management Systeme | 126 |
| 6.3.8 | Raumverwaltungssoftware | 127 |
| 6.4 | End-To-End Meeting Management Technologien | 128 |
| 6.4.1 | Funktionen und Elemente im Überblick | 128 |
| 6.4.2 | Elektronische Abbildung des Kontrollprozesses und Meeting-Portale im Intranet von Unternehmen | 130 |
| 6.4.3 | Integration aller Elemente der Veranstaltungsorganisation | 132 |
| 6.5 | Konvergenz von Meeting- und Travel-Management Systemen | 138 |
| 6.6 | Implementierung neuer Technologien und Change Management | 141 |
| 7. | ONLINE-UMFRAGE ZUM THEMA „EINFLUSS VON INTERNET-TECHNOLOGIEN AUF DIE MEETING- UND EVENT-BRANCHE“ | 144 |
| 7.1 | Vorbemerkungen zur Online-Umfrage | 144 |
| 7.2 | Auswertung und Ergebnisse der Umfrage | 145 |
| 7.2.1 | Allgemeines | 145 |
| 7.2.2 | Internet und Event-Kommunikation | 146 |
| 7.2.3 | Internetnutzung durch Veranstaltungsorganisatoren | 147 |
| 7.2.4 | Prognose der Einsparpotenziale in unterschiedlichen Bereichen der Veranstaltungsorganisation | 147 |
| 7.2.5 | Agenturspezifische Fragen | 150 |
| 7.2.6 | Unternehmensspezifische Fragen | 150 |
| 8. | SCHLUSSBETRACHTUNG | 151 |
| LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS | 156 | |
| ANHANG | 163 | |
| ERKLÄRUNG | 166 |
• Anhang der Meeting-Richtlinien: Standardverträge und Checklisten für die Veranstaltungsplanung (besonders für unerfahrene Planer im Unternehmen) Veranstaltungsrichtlinien müssen aktiv an alle an der Abwicklung von Meetings beteiligten Mitarbeiter kommuniziert und sicherlich auch in Auszügen an externe Beteiligte (Reisebüro, PCO/Veranstaltungsagentur) weitergeleitet werden. Auch für Meeting-Richtlinien gilt, dass diese am besten in elektronischer Form kommuniziert bzw. im Intra-/Internet hinterlegt werden sollten, schon alleine aus Gründen der ständigen Aktualisierung. Die Mitarbeiter müssen stets über Neuigkeiten bei den Meeting-Richtlinien informiert werden, beispielsweise, wenn der Einkauf neue Rahmenverträge bzw. Einkaufskonditionen mit (neuen) bevorzugten Leistungsträgern abgeschlossen hat. Die Meeting-Aktivitäten im Unternehmen können jedoch nur dann optimal gesteuert werden und zu Einsparungen führen, wenn sich die Meeting-Auftraggeber im Rahmen des Registrierungs-/Genehmigungsverfahrens sowie bei der späteren Abwicklung der Veranstaltung auch an die Richtlinien halten. Zu diesem Zweck muss eine Kontrollinstanz im Unternehmen geschaffen werden, die die Einhaltung der Meeting-Richtlinien überwacht, Konsequenzen bei Nichtbeachtung einleitet und Ausnahmeregelungen genehmigt. Diese Kontrollinstanz muss von der Geschäftsleitung mit der notwendigen Autorität ausgestattet werden, damit die Kostenstellen- bzw. Budgetverantwortlichen und Mitarbeiter merken, dass die Geschäftsleitung uneingeschränkt hinter dem Kontrollprozess und den Kostensenkungsaktivitäten bei Meetings steht. Es genügt nicht, wenn die Meeting Manager einen solchen Kontrollprozess vorantreiben, vielmehr ist der feste Wille und der damit verbundene Druck der Geschäftsleitung entscheidend, um auch im Meeting Management standardisierte Geschäftsprozesse durchzusetzen. Die Schaffung von standardisierten Vorgehensweisen und Prozessen bei der Meeting Planung auf Grundlage von unternehmensweit einheitlichen MeetingRichtlinien eliminiert unterschiedliche und teilweise redundante Abläufe im Unternehmen und führt somit zu Einsparungen bei den indirekten Verwaltungskosten bei Veranstaltungen. [...]
größe sie nicht mehr autonom gehandhabt werden dürfen. Es handelt sich also hierbei um Richtlinien, die sich auf spezifische Veranstaltungsarten beziehen (z. B. Seminare, Kongresse oder Incentive-Reisen). Beispielsweise kann grundsätzlich für sämtliche Incentive-Programme im Unternehmen gelten, dass sie über eine zentrale Meeting Management Abteilung abgewickelt werden müssen. • Zusammenarbeit mit externen Leistungsträgern (Einkaufsrichtlinien131): Hier wird festgelegt mit welchen externen Leistungsträgern das Unternehmen bei der Organisation von Veranstaltungen langfristig zusammenarbeitet. Dazu gehört beispielsweise eine professionelle Veranstaltungsagentur und natürlich auch das Reisebüro bzw. Travel Management Unternehmen, über das die Reiseleistungen bei Veranstaltungen gebucht werden sollen. Außerdem kann das Unternehmen festschreiben, welche Lieferanten und Leistungsträger unter gegebenen Umständen bevorzugt eingeschaltet werden sollen (preferred supplier), da die Meeting/Travel Manager mit diesen Firmen Rahmenvereinbarungen bzw. besonders günstige Preiskonditionen ausgehandelt haben. Auch muss in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, wo die Meeting Planer im Unternehmen die aktuellen Preiskonditionen der Preferred Supplier einsehen können. Darüber hinaus ist eine Verknüpfung mit den Reiserichtlinien bzw. ein Abschnitt über die Reisemittelbeschaffung bei Meetings sinnvoll. • Meeting-Abrechnung und Kostenerfassung: In den Meeting-Richtlinien müssen klare Standards für die Meeting-Abrechnung definiert werden. Die Budget-Verantwortlichen müssen dazu verpflichtet werden, die Kosten der durchgeführten Veranstaltungen zentral zu erfassen. Nur so werden die Gesamtausgaben für Meetings im Unternehmen transparent, Kostentreiber können identifiziert und Einkaufsvorteile durch Volumenbündelung können erzielt werden. • Einsatz von Technologien: Mitarbeiter, die mit der Veranstaltungsorganisation betraut sind, müssen stets darüber informiert sein, welche SoftwareTools und Technologien sie bei ihrer Arbeit im Unternehmen unterstützen können und wie diese elektronischen Systeme funktionieren. [...]
Die Einführung eines Kontrollprozesses mit standardisierten Abläufen setzt die Einführung von unternehmensweiten Richtlinien für Veranstaltungen voraus, neudeutsch auch Meeting Policies genannt. Diese Meeting-Richtlinien sind analog zu den Reiserichtlinien im Travel Management zu sehen. Meeting-Richtlinien, deren konkrete Ausgestaltung und „Schärfe“ entscheidend von der Unternehmenskultur abhängig ist, sollten unter anderem folgende zentrale Elemente enthalten: • Grundsätzliches: Einleitung der Geschäftsleitung zum Hintergrund und den Zielen der Meeting-Richtlinien, Begriffsdefinitionen, Gültigkeit/Geltungsbereich, Konsequenzen bei Nichtbeachtung • Verantwortlichkeiten: Genaue Festlegung der Kompetenzen der an der Meeting-Abwicklung beteiligten Abteilungen/Mitarbeiter und des Meeting Managements, dazu gehören auch die Zuständigkeiten bei der Genehmigung von Ausnahmeregelungen sowie die Nennung von Meeting-Experten als Ansprechpartner in allen Fragen rund um die Organisation von Unternehmensveranstaltungen • Prozessbeschreibung: Angaben über das Registrierungs- bzw. Genehmigungsverfahren und die anschließenden Planungswege je nach Art und/oder Budgetvolumen der Veranstaltung. Die Meeting-Richtlinien können dabei beispielsweise besagen, dass für kleine Veranstaltungen mit weniger als 10 oder 15 Personen und nur sehr geringem Meeting-Budget ein Registrierungsbzw. Genehmigungsverfahren entfällt. Der Budget-Verantwortliche kann also unter Berücksichtigung der sonstigen Richtlinien autonom die Planung seiner Veranstaltung in die Wege leiten. Es kann jedoch auch festgelegt werden, dass bei diesen Veranstaltungen ein Meeting-Experte zumindest die abzuschließenden Verträge noch einmal prüft und genehmigt. • Definition der Veranstaltungstypologien und Festlegung der veranstaltungsspezifischen Richtlinien: Hieraus muss hervorgehen, welche klaren und eindeutigen Zuständigkeiten und Geschäftsprozesse mit den einzelnen Arten von Veranstaltungen verbunden sind und ab welcher Veranstaltungs- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832471422
Arbeit zitieren:
Holzwarth, Christian Mai 2003: Optimierungs- und Einsparpotentiale im Meeting- und Travel-Management von Großunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Geschäftsreise, Event, Prozessoptimierung, Veranstaltung, Kostensenkung



