Optimierung der psycho-sozialen Kompetenzen
Eine Studie zur Suchtprävention im Kinder- und Jugendalter
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Elisabeth Pfalz
- Abgabedatum: Januar 2003
- Umfang: 77 Seiten
- Dateigröße: 633,4 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: University of Derby Großbritannien
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8586-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8586-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8586-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Pfalz, Elisabeth Januar 2003: Optimierung der psycho-sozialen Kompetenzen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Suchtprävention, "Platz" der SP im Schulwesen, Lehrpläne, Praktische Modelle
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Diplomarbeit von Elisabeth Pfalz
Einleitung:
Die augenfällig immer stärker werdende Problematik des Suchtgiftmissbrauchs durch Kinder und Jugendliche hat mich veranlasst, diese Arbeit zu verfassen. Nur wenn sich neben den Pädagog/innen auch die vorgesetzten Behörden des dringenden Handlungsbedarfs bewusst werden, kann sinnvolle Präventionsarbeit geleistet werden.
Moderne Suchtprävention hat noch keinen „Platz“ im österreichischen Erziehungswesen gefunden.
Die Förderung psycho-sozialer Kompetenzen ist Teil der Gesundheitsförderung. Gesundheit selbst hat körperliche, psychische und soziale Anteile. Psychische Gesundheit bedeutet zum Beispiel, sich gut mit sich selbst zurechtzukommen/ sich mit sich selbst wohlfühlen, Selbstvertrauen zu haben, äußere Ereignisse sinnvoll interpretieren und bewältigen zu können, Stress bewältigen zu können und psychisch in „normalem“ Ausmaß belastbar zu sein.
Soziale Gesundheit bedeutet zum Beispiel, über „soziales“ Kapital zu verfügen (Wissen, Einfluss, Ressourcen), gut mit anderen zurechtzukommen, befriedende soziale Beziehungen aufbauen und leben zu können, adäquates soziales Verhalten an den Tag legen zu können und eigene Ziele und Ideen sozial verträglich verwirklichen zu können. Psycho-soziale Kompetenzen sind demzufolge Fähigkeiten, die einen angemessenen Umgang sowohl mit den Mitmenschen als auch mit Problemen und Stresssituationen im täglichen Leben ermöglichen.
Interessant ist in diesem Kontext die Stellungnahme der WHO zum Thema Gesundheitsförderung, welche in der Ottawa-Charta im Jahr 1986 wie folgt definiert wurde:
„Gesundheitsförderung zielt auf den Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. sie verändern können. In diesem Sinne ist die Gesundheit als ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen und nicht als vorrangiges Lebensziel. ... Die Verantwortung für die Gesundheitsförderung liegt deshalb nicht nur beim Gesundheitssektor, sondern bei allen Politikbereichen und zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden“.
Gang der Untersuchung:
Um moderne Suchtprävention betreiben zu können, ist es notwendig, die Entstehung und Wirkungsweise von Sucht zu begreifen. Da die suchtpräventiven Maßnahmen einen langen Entwicklungsprozess hinter sich haben, ist auch ein geschichtlicher Rückblick notwendig. Die Charakteristik moderner Suchtprävention wird anschließend kurz angerissen. Schließlich wird erläutert, welche allgemeinen Maßstäbe für Suchtprävention im Kindesalter und in der Schule gelten.
Zum Begriff „SUCHT“: Geht man von der ursprünglichen Bedeutung des Wortes aus, so bedeutet Sucht so viel wie Siechtum, also Krankheit. Allen neueren Definitionen ist gemeinsam, dass sie Sucht erstens als unstillbares Verlangen nach einem Suchtmittel (substanzgebundene Sucht) oder nach einem Vorgang, einer Handlung (prozessgebundene Sucht) und zweitens als progressive, also fortschreitende psycho-soziale Dynamik begreifen. Sucht inkludiert sowohl physische, psychische als auch soziale Abhängigkeit. Nach Ehmke ist „Sucht vor allem die Störung der Gefühlsfähigkeit, der Kommunikations- und damit auch der Beziehungsfähigkeit“.
Festzuhalten ist, dass Sucht in alltäglichen Bezügen entsteht und etwas mit den Bedingungen zu tun hat, unter welchen Menschen, gleich welchen Alters, ihren Alltag bewältigen. Eine Suchtpersönlichkeit als solche gibt es nicht, wohl aber zur Sucht disponierende Lebens- und Sozialisationserfahrungen. Seit den 70-er Jahren, nach der so genannten „Drogenwelle“, fand die Ursachenforschung ein weites Betätigungsfeld im Suchtbereich: Die Ansätze liegen sowohl in den psychologischen, physiologischen und soziologischen Bereichen als auch im Zusammenwirken verschiedener Einflussfaktoren in der Person, der Umwelt und der jeweiligen Substanz. Drogenkonsum wird auch in funktionellem Zusammenhang mit den Anforderungen und Belastungen jugendspezifischer Entwicklungsaufgaben gesehen.
Zum Begriff „PRÄVENTION“: Umgangssprachlich wird der Begriff Prävention meist als Summe von Maßnahmen verstanden, die gesetzt werden, um ein Problem zu verhindern, so lange das Problem noch nicht aufgetaucht ist. Im wissenschaftlichen Kontext versteht man darunter hingegen jede denkbare Intervention, von Vorbeugung und früher Intervention bis zu therapeutischen Interventionen, nachdem das Problem bereits eingetreten ist. Aus diesem Zusammenhang ergibt sich die Gliederung in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention.
In dieser Arbeit werde ich mich auf primärpräventive Maßnahmen beschränken. Diese beziehen sich ausschließlich auf Personen, die keine besonderen Risikogruppen bilden und bei denen das Problem noch nicht aufgetreten ist.
Suchtprävention gibt es schon seit einigen 100 Jahren: Bereits im 16. und 17. Jahrhundert sprach man von einer „Drogenkrise“, als durch die koloniale Expansion Europas der unkontrollierte Genuss von Kaffee, Tee, Tabak und Kakao die „gottgewollte Ordnung“ zu bedrohen schien. Im 19. Jahrhundert, nach der industriellen Revolution, verschlechterte sich der Ernährungszustand breiter Bevölkerungsschichten: eine Untersuchung aus dem Jahre 1882 spricht von einer „erstaunlichen Fülle von Surrogaten“, die sich im Verlaufe des Industrialisierungsprozesses Eingang in die Küchen der Armen verschafft hatte: Kaffee, Kakao, Haschisch, Opium, Tabak und Branntwein - letzterer diente als Durstlöscher, Sorgenbrecher und Hungerstiller in einem. Schnaps wurde zu einem ebenso wichtigen wie miserablen Nahrungsmittel der Unterschichten und war ein „Fluchtvehikel“, das die harten Realitäten des Fabrikdaseins milderte. Die Frustverdrängung durch Alkohol begann sich gleichsam epidemisch auszubreiten.
Alkohol wurde in der Folge als „immense Gefahr für die moderne Gesellschaft“ wahrgenommen und Branntwein wurde steuerlich belastet; im Jahre 1880 folgte gar ein striktes Alkoholverbot.
Die US-amerikanische Prohibitionspolitik der 20-er und beginnenden 30-er Jahre zeigte deutlich, dass ein Alkoholverbot den Gesamtkonsum zwar senken kann, die sozialen und medizinischen Probleme jedoch multipliziert.
Interessanterweise galten die sogenannten „Betäubungsmittel“ und „Rauschgifte“ lange Zeit nicht als gesellschaftliches Problem. Erst 1912 fand auf Initiative der USA die erste internationale Opiumkonferenz statt, in welcher der Grundstein für die Drogenprohibition des 20. Jahrhunderts gelegt wurde.
So wurde einerseits versucht, durch strikte Verbote den Drogenkonsum einzudämmen, andererseits wurde der Rausch als wirtschaftlicher und politischer Marktwert entdeckt und ausgebaut: neue Drogen wurden erfunden ( Heroin durch ein deutsches Pharmaunternehmen für die Helden an der Front), Kriege mit ihnen geführt und Waffen gegen Drogen getauscht.
In der Öffentlichkeit herrschte die Meinung vor, dass Drogen von „verweichlichten Individuen“ in der weitgehend automatisierten und motorisierten Industriegesellschaft konsumiert wurden.
Erst Ende der 80-er Jahre belegte eine Studie der UNESCO erstmals, dass Aufklärung und Verbote allein nicht genügten. Der Missbrauch von legalen und illegalen Drogen wurde immer weniger getrennt und die Unterscheidung zwischen ursachen- und symptomorientierter Prävention begann sich langsam durchzusetzen.
Die – erwiesenermaßen – kontraproduktive Prohibition von illegalen Drogen wurde und wird jedoch von starken Interessensgruppen forciert: die illegale Drogenindustrie nimmt immerhin den dritten Platz in der Weltwirtschaftsstatistik ein.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | 1 | |
| 1. | Einleitung | 4 |
| 1.1 | Hypothese | 4 |
| 1.2 | Begriffsdefinitionen | 4 |
| 1.2.1 | Psycho-soziale Kompetenzen | 4 |
| 1.2.2 | Suchtprävention | 5 |
| 1.3 | Warum ist eine Optimierung der psycho-sozialen Fähigkeiten überhaupt notwendig? Erhebung des „Ist-Zustandes „ der sozialen Situation der Kinder und Jugendlichen in Österreich | 10 |
| 1.4 | Kinder heute | 11 |
| 2. | Zur vorliegenden Studie | 15 |
| 2.1 | Methode | 15 |
| 2.2 | Ergebnisse | 15 |
| 3. | Hypothesenprüfung | 25 |
| 4. | Ursachenforschung | 26 |
| 4.1 | Ausbildung zu Kindergartenpädagog/innen | 26 |
| 4.2 | Pädagogische Akademie des Bundes in Baden | 28 |
| 4.3 | Weiterbildungsangebote für Pflichtschullehrer/innen | 30 |
| 5. | Praktische Modelle für die Umsetzungsuchtpräventiver Maßnahmen | 32 |
| 5.1 | Im Kindergarten | 32 |
| 5.2 | In den Schulen | 39 |
| 5.2.1 | Suchtpräventiver Unterricht an den Volksschulen | 42 |
| 5.2.2 | Praktische suchtpräventive Unterrichtsmodelle an Schulen für 10- bis 14-Jährige | 47 |
| 6. | Evaluierung durchgeführter Projekte | 56 |
| 6.1 | Im Kindergarten | 56 |
| 6.2 | In derVolksschule | 57 |
| 6.3 | In der Hauptschule | 59 |
| 6.4 | Die Kampagne „Kinder stark machen“ | 62 |
| 7. | Voraussetzung für die effektive Durchführung suchtpräventiven Unterrichts | 64 |
| 7.1 | Maßnahmen im strukturellen Bereich | 64 |
| 7.2 | Notwendige Maßnahmen zur Förderung der erforderlichen Rahmenbedingungen | 65 |
| 8. | Zusammenfassung und Ausblick | 67 |
| 9. | Literaturverzeichnis | 68 |
Im Kapitel „Aufgaben und leitende Grundsätze“ findet man unter §2 (2) bei Punkt 5 folgenden Passus: „Bei der Gestaltung der Studien werden die Aufgaben der österreichischen Schule sowie insbesondere folgende leitende Grundsätze berücksichtigt: die Stärkung sozialer Kompetenz durch geeignete Formen des Unterrichtes (Teamarbeit, Projektarbeit) Punkt 11 desselben Kapitels fordert „die soziale Chancengleichheit“. Im Kapitel „Qualifikationsprofil“ beschäftigt sich der Abschnitt (3) mit der Umsetzung der leitenden Grundsätze. Für diese Arbeit relevant sind folgende Punkte: 6. Bildung passiert zunehmend mit Blick auf eine Welt, in der die Menschen miteinander verflochten und aufeinander angewiesen sind. Ziel ist es, die Studierenden mit den unterschiedlichen religiösen, nationalen, politischen, wirtschaftlichen, historischen und kulturellen Wurzeln vertraut zu machen beziehungsweise auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede – vor allem auch im Bildungswesen – aufmerksam zu machen und auf die Übernahme gemeinsamer Aufgaben vorzubereiten. Im Lehrveranstaltungsangebot der Pädagogischen Akademie in Baden werden daher Fremdsprachen und Formen interkulturellen Lernens einen besonderen Stellenwert einnehmen. 7. Mit der Schulpraxis im Mittelpunkt soll eine Integration der Ausbildungsbereiche der Humanwissenschaften, Fachwissenschaften und Fachdidaktiken – unterstützt durch Interdisziplinäre Lehrveranstaltungen – die Kompetenz zu handlungsorientierter Unterrichtsführung fördern. 10. Anregungen und Herausforderung zum gemeinsamen Arbeiten und Gestalten von Lernformen sollen eine partnerschaftliche Lernkultur ermöglichen, wobei Lehrende und Studierende beim Initiieren solcher Prozesse entsprechend beteiligt sein sollen. Bezugnehmen möchte ich noch auf ein Gespräch, welches ich mit Dr. Karl Klement, den Leiter des neu installierten „Kompetenzzentrums“ an der Pädagogischen Akademie in Baden geführt habe. Er erklärte mir, dass „Soziales Lernen“ in den Gegenständen Didaktik, Erziehungswissenschaften und Humanwissenschaften als Unterrichtsprinzip einfließt. (http://www.pabaden.ac.at (2003-06-26)) Die aufgelisteten Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote bieten also durchaus Vorgaben, welche eine Optimierung der psycho-sozialen Kompetenzen an Kindergärten und Schulen möglich machen. Einige Punkte sind an dieser Stelle jedoch zu berücksichtigen: Laut Auskunft der Bezirksschulrates Baden beträgt das Durchschnittsalter der im Bezirk tätigen Volksschullehrer/innen 41,64 Jahre, das der Hauptschullehrer/innen 42,96 Jahre (Manuela.eibl@noel.gv.at (2003-06-03)). Das bedeutet, dass die Mehrheit dieser Lehrer/innen seit bereits mehr als 20 Jahren unterrichtet. Vor 20 Jahren waren die Inhalte der PflichtschulOptimierung der psycho-sozialen Kompetenzen – eine Studie zur Suchtprävention im Kinder- und Jugendalter Seite 29 [...]
Die zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher sollen befähigt werden, mit Integrationsproblemen (Sprachbarrieren, Ausgrenzung und dergleichen) in der Kindergruppe adäquat umzugehen“ (Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik/5-jährige Langform, Stand: 1. September 1999. S.35). Darstellendes Spiel/Bildungs- und Lehraufgabe: „Ziel des Unterrichts ist: eine Sensibilisierung im Hinblick auf Selbsterfahrung, Partnererfahrung und Raumwahrnehmung die Erziehung zur kritischen Wahrnehmung von Kommunikationssignalen die Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Handhabung und Darbietung szenischen Materials die Bedachtnahme auf die beruflichen Erfordernisse im Hinblick auf die Auswahl der Spielformen und Stoffe. Die Schülerinnen und Schüler sollen: soziale Interaktionsfähigkeit auf der Basis darstellender Spiele erwerben eigene Kreativität bei verbalen und nonverbalen Kommunikationsformen innerhalb der Gruppe kennenlernen und entfalten szenisches Spiel in seiner gesellschaftlichen und erzieherischen Funktion durchschauen kreativen Einsatz der sprachlichen, mimischen und körperlichen Ausdrucksfähigkeit bei szenischen Aktivitäten aller Art erproben dramaturgische Problemlösungen in allen Bereichen des szenischen Spieles planen und durchführen.“ (Darstellendes Spiel wird als Freigegenstand geführt – Anm. d. Verf.) (Quelle: Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik/5-jährige Langform, Stand: 1. September 1999. S. 118). 4.2 Pädagogische Akademie des Bundes in Baden [...]
zwischen Selbstständigseinwollen und Selbstständigseinkönnen zu berücksichtigen. Dadurch kann vor allem auch ein gesundes Selbstwertgefühl aufgebaut bzw. vertieft werden. ... Zum dritten geht es um die zielorientierte und kontinuierliche Weiterentwicklung und Entfaltung der sozialen Kompetenzen in einer Atmosphäre der gegenseitigen Achtung und Rücksichtnahme, der Kooperation und der mitmenschlichen Verantwortung. Das Sammeln von eigenen Erfahrungen beim Aufbau einer Klassen- und Schulgemeinschaft als einer Hilfe-, Aussprache-, Arbeits-, Feier-, und Spielgemeinschaft ist für jede spätere Teamarbeit wie auch für eine erfolgreiche Führung von Kindergruppen von großer Bedeutung.“ (Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik/5-jährige Langform, Stand: 1. September 1999. S. 4). Punkt VI des Lehrplans definiert die Bildungs- und Lehraufgaben der einzelnen Unterrichtsgegenstände. Im Abschnitt A (Pflichtgegenstände) ist das erste Fach Pädagogik (einschließlich Pädagogische Psychologie, Pädagogische Soziologie und Philosophie) . Als Bildungs- und Lehraufgabe findet man im zweiten Absatz folgenden Passus: „Die biologischen, psychologischen und soziologischen Grundlagen der Erziehung und Bildung (insbesondere des jungen Kindes) sind den Schülerinnen und Schülern so zu vermitteln, dass diese das individuelle Verhalten von Personen, die dynamischen Prozesse innerhalb von Gruppen und die Abhängigkeit des pädagogischen Geschehens von soziokulturellen Strukturen verstehen und daraus das eigene pädagogische Handeln verantworten lernen“ (Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik/5-jährige Langform, Stand: 1. September 1999. S.33). Im Kapitel Didaktische Grundsätze ist der folgende Abschnitt erwähnenswert: „ Der schülerzentrierte bzw. erfahrungsorientierte Unterricht in Pädagogik soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, die gewonnenen Erkenntnisse und Einsichten in das praktische erzieherische Tun umzusetzen sowie das pädagogische Geschehen im Hinblick auf seine Strukturen und Gesetzmäßigkeiten zu durchschauen. Daher streben Auswahl und Aufbau des Lehrstoffes keine strenge Systematik an, sondern orientieren sich am Erlebnishintergrund und an konkreten Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler. Dabei sind die jeweiligen Gegebenheiten der Klassengemeinschaft im Hinblick auf soziales Lernen zu berücksichtigen und entsprechende Hilfen zur Aufarbeitung von Konflikten zu geben...“ Einige als Unverbindliche Übungen angebotene Fächer bieten einschlägige Angebote: Interkulturelle Erziehung/Bildungs- und Lehraufgabe: „...Es sollen jene sozialen Einstellungen, Haltungen und Verhaltensweisen entwickelt bzw. gefördert werden, die das zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen nicht nur möglich machen, sondern zur Quelle positiver kreativer Lebensformen werden lassen... [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832485863
Arbeit zitieren:
Pfalz, Elisabeth Januar 2003: Optimierung der psycho-sozialen Kompetenzen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Suchtprävention, "Platz" der SP im Schulwesen, Lehrpläne, Praktische Modelle



