Optimierung des Zeugniserstellungsprozesses bei einem Verlag
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Konstantina Mavridou
- Abgabedatum: Februar 2004
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 671,4 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Pforzheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8186-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8186-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8186-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mavridou, Konstantina Februar 2004: Optimierung des Zeugniserstellungsprozesses bei einem Verlag, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Arbeitszeugnisse, Prozessoptimierung, Zeugnisse
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Diplomarbeit von Konstantina Mavridou
Einleitung:
Durch den immer schnelleren Wandel des Umfelds für das unternehmerische Handeln ist für deutsche Personalabteilungen und insofern auch für die Personalabteilung bei einem Verlag (der Name wurde aus Gründen der Vertraulichkeit nicht erwähnt) Prozessorientierung bzw. -optimierung in den Vordergrund getreten. Dabei wurde der Autorin die Aufgabe zugetragen, den Zeugniserstellungsprozess sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht im Unternehmen zu optimieren. Dies sollte durch die Implementierung einer standardisierten Zeugniserstellung durchgeführt werden, mit Hilfe eines Textbaustein-Systems und den dafür geeigneten Zeugniserstellungsbögen, für folgende Zielgruppe: Auszubildende, Praktikanten, Angestellte. Als Basis zur Veränderung dieses Prozesses sollte ein eigen konzipiertes Gestaltungsmodell für Prozessveränderungen dienen.
Diese Arbeit ist dabei folgendermaßen aufgebaut: Die theoretische Basis umfasst eine ausführliche Darstellung der aktuellen rechtlichen Aspekte der Zeugniserstellung sowie deren Grundlagen. Den Abschluss des Theorieteils bildet ein eigen konzipiertes Modell zur Prozessoptimierung, auf dessen Grundlage das Praxisprojekt durchgeführt wird.
Der praktische Teil beinhaltet im Wesentlichen die Anwendung und Umsetzung der theoretischen Basis. Es wird eingegangen auf die Informationsgewinnung über den bisherigen Zeugniserstellungsprozess, die Dokumentation der Prozesse und auf die möglichen Schwachstellen bei der Zeugniserstellung. Anschließend werden die Optimierungsansätze (d.h. Implementierung von neuen Textbausteinen, Zeugniserstellungsbögen und Auftragsgebung für eine Datenbank) aufgeführt und erläutert. Den Abschluss dieser Arbeit bilden Handlungsempfehlungen für den weiteren Verlauf des Projektes sowie eine zusammenfassende Schlussbetrachtung.
Als Fazit kann erwähnt werden, dass der Zeugniserstellungsprozess für Arbeits-, Ausbildungs- und Praktikantenzeugnisse durch die Implementierung der neuen Instrumente verbessert und beschleunigt wurde. Das Modell zur Prozessoptimierung erwies sich dabei als eine optimale Basis für eine methodische Vorgehensweise. Dieses Projekt hat aufgezeigt, dass Prozessorientierung in einer Personalabteilung sehr wichtig ist, um für die Zukunft gerüstet und erfolgreich zu sein.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | THEORIE | |
| 1. | Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit | 1 |
| 2. | Bedeutung, Arten und Abgrenzung von Arbeitszeugnissen | 3 |
| 2.1 | BEDEUTUNG VON ARBEITSZEUGNISSEN | 3 |
| 2.2 | ZEUGNISARTEN | 4 |
| 2.2.1 | Inhaltliche Unterscheidung | 4 |
| 2.2.2 | Zeitliche Unterscheidung | 4 |
| 2.2.3 | Ausbildungszeugnisse | 5 |
| 2.3 | ABGRENZUNG DER ARBEITSBESCHEINIGUNG VOM ARBEITSZEUGNIS | 5 |
| 3. | Zeugnisrecht | 6 |
| 3.1 | RECHTLICHE GRUNDLAGEN | 6 |
| 3.2 | ANSPRUCHSBERECHTIGTER PERSONENKREIS | 7 |
| 3.3 | ENTSTEHEN UND ERLÖSCHEN DES ZEUGNISANSPRUCHS | 8 |
| 3.4 | BERICHTIGUNGSANSPRUCH | 9 |
| 3.5 | SCHADENSERSATZANSPRUCH | 9 |
| 3.6 | MITBESTIMMUNG DES BETRIEBSRATS | 10 |
| 4. | Grundlagen der Zeugniserstellung | 11 |
| 4.1 | GRUNDSÄTZE DER ZEUGNISERSTELLUNG | 11 |
| 4.2 | FORMALE ASPEKTE | 12 |
| 4.3 | ZEUGNISSPRACHE | 12 |
| 4.4 | INFORMATIONSQUELLEN FÜR DIE ZEUGNISERSTELLUNG | 13 |
| 4.5 | AUFBAU UND INHALTE EINES ARBEITSZEUGNISSES | 14 |
| 4.5.1 | Überschrift und Einleitung | 14 |
| 4.5.2 | Positions- und Aufgabenbeschreibung | 15 |
| 4.5.3 | Beurteilung der Leistung | 16 |
| 4.5.4 | Beurteilung des Sozialverhaltens | 17 |
| 4.5.5 | Schlussformulierung | 18 |
| 4.5.6 | Ausstellungsdatum und Unterschrift | 19 |
| 4.6 | BESONDERHEITEN BEIM AUSBILDUNGSZEUGNIS | 19 |
| 4.7 | BESONDERHEITEN BEIM PRAKTIKANTENZEUGNIS | 20 |
| 5. | Konzept einer Prozessoptimierung | 22 |
| 5.1 | KONZEPT DES PROZESSMANAGEMENTS | 22 |
| 5.2 | KONZEPT ZUR OPTIMIERUNG DES ZEUGNISERSTELLUNGSPROZESSES | 23 |
| 5.2.1 | Prozessanalyse | 23 |
| 5.2.2 | Prozessoptimierung | 25 |
| 5.2.3 | Prozesscontrolling | 25 |
| 5.3 | NUTZENPOTENTIALE EINER PROZESSOPTIMIERUNG | 25 |
| II. | PRAXISPROJEKT | |
| 6. | Unternehmensauftrag | 28 |
| 7. | Informationsgewinnung über die bisherige Zeugniserstellung | 30 |
| 7.1 | ÜBERLEGUNGEN ZUM EINSATZ VON METHODEN ZUR INFORMATIONSGEWINNUNG | 30 |
| 7.2 | KONZEPTION EINES INTERVIEW-LEITFADENS | 32 |
| 7.3 | DURCHFÜHRUNG UND NACHBEREITUNG DES INTERVIEWS | 33 |
| 7.4 | ERSTELLEN VON ARBEITSZEUGNISSEN | 34 |
| 8. | Beschreibung der bisherigen Zeugniserstellung | 34 |
| 8.1 | PROZESSBETEILIGTE UND DEREN ZUSTÄNDIGKEITEN | 34 |
| 8.2 | ZEUGNISERSTELLUNGSPROZESS | 35 |
| 8.3 | INFORMATIONSQUELLEN | 37 |
| 8.4 | TEXTERSTELLUNG | 38 |
| 8.5 | SCHWACHSTELLENANALYSE | 39 |
| 9. | Optimierung und Standardisierung der Zeugniserstellung | 43 |
| 9.1 | OPTIMIERUNG DER ZEUGNISERSTELLUNG FÜR ARBEITSZEUGNISSE | 44 |
| 9.1.1 | Exkurs: Benchmarking | 44 |
| 9.1.2 | Entwicklung eines Leistungskriterien-Kataloges | 46 |
| 9.1.3 | Entwickeln eines Zeugniserstellungsbogens | 47 |
| 9.1.4 | Erstellen von Textbausteinen | 49 |
| 9.2 | OPTIMIERUNG DER ZEUGNISERSTELLUNG FÜR AUSBILDUNGSZEUGNISSE | 52 |
| 9.2.1 | Vorgehensweise | 52 |
| 9.2.2 | Erstellen von Textbausteinen | 52 |
| 9.2.3 | Angleichen an den Förder- und Beurteilungsbogen | 57 |
| 9.3 | OPTIMIERUNG DER ZEUGNISERSTELLUNG FÜR PRAKTIKANTENZEUGNISSE | 57 |
| 9.3.1 | Vorgehensweise | 57 |
| 9.3.2 | Entwickeln eines Zeugniserstellungsbogens | 58 |
| 9.3.3 | Erstellen von Textbausteinen | 59 |
| 9.4 | PRÜFEN AUF ANWENDBARKEIT | 61 |
| 9.5 | AUFTRAG ZUR ERSTELLUNG EINER DATENBANK | 61 |
| 10. | Handlungsempfehlung für den weiteren Verlauf | 63 |
| 11. | Schlussbetrachtung und Fazit | 65 |
| Anhangsverzeichnis | 65 | |
| Quellenverzeichnis | 85 |
9.1.1 Exkurs: Benchmarking Der Bereich „Verwaltung/Statistik“ stellte mit seinen Arbeitszeugnissen für Angestellte die meisten Zeugnisse aus. Wegen der unterschiedlichen Berufsbilder und der damit verbundenen Vielfalt von Anforderungskriterien, war die Erstellung dieser Zeugnisse sehr komplex. So erschien es sinnvoll, vor dem Aufbau eines neuen Instrumentes für die Erstellung von Arbeitszeugnissen für Angestellte, sich über andere bestehende Instrumente in der Praxis zu informieren. Dazu wurde ein telefonisches Benchmarking mit verschiedenen Unternehmen durchgeführt. Das Ziel, des hier durchgeführten Benchmarks war herauszufinden, welche Informationsquellen andere Unternehmen nutzten, um ein Zeugnis zu erstellen und wie diese aufgebaut waren. Auch die Relevanz einer Datenbank zur Zeugniserstellung sollte ersichtlich werden. [...]
In den folgenden Unterkapiteln wird der Ablauf des Praxisprojektes hinsichtlich der Entwicklung eines neuen Konzeptes zur Optimierung und Vereinheitlichung des Zeugniserstellungsprozesses in den Bereichen „Verwaltung/Statistik“ für Arbeitszeugnisse, „Betreuung/Ausbildung“ für Ausbildungszeugnisse und „Personalbeschaffung/Praktika“ für Praktikantenzeugnisse beschrieben. Dabei wird im jeweiligen Bereich die Vorgehensweise zur Erstellung von Textbausteinen beschrieben sowie die Entwicklung des dazugehörigen Zeugniserstellungsbogens. Als Exkurs wird ein Benchmarking mit verschiedenen Unternehmen durchgeführt, um relevante Informationen über die Erstellung von Arbeitszeugnissen in anderen Unternehmen zu ermitteln und aus diesen Erkenntnissen, die eigene „best practice„ zu entwickeln. Bei Beendigung des Aufbaus dieser Instrumente wird das neue Konzept von den zuständigen Mitarbeiterinnen der Personalabteilung auf Anwendbarkeit geprüft. Abschließend wird auf die Überlegung eingegangen, die entsprechenden EDV-Tools zur vereinfachten Anwendung des neuen Textbaustein-Systems einzusetzen. [...]
Wie bereits erwähnt, gab es zur Texterstellung kein Textbaustein-System. Die Zeugnisse wurden anhand der vorhandenen Informationen frei formuliert und mittels Textverarbeitungsprogramm18 geschrieben. Zum Teil wurden vergleichbare Zeugnisse von ausgetretenen Mitarbeitern als Muster für bestimmte Zeugnispassagen genutzt. Dies war meistens nur dann möglich, wenn das Berufsbild miteinander vergleichbar war. Die Suche dazu war sehr zeitaufwendig, da die jeweiligen Zeugnisse unter der Bezeichnung der Organisationseinheit gespeichert war und jeweils unter den Namen des Mitarbeiters untergliedert. Das bedeutet, dass die zuständige Mitarbeiterinnen der Personalabteilung sich an den Namen des ausgetretenen Mitarbeiters erinnern mussten, um schnell zugreifen zu können. Aufgrund der langjährigen Berufserfahrung im Unternehmen, war dies soweit meist möglich, trotzdem konnte sich die Suche zeitlich ausdehnen. Als weitere Schwachstelle kann der qualitative Aspekt erwähnt werden. Die Formulierungen waren schon veraltet und frei. So konnte ein kundiger Leser nicht unbedingt die Bewertung der Leistung entnehmen. Da das Zeugnis stark die Individualität des Mitarbeiters herausstellte, waren die Zeugnisse zum Teil sehr lang, also über die empfohlenen zwei DIN A 4 Seiten. Es war oft kein klarer Aufbau zu ersehen. Die formulierten Sätze waren zum Teil zu lang, sodass das Zeugnis zum Teil sehr unübersichtlich wirkte. Die Beschreibung der Zeugniserstellung zeigt auf, dass dies mit einem hohen Zeitaufwand verbunden war und folglich auch mit höheren Kosten. Diese Zeit hätte für andere strategische Aufgaben der Personalabteilung genutzt werden können. Auch für manche Vorgesetzte ist damit ein höherer Zeitaufwand verbunden gewesen, indem sie die Zeugnisse ihrer Mitarbeiter selbst schrieben. Zum quantitativen Aspekt gab es die Überlegung den zeitlichen Aufwand zur Erstellung von Zeugnissen zu errechnen. Leider lagen hier keine konkreten Werte vor und eine genauere Untersuchung (z.B. durch Messung der Zeiten) wäre mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden. Um dennoch später eine Vergleichsbasis der zeitlichen Komponente zu haben sind die zuständigen Mitarbeiterinnen gebeten worden, aufgrund ihrer Berufserfahrung eine grobe Schätzung anzugeben, wie lange sie durchschnittlich für das Erstellen eines qualifizierten Endzeugnisses brauchten. Dabei wurden folgende Angaben gemacht: [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832481865
Arbeit zitieren:
Mavridou, Konstantina Februar 2004: Optimierung des Zeugniserstellungsprozesses bei einem Verlag, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Arbeitszeugnisse, Prozessoptimierung, Zeugnisse



