Optimierung und Standardisierung der Softwareentwicklungsprozesse, dargestellt am Beispiel eines Sendungsverfolgungssystems
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Skerwiderski
- Abgabedatum: November 2000
- Umfang: 106 Seiten
- Dateigröße: 1,6 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: AKAD Wissenschaftliche Hochschule Lahr GmbH Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3130-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3130-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3130-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Skerwiderski, Michael November 2000: Optimierung und Standardisierung der Softwareentwicklungsprozesse, dargestellt am Beispiel eines Sendungsverfolgungssystems, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Softwareentwicklungsprozesse, Supply-Chain, Softwareentwicklung, Standardisierung, Logistik
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Diplomarbeit von Michael Skerwiderski
Problemstellung:
Optimierung und Standardisierung der Softwareentwicklungsprozesse, dargestellt am Beispiel eines Sendungsverfolgungssystems.
Die IT-Branche - im besonderen die Softwarebranche - befindet sich heute in einem nicht zu unterschätzenden Umwälzungsprozess. Software-Unternehmen ringen zunehmend mit enormen Produktivitäts- und Qualitätsproblemen. Dieses hat im wesentlichen folgende Gründe:
Die Erfordernisse an die Software nehmen ständig zu und konkurrieren oftmals miteinander. Eine schnell einsetzbare, kostengünstige und gleichzeitig qualitativ hochwertige Software ist daher immer mehr gefragt.
Von den Software-Unternehmen wird erwartet, dass sie die jeweils neuesten Innovationen der Software-/Hardwaretechnologie nutzen (z.B. Internet, Java). Aufgrund der immer rascher aufeinander folgenden Veränderungen auf dem Software-/Hardwaresektor, ist dieses für viele Software-Unternehmen ein schwieriges Unterfangen.
Besonders betroffen sind kleine und mittelständische Software-Unternehmen, die zumeist zusätzlich mit folgenden, erschwerenden Randbedingungen zurecht kommen müssen:
- überwiegend kundenspezifische Lösungen (Individual-Software).
- Ressourcenknappheit (IT-Spezialisten).
- hoher technischer Innovationsgrad.
- kein ausreichendes Qualitäts- und Dokumentationsmanagement.
In der Diplomarbeit wird aufgezeigt, dass durch Standardisierung von Methoden, Vorgehensweisen, Softwarebausteinen und Softwarekonzepten, Softwareentwicklungs- Prozesse optimiert und standardisiert werden können. Betrachtet wird dies am Beispiel der Fa. COHSE GmbH, einem kleinen Hard- und Software-Unternehmen aus dem Logistikbereich und dessen Schlüsselprodukt, einem Sendungsverfolgungssystem.
Die Diplomarbeit setzt sich im Wesentlichen aus drei Teilen zusammen:
Im ersten Teil werden wichtige Vorgehens- und Sichtweisen dargestellt, bzw. Begriffsdefinitionen vorgenommen, die eine Grundlage für die Software- und Systementwicklung innerhalb der Fa. COHSE bilden: Geschäftsprozess, Geschäftsprozessoptimierung, Ereignis-gesteuerte Prozesskette (EPK), Supply Chain Management, Modulares Phasenkonzept, Unified Modeling Language (UML), Business Object Engineering (BOE), Architektur Model-View-Controller (MVC), Standardisierung, Softwaretests, Dokumentations- und Konfigurationsmanagement.
Im zweiten Teil werden grundlegende COHSE-Standards beschrieben, bzw. dokumentiert. Es wird zudem darauf eingegangen, aus welchen Erfordernissen und Erfahrungen heraus diese Standards gebildet wurden und welche Auswirkungen diese auf die Softwareentwicklungsprozesse haben.
Im dritten Teil erfolgt eine Schlussbetrachtung und ein Ausblick auf weitere mögliche Optimierungs- und Standardisierungspotentiale. Differenziert und kritisch betrachtet werden hierbei die Themen „Outsourcing“ und „Industrielle Software-Produktion“.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Einleitung / Ziel der Diplomarbeit | 1 | |
| 1. | Vorgehensweise | 2 |
| Teil I Grundlagen | 3 | |
| 1. | Das Tätigkeitsfeld der Fa. COHSE | 3 |
| 1.1 | Sendungsmanagement / -verfolgung / -kontrolle | 4 |
| 1.2 | Überprüfung der Notwendigkeit der Geschäftsprozessoptimierung im Rahmen des Supply Chain Management | 6 |
| 1.2.1 | Der Geschäftsprozess | 6 |
| 1.2.2 | Geschäftsprozessoptimierung | 6 |
| 1.2.3 | Ereignis-gesteuerte Prozesskette (EPK) | 7 |
| 1.2.4 | Bedeutung für das Supply Chain Management | 9 |
| 2. | Der Softwareentwicklungsprozeß innerhalb der Fa. COHSE | 10 |
| 2.1 | Begriff der Softwarequalität | 10 |
| 2.2 | Was ist ein Softwareentwicklungsprozess? | 13 |
| 2.2.1 | Modulares Phasenkonzept | 15 |
| 2.3 | Warum Objektorientierung? | 19 |
| 2.3.1 | Unified Modeling Language (UML) | 20 |
| 2.3.2 | Business Object Engineering (BOE) | 29 |
| 2.4 | Architektur Model-View-Controller (MVC) | 33 |
| 2.5 | Standardisierung / Standardisierung von Schnittstellen | 35 |
| 2.5.1 | Definition und Ziele | 35 |
| 2.5.2 | Grundsätze der Standardisierung | 36 |
| 2.5.3 | Wie entsteht ein Standard? | 36 |
| 2.6 | Softwaretests | 38 |
| 2.6.1 | Grenzen von Softwaretests | 39 |
| 2.7 | Dokumentations- und Konfigurationsmanagement | 41 |
| Teil II Optimierung und Standardisierung der Softwareentwicklungsprozesse | 43 | |
| 1. | Optimierung durch Standardisierung | 44 |
| 1.1 | COHSE-Dokument-Standard (CDoku) | 44 |
| 1.2 | Interprozeß-Kommunikations-Standard | 48 |
| 1.2.1 | Synchrone Kommunikation | 49 |
| 1.2.2 | Asynchrone Kommunikation | 50 |
| 1.2.3 | Kommunikation zwischen Softwarekomponenten,die auf demselben Rechnersystem im Einsatz sind | 51 |
| 1.2.4 | Kommunikation zwischen Softwarekomponenten,die auf verschiedenen Rechnersystemen im Einsatz sind | 52 |
| 1.2.5 | Kommunikation von Softwarekomponenten mit Fremdsystemen | 53 |
| 1.3 | Private-Object-Management-Standard (POM) | 54 |
| 1.3.1 | Was ist POM? | 54 |
| 1.3.2 | POM-Typen und POM-Werte | 54 |
| 1.3.3 | POM-API / POM-Klassen / Klassenhierarchie | 55 |
| 1.4 | Prozessmanagement-Standard | 58 |
| 2. | Optimierung und Standardisierung der Entwicklung von MDE-Softwarekomponenten | 60 |
| 2.1 | Aufbau einer MDE-Softwarekomponente | 61 |
| 2.2 | Problem der Standardisierung von MDE-Abläufen | 62 |
| 2.3 | Umsetzung eines MDE-Ablaufs mit CMFlow | 63 |
| 3. | Entwicklung eines Standard-Logistiksystems | 67 |
| 3.1 | Motivation | 67 |
| 3.2 | Standard-Szenario in der Sendungsverfolgung | 68 |
| 3.3 | Eingesetzte Softwarekomponenten | 70 |
| Teil III Schluß | 73 | |
| 1. | Zusammenfassung | 73 |
| 2. | Ausblick | 74 |
| 2.1 | Outsourcing (Ausgliederung von Softwareentwicklungsprozessen) | 74 |
| 2.2 | Industrielle Software-Produktion | 76 |
| Anhang | 77 | |
| 1. | POM-Editor | 77 |
| 2. | Prozessmanager COSMo | 85 |
| 3. | Aufbau der MDE-Masken-Ressourcedatei | 91 |
| Literaturverzeichnis | VII | |
| URL-Verzeichnis | X |
„Menschen kriegen die Grippe und Programme kriegen Fehler. Der Unterschied besteht in der Art und Weise, wie dies geschieht: Noch kein Programm hat sich einfach durch Kontakt mit anderen fehlerhaften Programmen angesteckt – nur 23 der Programmierer kann Fehler einbauen.“ Erfahrene Software-Ingenieure wissen: „Jede Software ist fehlerbehaftet und jede Softwarefunktionalität, die nicht verifiziert wurde, arbeitet fehlerhaft.“ Für die Fa. COHSE geht es nicht darum, eine Software komplett fehlerfrei zu bekommen, sondern darum, eine Software soweit fehlerfrei zu bekommen, daß sie die gestellten Anforderungen ausreichend erfüllt. Softwaretests dienen einerseits dazu, Softwarefehler zu entdecken und zu lokalisieren und andererseits dazu, die Korrektheit von Softwarefunktionalitäten nachzuweisen (z.B. während eines Systemtests). Innerhalb der Fa. COHSE ergeben sich daraus folgende Anforderungen: • • Es darf nur Software an den Kunden ausgeliefert werden, die die gestellten Anforderungen erfüllt und dieses durch Softwaretests nachgewiesen wurde. Die Software muß hinsichtlich ihrer Funktionalitäten vollständig testbar sein. Insbesondere muß die Reaktion der Software auf alle möglichen und realistischen Randbedingungen überprüfbar sein. Softwaretests müssen dokumentierbar, nachvollziehbar und wiederholbar sein. Aus Zeit- und Kostengründen, müssen Softwaretests soweit wie möglich automatisiert sein. [...]
Die Entstehung eines Standards innerhalb der Fa. COHSE gründet sich stets auf folgende zwei Grundsätze: • Grundsatz der Notwendigkeit (Was wird standardisiert?): Eine Standardisierung erfolgt nur, wenn diese notwendig und sinnvoll erscheint. So ist z.B. die Standardisierung einer Softwareapplikation nur dann notwendig und auch sinnvoll, wenn anzunehmen ist, daß diese auch bei zukünftigen Projekten zum Einsatz kommen wird. Grundsätzlich ist dabei der Aufwand für die Standardisierung in Verhältnis zum zukünftigen Nutzen zu setzen. • Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (Wie weit wird standardisiert?): Es ist wichtig die Grenzen einer Standardisierung festzulegen. Mit der Standardisierung soll Transparenz geschaffen werden. Grenzenloser Standardisierungswahn erreicht eher das Gegenteil. Ein Standard muß zweckmäßig und praktisch anwendbar sein. Ein Standard „für die Ewigkeit“, der alle nur denkbaren Varianten berücksichtigt, ist nicht gewollt und auch nicht realisierbar. Ein negatives Beispiel in dieser Hinsicht stellt sicherlich die Definition des EDIFACT-Standards dar, der so viele Subvarianten zuläßt, um tatsächlich alle nur denkbaren Anforderungen zu erfüllen, so daß dieses Vorgehen zu Inkompatibilitäten führt. [...]
Die International Organization for Standardization (ISO) definiert einen Standard wie folgt: „Standards are documented agreements containing technical specifications or other precise criteria to be used consistently as rules, guidelines, or definitions of characteristics, to ensure that materials, products, processes and services are fit for their purpose. For example, the format of the credit cards, phone cards, and "smart" cards that have become commonplace is derived from an ISO International Standard. Adhering to the standard, which defines such features as an optimal thickness (0,76 mm), means that the cards can be used worldwide. International Standards thus contribute to making life simpler, and to increasing 21 the reliability and effectiveness of the goods and services we use.“ Allgemein definiert ein Standard bestimmte, einheitliche Regeln zur Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Informationen mit dem Ziel der Realisierung und Vereinfachung der Interaktionen zwischen Systemkomponenten. Die Standardisierung beschreibt dabei den Prozeß der Entwicklung und Durchset22 zung von Standards. In dieser Diplomarbeit ist mit einem Standard vorrangig der firmen-interne Standard gemeint, also ein Standard, der nur innerhalb der Fa. COHSE seine Gültigkeit hat. Der Grund für die Entwicklung firmeninterner Standards liegt darin, daß eine Standardisierung nur dann den nötigen Effekt (s.u.) bringt, wenn sie alle Softwarekomponenten erfaßt. Dieses wird mit keinem „öffentlichen“ Standard erreicht. Mit der Standardisierung verfolgt die Fa. COHSE folgende Ziele: • Schaffung von Kompatibilität zwischen Softwarekomponenten (Standardisierung von Schnittstellen) • Realisierung von Softwaresystemen unter Verwendung eines Modulbaukastens Optimierung der Softwareentwicklungsprozesse • Wiederverwendbarkeit von Softwarekomponenten • Kostensenkung durch Standardisierung der Entwicklung • Verkürzung der Projekt-Durchlaufzeiten Schaffung von Transparenz • Schnellere Einarbeitung in zurückliegende Projekte • Schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeiter / Projektmitglieder [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832431303
Arbeit zitieren:
Skerwiderski, Michael November 2000: Optimierung und Standardisierung der Softwareentwicklungsprozesse, dargestellt am Beispiel eines Sendungsverfolgungssystems, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Softwareentwicklungsprozesse, Supply-Chain, Softwareentwicklung, Standardisierung, Logistik



