Optimierung des Personalressourcenmanagements am Beispiel eines mittelständischen IT-Dienstleisters durch den Einsatz einer Projektmanagementsoftware
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Toni Seifert
- Abgabedatum: April 2004
- Umfang: 109 Seiten
- Dateigröße: 2,5 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8323-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8323-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8323-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Seifert, Toni April 2004: Optimierung des Personalressourcenmanagements am Beispiel eines mittelständischen IT-Dienstleisters durch den Einsatz einer Projektmanagementsoftware, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Prozessoptimierung, Projektmanagement, Personalplanung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Einführungskonzept
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Diplomarbeit von Toni Seifert
Einleitung:
Durch einen zunehmenden Konkurrenzdruck und im Hinblick auf die ständige Optimierung der Wertschöpfungsprozesse eines Unternehmens sind auch mittelständische IT-Dienst-leistungsunternehmen gezwungen, ihre interne Organisation fortwährend auf den Prüfstand zu stellen und an die aktuelle Marktsituation anzupassen. Auf immer komplexere und häufig wechselnde Umwelteinflüsse muss flexibel reagiert werden. Dabei sind eine Kontrolle der laufenden Prozesse und eine ständige Verbesserung der internen Organisation unumgänglich, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und zu erhöhen.
Die wichtigsten Ressourcen von IT-Dienstleistungsunternehmen sind die eigenen Angestellten und deren Qualifikationen. Aus diesem Grund ist eine gesteuerte und gut organisierte Personalressourcenplanung auf der Basis eines effektiven Projektmanagements notwendig, damit das Unternehmen in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt. Da die primäre Wertschöpfung von der erfolgreichen Abwicklung von Projekten und Aufträgen bei den Kunden abhängt, müssen die vorhandenen Personalressourcen optimal eingesetzt werden, um Kosten zu senken, höhere Erträge zu erzielen und die Kundenzufriedenheit und –bindung zu erhöhen. Da die Personalressourcen den Projekten eines IT-Dienstleistungsunternehmens zugeteilt werden, ist es für eine Optimierung des Personalressourcenmanagements notwendig, die Projektmanagementprozesse des Unternehmens zu verbessern. Eine große Herausforderung in mittel-ständischen IT-Dienstleistungsunternehmen ist aus diesem Grund die Einführung eines effektiven Multiprojektmanagements. Über diesen Weg ist es möglich, die Personalressourcen, deren Aufgaben, Qualifikationen und Arbeitsleistungen zentral zu koordinieren.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist das Aufzeigen einer Lösung für die Optimierung der Personaleinsatzplanung und -steuerung in einem mittelständischen IT-Dienstleistungsunternehmen. Im Vordergrund steht die Verbesserung des Personalressourcenmanagements in einem Unternehmen, dessen primäre Leistungserstellung durch die erfolgreiche Projektrealisierung bei Kunden erfolgt. Dies beinhaltet die Erstellung eines Anforderungskataloges mit einer Gewichtung von speziell definierten Auswahlkriterien für den Einsatz einer Multiprojektmanagementsoftware.
Die Arbeit teilt sich in vier Kernbereiche. Im ersten Teil der Arbeit wird auf theoretische Grundlagen eingegangen. Um das Verständnis für die weiteren Teile der Arbeit zu gewährleisten, werden die Grundlagen der Personaleinsatzplanung, des Projektmanagements, Projektcontrollings und Besonderheiten beim Multiprojektmanagement erläutert.
Die laufenden und angestrebten Projekte und Aufträge eines IT-Dienstleistungsunternehmens beeinflussen direkt die Personaleinsatzplanung und –steuerung. Aus diesem Grund wird der Schwerpunkt der theoretischen Betrachtungen auf das Projektmanagement gelegt.
Im zweiten Teil der Arbeit folgt eine Vorstellung des untersuchten Unternehmens und eine anschließende Unternehmensanalyse. Diese Untersuchung bildet den Ausgangspunkt für die Definition und Gewichtung von Entscheidungskriterien, die als Anforderungen für den Einsatz einer Multiprojektmanagementsoftware und als Grundlage für ein erfolgreiches Personalressourcenmanagement in dem untersuchten IT-Dienstleistungsunternehmen gelten.
Der dritte Teil beschäftigt sich mit der Analyse von unterschiedlichen Projektmanagementsoftwarelösungen und gibt einen Überblick über die momentan am Markt befindlichen Produkte. Ausgewählte Produkte werden anhand von aufgestellten Kriterien bewertet und mit den im zweiten Abschnitt herausgearbeiteten Anforderungen abgeglichen.
Als Ergebnis des dritten Teils werden ausgewählte Produkte vorgestellt, die für den Einsatz in dem untersuchten Unternehmen in Frage kommen. Dabei werden, ausgehend von dem speziellen IT-Dienstleister, allgemeine Rückschlüsse auf mittelständische IT-Dienstleistungs-unternehmen gezogen. Ein Einführungskonzept schließt als vierter Teil in Zusammenhang mit einem Zukunftsausblick diese Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort des Autors | ||
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlegende theoretische Ansätze | 2 |
| 2.1 | Personaleinsatzplanung | 2 |
| 2.2 | Projektmanagement | 3 |
| 2.2.1 | Grundbegriffe | 3 |
| 2.2.2 | Beteiligte am Projektablauf | 6 |
| 2.2.3 | Projektorganisation und Methoden des Projektmanagements | 7 |
| 2.2.4 | Konflikte und Ursachen für das Scheitern von Projekten | 11 |
| 2.2.5 | Möglichkeiten der Projektkontrolle | 12 |
| 2.3 | Multiprojektmanagement | 15 |
| 2.3.1 | Herausforderung des Multiprojektmanagements | 15 |
| 2.3.2 | Planungsprozess im Multiprojektmanagement | 16 |
| 2.3.3 | Projektkategorisierung und -priorisierung im Multiprojektmanagement | 19 |
| 2.3.4 | Besonderheiten bei der Personalressourcenverwaltung | 20 |
| 3. | Analyse eines Unternehmens | 21 |
| 3.1 | Das untersuchte Unternehmen | 21 |
| 3.1.1 | Entwicklung und Geschäftsfelder | 21 |
| 3.1.2 | Besonderheiten des Unternehmens und Einflussfaktoren | 23 |
| 3.2 | Typische Dienstleistungsarten im Unternehmen | 24 |
| 3.3 | Personaleinsatzplanung und Störungen | 24 |
| 3.3.1 | Ausgangssituation | 24 |
| 3.3.2 | Störungen der Personaleinsatzplanung | 25 |
| 3.4 | Optimierungspotentiale der Personal- und Unternehmensorganisation | 26 |
| 3.4.1 | Prozesse mit Optimierungspotential | 26 |
| 3.4.2 | Begründung des Handlungsbedarfs | 28 |
| 3.4.3 | Einsatz von Multiprojektmanagementsoftware | 28 |
| 3.4.4 | Ermittlung der Projektprozessqualität eines Unternehmens | 29 |
| 3.5 | Schnittstellen im Unternehmen | 30 |
| 3.6 | Anforderungen an die Projektmanagementsoftware | 32 |
| 3.6.1 | Generelle Anforderungen | 32 |
| 3.6.2 | Kriterienauswahl und Gewichtung | 33 |
| 4. | Marktübersicht | 34 |
| 4.1 | Projektmanagementsoftware | 34 |
| 4.1.1 | Softwareklassifizierung | 34 |
| 4.1.2 | Hersteller, Produkte und Vorgehensweise bei der Auswahl | 35 |
| 4.2 | Nutzwertanalyse und Bewertung ausgewählter Produkte | 36 |
| 4.3 | Wirtschaftlichkeitsbetrachtung | 41 |
| 4.4 | Erkenntnisse für mittelständische IT- Dienstleistungsunternehmen | 47 |
| 5. | Einführungskonzept | 49 |
| 5.1 | Technische Realisierung | 49 |
| 5.2 | Präsentation und Teststellung | 51 |
| 5.3 | Entscheidung für ein Produkt und organisatorische Vorraussetzungen | 51 |
| 5.4 | Abnahme und Einführung | 52 |
| 5.5 | Wartung und Pflege | 53 |
| 5.6 | Zukunftsausblick | 53 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 54 |
| Literaturverzeichnis | VII | |
| Internetverzeichnis | IX | |
| Anhang | XII | |
| Übersicht über den Inhalt des Anhangs | XIII | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | XLVI |
Ein weiterer Ansatz, um den Prozessreifegrad eines Unternehmens zu bestimmen, ist das SPICE- Modell. Dieses im ISO Standard 15504 definierte und auf den Softwareentwicklungsprozess ausgerichtete Modell vereint die Ansätze des „Capability Maturity Modells“ mit den Anforderungen der ISO 9000 Normenreihe. Eine Abbildung mit den zu erreichenden Stufen, Attributen und Unterschieden der einzelnen Prozessreifegradstufen befindet sich im Anhang (Anlage 11) der Diplomarbeit. Bei dem untersuchten Unternehmen ist mit der Einführung von „NAVISION Financials“ und dem zugehörigen Projektmodul bereits die Grundlage für Projektmanagement geschaffen. Die Prozesse im Unternehmen sind beschrieben und definiert. Da die Klassifikation und Bestimmung des Reifegrades eines Unternehmens nur durch autorisierte und spezialisierte Unternehmen im Rahmen komplexer und umfangreicher Unternehmensanalysen (Audits) erfolgt und eine Unternehmensbewertung nicht Thema dieser Arbeit ist, wird auf eine Einordnung des untersuchten Unternehmens an dieser Stelle verzichtet. [...]
3.4.3 Einsatz von Multiprojektmanagementsoftware Der Einsatz einer auf das Multiprojektmanagement ausgerichteten Software ist eine Möglichkeit, die in den vorangegangenen Kapiteln beschriebenen Optimierungspotentiale in der Organisation des untersuchten Unternehmens auszuschöpfen. Mit dem Blick auf das 2002 eingerichtete Projekt-Office kann dieser zentrale Bereich die Projektmanagementprozesse ständig kontrollieren, Fehler und Probleme analysieren und die Projektmanagementprozesse optimieren. Folgende Kernfunktionen können von Softwarelösungen, die ein Multiprojektmanagement unterstützen, standardisiert, automatisiert und verbessert werden:110 • • • • • • • • • • Zentrales Personalressourcenmanagement Führung der gesamten Projektlandschaft Kontrolle der Projektmanagementprozesse Standardisierung der Projektmanagementprozesse Darstellung der Schnittstellen zwischen den einzelnen Projekten Zentrales und einheitliches Berichtswesen und Projektdokumentation Auswertung der gesamten Projektlandschaft und Bewertung von Einzelprojekten Übergabe von Arbeiten innerhalb des Projektteams Erfassung des Ressourcenverbrauchs Digitale Einsatzzeiterfassung über das Internet. [...]
Optimierungspotentiale in der Unternehmensorganisation ermittelt werden. Die derzeitige Planung der Mitarbeitereinsätze ermöglicht keine langfristige Übersicht über zu erwartende Einsätze der Techniker. Grund dafür ist eine nicht vorhandene Informationsbasis über angestrebte, geplante und bereits laufende IT-Projekte unter Berücksichtigung zu erwartender Serviceeinsätze aufgrund von Betreuungsverträgen und Hotlineanrufen.97 Die Möglichkeit, ein zentrales Informationssystem als Datenbasis für ein zentral genutztes Frühwarnsystem für Projektentwicklungen zu nutzen, ist nicht gegeben. Aktuelle Planungsund Projektentwicklungsstände können nicht überwacht werden, da die unterschriebenen Serviceberichte und Stundenzettel nur mit großer Zeitverzögerung in das Warenwirtschaftssystem übertragen werden. Dies erschwert die Personal- und Projektkoordination.98 Durch eine ungenaue Dokumentation der Spezialkenntnisse und Zertifizierungen der Mitarbeiter sind die vorhandenen Personalredundanzen bei dem untersuchten Unternehmen nicht ermittelbar. Ersatzmitarbeiter sind unter dem Einfluss von Störungen der Personaleinsatzplanung nur mit erhöhtem Zeitaufwand zu finden. Eine gezielte Verwaltung dieser mitarbeiterspezifischen Fachkenntnisse erfolgt bisher über Einzeldokumente, die es nicht ermöglichen automatisiert bei der Projektplanung Mitarbeitervorschläge zu erbringen.99 Nicht detailliert geklärte Verantwortlichkeiten für Projekte und einzelne Projektaufgaben erschweren die operative Geschäftstätigkeit und vor allem die Projektdokumentation und -kontrolle. Dies erfolgt bisher nur bei besonders wichtigen Projekten oder direkten Kundenforderungen.100 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832483234
Arbeit zitieren:
Seifert, Toni April 2004: Optimierung des Personalressourcenmanagements am Beispiel eines mittelständischen IT-Dienstleisters durch den Einsatz einer Projektmanagementsoftware, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Prozessoptimierung, Projektmanagement, Personalplanung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Einführungskonzept



