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Optimierung der Integration bei strategischen Allianzen am Beispiel Luftverkehr

Optimierung der Integration bei strategischen Allianzen am Beispiel Luftverkehr
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Kleiner
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 224 Seiten
  • Dateigröße: 4,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Heilbronn Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6192-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6192-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6192-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kleiner, Markus Juli 2002: Optimierung der Integration bei strategischen Allianzen am Beispiel Luftverkehr, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Strategie, Airline, Fusion, Globalisierung, Kooperation

Diplomarbeit von Markus Kleiner

Zusammenfassung:

Strategische Allianzen haben Hochkonjunktur. Verschiedene Medien berichten über eine Vielzahl zwischenbetrieblicher Vereinbarungen auf sowohl regionalem, nationalem wie auch internationalem Niveau, wobei die Art der Zusammenarbeit innerhalb neugeschaffener Partnerschaften stark variieren kann.

Der Trend zur strategischen Allianz nahm in den 80er Jahren an Fahrt auf, da sich hier die Schwierigkeiten zwischenstaatlicher Fusionen in einer globalisierenden Wirtschaft erstmals abzeichneten.

Für traditionelle Unternehmensgrenzen bedeuten Allianzen eine radikale Restrukturierung und Neu-Definition: wir bewegen uns von ehemals undurchdringbaren, auf Revierabgrenzung bedachten Unternehmungen zu kollegialen und durchlässigen Einfluss- und Verantwortungsbereichen, für die Kooperation mit Wettbewerbern den Charakter des Undenkbaren verloren hat.

Zunehmend bestimmen unscharfe, sich verändernde Organisationen eine Marktwirtschaft, die zugleich aus Wettbewerb und Kooperation besteht und zur Bildung neuer Akteure führt, die ihre sozioökonomischen Strukturen verändern.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit legt die theoretischen Grundlagen der strategischen Allianz als Kooperationsform zwischen Unternehmungen dar, identifiziert ihre Problembereiche sowie ihre erfolgsbestimmenden Parameter und analysiert strategische Allianzen schließlich im Hinblick auf die für den Allianzerfolg so wichtige Integration der Beteiligten am Beispiel der Luftfahrtgesellschaften.

Im ersten Teil werden dazu allgemeintheoretische Überlegungen angestellt, die sich insbesondere der Einordnung der strategischen Allianz im betriebswirtschaftlichen Umfeld, ihren Motiven, Rahmenbedingungen, Problemfeldern und Erfolgsfaktoren im Zuge der Globalisierung der Märkte widmen. Ausgangspunkt hierfür ist die klassische betriebswirtschaftliche Literatur, die zunächst allgemein auf für strategische Allianzen wichtige Bezugsfelder untersucht wird.

Im Anschluss erfolgt im zweiten Teil dieser Diplomarbeit eine Untersuchung strategischer Allianzen zwischen Fluggesellschaften und der für sie bedeutsamen Dimensionen. Die im ersten Teil erörterte Basis wird dazu mit den Spezifika des Luftverkehrs abgeglichen, um schließlich die Bewertung der marktwirtschaftlichen Entwicklung von strategischen Allianzen an einem Beispiel zu ermöglichen.

Ein Vergleich der Marktsituation der drei großen Allianzen des Luftverkehrs führt letztlich zur Frage der Integration der beteiligten Unternehmen in strategischen Allianzen, diskutiert ihre Erfolgschancen und identifiziert die Optimierungspotentiale internationaler strategischer Allianzen.

Neben der fachlichen und wissenschaftlichen Literatur basieren die geschilderten Erkenntnisse dieses Teils auch auf fünf Interviews, welche mit Führungspersonen der Luftverkehrsindustrie und Professoren entsprechender Fachereiche an deutschen Hochschulen im Juni und Juli 2002 durchgeführt wurden.

Inhaltsverzeichnis:

TEIL A
1. EINLEITUNG 1
2. BEGRIFFLICHE EINGRENZUNG DER STRATEGISCHEN ALLIANZ ANHAND DES RESSOURCEORIENTIERTEN ANSATZES 4
2.1 DAS PRINZIP DER VERKNÜPFUNG 4
2.2 GENERISCHE TYPEN STRATEGISCHER ALLIANZEN 6
2.3 DER RESSOURCEORIENTIERTE ANSATZ 7
3. UNTERNEHMENSVERBINDUNGEN ZWISCHEN GEWINNWIRTSCHAFTLICHEN UNTERNEHMUNGEN 10
3.1 UNTERNEHMENSVERBINDUNGEN UNTERSCHIEDEN NACH DER RICHTUNG DER VERBINDUNG 12
3.1.1 HORIZONTAL 12
3.1.2 VERTIKAL 12
3.1.3 DIAGONAL / ANORGANISCH 12
3.2 UNTERNEHMENSVERBINDUNGEN UNTERSCHIEDEN NACH DEM GRAD DER BINDUNG 13
3.2.1 KONZENTRATION (STRAFFE BINDUNG) 13
3.2.1.1 Fusion (Trust) 14
3.2.1.2 Konzern 14
3.2.2 KOOPERATION (LOSE BINDUNG) 16
3.2.2.1 Kartell 17
3.2.2.2 Konsortium/Arbeitsgemeinschaft 17
3.2.2.3 Unternehmensverbände 18
3.2.2.4 Jointventure 18
3.3 EINORDNUNG DER STRATEGISCHEN ALLIANZ IM RAHMEN ANDERER UNTERNEHMENSVERBINDUNGEN 19
3.3.1 UNKLARE VERWENDUNG DER BEGRIFFLICHKEIT 19
3.3.2 EINORDNUNG IM INTEGRATIONSKONTINUUM 20
3.3.3 SELBSTÄNDIGKEIT 21
3.3.4 RESSOURCENORIENTIERUNG 22
3.3.5 GEZIELTE WAHL KOMPLEMENTÄRER RESSOURCEN 22
3.3.6 KAPITALBETEILIGUNG UND BINDUNGSINTENSITÄT 23
3.3.7 HORIZONTALE, VERTIKALE UND DIAGONALE STRATEGISCHE ALLIANZEN 24
4. MOTIVE UND ZIELE STRATEGISCHER ALLIANZEN 25
4.1 ALLGEMEINE MOTIVE DER KOOPERATION 26
4.1.1 VERÄNDERTE KOSTENSTRUKTUR 27
4.1.2 TECHNOLOGIEWANDEL 27
4.1.3 GLOBALISIERUNG DER MÄRKTE 29
4.1.4 NEOPROTEKTIONISMUS 29
4.2 SPEZIELLE MOTIVE ZUR BILDUNG STRATEGISCHER ALLIANZEN 30
4.2.1 SEKTORALE DIFFERENZEN 30
4.2.2 SCHUTZ DER KERNKOMPETENZEN 31
4.2.3 ROUTINE & ERFAHRUNGEN MIT UNTERNEHMENSVERBINDUNGEN 32
4.3 ZIELE STRATEGISCHER ALLIANZEN 33
4.3.1 RESSOURCENZUGANG 34
4.3.2 KOSTENVORTEILE 35
4.3.3 MARKTEINTRITT 36
4.3.4 ZEITVORTEILE 36
4.3.5 SPEKULATIONSVORTEILE 37
5. ENTWICKLUNGSSTUFEN STRATEGISCHER ALLIANZEN 37
5.1 PHASE 1: VORBEREITUNG 38
5.2 PHASE 2: PLANUNG 39
5.3 PHASE 3: UMSETZUNG 40
5.4 PHASE 4: BETRIEB 40
5.5 PHASE 5: ENDE 41
6. HERAUSFORDERUNGEN FÜR STRATEGISCHE ALLIANZEN 42
6.1 DIE BEDEUTUNG DER SORGFÄLTIGEN PARTNERWAHL 42
6.1.1 AUSWAHLKRITERIEN UND ANFORDERUNGSPROFIL 42
6.1.2 FINANZIELLE ANALYSE 44
6.1.3 STRATEGISCHER FIT 44
6.1.4 KULTURELLER FIT 49
6.1.5 KULTURDIMENSIONEN 50
6.1.6 KULTURPROFIL & AKKULTURATION 52
6.1.7 GESAMTBILD 53
6.2 DER CHARAKTER EINER STRATEGISCHEN ALLIANZ 55
6.3 UNTERNEHMENSPROFILE UND MANAGEMENT-TYPOLOGIEN 58
6.3.1 EXISTENZ- & NEUGRÜNDUNG 59
6.3.2 AUFSCHWUNG-UNTERNEHMEN 60
6.3.3 PROFESSIONELLES UNTERNEHMEN 61
6.3.4 REIFES & KONSOLIDIERENDES UNTERNEHMEN 62
6.3.5 RÜCKLÄUFIGES UNTERNEHMEN 62
6.3.6 REVITALISIERTES UNTERNEHMEN 63
6.4 DIE INTEGRATION DER ALLIANZ IN DIE UNTERNEHMENSSTRATEGIE 64
6.4.1 DIE BEDEUTSAMKEIT DES BILDUNGS- UND PLANUNGSPROZESS 65
6.4.2 ZEITHORIZONT UND RISIKO STRATEGISCHER ALLIANZEN 66
6.4.3 UNTERNEHMENS-LEBENSZYKLUS UND ZEITHORIZONT 66
6.4.4 INTEGRATION DER ALLIANZERGEBNISSE IN DAS UNTERNEHMEN 67
7. DIE ARCHITEKTUR STRATEGISCHER ALLIANZEN 68
7.1 MACHTKONSTELLATIONEN INNERHALB STRATEGISCHER ALLIANZEN 68
7.2 HERRSCHER UND BEHERRSCHTE – ROLLEN IN STRATEGISCHEN ALLIANZEN 69
7.2.1 EINFÜHRUNGSPHASE 70
7.2.2 WACHSTUMSPHASE 71
7.2.3 REIFEPHASE 71
7.2.4 SÄTTIGUNG 72.
8. BESONDERHEITEN GRENZÜBERSCHREITENDER ALLIANZEN 72
8.1 VERGLEICHBARKEIT DER MOTIVE UND ZIELE 73
8.2 UNTERSCHIEDLICHKEIT DER ANFORDERUNGEN 74
9. ERFOLGSFAKTOREN STRATEGISCHER ALLIANZEN 77
9.1 UNSICHERHEIT, KOMPLEXITÄT, INTERDEPENDENZGRAD 77
9.2 GERECHTE VERTEILUNG VON VORTEILEN & RISIKEN 78
9.3 KOMMUNIKATION & VERTRAUEN 79
9.4 STABILITÄT & KONTINUITÄT 81
9.5 LERNPROZESSE 82
9.6 VERTRAGLICHER HINTERGRUND 84
9.7 ANPASSUNGSBEREITSCHAFT & REALISTISCHE ERWARTUNGEN 85
9.8 INVESTITIONEN 86
9.9 MANAGEMENT EINER ALLIANZ 86
9.10 INTEGRATION DER BETEILIGTEN 89
9.11 RESTRUKTURIERUNG DER ALLIANZ 90
10. SCHLUSSBETRACHTUNG TEIL A 92
TEIL B
11. EINFÜHRUNG 94
11.1 DER LUFTVERKEHRSMARKT 95
11.1.1 DIE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG BIS HEUTE 95
11.1.2 DIE BRANCHE NACH DEM 11. SEPTEMBER 2001 99
11.1.3 LANGFRISTIGE PROGNOSEN 100
11.1.4 IDENTIFIKATION DER BRANCHENSITUATION 103
11.1.5 DIE ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG DES LUFTVERKEHRSMARKTES 105
11.2 UMFELDANALYSE 108
11.2.1 ÖKONOMISCHE UMWELT 109
11.2.2 TECHNOLOGISCHE UMWELT 109
11.2.3 SOZIALE UMWELT 110
11.2.4 ÖKOLOGISCHE UMWELT 111
12. POLITISCH-RECHTLICHE ENTWICKLUNGEN 111
12.1 DEREGULIERUNG 112
12.2 LIBERALISIERUNG 113
12.3 PRIVATISIERUNG 114
12.4 KONSOLIDIERUNG & ALLIANZEN 115
12.5 SUBVENTIONEN 116
12.6 ZUSAMMENFASSUNG & AUSBLICK 117
13. WETTBEWERB IM INTERNATIONALEN LUFTVERKEHR 119
13.1 VERBUNDVORTEILE 120
13.1.1 ECONOMIES OF SCALE 120
13.1.2 ECONOMIES OF SCOPE, DENSITY AND STANDARDIZATION 121
13.2 MARKTEINTRITTS- UND MARKTAUSTRITTSBARRIEREN 122
13.2.1 MARKTEINTRITTSBARRIEREN ALS FOLGE DER VERBUNDVORTEILE 122
13.2.2 DIE THEORIE DER ANGREIFBAREN MÄRKTE 123.
13.3 WETTBEWERBLICHE BILANZ DER DEREGULIERUNG 125
14. STRATEGIEN IM LUFTVERKEHR 127
14.1 STRATEGIEALTERNATIVEN FÜR AIRLINES IN EINEM GLOBALEN UMFELD 129
14.1.1 ALLEINGANG 130
14.1.2 AKQUISITION UND FUSION 131
14.1.3 STRATEGISCHE ALLIANZEN 132
14.2 ZIELE STRATEGISCHER ALLIANZEN IM LUFTVERKEHR 135
14.2.1 GLOBALE ANGEBOTSERWEITERUNG 136
14.2.2 VERBESSERUNG DER ERTRÄGE 136
14.2.3 REDUZIERUNG DER KOSTEN 137
14.2.4 ERWEITERUNG DES KUNDENNUTZEN 138
14.3 OPERATIVE GRÜNDE FÜR EINE STRATEGISCHE ALLIANZ 139
14.3.1 YIELD MANAGEMENT 139
14.3.2 HUB & SPOKE 144
15. DIE AUSWIRKUNGEN FÜR DEN KUNDEN 147
15.1 PREIS 147
15.1.1 LANG- VERSUS KURZSTRECKEN 148
15.1.2 HUB-ZU-HUB-VERBINDUNGEN VERSUS UMSTEIGEVERBINDUNGEN 148
15.2 PRODUKT 151
16 EVOLUTION DER STRATEGISCHEN AIRLINE-ALLIANZEN 152
17. BEWERTUNG DER DREI GLOBALEN ALLIANZEN 154
17.1 ONEWORLD 154
17.2 SKYTEAM 157
17.3 STAR ALLIANCE 159
18. ANDERE STRATEGISCHE ALLIANZEN IM LUFTVERKEHR 162
19. OPERATIVE INTEGRATION DER AIRLINE-ALLIANZEN 165
19.1 CODE-SHARING 166
19.2 VIELFLIEGERPROGRAMME 168
20. RISIKEN STRATEGISCHER ALLIANZEN IM LUFTVERKEHR 171
20.1 RISIKO DES UNREFLEKTIERTEN BEITRITTS 171
20.2 RISIKO DES MANAGEMENTS 172
20.3 RISIKO DER SICHERHEIT 173
20.4 RISIKO DES IMAGES UND DER MARKENWAHRNEHMUNG 174
20.5 RISIKEN DER KOSTEN 175
20.5.1 OPPORTUNITÄTSKOSTEN 176
20.5.2 TRANSAKTIONSKOSTEN 177
20.5.3 FRIKTIONSKOSTEN 177
21. INTEGRATIONSBARRIEREN STRATEGISCHER ALLIANZEN 178
21.1 KARTELLBEFREIUNG (ANTI-TRUST-IMMUNITY) 179
21.2 LANGFRISTIGE LEGITIMATION STRATEGISCHER ALLIANZEN 180
21.3 ORGANISATIONSSTRUKTUR DER ALLIANZ 183
21.4 DIFFERENTE SYSTEMLANDSCHAFTEN 184
21.5 STRUKTURELLE UND KULTURELLE KOMPLEXITÄT 185
21.6 BILD DES NATIONAL FLAG CARRIERS 186
21.7 STABILITÄT DER ALLIANZ-BEZIEHUNG 188
22. AUSBLICK 189
23. SCHLUSSBETRACHTUNG TEIL B 194

Automatisiert erstellter Textauszug:

Das Wachstum des Luftverkehrs in Industrienationen hat sich in den letzten Jahren im Vergleich zum Weltdurchschnitt verlangsamt, da die Situation der Airline-Branche in diesen Ländern als reif zu bezeichnen ist. Im Gegensatz dazu sind die Zuwächse der Passagierkilometer in Ländern mit verhältnismäßig geringen Sozialprodukten groß, weswegen Wachstumsprognosen für verschiedene Verkehrsströme erheblich variieren können.258 Abbildung 25 verdeutlicht, dass angesichts der stark unterschiedlichen Wachstumsraten verschiedener Regionen eine allgemeine Einordnung des Airline-Marktes in ein Branchenstadium nach Porter nicht möglich ist. Die für konsolidierende und reife Branchen signifikanten Merkmale bescheideneren Wachstums und stärkeren Wettbewerbs um Marktanteile lassen sich beispielsweise nur für den europäischen und nordamerikanischen Markt festhalten, wo es zu einer zunehmenden Konsolidierung des Marktes kommt, die Rationalisierungen und Kostensenkungen des Flugbetriebes in den Vordergrund rücken lässt.259 Auch der Verfall der Erlöse steht für ein reife Branche, der für die Luftfahrt in vielen Segmenten zu verzeichnen ist – wurde 1980 im Branchenschnitt noch pro Sitzkilometer ein Ertrag von 12 US-Cent erwirtschaftet, so waren es 2001 bereits weniger als 7 Cent.260 Die Reife einer Branche übt Druck aus und fördert strategische Versäumnisse zutage, die bei hohem, gleichmäßigen Wachstum verdeckt bleiben. In einer solchen Situation kommt es darauf an, sich neu zu positionieren und neues Wachstum zu erschließen. Spätestens in der Reifephase wird ein Unternehmen demnach gezwungen, sich für eine der drei klassischen Porter-Strategien zu entscheiden: Kostenführerschaft, Differenzierung oder Konzentration auf Schwerpunkte.261 Momentane Tendenzen wie das starke Aufkommen von Low-Cost-Carrier in Europa und Nordamerika unterstreichen die Ansprüche reifer Märkte, in denen markterfahrene Kunden preisorientiert kaufen und die Anbieter zu wettbewerbsfähigen Preisen drängen. Allerdings sprechen die erwarteten Wachstumsraten anderer Regionen wiederum gegen die generelle Klassifizierung der zivilen Luftfahrt als eine reife Branche. Vor allem für den asiatischen Markt setzt die sogenannte Hockey-Stick-Phase erst ein, was [...]

Zahl der Frachtflugzeuge von heute 1.510 auf 3.449 ansteigen und werden Zuwachsraten von jährlich 6,1% bis 2009 und 5,3% in der darauffolgenden Dekade vorhergesagt, womit das Frachtaufkommen im Luftverkehr bis 2019 verdreifacht würde.256 Besonders im Bereich des zeitsensiblen Transportes vermutet die Branche erheblichen Zuwachs, der mit dem Einsatz größerer und profitabler Flugzeuge einhergeht. Die Kapazität finanzstarker Carrier wird deswegen zunehmen, wohingegen der Flotten- und Marktanteil kleinerer Frachtgesellschaften auch wegen einsetzender Konzentrationstendenzen abnehmen wird. Die Erzielung von Profit wird zukünftig noch stärker mit der Art der angebotenen Servicekategorie zusammenhängen. Den größten Ertrag erwirtschaftet der sicherste, verlässlichste und vertraglich zugesicherte Transport, dessen Kosten bei Nichterfüllung zu Lasten des Transporteurs und nicht des Kunden gehen.257 [...]

Für das weltweite Sozialprodukt belaufen sich Wachstumsschätzungen für die nächsten 20 Jahre auf jährlich 3%, wobei es zu einer Unterscheidung zwischen reiferen Industrieländern (2%) und wachstumsstärkeren Entwicklungsländern (4%) kommen wird. Ausgereifte Volkswirtschaften werden ihr Wachstum aus Produktivitätszugewinnen und der zunehmenden Bedeutung des tertiären Sektors schöpfen, wohingegen in der Entwicklung begriffene Volkswirtschaften durch zunehmende Produktion, eine stärkere Arbeitskraftnachfrage und den Eintritt in die globalen Kapital- und Handelsmärkte charakterisiert sein werden. China wird aufgrund einer erfolgreichen Öffnung der eigenen Planwirtschaft nach außen mit 6,1% das größte nationale Wirtschaftswachstum aufweisen.253 Auch Südostasien wird auf hohem Niveau wachsen können, wenngleich die außergewöhnlichen Raten der 90er Jahre nicht mehr erreicht werden. [...]

Arbeit zitieren:
Kleiner, Markus Juli 2002: Optimierung der Integration bei strategischen Allianzen am Beispiel Luftverkehr, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Strategie, Airline, Fusion, Globalisierung, Kooperation

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