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Optimierung einer Anlage zur biologischen Sickerwasserreinigung mit Stickstoffeliminierung

Optimierung einer Anlage zur biologischen Sickerwasserreinigung mit Stickstoffeliminierung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sven Jensen
  • Abgabedatum: März 1995
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 4,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0324-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0324-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0324-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Jensen, Sven März 1995: Optimierung einer Anlage zur biologischen Sickerwasserreinigung mit Stickstoffeliminierung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Sven Jensen

Problemstellung:

Die Firma Meuselwitz Guss GmbH ist ein auf Grauguss spezialisierter Gießereibetrieb in Thüringen. Gleichzeitig ist sie Betreiberin der Sonderabfalldeponie Phönix-Ost, auf der insbesondere Gießereialtsande, Ofenausbruch und Erdaushub mit schädlichen Verunreinigungen abgelagert werden.

Das Betreiben einer Deponie ist untrennbar mit der Entstehung verschmutzten Wassers verbunden. Niederschlagswasser nimmt beim Durchfließen der Abfallhalden einen Teil der löslichen Verunreinigungen auf und tritt an tiefergelegenen Stellen wieder zutage. Dieses Sickerwasser wird in Gräben gefasst und derzeit auf der Deponie in großen Erdbecken zwischengespeichert. Aufgrund der Schadstoffbelastung ist das Einleiten in den Vorfluter nicht zulässig. Zur Aufbereitung des Sickerwassers nach dem Stand der Technik ist die Errichtung einer Sickerwasserreinigungsanlage nötig.

Eine rein theoretische Auslegung der Behandlungsanlage beinhaltet ein erhöhtes Risiko für die Investitions- und Betriebskosten. Durch den Versuchsbetrieb einer mobilen Reinigungsanlage sollte die noch sehr unsichere Planungsgrundlage soweit gefestigt werden, dass eine wesentlich konkretere Anlagenplanung durchgeführt werden kann.

Das Ingenieurbüro GUT mbH, Berlin, erhielt den Auftrag als unabhängiger Planer ein Konzept zur Sickerwasserreinigung zu erarbeiten. Für den oben geschilderten Deponiestandort wurde die Verfahrenskombination Biologie - Ultrafiltration - Aktivkohle als vielversprechend angesehen. Mittels einer Ausschreibung wurde das BIOMEMBRAT ®-Verfahren der Firma Wehrle Werk AG, Emmendingen, als ein geeigneter Anlagentyp ausgewählt. Vorliegende Diplomarbeit entstand im Rahmen eines Pilotversuchs mit einer BIOMEMBRAT®-Anlage auf der Deponie Phönix-Ost.

Innerhalb eines Probebetriebes von 3 Monaten sollte die prinzipielle Einsatzmöglichkeit des ausgewählten Verfahrens nachgewiesen werden. Das formulierte Ziel war, die Schadstoffbelastung des Sickerwassers so zu reduzieren, dass die Bedingungen für eine Direkteinleitung eingehalten werden können. Es sollte untersucht werden, inwiefern die Inhaltsstoffe des Sickerwassers in einer biologischen Reinigungsstufe abbaubar sind. Die für die Auslegung und den Betrieb einer stationären Anlage relevanten Parameter sollten ermittelt werden.

Im einzelnen waren dies:

- Verbrauch an Neutralisationsmittel.

- Eliminationsgrade für CSB, TOC, NH4 N, N03 N, N02 N, AOX, Phenole.

- erreichbare Raum- und Schlammbelastungen.

- notwendige Randbedingungen für eine Denitrifikation.

Daneben sollte die Funktionstüchtigkeit einer Ultrafiltrationsanlage zum Biomassenrückhalt getestet werden. Als dritte Stufe war die Effizienz von Aktivkohlefiltern zu untersuchen. Es bestand die Aufgabe den Verbrauch an Aktivkohle, wie er im realen Betrieb auftritt, zu errechnen.

Die ermittelten Ergebnisse sollten als Grundlage für die Auslegungsberechnung einer stationären Sickerwasserreinigungsanlage verwendet werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
In der Abwassertechnik gebräuchliche Symbole Vl
In den Naturwissenschaften gebräuchliche Symbole VlI
Abkürzungen und Indizes VlII
1. Einleitung 1
1.1. Veranlassung 1
1.2. Zielsetzung 2
2. Deponie Phönix Ost 3
2.1. Beschreibung der Deponie 3
2.2. Inhaltsstoffe des Sickerwassers 5
2.3. Sickerwasserprognose 9
2.3.1. Theoretische Überlegungen 9
2.3.2. Erfahrungswerte 11
3. Rechtliche Rahmenbedingungen 14
3.1. Gesetzliche Vorschriften 14
3.2. Rechtliche Situation in Thüringen 16
4. Vorgänge bei der biologischen Abwasserreinigung und deren Kinetik 18
4.1. Grundzüge des Stoffwechsels 18
4.2. Reaktionskinetik 19
4.3. Grundlagen der Nitrifikation/Denitrifikation 21
4.3.1. Nitrifikation 21
4.3.2. Denitrifikation 22
4.4. Die Pufferkapazität 22
4.5. Bildung und Bedeutung von Huminstoffen 23
5. Bemessungsansaß nach CHANG 24
5.1. Berechnung des Denitrifikationsvolumens 24
5.2. Berechnung des Nitrifikationsvolumens 25
6. Anlagentechnik und Analyseverfahren 28
6.1. Beschreibung der Versuchsanlage 28
6.1.1. Prinzip des BlOMEMBRAT - Verfahrens 28
6.1.2. Chemisch-physikalische Vorbehandlung 29
6.1.3. Biologische Reinigungsstufe 30
6.1.4. Ultrafiltrationsanlage 31
6.1.5. Aktivkohleadsorber 32
6.2. Versuchsdurchführung i 33
6.3. Analyseverfahren 33
6.3.1. Untersuchte Parameter 33
6.3.2. Probenahrna und Probebehandlung 34
6.3.3. Meßgeräte und Schnelltests 35
7. Ergebnisse und Diskussion 36
7.1. Chemisch-physikalische Vorbehandlung 36
7.1.1. Fällung von gelöstem Eisen 36
7.1.2. Einstellen der Säurekapazität 38
7.2. Biologische Behandlung 41
7.2.1. CSB - Zu und Ablaufwerte 41
7.2.2. CSB - Raum und CSB - Schlammbelastung 42
7.2.3. Biologische Abbaubarkeit des CSB 45
7.2.4. Uberschul3schiammproduktion 46
7.2.5. CSB - Abbau und Bakterienwachstum bei unterschiedlichen hydraulischen Belastungen 48
7.2.6. Stickstoffelimination 52
7.2.7. Abbau der Leitfähigkeit 57
7.3. Betriebsverhalten der Ultrafiltrationsanlage 58
7.4. Ergebnisse der Aktivkohleadsorption 60
7.4.1. Aktivkohleadsorber in paralleler Schaltung 60
7.4.2. Aktivkohleadsorber in serieller Schaltung und kurzer Verweilzeit 60
7.4.3. Aktivkohleadsorber in serieller Schaltung und langer Verweilzeit 62
7.4.4. Standversuche mit gemahlener Aktivkohle 63
7.5. Beurteilung der gewählten Verfahrenskombination 66
7.5.1. Einhaltung der Mindestanforderungen für Direkteinleiter 66
7.5.2. Eignung einer biologischen Reinigungsstufe 68
8. Vorschläge für eine Verfahrensverbesserung 70
9. Zusammenfassung 72
Literaturverzeichnis 74
Anhang
Photos des Versuchs - Containers I
Grundriß des Versuchs - Containers In
R und I - Fließbild der Versuchsanlage IV
Tabelle A1: pH - Wert, Leitfähigkeit und Säurekapazitätin Zu - und Ablauf V
Tabelle A2: Konzentration von CSB, NH4-N, NO2-N und NO3-Nin Zu - und Ablauf; Eliminationsgrade für CSB und Stickstoff VlI
Tabelle A3: Einige wichtige Daten der biologischen Reinigungsanlage CSB-Schlamm- und Raumbelastung und Temperatur IX

Arbeit zitieren:
Jensen, Sven März 1995: Optimierung einer Anlage zur biologischen Sickerwasserreinigung mit Stickstoffeliminierung, Hamburg: Diplomica Verlag

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