Optimale Liquiditätsplanung und -steuerung für kleinere und mittlere Unternehmen im Hinblick auf eine langfristige Unternehmenssicherung
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Sviatlana Zaitsava
- Abgabedatum: Dezember 2009
- Umfang: 104 Seiten
- Dateigröße: 656,0 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8428-0552-1
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zaitsava, Sviatlana Dezember 2009: Optimale Liquiditätsplanung und -steuerung für kleinere und mittlere Unternehmen im Hinblick auf eine langfristige Unternehmenssicherung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Liquidität, Liquiditätsplanung, Finanzplan, Liquiditätssteuerung, Liquiditätscontrolling
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Bachelorarbeit von Sviatlana Zaitsava
Einleitung:
1, Einführung:
1.1, Motivation und Zielsetzung:
Die Fähigkeit, seine fälligen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt erfüllen zu können, stellt für jedes Unternehmen eine Existenzbedingung dar. Aus diesem Grund zählt die Sicherung der Zahlungsfähigkeit, d. h. die Sicherung der Liquidität, zu den fundamentalen Aufgaben der Unternehmensführung. Das Gegenteil von Liquidität ist die Zahlungsunfähigkeit oder Illiquidität. Letztere ist allgemeiner Insolvenzgrund (§ 17 Abs. 1 InsO). Das wichtigste Managementinstrument zur langfristigen Überlebenschance eines Unternehmens ist daher die permanente Zahlungsfähigkeit.
Viele Unternehmen stehen heute plötzlich in der Situation, kurz- bis mittelfristig Verbesserungspotenziale bei Liquidität und Kapitalverzinsung realisieren zu müssen. Diese Herausforderungen haben sich durch einen permanenten Wandel der ökonomischen Rahmenbedingungen verschärft. Die Integration weiterer Länder in die EU geht einher mit zunehmendem Wettbewerb und der Verlagerung von Produktions- und Vertriebskapazitäten. Hinzu kommen länder- und branchenabhängige Konjunkturschwankungen, höhere Volatilität der Wechselkurse, Versteuerung der Rohstoffpreise sowie eine Flut neuer Regelungen, die Einfluss auf das Kosten- und Risikoprofil der Unternehmen und damit auf deren Finanzsituation haben. Daher ist es erstaunlich, dass die Beschäftigung mit Fragen der Liquiditätssicherung in den letzten zwei Jahrzehnten in der wissenschaftlichen Diskussion deutlich in den Hintergrund getreten ist, einschließlich das zentrale Konzept zur Liquiditätssicherung – die kurzfristige Finanzplanung.
Der Sinn der Liquiditätsplanung besteht darin, durch eine Prognose der Ein- und Auszahlungen die zukünftige Liquiditätsentwicklung zu planen und damit die Voraussetzung für die aktive Gelddisposition zu schaffen. Plötzlich auftretende Liquiditätsengpässe sollen so vermieden werden. Ein besonderes Augenmerk wird also auf die unternehmerisch notwendige Erhaltung der Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt der Zahlungsperiode gerichtet. Die Liquiditätsplanung kann daher als ein Synonym für die kurzfristige Finanzplanung benutzt werden.
Durch eine regelmäßige Finanz- und Liquiditätsplanung und mit Hilfe von laufenden Finanzkontrollen sind Unternehmen in der Lage, eine bessere Steuerung der liquiden Mittel zu ermöglichen und Zahlungsengpässe zukünftig zu vermeiden. Gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen sind derartige Instrumente von besonderer Bedeutung, da meist nicht die finanzielle Ausstattung vorhanden ist, die es den Großunternehmen erlaubt auch größere Fehlschläge zu verkraften. In kleineren und auch mittleren Unternehmen befinden sich die Unternehmensleitung und die finanzwirtschaftliche Führung zumeist in einer Hand, häufig auch noch in Verbindung mit dem Rechnungswesen. Finanzielle Entscheidungen werden oft durch die Unternehmensleitung getroffen und nur routineartige Tätigkeit delegiert. Dies kann, falls die finanzwirtschaftliche Führung einen Engpassfaktor darstellt, zu Existenz bedrohenden Situationen für das Unternehmen führen. In ihrer Größe wachsende Unternehmen trennen dann oft die Führungsaufgaben in einen technischen und einen kaufmännischen Leistungsbereich, wobei letzterer die finanzwirtschaftliche Führung übernimmt. Große Unternehmen weisen üblicherweise bereits im oberen Organisationsbereich eine eigenständige finanzwirtschaftliche Abteilung aus.
Kleinere und mittlere Unternehmen sind die Zielgruppen dieser Arbeit. Während die größeren Unternehmen in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte auf betriebswirtschaftlichem Gebiet verwirklichen konnten: die Rentabilität erhöhen, die Liquidität sichern und die Wertschöpfung verbessern, weil sie neueste Konzeptionen, wirksame Instrumente und erfolgversprechende Techniken in den Unternehmen bereits einsetzen, hinken die kleineren und mittleren Unternehmen immer noch mit beträchtlichem Abstand hinterher. In der Vergangenheit haben viele kleinere und mittlere Unternehmen besonders den Finanzbereich vernachlässigt: eine Vorschau der Liquidität ist nicht vorhanden, eine aussagefähige Finanzplanung fehlt häufig u. s. w. Deshalb ist die Existenz dieser Unternehmen nicht immer gesichert. Die Statistiken in den meisten europäischen Ländern zeigen, dass hauptsächlich kleinere und mittlere Unternehmen die neuen Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Deshalb müssen besonders die kleineren und mittleren Unternehmen versuchen, in zusammenwachsenden europäischen Märkten führende Anbieter zu werden und diese Position international weiter auszubauen. Die wertorientierte Unternehmensführung ist konsequent zu realisieren. Dabei neben der Verbesserung der Rentabilität ist auch auf die Sicherung der Liquidität zu achten. In vielen Fällen muss auch die Qualifikation der Mitarbeiter verbessert werden.
Kleine und mittlere Unternehmen werden unter dem Begriff ‘Mittelstand’ zusammengefasst. Als Anbieter von Arbeitsplätzen, Beförderer von Innovationen und aufgrund ihrer engen Verbindung zur Region haben sie große volkswirtschaftliche Bedeutung und stehen im Zentrum des öffentlichen Interesses.
Grundsätzlich kann die Abgrenzung mittelständischer Unternehmen innerhalb der Gesamtmenge aller Unternehmen über qualitative und/oder quantitative Kriterien erfolgen. So weisen nach den (quantitativen) Kriterien des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn (IMF) mittelständische Unternehmen einen Jahresumsatz von nicht mehr als 50 Mio. EUR auf und beschäftigen weniger als 500 Mitarbeiter. Zu den kleinen mittelständischen Unternehmen zählen solche, die im Jahr nicht mehr als 1 Mio. EUR umsetzen und weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) dagegen definiert die Obergrenze für mittelständische Unternehmen bei einem Umsatz von 500 Mio. EUR und damit deutlich oberhalb der Mittelstandsgrenzen des IMF. Niedriger wiederum legt die Europäische Union ihre Grenzen fest: als mittelständisch werden die Unternehmen bezeichnet, wenn sie nicht mehr als 250 Mitarbeiter (kleine Unternehmen bis zu 50 Mitarbeiter, Kleinstunternehmen bis zu 10 Mitarbeiter) beschäftigen und entweder unter 50 Mio. EUR pro Jahr umsetzen (kleine Unternehmen bis zu 10 Mio. EUR, Kleinstunternehmen bis zu 2 Mio. EUR) oder eine Bilanzsumme nicht über 43 Mio. EUR (kleine Unternehmen bis 10 Mio. EUR Bilanzsumme, Kleinstunternehmen bis zu 2 Mio. EUR) aufweisen und unabhängig sind.
Qualitative Merkmale, die vielleicht mehr noch als quantitative Merkmale geeignet sind, den Mittelstand zu charakterisieren, zeichnen sich vor allem durch rechtliche Selbständigkeit, durch Eigentumsmehrheit bei einem begrenzten Kreis natürlicher Personen, durch eine enge Verbindung von Unternehmen und Eigentümern, durch eine Einheit von Eigentum, Haftung und Leitung und dadurch aus, dass das Unternehmen als Tätigkeitsbereich und Einkommensquelle der Eigentümer eine entscheidende Rolle spielt.
Die vorliegende Arbeit soll die Bedeutung einer Finanzplanung besonders für kleinere und mittlere Unternehmen sichtbar machen. Vordergrundig werden solche aktuellen Fragen behandelt, die den Unternehmen helfen sollen, trotz konjunkturellen und strukturellen Problemen zu überleben. Dazu zählen: (1) Wie erkenne und meistere ich die Liquiditätskrisen? (2) Wie schaffe ich mit der Liquiditätsplanung eine optimale Ausgangsbasis zur Unternehmenssicherung? (3) Welche Steuerungs- und Controllingsinstrumente sollten zum täglichen Handwerkzeug des Liquiditätsmanagements genutzt werden?
Die Anforderungen an eine Liquiditätsplanung fallen sehr unterschiedlich aus, je nachdem, ob sich ein Unternehmen in der Phase der Existenzgründung, auf einem kontinuierlichen Wachstumspfad oder in der Krise befindet. Das besondere Interesse dieser Arbeit richtet sich auf die Phase des kontinuierlichen Wachstums der Unternehmen aus.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | VI | |
| 1. | Einführung | 1 |
| 1.1 | Motivation und Zielsetzung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 4 |
| 1.3 | Liquiditätsprobleme in den Unternehmen: Ursachen, Früherkennung und Prävention | 5 |
| 2. | Grundlagen der Finanzplanung | 8 |
| 2.1 | Liquidität - Begriff, Bestimmungsgrößen und Träger | 8 |
| 2.1.1 | Begriff und Bestimmungsgrößen der Liquidität. | 8 |
| 2.1.2 | Träger der Liquidität: güterwirtschaftliche, verliehene, zukünftige und antizipierte Liquidität | 11 |
| 2.2 | Messung von Liquidität | 14 |
| 2.2.1 | Konzeption von Bilanzvermögen und traditionelle Bilanz-(Jahresabschluss-) Analyse | 15 |
| 2.2.2 | Ein- und Auszahlungsrechnung versus Ertrags- und Aufwandsrechnung | 18 |
| 2.2.3 | Verbreitete Definitionen des Cash-flow und neue Cash-flow-Systematik | 20 |
| 2.3 | Bewertung von Liquidität | 23 |
| 2.4 | Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts als Aufgabe der Finanzplanung | 26 |
| 2.5 | Differenzierung der Planungsaufgabe in sachlicher und zeitlicher Hinsicht | 29 |
| 2.5.1 | Zeitliche Differenzierung: kurz-, mittel- und langfristigen Pläne | 29 |
| 2.5.2 | Sachliche Differenzierung: betriebliche Teilpläne | 31 |
| 2.6 | Die Berücksichtigung der Unsicherheit bei der Finanzplanung und Techniken der Finanzprognose | 34 |
| 3. | Gegenstand und Ausgestaltung von Finanzplanungsrechnungen | 38 |
| 3.1 | Kapitalbindungsplanung als Instrument zu langfristigen Finanzplanung | 38 |
| 3.1.1 | Ziele und Aufgaben der Kapitalbindungsplanung | 38 |
| 3.1.2 | Struktur der Kapitalbindungsplanung | 39 |
| 3.1.2.1 | Ermittlung des Kapitalbedarfs | 40 |
| 3.1.2.2 | Ermittlung der Kapitalbedarfsdeckung | 41 |
| 3.2 | Feststellung der gegenwärtigen Liquidität mithilfe des täglichen Liquiditätsstatus | 45 |
| 3.2.1 | Ziele des täglichen Liquiditätsstatus | 45 |
| 3.2.2 | Ausgestaltung des täglichen Liquiditätsstatus | 46 |
| 3.3 | Wesen und Aufbau eines kurzfristigen Finanzplans | 47 |
| 3.3.1 | Wesen, Zwecksetzung undAusgestaltung eines Finanzplans in zeitlicher Hinsicht | 47 |
| 3.3.2 | Inhalt und Aufbau eines Finanzplans | 50 |
| 4. | Liquiditätssteuerung und -controlling als Bestandteile eines effizienten Liquiditätsmanagements | 52 |
| 4.1 | Liquiditätssteuerung | 53 |
| 4.1.1 | Kurzfristige Liquiditätssteuerung und Cash Management | 53 |
| 4.2.1 | Working Capital Management | 57 |
| 4.2 | Instrumente des Liquiditätscontrollings | 60 |
| 5. | Kritische Würdigung und Fazit | 65 |
| Literaturverzeichnis | 69 | |
| Anhang | 73 |
Textprobe:
Kapitel 3.2, Feststellung der gegenwärtigen Liquidität mithilfe des täglichen Liquiditätsstatus:
3.2.1, Ziele des täglichen Liquiditätsstatus:
Der tägliche Liquiditätsstatus stellt eine tagesbezogene Liquiditätsrechnung dar, er bezieht er sich auf die Ein- und Auszahlungen allein eines Tages und verfolgt in erster Linie die Zielsetzung, die gegenwärtige Liquidität eines Unternehmens am jeweiligen Planungstag festzustellen.
Unter der gegenwärtigen Liquidität ist dabei die Liquidität am heutigen Planungstag zu verstehen. Die Aufgabe des täglichen Liquiditätsstatus besteht darin, die zu erwartenden Über- oder Unterdeckung an liquiden Mitteln festzustellen, wenn die am Planungstag fälligen und vorgesehenen Auszahlungen getätigt werden.
Der tägliche Liquiditätsstatus dient nicht nur zur Feststellung der gegenwärtigen Liquidität, sondern auch zur Liquiditätssteuerung. Wenn der tägliche Liquiditätsstatus eine erwartete Liquiditätslücke (Unterdeckung) ausweist, so werden gleichtätig wirkende Maßnahmen eingeleitet, die den tatsächlichen Eintritt des Defizits vermeiden sollen (z. B. Verschiebung nicht zwingend geplanter Auszahlungen, Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten, Veräußerung geldnaher Vermögenspositionen). Bei erwarteten Liquiditätsüberschüssen dagegen werden kurzfristige zinsgünstige (höhere Zinsen als Habenzinsen auf dem Kontokorrentkonto) geldnahe Vermögenspositionen aufgebaut. Da die Zeitspanne von der Feststellung der Unterdeckung bis zum Ende des Geschäftstages sehr kurz ist, sind die Möglichkeiten zum Ausgleich, die einem Unternehmen zur Verfügung stehen, äußerst begrenzt.
Im Rahmen der Sicherung der Liquidität ist es nicht ausreichend, global für die Einhaltung der Liquidität zu sorgen. Vielmehr dient der tägliche Liquiditätsstatus der Feinsteuerung der Liquidität und soll daher Möglichkeiten aufzeigen, wie die relevanten Auszahlungen konkret gesteuert werden können. Wenn z. B. ein Unternehmen bei mehreren Banken Konten unterhält, so ist es die Aufgabe des täglichen Liquiditätsstatus, festzustellen, bei welcher Bank über liquide Mittel verfügt werden kann oder bei welcher Bank eine Unterdeckung auszugleichen ist. Darüber hinaus sind die Art und die Höhe der Auszahlungen festzulegen, die zurückgestellt werden können. Der Liquiditätsstatus ist daher die Basis der täglichen Finanzdispositionen.
Der Liquiditätsstatus dient vor allem Kreditinstituten, großen Filialbetrieben bzw. Handelsunternehmen und multinational tätigen Unternehmen zur taggenauen Überwachung der Zahlungsströme, um die laufenden Finanzdispositionen in einzelnen Niederlassungen oder Finanztransaktionen in unterschiedlicher Währung zu erleichtern und besser koordinieren zu können. Bei mittleren und kleineren Unternehmen bezieht sich die Erstellung eines Liquiditätsstatus i. d. R. nur auf Dispositionen der Konten bei den Bankverbindungen und die eigenen Zahlungsmittel mit dem Ziel, Kontenüberziehungen und Fristenüberschreitungen bei Zahlungen zu vermeiden und ggf. kurzfristigen Geldanlagen vorzunehmen.
3.2.2, Ausgestaltung des täglichen Liquiditätsstatus:
Der tägliche Liquiditätsstatus ist gemäß seiner Zielsetzung eine tagesbezogene und somit extrem kurzfristige Liquiditätsrechnung, die sich weder auf die Vergangenheit noch auf zukünftige Tage bezieht. Im täglichen Liquiditätsstatus werden sämtliche liquiden Mittel und Zahlungen, die für die Liquidität am Planungstag relevant sind, zusammengestellt. Aus der Gegenwartsorientierung ergibt sich die Notwendigkeit, den täglichen Liquiditätsstatus jeden Tag neu aufzustellen.
In die Ermittlung des Liquiditätssaldos am Planungstag fließen folgende Positionen ein:
Am Planungstag vorliegender, tatsächlicher Anfangsbestand (für den Vortag ermittelter Endbestand) an liquiden Mitteln.
Am Planungstag bereits eingegangene Einzahlungen.
Am Planungstag bereits getätigte Auszahlungen.
Für den Planungstag erwartete, weitere Einzahlungen.
Weitere Auszahlungen, die für den Planungstag vorgesehen sind.
Abbildung 19 im Anhang zeigt die grundlegende Struktur des täglichen Liquiditätsstatus auf.
Die Erfassung der genannten Zahlungsbewegungen kann sich schwierig gestalten. Werden Einzahlungen auf ein Konto oder Auszahlungen von einem Konto des Unternehmens getätigt, besteht die Problematik, dass Informationen über diese Zahlungen möglicherweise nicht unmittelbar verfügbar sind oder, dass diese Zahlungen dem Konto des Unternehmens nicht unmittelbar gutgeschrieben oder belastet werden. Speziell der letzte Fall tritt dann ein, wenn eine Bank Zahlungen, die nach einer bestimmten Uhrzeit anfallen, nicht am Tag des Eingangs der Zahlungen, sondern erst am Folgetag verbucht. Dieser so genannte ‘Buchungsschnitt’ soll im Rahmen des täglichen Liquiditätsstatus berücksichtigt werden. Mit zunehmendem Einsatz von elektronischen Datenverarbeitungstechniken in Banken im Rahmen Electronic Banking kann diese Problematik deutlich verringert werden. So können Unternehmen durch den Einsatz von elektronischen Dienstleistungen Kontodaten per Internet abrufen.
Der Bestand an liquiden Mitteln wird nicht in einem Betrag ausgewiesen, sondern nach dem Kassenbestand und den Sichtguthaben bei den verschiedenen Kreditinstituten unterteilt. Diese Form der offenen Darstellung erleichtert die Disposition über die Zahlungsmittel. So werden z. B. empfangene Schecks zur Vermeidung von Sollzinsen zunächst auf Konten mit einem negativen Bestand an liquiden Mittel eingelöst.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842805521
Arbeit zitieren:
Zaitsava, Sviatlana Dezember 2009: Optimale Liquiditätsplanung und -steuerung für kleinere und mittlere Unternehmen im Hinblick auf eine langfristige Unternehmenssicherung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Liquidität, Liquiditätsplanung, Finanzplan, Liquiditätssteuerung, Liquiditätscontrolling



