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Open-Source-Software

Vor- und Nachteile beim Einsatz und der Entwicklung in Unternehmen

Open-Source-Software
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Will
  • Abgabedatum: August 2003
  • Umfang: 140 Seiten
  • Dateigröße: 800,0 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Kassel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7520-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7520-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7520-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Will, Andreas August 2003: Open-Source-Software, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Linux, Total Cost of Ownership, Open Source, Closed Source, freie Software

Diplomarbeit von Andreas Will

Einleitung:

Bis vor wenigen Jahren wurde der Softwaremarkt weitestgehend durch kommerziell vertriebene Software dominiert. Seit der Entwicklung des freien Betriebssystems Linux hat sich diese Situation fundamental geändert - Linux hat Open-Source-Software buchstäblich zum Durchbruch verholfen und weltweit bekannt gemacht. Namhafte Hersteller aus der Hard- und Softwarebranche unterstützen und vertreiben das freie Betriebssystem Linux immer häufiger. Seitdem spielt Open-Source-Software eine bemerkenswerte Rolle auf dem Softwaremarkt und wird in immer mehr Unternehmen eingesetzt. Jedoch hat Open-Source-Software in Unternehmen oftmals den Ruf, dass es sich hierbei nur um die Arbeiten von nicht ernstzunehmenden „Hobbyentwicklern“ handele und Open-Source-Software somit für den produktiven Einsatz in Unternehmen ungeeignet sei.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Diplomarbeit setzt an diesem Punkt an und hat zum Ziel, eine eingehende Darstellung über die Wirkung des betriebswirtschaftlichen Einsatzes von Open-Source-Software in Unternehmen aufzuzeigen. Es wird im Verlauf der Arbeit herausgearbeitet, welche grundlegenden Eigenschaften und Merkmale Open-Source-Software kennzeichnen, worin sich diese Merkmale zu kommerziell vertriebener Software unterscheiden und welche Vor- und Nachteile daraus resultieren. Dabei wird besonders auf den betriebswirtschaftlichen Nutzen des Einsatzes von Open-Source-Software eingegangen und es soll abschließend diskutiert werden, ob der Einsatz von Open-Source-Software in Unternehmen als ökonomisch sinnvoll betrachtet werden kann.

In Kapitel 2 werden die theoretischen Grundlagen zu Open-Source-Software erläutert. Am Anfang wird dem Leser ein kurzer historischer Überblick über die Entstehung von Open-Source-Software gegeben. Im weiteren Verlauf wird Open-Source-Software zu anderen Softwarevarianten abgegrenzt, sodass klargestellt wird, welche Merkmale und Eigenschaften für Open-Source-Software charakteristisch sind. Um einen ausreichenden Praxisbezug zu erhalten, werden einige exemplarisch ausgewählte und erfolgreiche Open-Source-Projekte vorgestellt. Zum Abschluss des Kapitels wird eine Auswahl der Lizenzen beschrieben, die bei der Veröffentlichung von Open-Source-Software Anwendung finden.

Kapitel 3 beschreibt die Wirkung des Einsatzes von Open-Source-Software in Unternehmen. Dies umfasst eine detaillierte Untersuchung der politischen, rechtlichen und technischen Vor- und Nachteile des Einsatzes von Open-Source-Software unter ökonomischen Gesichtspunkten. Aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit entsprechender Fachliteratur zu diesem innovativen Thema stützen sich viele Ausführungen und Ergebnisse dieses Kapitels auf Studien und Analysen von Markforschungsinstituten, während der restliche Teil der Arbeit in größerem Maß auf Fachliteratur basiert. Dies hat gleichzeitig den Vorteil, dass die gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse nicht nur auf theoretischen Thesen bestehen, sondern auf praxisbezogenen Betrachtungen und Erfahrungen.

Kapitel 4 befasst sich eingehend mit der Entwicklung von Open-Source-Software im weiteren Sinn. Dabei wird das herkömmliche Softwareentwicklungsmodell mit dem Entwicklungsmodell für Open-Source-Software verglichen und auf soziale und organisatorische Aspekte eingegangen. Im weiteren Verlauf des Kapitels werden einige Geschäftsmodelle vorgestellt, die bei Vertrieb und Entwicklung von Open-Source-Software relevant sind. Abschließend werden die Vor- und Nachteile aufgezeigt, die sich bei der Entwicklung von Open-Source-Software für ein Unternehmen ergeben.

Kapitel 5 schließt die Betrachtung der Vor- und Nachteile von Open-Source-Software für Unternehmen mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Faktoren ab. Dabei soll aufgrund der bisherigen Ausführungen die Frage beantwortet werden, ob Open-Source-Software für den Einsatz in Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
2. Open-Source-Software 4
2.1 Definition von Open-Source-Software 4
2.2 Geschichte von Open-Source-Software 6
2.3 Abgrenzung von Softwarevarianten 9
2.3.1 Übersicht 9
2.3.2 Public-Domain-Software 10
2.3.3 Open-Source-Software/Freie Software 11
2.3.4 Freeware 13
2.3.5 Shareware 14
2.3.6 Proprietäre Software 15
2.4 Open-Source-Organisationen 16
2.5 Ausgewählte Open-Source-Projekte 17
2.5.1 Linux 17
2.5.2 BIND/DNS 19
2.5.3 Apache 20
2.6 Lizenzmodelle 21
2.6.1 Übersicht 22
2.6.2 GNU General Public License (GPL) 23
2.6.3 GNU Lesser General Public License (LGPL) 25
2.6.4 BSD-Lizenz 25
2.6.5 Weitere Lizenzen 26
3. Einsatz von Open-Source-Software in Unternehmen 28
3.1 Vorteile 28
3.1.1 Qualität 28
3.1.2 Stabilität 32
3.1.3 Sicherheit 35
3.1.4 Flexibilität 38
3.1.5 Anschaffungskosten 41
3.2 Nachteile 42
3.2.1 Mangel an Applikationen 43
3.2.2 Benutzerfreundlichkeit 45
3.2.3 Verfügbarkeit des Herstellers 49
3.2.4 Rechtliche Unsicherheiten 52
3.2.5 Administration/Personalkompetenz 54
3.3 Total Cost of Ownership 56
3.4 Politische Faktoren 58
3.5 Einsatzbereiche 59
3.6 Unternehmensgröße 62
3.7 Beispiele für den Einsatz von Open-Source-Software 64
3.7.1 Amazon.com 64
3.7.2 Landeshauptstadt München 65
3.7.3 Sanitätshaus Hempel 66
4. Entwicklung von Open-Source-Software 68
4.1 Softwareentwicklungsmodelle 68
4.1.1 Herkömmliche Softwareentwicklung 68
4.1.2 Open-Source-Softwareentwicklung 74
4.1.2.1 Anbahnung eines Open-Source-Projekts 74
4.1.2.2 Motivation der Entwickler 77
4.1.2.3 Koordination und Abwicklung eines Open-Source-Projekts 79
4.1.2.4 Lebenszyklus eines Open-Source-Projekts 83
4.2 Geschäftsmodelle 86
4.2.1 Distribution und Vertrieb von Komplementärprodukten 86
4.2.2 Dienstleistung 89
4.3 Beispiele für Open-Source-Softwareentwicklung in Unternehmen 92
4.3.1 Netscape/Mozilla 92
4.3.2 Red Hat 93
4.4 Vorteile von Open-Source-Softwareentwicklung in Unternehmen 95
4.5 Nachteile von Open-Source-Softwareentwicklung in Unternehmen 96
5. Fazit und Ausblick 99
Anhang A: Open Source Definition 104
Anhang B: GNU General Public License (GPL) 108
Literaturverzeichnis 118

Automatisiert erstellter Textauszug:

Da Amazon.com seinen Kunden nicht zumuten konnte (und wollte), den Betrieb seiner Website für die Zeit der Umstellung auf die neuen Serversysteme einzuschränken, mussten sämtliche Portierungen transparent für die Benutzer geschehen, sodass der Vertrieb nicht unterbrochen werden musste. Es wurde dafür gesorgt, dass alle operativen Prozesse nach der Umstellung auf das neue System unverändert geblieben sind und damit keine Neuorganisation der Arbeitsprozesse notwendig wurde. Nachdem Amazon.com diese Migration erfolgreich durchgeführt hatte, wurden nach und nach andere Systeme, wie Middleware, Mail und Backup ebenso auf Linux migriert [Nomi03, S. 123]. Amazon.com gab im dritten Quartal 2001 54 Millionen US-Dollar für die Erneuerung seiner Web- und Applikationsserver aus, das ergibt im Vergleich zum Vorjahr eine Ersparnis von rund 25 Prozent. Diese Ersparnis hat Amazon.com in Form von Preissenkungen der Produkte direkt an seine Kunden weitergegeben und konnte im Vergleich zum Vorjahr seinen Umsatz um 21 Prozent steigern [Nomi03, S. 123; ShKa01]. [...]

begründet sich durch die größeren Kosteneinsparungspotenziale und das höhere Kompetenzniveau. Kleinere Unternehmen besitzen dagegen aufgrund ihrer geringeren Mitarbeiterzahl weniger Clientarbeitsplätze, sodass – absolut gemessen – wesentlich weniger Kosten für anfallende Lizenzgebühren eingespart werden können als in großen Unternehmen. Bei großen Unternehmen überschreiten die Lizenzgebühren für Clientarbeitsplätze jedoch schnell eine „kritische Masse“, sodass eine Umstellung der Clientarbeitsplätze auf Open-Source-Software erhebliche Einsparungen möglich macht. Zudem fehlt den kleineren Unternehmen häufig das nötige Know-how für den Betrieb einer großen Anzahl von Linux-Clients, welches großen Unternehmen oftmals intern (und damit ohne zusätzliche Kosten zu verursachen) zur Verfügung steht [Tech02]. Der Migrationsleitfaden für Basissoftwarekomponenten von Server- und ArbeitsplatzSystemen der Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung im Bundesministerium des Innern unterscheidet daher zwischen verschiedenen Behördenkategorien [Koor03]: • • • Klein (bis 250 Nutzer) Mittel (250 bis 1.000 Nutzer) Groß (über 1.000 Nutzer) [...]

Open-Source-Software und offener Standards weiter gefördert werden soll [Wilk03b; Siet03]. Auch die Europäische Union (EU) steht dem Einsatz von Open-Source-Software offen gegenüber, so sagte beispielsweise der finnische EU-Kommissar Erkki Liikanen 2001 in seiner Eröffnungsrede zum Symposium „Best practices in E-administration“ [Schm01b]: „We also have to put ourselves the question whether public procurement and tendering should continue to specify commercial products rather than be based on open standards. Open source software is also important for security reasons. Security by obscurity in a black box is an obsolete concept. With Open Source Software we have a new chance to tackle security issues.“ Die IT-Abteilung der EU hat zwar bereits ihre internen Richtlinien geändert, die derzeitige Situation in den Verwaltungen der EU sieht jedoch anders aus. Bis jetzt werden im Serverbereich noch ausschließlich Microsoft Windows NT und kommerzielle UNIX-Betriebssysteme sowie im Clientbereich Microsoft Windows Betriebssysteme eingesetzt. Sollte in absehbarer Zeit eine Umstellung auf Open-Source-Software erfolgen, sieht die EU den größten Vorteil in der besseren Unterstützung offener Standards und der daraus folgenden besseren Interoperabilität gegenüber proprietären Softwareprodukten [Schm01b]. [...]

Arbeit zitieren:
Will, Andreas August 2003: Open-Source-Software, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Linux, Total Cost of Ownership, Open Source, Closed Source, freie Software

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