Online-Zahlungsverfahren - Status Quo und Entwicklungspotentiale
Am Beispiel Aposto in Zusammenarbeit mit der VOLKSWAGEN Bank direct
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thorsten Pietsch
- Abgabedatum: November 2002
- Umfang: 110 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Hochschule Wismar Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6506-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6506-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6506-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Pietsch, Thorsten November 2002: Online-Zahlungsverfahren - Status Quo und Entwicklungspotentiale, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Online-Zahlung, E Payment, Aposto, Markt- und Konkurrenzanalyse, Volkswagen Bank direct
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Diplomarbeit von Thorsten Pietsch
Einleitung:
Die Zeiten, in denen das Internet für die meisten Deutschen unbekanntes Land darstellte, sind vorbei. Waren es früher nur Spezialisten, die sich im weltweiten Netz (World Wide Web – kurz: WWW) tummelten, hat heutzutage nahezu jeder zweite Deutsche Zugriff auf dieses Medium und nutzt es regelmäßig (durchschnittlich knapp neun Stunden jeden Monat). Der privaten aber gerade auch der gewerblichen Nutzung werden noch große Wachstumspotentiale zugesprochen.
Mit der Verbreitung des Internets, dem Entstehen des elektronischen Handels – angelsächsisch eCommerce genannt – und dessen Einzug in das alltägliche (Geschäfts)Leben, stieg und steigt der Bedarf, komplette Geschäftsvorgänge im Medium Internet abwickeln zu können. Im Jahr 2001 wurden allein in Deutschland im privaten und gewerblichen Bereich 5 Milliarden Euro im Online-Handel umgesetzt. Die klassischen Abrechnungsmethoden (in Deutschland vor allem Nachnahme und Rechnung) stellen einen Medienbruch dar, und beinhalten vermeidbare und daher unnötige Risiken, gerade auf Seiten der Online-Händler.
In den Zeiten des Online-Booms witterten Start-up-Unternehmen Morgenluft, planten und realisierten Verfahren zur Online-Abrechnung. Teilweise wurden Verhaltensmuster aus dem Offline eins zu eins ins Online übertragen. Es wurden sogenannte eWallets (eine auf der Festplatte gespeicherte elektronische Geldbörse) entwickelt, die mit virtuellem Geld zu füllen war. Dieses Prinzip setzte sich am Markt jedoch nicht durch, da eine Reihe Voraussetzungen erfüllt sein mussten: Der Nutzer musste ein Konto bei einer bestimmten Bank einrichten, Geld auf dieses Konto transferieren und extra Software auf dem Computer installieren. Die Nutzung der eWallet war außerdem auf diesen einen Rechner beschränkt.
In der Zwischenzeit haben sich auch Unternehmen der sogenannten Old Economy z. b. Banken auf dem Markt der Online-Zahlung betätigt, Versuchsballons gestartet und Projekte ins Leben gerufen, die zum Teil über die Versuchsphase nicht hinweg gekommen sind. Es hat sich gezeigt, dass akzeptable Online-Zahlungsverfahren die folgenden Punkte beinhalten müssen:
Sicherheit der Datenübertragung.
Vertraulichkeit und Schutz der Daten.
Authentifizierbarkeit der Händler und Kunden.
Nichtabstreitbarkeit von Bestellung und Lieferung.
Minimierung der Zahlungsausfälle.
Benutzerfreundlichkeit für Händler und Kunden.
Rechtlicher Rahmen.
Die VOLKSWAGEN BANK direct GmbH (Braunschweig) und die ICP AG (Hamburg) entwickelten gemeinsam ein Online-Zahlungsverfahren, das den Ansprüchen der Händler und der Käufer gleichzeitig entspricht und eine akzeptable Zahlungsabwicklung ermöglicht. Diese Produkt wird unter der Bezeichnung Aposto vertrieben. Aposto ist ein italienischer Begriff und bedeutet so viel wie: „in Ordnung“, „O. K.“. Eine Bezeichnung, die den Gedanken der Dienstleistung widerspiegelt.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Diplomarbeit bietet einen Überblick über die derzeitig im Internet angebotenen Online-Zahlungsverfahren.
Das zweite Kapitel „Rahmenbedingungen des Electronic Commerce“ beginnt mit einer Beschreibung der Entstehung und Evolution des Internets. Anschließend erfolgt die Charakterisierung von Online-Zahlungsverfahren anhand verschiedener Merkmale. Um eine sicher Übertragung der Daten zu gewährleisten, erfolgt die Verschlüsselung durch Spezialsoftware, die ebenfalls in diesem Kapitel beschrieben wird. Am Ende des Kapitels ist eine Übersicht über die Gewohnheiten und Bedürfnisse der Internet-Nutzer in Deutschland zu finden.
Das dritte Kapitel „Wettbewerber als Anbieter von Online-Zahlungsverfahren: Darstellung und Analyse“ stellt das Herzstück der Diplomarbeit dar. In diesem Abschnitt wird das Online-Zahlungsverfahren der VOLKSWAGEN BANK direct und ICP – Aposto – in seinen technischen Details und Abläufen präsentiert. Nachstehend erfolgt die Analyse der Mitbewerber anhand verschiedener Aspekte.
Das vierte Kapitel hat die Umfrage „Wie schätzen Internet-Händler die derzeitig angebotenen Online-Zahlungsverfahren ein?“ zum Inhalt. Diese Primärforschung richtete sich an Händler, die bereits Erfahrungen mit (verschiedenen) Online-Zahlungsverfahren gemacht hatten. Die Befragung mündete in der Einschätzung: „Welche Online-Zahlungsverfahren werden sich Ihrer Meinung nach letztendlich allgemein durchsetzen?“ Das fünfte Kapitel beinhaltet die abschließenden Betrachtungen der Stärken und Schwächen des Online-Zahlungsverfahrens Aposto, unter zu Hilfenahme der in den vorhergehenden Kapiteln erarbeiteten Informationen. Das Ende dieses Abschnitts - und somit der Diplomarbeit - bilden Vorschläge zur Verbesserung und Optimierung des Online-Zahlungsverfahrens Aposto, im Hinblick auf Öffentlichkeitsarbeit, Serviceumfang und weiterer Aspekte.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | I |
| 1.1 | Inhaltsverzeichnis | III |
| 1.2 | Abbildungsverzeichnis | VI |
| 1.3 | Tabellenverzeichnis | VI |
| 2. | Rahmenbedingungen des Electronic Commerce | 1 |
| 2.1 | Kapitelüberblick | 1 |
| 2.2 | Historische Entwicklung des Internet | 1 |
| 2.2.1 | Betrachtungsfokus: Internet-Nutzer in Deutschland | 2 |
| 2.2.2 | Definition: Was ist eCommerce? | 2 |
| 2.3 | Charakterisierung von Zahlungsverfahren anhand verschiedener Merkmale | 3 |
| 2.3.1 | Unterscheidungsmerkmal: Zeitpunkt des Geldüberganges vom Konsumenten | 3 |
| 2.3.2 | Unterscheidungsmerkmal: Höhe des Transaktionsbetrages | 6 |
| 2.4 | Überblick über gängige Methoden zur Verschlüsselung von Daten bei der Übertragung im Internet | 6 |
| 2.4.1 | SSL (Secure Socket Layer) | 7 |
| 2.4.2 | SET (Secure Electronic Transaction) | 7 |
| 2.4.3 | Neue Entwicklungen im Verschlüsselungs- und Sicherheitsbereich | 8 |
| 2.5 | Rechtlicher Rahmen - gültig auch beim Handel im Internet | 10 |
| 2.5.1 | Die Willenserklärung als Grundlage von Verträgen | 10 |
| 2.5.2 | Die Geschäftsfähigkeit - die Frage der Wirksamkeit abgeschlossener (Handels-)Verträge | 10 |
| 2.5.3 | Die digitale Signatur - eine Möglichkeit der Authentifizierung | 11 |
| 2.6 | Übersicht über die Gewohnheiten und die Bedürfnisse von Internet-Nutzern | 12 |
| 2.7 | Entwicklungspotentiale des eCommerce - Zahlen und Daten | 19 |
| 3. | Wettbewerber als Anbieter von Online-Zahlungsverfahren: Darstellung und Analyse | 20 |
| 3.1 | Kapitelüberblick | 20 |
| 3.1.1 | Vorstellung: Die VOLKSWAGEN BANK GmbH | 20 |
| 3.1.2 | Vorstellung: Die Internet Communication Payment AG | 20 |
| 3.2 | Aposto: das Online-Zahlungsverfahren | 21 |
| 3.2.1 | Aposto: der Bestell- und Bezahlvorgang | 22 |
| 3.2.1.1 | Modul Bankverbindungsprüfung | 23 |
| 3.2.1.2 | Modul Zahlungssicherung | 23 |
| 3.2.1.3 | Modul Anschriftenkontrolle | 24 |
| 3.2.1.4 | Modul Scoring | 24 |
| 3.2.2 | Aposto: das Design des Applets | 24 |
| 3.2.3 | Aposto: die Implementierung auf der Kunden-Site | 24 |
| 3.2.4 | Aposto: die Akzeptanz durch End-Kunden | 25 |
| 3.3 | Die Wettbewerbsanalyse im Bereich der Online-Zahlungsverfahren | 25 |
| 3.3.1 | Vorgehensweise bei der Analyse der Wettbewerber | 26 |
| 3.3.2 | Erarbeitung und Aufbau des Untersuchungsrasters zur Wettbewerbsanalyse | 26 |
| 3.3.2.1 | Analyse: Allgemeine Unternehmenscharakteristika | 26 |
| 3.3.2.2 | Analyse: Technische Umsetzung der Zahlungsverfahren | 27 |
| 3.3.2.3 | Analyse: Marketing-Mix | 27 |
| 3.3.2.4 | Analyse: Finanzielle Aspekte | 29 |
| 3.3.2.5 | Analyse: Personalstruktur und Management | 29 |
| 3.3.2.6 | Analyse: Strategie | 29 |
| 3.3.2.7 | Analyse: Kunden + End-Kunden = Zielgruppen | 32 |
| 3.3.2.8 | Analyse: Bewertung technischer (Nutzer-) Details | 33 |
| 3.3.3 | Anwendung Untersuchungsrasters bei der Wettbewerbsanalyse | 33 |
| 3.4 | Betrachtung der kritischen Wettbewerber von Aposto (Zusammenfassung und kritische Einschätzung) | 34 |
| 3.4.1 | Click&Buy / Firstgate Internet AG | 34 |
| 3.4.2 | Click&Pay / TeleCash Kommunikations-Service GmbH | 34 |
| 3.4.3 | eScore / eScore GmbH & Co. KG | 35 |
| 3.4.4 | iClear / iClear AG | 35 |
| 3.4.5 | Inpasy / EasyCash GmbH | 36 |
| 3.4.6 | MicroMoney / Deutsche Telekom CardService GmbH | 36 |
| 3.4.7 | Net900 / In Medias Res Gesell. für Kommunikationstechnologie | 37 |
| 3.4.8 | Paybox / Paybox AG Deutschland | 38 |
| 3.4.9 | Paygate / Computop Wirtschaftsinformatik GmbH | 39 |
| 3.4.10 | Paysafecard / d.paysafecard.com GmbH | 39 |
| 3.4.11 | Saferpay / 3C-Systems Deutschland GmbH | 40 |
| 3.4.12 | Wire Card / ebs Holding AG | 40 |
| 3.5 | Überblick über die Gebühren der kritischen Wettbewerber | 43 |
| 3.6 | Grafische Darstellung der Gebühren der kritischen Wettbewerber | 45 |
| 3.7 | Studie: „Internet-Zahlungssysteme aus Sicht der Händler“ IZH1 | 49 |
| 4. | Die Umfrage: wie schätzen Internet-Händler die derzeitig angebotenen Online-Zahlungsverfahren ein? | 50 |
| 4.1 | Kapitelüberblick | 50 |
| 4.2 | Gründe zur Durchführung einer Umfrage bei Online-Händlern | 50 |
| 4.3 | Definitionsphase | 51 |
| 4.3.1 | Erster Schritt: Grobplanung und Klärung der Eckpunkte der Umfrage | 51 |
| 4.3.2 | Zweiter Schritt: Zieldefinition der Umfrage | 51 |
| 4.3.3 | Dritter Schritt: zeitlicher Ablaufplanung der Umfrage | 51 |
| 4.4 | Designphase | 51 |
| 4.4.1 | Definieren der Fragefelder | 51 |
| 4.4.2 | Gestaltung des Fragebogens | 51 |
| 4.4.2.1 | Die Einleitung | 52 |
| 4.4.2.2 | Der Fragenblock | 52 |
| 4.4.2.3 | Die Struktur des Fragebogens | 53 |
| 4.4.2.4 | Der Abschluss | 54 |
| 4.5 | Vorbereitung der Feldphase | 54 |
| 4.5.1 | Arten der Befragung | 54 |
| 4.5.2 | Kontaktaufnahme | 56 |
| 4.5.3 | Auswahl der Unternehmen zwecks Befragung | 57 |
| 4.5.3.1 | Kontaktliste | 57 |
| 4.5.3.2 | Durchführung der Kontaktanrufe | 57 |
| 4.6 | Durchführung der Feldphase | 58 |
| 4.6.1 | Formulierung und Gestaltung des Anschreibens | 58 |
| 4.6.2 | Versenden des Fragebogens | 58 |
| 4.6.3 | Ablauf des Versandes | 59 |
| 4.6.4 | Nachfass-Aktion | 59 |
| 4.7 | Analysephase | 59 |
| 4.8 | Zusammenfassung in der Kommunikationsphase | 69 |
| 5. | Abschließende Einschätzung der Potentiale Apostos -Verbesserungsvorschläge | 70 |
| 5.1 | Kapitelüberblick | 70 |
| 5.2 | Stärken in der Konzeption von Aposto | 70 |
| 5.3 | Schwächen in der Konzeption von Aposto | 71 |
| 5.4 | Kundengruppen segmentieren - Service differenzieren | 72 |
| 5.5 | Potentielle Kunden/ Verbreitung von Aposto | 72 |
| 5.6 | Verbesserung der Kommunikation | 73 |
| 5.7 | Resümee | 74 |
| 6. | Literaturverzeichnis | 75 |
| 6.1 | Bücher und Magazine | 75 |
| 6.2 | Online-Quellen | 76 |
| 6.3 | Erwähnte Internet-Seiten | 77 |
| 6.4 | Studien | 77 |
| 7. | Anhang | A/i |
| 7.1 | Betrachtung der kritischen Wettbewerber von Aposto (Langversion) | A/i |
| 7.1.1 | Click&Buy / Firstgate Internet AG | A/i |
| 7.1.2 | Click&Pay / TeleCash Kommunikations-Service GmbH | A/i |
| 7.1.3 | eScore / eScore GmbH & Co. KG | A/ii |
| 7.1.4 | iClear / iClear AG | A/ii |
| 7.1.5 | Inpasy / EasyCash GmbH | A/ii |
| 7.1.6 | MicroMoney / Deutsche Telekom CardService GmbH | A/iii |
| 7.1.7 | Net900 / In Medias Res Gesell. für Kommunikationstechnologie | A/iii |
| 7.1.8 | Paybox / Paybox AG Deutschland | A/iv |
| 7.1.9 | Paygate / Computop Wirtschaftsinformatik GmbH | A/v |
| 7.1.10 | Paysafecard / d.paysafecard.com GmbH | A/v |
| 7.1.11 | Saferpay / 3C-Systems Deutschland GmbH | A/vi |
| 7.1.12 | Wire Card / ebs Holding AG | A/vii |
| 7.2 | Betrachtung weiterer relevanter Wettbewerber von Aposto | A/vii |
| 7.2.1 | AnyPay | A/vii |
| 7.2.2 | Call&Pay | A/viii |
| 7.2.3 | ClickPay | A/viii |
| 7.2.4 | CoposWeb | A/ix |
| 7.2.5 | infin Micropayment | A/ix |
| 7.2.6 | NetManagement | A/ix |
| 7.2.7 | orbiz Paymentsystem | A/ix |
| 7.2.8 | PayByte | A/x |
| 7.2.9 | Postbank PaySolution | A/x |
| 7.2.10 | PowerCash21 | A/x |
| 7.2.11 | PurePay | A/xi |
| 7.2.12 | StackBox | A/xi |
| 7.2.13 | StreetCash | A/xi |
| 7.2.14 | VIP DirectPOS | A/xi |
| 7.3 | Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) | A/xiii |
| 7.4 | Material zur Umfrage | A/xvi |
| 7.4.1 | Umfrage-Bogen | A/xvi |
| 7.4.2 | Anschreiben Händler | A/xx |
| 7.4.3 | Anschreiben Händler Download | A/xxi |
| 7.4.4 | Anschreiben Nachfass-Aktion | A/xxii |
| 8. | Glossar | A/xxiii |
An den Kopf des Umfragebogens gehört ein einleitender Text. Dieser informiert den Leser über alle nötigen Informationen und Formalien, die es beim Ausfüllen des Bogens zu beachten gilt. Treffende und überzeugende Formulierungen sind ausgesprochen wichtig, damit die Leser sich angesprochen fühlen und nachvollziehen können, dass sich die Teilnahme an dem Projekt, zumindest indirekt, auch für sie lohnt. Natürlich kann auch die Unterstützung bei der Erstellung einer Diplomarbeit ein entscheidendes Argument sein, so der Fragebogen nicht zu lang, und der damit verbundene Arbeitsaufwand nicht zu hoch ist. Beim Verfassen des Textes empfiehlt es sich, das in Marketingkreisen verbreitete AIDA-Prinzip161 zu befolgen. Diese gibt Texten eine bereits bewährte Dramaturgie vor. AIDA steht für: „Attention, Interest, Desire, Action.“ (im deutschen entsprechen die Stichworte: Aufmerksamkeit, Interesse, Motivation und tätig werden). Dieser Reihenfolge entsprechend wurde der einleitende Teil des Fragebogens ausformuliert: • • • • • Begrüßung (Aufmerksamkeit) Erklärung warum und in wessen Auftrag die Umfrage durchgeführt wird (Interesse) Darstellung, um welches Themenfeld es bei der Umfrage geht, zu welchem Zweck sie dient (Motivation) Einweisung in grundlegende Formalien Angabe des Rücksendetermins (Aufforderung, tätig zu werden) [...]
Für eine optimale Marktpositionierung ist es nicht nur nötig, die Wettbewerber zu betrachten (wie dies im dritten Kapitel geschehen ist), sondern sich direkt auch an den Belange der potentiellen Kunden – in diesem Fall Online-Händler – einzugehen: „Durch Marktforschung lernen Unternehmen die Bedürfnisse und Wünsche des Kunden besser kennen. Dadurch können sie Waren und Dienstleistungen produzieren, die die Kunden besser zufrieden stellen.“155 Um eine größtmögliche Menge an Informationen zu erhalten, bietet es sich an, ein Marktforschungsprojekt durchzuführen, in welchem die relevanten Aspekte abgefragt werden, um später ausgewertet und in einem Service(-bestandteil) realisiert zu werden. In diesem speziellen Fall bietet es sich an, das Marktforschungsprojekt in Form einer deskriptiven156 Primärforschung157 durchzuführen, da in diesem Fall keine sekundären, d. h. bereits vorhandene Informationen, ausgewertet, sondern diese erst direkt erfragt werden und somit aus erster Hand gewonnen werden. Nach Nieschlag, Dichtl, Hörschgen 158 ist eine Marketing-Forschung in fünf Phasen unterteilbar; die vorliegende Umfrage orientiert sich an dieser Gestaltung: [...]
Zum Abschluss des Kapitels seien hier Ergebnisse der Umfrage „Internet-Zahlungssysteme aus Sicht der Händler“ (kurz IZH1 152) genannt. Diese Untersuchung wurde vom Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung der Universität Karlsruhe im Zeitraum Juli bis November 2001 durchgeführt und gibt die Meinung und Einschätzung von 450 Online-Händlern wieder: Die beliebtesten, bereits implementierten Zahlungsverfahren sind die klassischen wie: Nachnahme (von 57,3 Prozent der Befragten genannt) die SSL-verschlüsselte Kreditkarte (44,9 Prozent) und die Rechnung (44,3 Prozent). Daneben werden aber bereits folgende, innovative Methoden offeriert: Paybox (von 24,5 Prozent der Befragten genannt), Net900 (21,4 Prozent) und Click&Buy (10,8 Prozent) genannt. Befragt, welche Verfahren Online-Händler in den „nächsten sechs Monaten“ implementieren wollten, nannten die Befragten zu 40,0 Prozent Paybox, 19,2 Prozent iClear, 14,1 Prozent Paysafecard, 6,3 Prozent Click&Buy und 5,0 Prozent Net900. Von den klassischen Verfahren wurden die verschlüsselte Kreditkarte von 38,8 Prozent, die Lastschrift von 25,9 Prozent, die Kreditkarte (SET) von 15,2 Prozent und die klassische Rechnung von immer noch 10,8 Prozent der Befragten genannt. Die Präferenzen der Online-Händler bei der Wahl neuer Zahlungsverfahren bei der Sicherheit des Zahlungseingangs und des technischen Verfahrens, sowie der Akzeptanz, Bekanntheit und Schnelligkeit der Anwendung. „Die Verschlüsselung von Daten, insbesondere von Kreditkartennummern, spielt die entscheidende Rolle.“ 153 In Zahlen: „Was ist Ihnen wichtig?“ 85,8 Prozent Minimierung der Zahlungsausfälle, 76,5 Prozent Sicherheit vor Angriffen, 76,5 Prozent breite Akzeptanz der Systeme, 70,5 Prozent hohe Verfügbarkeit, 60,7 Prozent Transaktionskosten, 62,5 Prozent Verbesserung der Kundenbindung, 46,5 Prozent geringer Installationsaufwand, 49,8 Prozent Schnelligkeit, 42,1 Prozent Skalierbarkeit, 43,2 Prozent Bekanntheit des Anbieters, 43,3 Prozent Kundenreferenzen, 37,5 Prozent Wichtigkeit einer europäischen Lösung, 27,4 Prozent Wichtigkeit einer internationale Lösung. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832465063
Arbeit zitieren:
Pietsch, Thorsten November 2002: Online-Zahlungsverfahren - Status Quo und Entwicklungspotentiale, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Online-Zahlung, E Payment, Aposto, Markt- und Konkurrenzanalyse, Volkswagen Bank direct



