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Online-Handel als Vertriebsweg für den stationären Fachhandel

Online-Handel als Vertriebsweg für den stationären Fachhandel
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Bernd Busam
  • Abgabedatum: November 2004
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 2,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: IT-Center International School for Advanced Study in Information Technology Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3293-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3293-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3293-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Busam, Bernd November 2004: Online-Handel als Vertriebsweg für den stationären Fachhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Commerce, Online-Shop, Multi-Channel, OS-Commerce, Web-Shop

Bachelorarbeit von Bernd Busam

Einleitung:

Die Thesis befasst sich mit dem Thema, den Online-Handel als Vertriebsweg für den kleinen und mittleren stationären Fachhandel zu erschließen. Ziel der Ausarbeitung ist es, den Leser ganzheitlich für die Aufgabenstellungen des Online-Handels zu sensibilisieren. Daher geht es nicht ausschließlich um die Implementierung einer Online-Shop-Lösung, sondern vielmehr darum, einen Multi-Channel-Vertrieb mit großer Reichweite zu realisieren. Die Thematik wird im Sinne eines Beratungsprojekts aufgearbeitet.

Das Thema wird anhand eines praktischen Projekts erläutert. Die in diesem Projekt gemachten Erfahrungen werden, soweit möglich, abstrahiert dargestellt. So bleiben die Anforderungen, Problemstellungen, betriebliche Integration und flankierende Maßnahmen allgemeingültig und branchenneutral auf kleine bis mittelgroße Fachhandelsgeschäfte übertragbar. Um dem Anspruch der Übertragbarkeit gerecht zu werden, wird kein Schwerpunktthema gesetzt. Die Thesis behandelt die Themengebiete, die maßgeblich über Erfolg und Misserfolg entscheiden, mit entsprechender Informationstiefe. Lediglich bei den Themenkomplexen, die sich direkt der praktischen Umsetzung widmen, wird demgegenüber Bezug auf das praktische Projekt genommen, um detaillierte Lösungsansätze besprechen zu können. Ansatzpunkt der Diskussion ist der Status Quo eines Fachhändlers, der sich dazu entschlossen hat das Internet in seine Vertriebsstrategie zu integrieren. Die Ausgangsituation, die hier beschrieben wird, kann in weiten Teilen als typisch für kleine und mittlere Fachhändler angesehen werden. Auf Basis dieser Annahme werden Lösungswege diskutiert, die sich an den personellen und finanziellen Möglichkeiten von Fachhändlern orientieren, deren Kerngeschäft der stationäre Handel ist. Insbesondere werden bei der Argumentation die infrastrukturellen Rahmenbedingungen des Fachhandels berücksichtigt.

Die Ausarbeitung betrachtet die Rahmenbedingungen, die geschaffen werden müssen, um das Internet effizient für den Multi-Channel-Vertrieb nutzen zu können. Ziel ist es, Absatzkanäle bzw. Angebotsplattformen miteinander zu verknüpfen und von positiven Wechselwirkungen der Multi-Channel-Strategie, in Form von Reichweitensteigerung, zu profitieren. Die Argumentation wird durch die wichtigsten Aspekte des Online-Marketings komplettiert. Es wird herausgestellt, dass die Erschließung des Online-Handels für den stationären Fachhandel ein massives Umdenken erfordert. Die Thesis hat daher zum Ziel, angehende Online-Händler mit den Eigenheiten des Mediums Internet vertraut zu machen und Wege für einen erfolgreichen E-Commerce aufzuzeigen. Die Arbeit enthält daher eine stark betriebswirtschaftliche Komponente. Es wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen ein elektronisches Warenwirtschaftsystem einsetzt und dieses mit dem Online-Vertrieb gekoppelt werden soll. Der Einsatz einer stark integrierten „großen Lösung“ wie die bekannte E-Commerce Software Intershop Enfinity, wird wegen zu hoher Investitionskosten von vornherein ausgeschlossen. Das Budget für die Realisierung der gesteckten Ziele ist auf 5.000 Euro limitiert.

Ausgenommen von der Diskussion sind Aspekte der Beschaffung und des Lagermanagements. Diese Prozesse werden im Regelfall durch die vorausgesetzte Warenwirtschaftsoftware verarbeitet. Kleinere monolithische Standard-Lösungen, wie sie in kleinen und mittleren Handelsunternehmen häufig im Einsatz sind, bieten meist nur eingeschränkte Zugriffsmöglichkeiten und Schnittstellen zur Integration anderer Systeme. Diesem Umstand wird bei der Besprechung von technischen Lösungen zur Integration Rechnung getragen. Aufgrund des limitierten Umfangs dieser Arbeit, ist eine ausführliche Betrachtung der Wirtschaftlichkeit von E-Commerce-Aktivitäten ebenfalls nicht Inhalt dieser Thesis.

Herzstück für die Umsetzung der Multi-Channel-Strategie ist der Betrieb eines eigenen Online-Shops. Das Thema Auswahl und Anpassung der Shop-Software wird jedoch nur insoweit vertieft, wie es für den allgemeinen Ansatz dieser Thesis zielführend ist. Eine Ausführliche Evaluation von Shop-Systemen und Dokumentation der Umsetzung ist daher nicht Gegenstand dieser Ausarbeitung. Bei der Entscheidungsfindung wurde auf die Ergebnisse verschiedener Tests, Studien und Software-Datenbanken zurückgegriffen, die sich eingehend mit diesem Thema beschäftigen. Es werden lediglich Entscheidungskriterien genannt, die für die Auswahl relevant sind und dargelegt in welcher Weise die Kriterien durch die ausgewählte Software erfüllt werden bzw. welche Funktionalitäten fehlen und ergänzt werden müssen. Im begleitenden Projekt fiel die Wahl auf die Open-Source-Software OS-Commerce.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
1.1 Motivation und Ziele 5
1.2 Gliederung und Aufbau 7
2. Marktbetrachtung 8
2.1 Der Versandhandel 8
2.2 Nutzer: Nutzerzahlen, Demographie, Motive 10
2.3 Anbieter: Markteilnehmer und Statistik 14
2.4 Bezahlverfahren 16
2.5 Gründe für Erfolg und Misserfolg 18
3. Rechtliche Rahmenbedingungen 22
3.1 Mediendienste 22
3.2 Teledienste 23
3.3 Herkunftslandprinzip 23
3.4 Informationspflichten im elektronischen Geschäftsverkehr 24
3.5 Widerrufs- und Rückgaberecht 26
3.6 Datenschutz 27
3.7 Verantwortlichkeit und Haftung 27
4. Ausgangssituation im Fachhandel 29
4.1 Entwicklungsstand im Fachhandel 30
4.2 Ablauforganisation im Fachhandel 31
4.3 Beschreibung einer Warenwirtschaft 32
4.4 Betriebliche Grundsatzentscheidungen 34
4.4.1 Kriterien für die Auswahl eines Shop-Systems 34
4.4.2 Kauf, Eigenentwicklung oder Open-Source 37
4.4.3 Auswahl der Bezahlverfahren 38
4.5 Auswahl der Partner 40
4.5.1 Provider- und Tarifauswahl 40
4.5.2 Reichweite und Vertriebsplattformen 41
4.5.3 Auswahl eines E-Payment-Providers 41
4.5.4 Logistikpartner 42
5. Technische Umsetzung 44
5.1 Notwendigkeit von Katalogmanagement 44
5.2 Informationsarchitektur – Veröffentlichung 45
5.3 Transaktionsarchitektur – Bestellung 48
5.4 Auswahl der Software am Beispiel 49
5.4.1 Auswahl der Shop-Software: OS-Commerce 49
5.4.2 Auswahl des Katalogmanagementsystems: WEB Business Shop Manager 52
5.4.3 Auswahl der Bildbearbeitungssoftware: Microsoft Office Picture Manager 53
5.4.4 Nutzung der Ebay-API mit Turbo Lister 54
5.5 Funktionale Anpassung der Shop-Software am Beispiel 55
5.5.1 Anpassung an gesetzliche Vorgaben 56
5.5.2 Anpassung an die Anforderungen des Betreibers 58
5.5.3 Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit 59
5.6 Informationsarchitektur am Beispiel 60
5.6.1 Verzeichnisstruktur zur Ablage digitaler Produktinformationen 60
5.6.2 Export der Warenwirtschaftsdaten 62
5.6.3 Redaktionelle Aufarbeitung mit WEB Business Shop Manager 62
5.6.4 Veröffentlichung im Online-Shop 65
5.6.5 Veröffentlichung bei Ebay mit Turbo Lister 67
5.6.6 Veröffentlichung mit CSV-Feed für Metaplattform: Kelkoo 68
5.6.7 Katalogexport mit XML 69
5.7 Transaktionsarchitektur am Beispiel 69
5.8 Multi-Tier-Architektur am Beispiel 70
6. Organisatorische Umsetzung 71
6.1 Betriebliche Konsequenzen 71
6.2 Erweiterungen der Ablauforganisation 72
6.3 Organisation der Informationsbereitstellung 72
6.3.1 Beschaffung digitaler Produktinformationen 72
6.3.2 Redaktionelle Aufarbeitung der Produktinformationen 73
6.3.3 Veröffentlichung im Online-Shop 74
6.3.4 Veröffentlichung bei Ebay 74
6.4 Organisation des Fulfillment 75
6.4.1 Zahlungsabwicklung und Versand 75
6.4.2 Retourenmanagement 77
6.5 Personal und Schulung 78
7. Marketing und Werbung 79
7.1 Marketingstrategie 79
7.2 Suchmaschinen 80
7.3 Metaplattformen 81
7.3.1 Marktplätze und Preisvergleich 81
7.3.2 Shopverzeichnisse 82
7.4 Domain 83
7.5 Bannerwerbung 83
7.6 Online-Sponsoring 84
7.7 Partnerprogramme 85
8. Kundenbindung 86
8.1 Vertrauensbildung 86
8.1.1 Datenschutz und Privatsphäre 86
8.1.2 Verschlüsselung der Datenübertragung 87
8.1.3 Sichere Bezahlung 87
8.1.4 Gütesiegel 88
8.2 Gutscheine 89
8.3 Newsletter 89
8.4 Kundenservice 90
8.5 Weitere Formen der Kundenbindung 91
9. Fazit 92

Automatisiert erstellter Textauszug:

Als Mediendienst sind die Informations- und Kommunikationsdienste einzustufen, die ihr Angebot an die Allgemeinheit richten. Mediendienste sind in der Regel Verteildienste, also Dienste, die ohne individuelle Aufforderung einer unbegrenzten Anzahl von Nutzern zugänglich gemacht wird. Weiters wichtiges Indiz dafür, dass es sich bei einem OnlineAngebot um einen Mediendienst handelt, ist die redaktionelle Ausgestaltung der Inhalte mit dem Ziel der Meinungsbildung. Mediendienste unterliegen neben dem MDStV und dem JMStV, den Bestimmungen des Presserechts und genießen alle Privilegien der Presse. Dabei haben Mediendienste die journalistischen Grundsätze zu wahren. Dazu gehören insbesondere die Informationsfreiheit, die Wahrheits- und Sorgfaltspflicht, die Gegendarstellungspflicht, das Trennungsgebot und die Impressumspflicht. Bei dem Betrieb eines Online-Shops ohne redaktionelle Inhalte handelt es sich regelmäßig um einen Teledienst. Zur Aufwertung des Angebots verwenden viele Online-Shops redaktionell gestaltete Inhalte. Diese Inhalte werden rechtlich wie ein Mediendienst beurteilt. Plant ein Betreiber solche gemischten Inhalte, sei hier der Hinweis gegeben, dass in diesem Fall die Gesetze für Tele- und Mediendienste Anwendung finden. Thema dieser Arbeit sind jedoch reine Shopping-Angebote. Die gesetzlichen Regelungen, die ausschließlich für Mediendienste relevant sind, werden daher nicht weiter betrachtet. [...]

Ein weiteres Problem ist die Kommunikation. Oft besteht ein Mangel an Möglichkeiten, Fragen zum Kauf zu stellen. 45% der Online-Käufer haben ihren Kauf daraufhin schon einmal abgebrochen. Selbst wenn die Möglichkeit zur Kommunikation besteht, machen viele Händler den Fehler, diese zu vernachlässigen. Der Online-Nutzer will seine Informationen schnell und er erwartet unverzügliche Antworten auf seine Fragen. Neben der EmailKommunikation sollte der Händler auch die Möglichkeit der telefonischen Kontaktaufnahme bieten. Vielen Benutzern ist es zu aufwändig, ihre Fragen schriftlich zu formulieren. Bezüglich des Umgangs mit persönlichen Daten spielen Sicherheitsbedenken eine ebenso große Rolle. Der Online-Kunde erwartet zu diesem Thema umfassende und leicht erreichbare Informationen. Auch das übermäßige Abfragen von Personendaten ohne klar erkennbaren Nutzen gehört zu den unnötigen Hürden. [VeOn01] [...]

2 Marktbetrachtung Ein entscheidendes Kriterium ist auch die Anzahl von Klicks, die der Kunde benötigt, um seinen Einkauf durchzuführen. Es gilt: Je mehr Klicks, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für den Abbruch einer Transaktion. Dabei möchte der Kunde immer wissen, welchen Effekt der Klick hat und an welcher Stelle der Transaktion er sich befindet. Bis zum Kaufabschluss sollte der Kunde immer die Möglichkeit haben, etwas an seiner Bestellung zu ändern. In der Phase des Abschlusses einer Bestellung werden spielen zu hohe Versandkosten und die zur Verfügung stehenden Zahlungsalternativen eine entscheidende Rolle. Das Fehlen des bevorzugten Bezahlverfahrens führen nach wie vor sehr häufig zum Abbruch einer Bestelltransaktion. Sicherheitsbedenken bei der Bezahlung tauchen, zwar nicht in den Abbruchgründen auf, die Bevorzugung klassischer Bezahlverfahren kann aber als deutliches Indiz dafür gewertet werden [Difu01]. [...]

Arbeit zitieren:
Busam, Bernd November 2004: Online-Handel als Vertriebsweg für den stationären Fachhandel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Commerce, Online-Shop, Multi-Channel, OS-Commerce, Web-Shop

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