Olfaktometrische Messungen an Holzverbrennungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jürgen Ebbinghaus
- Abgabedatum: Oktober 1993
- Umfang: 110 Seiten
- Dateigröße: 3,7 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Gelsenkirchen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0308-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0308-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0308-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Ebbinghaus, Jürgen Oktober 1993: Olfaktometrische Messungen an Holzverbrennungen, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Jürgen Ebbinghaus
Einleitung:
Holz wird von der Menschheit zum Heizen genutzt, seit das Feuer bekannt ist. Dies führte im Laufe der Jahrhunderte zur Abholzung ganzer Waldgebiete. Im Zuge der fortschreitenden Technisierung und der Probleme bei Beschaffung und Lagerung von Holz wurde dieser Brennstoff in den letzten 150 Jahren zunehmend durch Öl, Gas und Kohle ersetzt.
Durch die Energiekrise in den siebziger Jahren und die damit verbundene Verteuerung fossiler Brennstoffe ging jedoch der Trend wieder zur Verbrennung von Holz. Diese Entwicklung wurde noch verstärkt durch die steigende Beliebtheit von offenen Kaminen, Kachelöfen und Kaminöfen.
Nach §5 der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Imissionsschutzgesetzes (Verordnung über Feuerungsanlagen-1.BImSchV) sind genehmigungsbedürftige Anlagen so zu errichten und zu betreiben, dass schädliche Umwelteinwirkungen, Gefahren und Belästigungen für die Allgemeinheit und die Nachbarschaft nicht hervorgerufen werden können. Insbesonders ist die Verbrennung von Reststoffen, speziell von beschichtetem und lackiertem Holz zu vermeiden. Spanplatten oder Spanplattenreste dürfen in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht eingesetzt werden.
Bei Feststoff Feuerungsanlagen kommt es besonders während der Anheizphase, des Nachfegens sowie der Drosselung der Luftzufuhr während des Nachtbetriebs zu vermehrter Emissionsentwicklung, da diese Äralagen nicht wie bei Öl und Gas über die Brennstoffmenge, sondern über die Sauerstoffzufuhr geregelt werden.
Die damit verbundenen Rauch- und Geruchsemissionen haben zu einer Vielzahl von Beschwerden geführt, wobei nicht nur die Belästigung, sondern auch die gesundheitliche Gefährdung zu betrachten ist. Wichtige Parameter zur Beurteilung der Belästigung bzw. Gefährdung sind nicht nur die jeweiligen Immissionskonzentrationen, sondern auch die tages- und jahreszeitliche Verteilung, die Topographie, die Wetterlage und vieles mehr.
Um Grenzwertempfehlungen für Geruchsbelästigungen aussprechen zu können, müssen die auftretenden Gerüche natürlich erst einmal wissenschaftlich korrekt erfasst werden. Dies macht ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg deutlich, in dem es heißt: „Immissionswerten fehlt ohne zugrundeliegende Mess- und Beurteilungsverfahren jeglicher Aussagegehalt“.
Mit Hilfe der Olfaktometrie ist es jedoch möglich, Geruchsimmissionen zu bestimmen. Die 1975 veröffentlichte Raffinerie-Richtlinie des Landes NRW enthält als erste offizielle Verwaltungsvorschrift Regelungen für Geruchsbelästigungen und interpretiert somit das BImSchG §3, Abs. 1. Sie unterstellt erhebliche Belästigung, wenn in mehr als 4% der Stunden eines Jahres Immissionsgrenzwerte für belästigende Wirkung überschritten sind. Der Grenzweit von 4% entspricht im Mittel dem Anteil der Stunden eines Jahres mit austauscharmen Wettersituationen.
Gerade Privatpersonen, die Holz in ihrem Kamin verbrennen, tragen durch falsche Bedienung und unsachgemäße Lagerung und Bearbeitung des Holzes zu nicht unerheblichen Belästigungen bei.
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den Einfluss verschiedener Holzstückigkeiten und Feuchtegrade in Verbindung mit auftretenden Gas- und Staubemissionen bei der Holzverbrennung in Kleinfeuerungsanlagen zu untersuchen und zu bewerten.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungen | 7 | |
| 1. | Einleitung | 8 |
| 2. | Problemstellung und Zielsetzung | 10 |
| 3. | Olfaktometrie | 12 |
| 3.1 | Begriffe der Olfaktometrie | 13 |
| 3.2 | Probleme der Geruchsmessung | 17 |
| 3.3 | Der menschliche Geruchssinn | 18 |
| 3.4 | Das Olfaktometer | 21 |
| 3.5 | Probandenauswahl | 21 |
| 3.6 | Probennahme | 22 |
| 3.7 | Probenauswertung | 22 |
| 3.8 | Berechnung der Geruchsschwelle | 23 |
| 4. | Holzverbrennung | 27 |
| 4.1 | Eigenschaften des Brennstoffes Holz | 27 |
| 4.2 | Verbrennung von Holz | 30 |
| 4.3 | Auswahl des Brennstoffes | 31 |
| 5. | Versuchsaufbau | 32 |
| 5.1 | Versuchsaufbau Holzverbrennung | 32 |
| 5.1.1 | Heizkessel | 32 |
| 5.1.2 | Rauchrohr | 33 |
| 5.1.3 | Schornstein | 33 |
| 5.1.4 | Rauchgasverdünner | 33 |
| 5.1.5 | Temperaturmessung | 34 |
| 5.1.6 | CO und CO2Messung | 34 |
| 5.1.7 | Darstellung der Meßergebnisse | 35 |
| 5.1.8 | Gravimetrische Bestimmung der Staubbeladung | 36 |
| 5.2 | Versuchsaufbau Olfaktometrie | 38 |
| 5.2.1 | Das Probennahmegerät | 38 |
| 5.2.2 | Das Olfaktometer TO 6 | 39 |
| 6. | Versuchsdurchführung | 42 |
| 6.1 | In Datteln | 42 |
| 6.2 | In Gelsenkirchen | 43 |
| 7. | Versuchsauswertung | 46 |
| 7.1 | Darstellung der Geruchsemissionen | 46 |
| 7.1.1 | Einfluß der Stückigkeit | 46 |
| 7.1.1.1 | Einfluß bei trockenem Holz | 46 |
| 7.1.1.2 | Einfluß bei feuchtem Holz | 48 |
| 7.1.2 | Einfluß der Feuchtigkeit | 50 |
| 7.1.3 | Direkter Vergleich der Geruchsemissionen | 52 |
| 7.1.3.1 | Einfluß bei trockenem Holz | 52 |
| 7.1.3.2 | Einfluß bei feuchtem Holz | 52 |
| 7.1.4 | Einfluß des Luftverdünners | 53 |
| 7.1.5 | Reproduzierbarkeit | 55 |
| 7.2 | Darstellung von Geruch und CO | 56 |
| 7.2.1 | Einfluß der Stückigkeit | 56 |
| 7.2.1.1 | Einfluß bei trockenem Holz | 56 |
| 7.2.1.2 | Einfluß bei feuchtem Holz | 58 |
| 7.3 | Darstellung von Geruch und Staub | 60 |
| 7.3.1 | Einfluß der Stückigkeit | 60 |
| 7.3.1.1 | Einfluß bei trockenem Holz | 60 |
| 7.3.1.2 | Einfluß bei feuchtem Holz | 62 |
| 7.4 | Darstellung von Geruch, CO und Staub | 64 |
| 7.4.1 | Direkter Vergleich der Emissionen | 64 |
| 7.4.1.1 | Einfluß bei trockenem Holz | 64 |
| 7.4.1.2 | Einfluß bei feuchtem Holz | 68 |
| 7.5 | Darstellung der Korrelation | 72 |
| 7.5.1 | Korrelation zwischen Geruch und CO | 73 |
| 7.5.1.1 | Bei trockenem Holz | 73 |
| 7.5.1.2 | Bei feuchtem Holz | 74 |
| 7.5.2 | Korrelation zwischen Geruch und Staub | 75 |
| 7.5.2.1 | Bei trockenem Holz | 75 |
| 7.5.2.2 | Bei feuchtem Holz | 76 |
| 7.5.3 | Gesamtkorrelation zwischen Geruch und CO | 77 |
| 7.5.4 | Gesamtkorrelation zwischen Geruch und Staub | 78 |
| 8. | Zusammenfassung | 79 |
| 9. | Literaturverzeichnis | 81 |
| Stichwortverzeichnis | 83 | |
| Bilderverzeichnis | 84 | |
| Anhang A: Antwortprotokolle Geruch | A1 -A12 | |
| Anhang B: Schreiberprotokolle | B1-B4 | |
| Anhang C: Auswerteprotokoll Staub | C1 | |
| Anhang D: Übersicht Geruch, CO, Staub | D1-D2 | |
| Anhang E: Übersicht Geruchskonzentration feucht/trocken | E1 | |
| Anhang F: Übersicht Korrelation | F1 | |
| Anhang G: Übersicht Gesamtkorrelation | G1 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832403089
Arbeit zitieren:
Ebbinghaus, Jürgen Oktober 1993: Olfaktometrische Messungen an Holzverbrennungen, Hamburg: Diplomica Verlag
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