Österreich - Slowakei
Gegenseitige Wahrnehmung, Vorurteile, Stereotypen
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Ivan Siptak
- Abgabedatum: Mai 1999
- Umfang: 158 Seiten
- Dateigröße: 1,6 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Karl-Franzens-Universität Graz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6379-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6379-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6379-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Siptak, Ivan Mai 1999: Österreich - Slowakei, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Mental Maps, Ost-West, Klischees, Images, Geschichte und Gegenwart Österreich-Slowakei
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Magisterarbeit von Ivan Siptak
Problemstellung:
Als geborenem Slowaken und Wahlösterreicher liegt mir dieses Thema sehr nahe. Wie sieht das eigentlich mit dem Österreichbild in der Slowakei und dem Slowakeibild in Österreich aus? Wie nehmen sich diese zwei Völker gegenseitig wahr? Was wissen die Bewohner dieser Länder über den jeweiligen Nachbarn?
Bei einem Interview wurde mir gesagt:
„Für die Preßburger lag Moskau näher als Wien, und die Wiener wußten mehr über New York als über Bratislava.“ Der Proband ergänzte diese Aussage noch weiter:
„Jetzt braucht man keinen Eisernen Vorhang mehr; es gibt noch immer einen Vorhang von Vorurteilen, nationalen Stereotypen und eine geographische Grenze, die wirtschaftlich zwei Welten trennt und mit dem Inkrafttreten des Schengener Abkommens Europa wieder in zwei Lager trennen wird. Diese Grenze ist effektiver als die eiserne. Die Slowaken bauen wieder Wien auf, aber nur als Schwarzarbeiter. So sind Sie willkommen.“ Ist das wirklich so? Auch diese Fragen will ich in meiner Diplomarbeit untersuchen.
Meine Arbeit ist als empirisch-deskriptive Arbeit gedacht. Sie soll in erster Linie das Slowakeibild (Image) in Österreich und das Österreichbild (Image) in der Slowakei und die gegenseitige Wahrnehmung Slowakei–Österreich untersuchen und darstellen. Theoretische Erklärungen, tiefergehende Bild- bzw. Imageanalysen werden eventuell in einer Dissertation versucht.
Einleitung:
„Die Beziehungen zwischen modernen europäischen Völkern werden weitgehend durch deren Geschichtsbilder bestimmt, in denen oft weit zurückliegende Ereignisse von größter Bedeutung sind“, formulierte der heutige Doyen der deutschen und österreichischen Osteuropa-Historiographie, Günther STÖKL, bereits vor zwanzig Jahren.
Die alten, gewachsenen, aus dem vorigen Jahrhundert geprägten ethnisch-nationalen Vorurteile in den Köpfen der Österreicher gegenüber den Slowaken gehören zu den vielen Bildern (Images), die sich gegenüber den verschiedensten Völkern etabliert haben und einen nachhaltigen, starken Einfluß auf die politisch-sozialen, aber auch auf die wirtschaftlichen Beziehungen ausüben.
Somit wird eine Neudefinition unserer Beziehung – passend zu der veränderten politischen Situation im Osten – unumgänglich, da unsere Begriffs- und Denkmodelle der neuen europäischen Lage nicht mehr gerecht werden.
Der Tübinger Osteuropa-Historiker Dietrich Geyer schloß einen öffentlichen Vortrag mit dem Zitat: „...daß wir nicht zu uns selber kommen werden, solange wir keine genaueren, keine vernünftigeren Begriffe von unseren Nachbarn haben – und gerade von unseren Nachbarn im Osten!“ Ob im privaten Umgang mit einzelnen Menschen, ob in der Welt der Medien oder auf Staatsebene: Ethnische Vorurteile waren und sind eine Konstante, die sich auf alle Bereiche des Umgangs zwischen zwei Nachbarländern wie z. B. Österreich und Slowakei auswirkt.
Diesem global zu beobachtenden Oberflächenphänomen gab erstmals der amerikanische Journalist Walter Lippmann in seinem Buch „Public Opinion” einen Namen, welcher seither zu einem wissenschaftlichen Begriff bei der Erforschung jener „Bilder in unserem Kopf“ (Images) wurde, nämlich die Stereotypen.
Diese Vorstellungen einer Nation von sich und ihrem Nachbarland sind althergebrachte Fiktionen von Feind- und Freundbildern, wobei erstere zumeist überwiegen. So kann man sagen, daß das Image eines Landes nicht immer der Realität entsprechen muß. Eher schon entspricht es einem Klischee, das die ethnischen Attribute des Landes und der Menschen übertüncht. Lebensbezogene Wahrheiten werden in den Hintergrund gedrängt.
Schon im vorigen Jahrhundert wurde von politischen Medien, wie z. B. vom „Floh“, einer in Wien ab 1869 erschienenen politisch-satirischen Wochenschrift, der Slowake auf Karikaturen in Bauerntracht dargestellt, wenn auch nicht unfreundlich charakterisiert.
Vor dem 1. Weltkrieg war jenes Image des simplen Bauern bereits zu einem Tölpel mutiert (politische Zeitschrift „Kikeriki“). Die herablassende Art, mit der die Österreicher das Bild des Slowaken zeichneten, wurde nicht einmal revidiert, als aufgrund akuten Kohle- und Zuckermangels in Deutschland und Österreich nach dem 1. Weltkrieg die Abhängigkeit von den Slowaken für Jahre unleugbar hoch und unübersehbar geworden war. Dieses tief verinnerlichte Stereotyp blieb damals bei den Österreichern unverändert, trotz der veränderten politisch und wirtschaftlichen Grundsituation. Dies zeigt den unbewußt wirkenden Faktor, der dem Phänomen des Stereotyps eigen ist.
Die „Images” sowohl der Österreicher als auch der Slowaken haben sich zwar mit der Zeit von den alten konkreten Inhalten weg entwickelt, die Intensität der Auswirkungen auf die beiderseitigen Beziehungen und die Inhalte jedoch nicht.
Die meisten heutigen Österreicher haben zum Osten ein distanziertes Verhältnis. Dieses demoskopisch belegte Faktum schlägt sich in Desinformiertheit und Desinteresse nieder. Daß Wien weiter östlich liegt als Prag, ist, um hier kurz ein kleines Beispiel zu nennen, sehr vielen Wienern nicht bewußt. Sie assoziieren mit Städten wie Prag den „Osten“.
Seit dem historisch bedeutsamen Beschluß des Vertrags von Maastricht 1992 sind die Länder Europas in eine neue Ära eingetreten. Der Fall des Eisernen Vorhangs, der Untergang des kommunistischen Systems, die erfolgreichen Bestrebungen vieler Völker im Osten Europas nach einem eigenen, autonomen und demokratischen Staat haben eine neue Qualität des Umgangs miteinander geschaffen. Eine „europäische Gesellschaft“ (KAEBLE 1987) ist denkbar geworden.
Obwohl Österreich sich mit einer überzeugenden Abstimmungsbeteiligung von 81% und einer Mehrheit von zwei Dritteln bei der Volksabstimmung für den Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft entschieden hat, muß doch festgestellt werden, daß dieses Ergebnis letztendlich vor allem durch massive Werbekampagnen und das Pro-EU-Engagement maßgeblicher Personen des öffentlichen Lebens, die vor den Folgen eines Nichtbeitritts gewarnt hatten, zustande gekommen ist.
Mit dem Beitritt zur Europäischen Union hat Österreich für sich eine völlig neue Ausgangssituation geschaffen, und zwar in politischer wie auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Somit wurde Österreich aufgrund seiner geographischen Gegebenheiten die Aufgabe zuteil, die vollzogene Ostöffnung nun in Richtung eines gemeinsamen Europa weiter voranzutreiben, was aber, wie schnell offensichtlich wurde, den Prozeß einer eigenen Neudefinition der nationalen Identität notwendig werden ließ und läßt. – „Ist tatsächlich zu erwarten, daß als Folge dieser Prozesse Europa „immer mehr als eine Einheit mit einer eigenen Identität in den Mittelpunkt unseres Lebens rückt, und die alten nationalstaatlichen Identitäten in den Hintergrund gedrängt werden Österreich als östlichstes Mitglied der EU hat als „Hüter“ der EU-Grenzen mehr noch als die anderen EU-Staaten die Chance, anstatt eine Systemgrenze zu errichten, eine neue „Möglichkeit des wirtschaftlich-sozialen Austausches und der politischen Kooperation zwischen West- und Osteuropa zu eröffnen.“ Trotz dieser Erwartungshaltung ist es eine unübersehbare Tatsache, daß zwischen Österreich und dem östlichen Nachbarstaat Slowakei auch heute, in der Zeit einer allgemeinen Globalisierung, ein distanziertes, ja zuweilen gespanntes Verhältnis vorherrscht, welches zu den Bestrebungen nach einer Vereinheitlichung, einem Zusammenrücken Europas im Widerspruch steht. Hier stellt das vorherrschende Image des Ostens, im speziellen das Image der Slowakei in Österreich, eine nicht zu unterschätzende Behinderung dar und steht konträr zu den formalen Konzepten der Bemühungen um ein gemeinsames Europa. Dazu kommt noch, daß innenpolitische Probleme auch außenpolitische Relevanz haben, was auf Dauer Schatten auf die bilateralen Beziehungen der Länder wirft. Das Atomkraftwerk Mochovce an der Grenze zu Österreich hat das Bild der Slowakei in Österreich sicherlich abgewertet und stellt einen emotional sehr negativen Aspekt dar.
Gerade die Grenzlage sowie die Taktik der slowakischen Verhandler mit Österreich hinterließen bei den Österreichern den Eindruck, es werde mit der „Bedrohung“ eine Art Erpressungstaktik verfolgt, mit der Österreich für den Verzicht auf die Inbetriebnahme des slowakischen Atomkraftwerks ungerechtfertigte Verpflichtungen auferlegt würden, Österreich also erpreßt würde. Diesen Eindruck vermittelten die österreichischen Medien. Österreich bietet sich weiters das Bild, daß der Demokratisierungsprozeß in der rückständigen Slowakei noch längst nicht abgeschlossen ist, was nicht zuletzt am Stil der Regierung Mečiar und dessen Außenpolitik lag.
Auf der anderen Seite wird die Slowakei bei den besser informierten Österreichern als wirtschaftlich gut entwickelt und noch weiter entwicklungsfähig eingestuft. Einen Überschuß im Budget zu erwirtschaften, löst die Bewunderung vieler Österreicher aus, erweckt den Eindruck der EU-Fähigkeit dieses Landes und revidiert alte Klischees, die Slowakei wäre ein ökonomisches Entwicklungsland.
Das alte Modell des einzelnen Nationalstaats in Europa scheint sich in Richtung einer „Nation Europa“ (MOLDEN 1990) (Haller S. 331) zu transformieren. Dem entgegen scheint sich in den postkommunistischen Oststaaten eine Entwicklung von der einst kommunistischen Ideologie zu einer nun um so stärkeren nationalistischen Identifikation hin anzubahnen. Aufgrund der Befürchtung, die paneuropäische Integration, die im Westen ihren Anfang nahm, also die offenbar unaufhaltsame Transformation hin zur europäischen Supranationalität zu versäumen, befindet sich die Slowakei genauso wie alle anderen an das Gebiet der EU grenzenden Staaten im Osten in einem Dilemma. Was die rein national getragenen Identitätsempfindungen und Assimilierungsängste anbelangt, so stellen sich diese spezifischen Probleme bei den meisten westlichen Staaten, wie zum Beispiel Österreich (Volksabstimmung-EU-Werbekampagne) auf vergleichbare Weise dar. Die empfundene nationale und die noch nicht neu definierte supranationale Identität stehen dem Streben nach EU-Mitgliedschaft also noch im Wege. Hinzu kommt die sprachliche Barriere, welche sich zwischen Ost und West auch ergibt, die wegen der Zugehörigkeit zu verschiedenen Sprachfamilien bei den Denationalisierungsbemühungen und bei der notwendigen Transformation hin zum gemeinsamen Europa ein viel schwerer wiegendes Problem darstellt. „Gemäß der großen Bedeutung von Kommunikation für die kapitalistisch-industrielle Gesellschaft erfolgt die Ausgrenzung primär über die Sprache. Die nationale Sprache, die mit vertrauten Werten und Kindheitserinnerungen im Einklang steht, kann das Identitäts- und Zugehörigkeitsgefühl stärken, aus Fremden Volksgenossen machen.“ Grundsätzlich wird also mit der Entwicklung in Europa nicht nur der Nationalstaat in Frage gestellt, sondern die Nationen selbst haben ihre Nationalismen in Frage zu stellen, um der notwendigen Entwicklung nicht selbst im Wege zu stehen. Leider fehlt es in dieser Hinsicht bisher an Lösungsmodellen; ja es wird teilweise sogar bezweifelt, daß es hier überhaupt Lösungen geben könnte.
Der Zerfall der CSFR war die Folge einer ethnisch-nationalen Mobilisierung. Die unblutige, gewaltlose Trennung Tschechiens und der Slowakei war ein historisches Beispiel für alle zivilisierten Völker und hat das Bild der Österreicher von seinen nunmehr zwei Nachbarstaaten sicherlich positiv beeinflußt.
Interessant ist auch, daß die Eskalation ethnischer Konflikte und das Autonomiestreben – wie von manchen Wissenschaftlern angenommen – nicht nur mit dem wirtschaftlichen Entwicklungsstatus eines Landes oder einer Region zu tun haben, wie man an verschiedenen Konflikten dieser Art in verschiedenen westeuropäischen Ländern bzw. verschiedenen westlichen Ländern ersehen kann. „Die Problematik des (Wieder-)Aufbrechens alter und neuer ethnisch-nationaler Loyalitäten und Konflikte, die die traditionellen Nationalstaaten unter erhebliche interne und externe Spannungen setzen, stellt sich auch in den entwickelten Staaten Westeuropas, ja der ganzen westlichen Welt.“ Wettbewerbsdruck und erschwerte Beschäftigungssituation, Belebung alter Sprachen und ethnisch-nationaler Traditionen durch Bildungseliten, nationale Identifikation und die politische Emanzipation und Bewußtseinsbildung tragen zur Intensivierung von regionalen Konflikten bei. So am hervorstechendsten bei den Basken, Katalanen, Südtirolern, Oberitalienern, Korsen, Walisern und Schotten, Flamen und Wallonen, Iren und Briten in Nordirland, aber auch bei einer Menge anderer Völker in der EU. Zum Nordirlandkonflikt wäre anzumerken, daß hier ein Verquickung mit religiösen Aspekten gegeben ist. Ein interessanter Aspekt ist, daß Vernetzung und elektronische Medien diesen Tendenzen offenbar keinen Abbruch tun.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | 5 | |
| 1. | Einführung | 7 |
| 2. | Slowakei-Österreich: Eine über 1000 Jahre alte Beziehung | 15 |
| 2.1.1 | Österreich-Slowakei bis 1635 | 16 |
| 2.1.2 | Österreich und die Slowakei 1635-1800 | 17 |
| 2.1.3 | Wien als Zentrum der slowakischen Identität und der nationalen Bewußtseinsbildung im 19. und 20. Jahrhundert | 18 |
| 2.1.4 | Entwicklung bis 1989 | 18 |
| 2.1.5 | Entwicklung nach dem Jahr 1989 | 19 |
| 2.1.6 | Die „Spuren“ dieser Beziehung | 19 |
| 2.1.7 | Persönlichkeiten | 20 |
| 3. | (Arbeits)Hypothesen | 21 |
| 4. | Anzuwendende soziologische Theorien und Begriffe | 22 |
| 4.1 | EINFÜHRUNG | 22 |
| 4.2 | DEFINITIONEN | 23 |
| 4.2.1 | Stereotyp: | 23 |
| 5. | Pressespiegel | 48 |
| 5.1 | Slowakei | 48 |
| 5.1.1 | ERSTELLUNG DES PRESSESPIEGELS | 48 |
| 5.1.2 | Pressestatistik | 48 |
| 5.2 | Österreich | 51 |
| 5.2.1 | ERSTELLUNG DES PRESSESPIEGELS | 51 |
| 5.2.2 | Zeitungsarchive im Internet: Presseseiten – Presse-Online-Kataloge. | 51 |
| 6. | Pretest | 64 |
| 6.1 | Pretest in der Slowakei | 64 |
| 6.1.1 | Die Fragestellung | 64 |
| 6.1.2 | Die Ergebnisse | 64 |
| 6.1.3 | Österreich | 65 |
| 6.1.4 | Österreicher | 67 |
| 6.2 | Pretest in Österreich | 70 |
| 6.2.1 | Die Fragestellung | 70 |
| 6.2.2 | Was fällt Ihnen zum Stichwort Slowakei ein? | 70 |
| 6.2.3 | Was fällt Ihnen zum Stichwort Slowake ein? | 72 |
| 7. | DER FRAGEBOGEN | 73 |
| 7.1 | Einführung | 73 |
| 7.2 | Die Datenerhebung | 74 |
| 7.3 | Unterteilung des Fragebogens | 75 |
| 7.3.1 | Statistischer Teil | 75 |
| 7.3.2 | Teil 1 Der assoziative Frageteil | 76 |
| 7.3.3 | Teil 2. Fragenkatalog | 77 |
| 7.4 | DIE FRAGESTELLUNGEN | 77 |
| 7.4.1 | Teil I - Frage1 | 77 |
| 7.4.2 | Teil I / 2. Frage | 79 |
| 7.4.3 | Teil I / 3. Frage | 80 |
| 7.4.4 | Teil I / 4. Frage | 81 |
| 7.4.5 | Teil II / 5. Frage | 81 |
| 7.4.6 | Teil II / 6. Frage | 82 |
| 7.4.7 | Teil II / 7. Frage | 83 |
| 7.4.8 | Teil II / 8. Frage | 83 |
| 7.4.9 | Teil II / 9. Frage | 83 |
| 7.4.10 | Teil II / 10. Frage | 84 |
| 7.4.11 | Teil II / 11. Frage | 84 |
| 7.4.12 | Teil II / 12. Frage | 84 |
| 7.4.13 | Teil II / 13. Frage | 85 |
| 7.4.14 | Teil II / 14. Frage | 85 |
| 7.4.15 | Teil II / 15. Frage | 85 |
| 8. | Zusammenfassunfg | 87 |
| 9. | Literaturverzeichnis | 88 |
| 10. | Weiterführende Literatur | 90 |
| 10.1 | Studien | 91 |
| 10.2 | Belletristik | 92 |
| 10.3 | Zeitschriften | 92 |
| 11. | Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | 94 |
| Anhang 1: Fragebogen, Version Österreich | 95 | |
| Anhang 2: Fragebogen, Version Slowakei | 96 | |
| Anhang 3: Kodieren vom Fragebogen und statistische Daten | 97 |
Vorurteile und Stereotypen, sowie die Images der beiden Länder Österreich irrationale und Slowakei, auch auf statistischer Basis aufzuzeigen, sie auszuwerten, Zusammenhänge herzustellen und Faktoren dieser Oberflächenphänomene sachlich herauszuarbeiten und zu analysieren. Die Probanden dieses Fragebogens setzen sich, wie bereits kurz erwähnt, durchwegs aus Studenten der Universität in Žilina in der Slowakei und aus Studenten der Karl-Franzens - Universität in Graz zusammen. Es wurden insgesamt 204 gültig ausgefüllte Fragebögen an mich retourniert und für diese Auswertung verwendet . Von österreichischer Seite her wurden 117 gültige Fragebögen zur Auswertung gebracht, wovon an der Auswertung 70,9 Prozent männliche Probanden und 29,1 Prozent weibliche Probanden teilnahmen, was einer Personenanzahl von 83 Männern und 34 Frauen entspricht. Von slowakischer Seite her waren es 87 gültige Fragebögen, wovon an der Auswertung 56,3 Prozent männliche Probanden und 43,7 Prozent weibliche Probanden teilnahmen, was einer Personenanzahl von 49 Männern und 38 Frauen entspricht. Erwähnenswert ist hier noch der Umstand, daß bei der Eingabe des Geburtsjahres der österreichischen Probanden ein Mittelwert von 1973,383 (Streuung: 1964-1978) ermittelt wurde, in der Slowakei der Mittelwert bei 1976, 547 (Streuung: 19731979) lag. Hierbei ist deutlich zu bemerken, daß in der Slowakei die Probanden um einiges jünger, als in Österreich sind. Dies hat seinen der Grund Student in folgenden sein Fakten: Studium während eine in [...]
Inhalte geschaffen wird. Von Nachbarschaft über Wirtschaft bis hin zur Freundschaft werden die Verhältnisse hinterfragt. Teil 3 – Frage 14: Österreich sollte sich in ..?.. Bereichen mehr engagieren? Hier wird mit dem Stereotyp des reichen westlichen Landes gearbeitet. Der Westen ist reich, der Westen soll sich mehr engagieren, mehr investieren, mehr Geld locker machen usw. Wobei das Desinteresse der anderen Seite auch in sich schon ein Stereotyp darstellt und hier durch die Fragestellungen seine Wirkung nicht verfehlt. Teil 3 – Frage 15: Hier wird die Frage nur anders herum gestellt, also von der Seite der Slowakei her. Hier wäre zu sagen, daß so intensiven Kontakt wie möglich herzustellen, Nachbarschaft gegenseitige Einiges wurde eines in in der wichtigen Bereichen Bereich Aspekte darstellt, und zu um das und allen diesem voranzutreiben ja schon [...]
Ethnozentrismus wie schon in der Frage 9, nur diesmal auf der österreichischen Seite. Fragestellung jedoch bleibt hier gleich. Teil 2 – Frage 11: Die Fragen 11 und 12 gehören in bestimmter Weise zusammen. Die Fragen sind in beiden Ländern identisch und im gleichen Wortlaut gestellt worden. Hier werden mit dem Stereotyp, initiiert. Teil 2 – Frage 12: „Offenkundig spielen bei der Wahrnehmung von Nachbarstaaten ähnliche Prozesse eine Rolle wie bei der Wahl von Bezugspersonen auf individueller Ebene. Die neuere sozialpsychologische Forschung hat gezeigt, daß diese Wahl in hohem Maße durch das eigene Selbstbild gesteuert wird: Man tendiert dazu, sich die dem Partner zu suchen bzw. Gruppen bzw. es anzuschließen, unterstützen.“39 Hier werden Stereotypen bereits richtiggehend provoziert. Wie man weiß, muß nicht jedes Stereotyp unwahr sein oder von unwahren Tatsachen ausgehen, um als Stereotyp bezeichnet werden zu können. Teil 3 – Frage 13: Die Fragen 13 und 14 stehen auch wieder in Beziehung zueinander. insofern In Frage hinterfragt, 13 als werden hier die eine Beziehungsinhalte Selbstbild entsprechen Slowakei stehe abseits von Europa, gehöre womöglich noch nicht ganz dazu, Assoziationen beim Probanden [...]
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Mental Maps, Ost-West, Klischees, Images, Geschichte und Gegenwart Österreich-Slowakei



