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Ökonomische Analyse der Insolvenzrechtsreform und deren Auswirkungen auf das Kreditgeschäft der Banken

Ökonomische Analyse der Insolvenzrechtsreform und deren Auswirkungen auf das Kreditgeschäft der Banken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Klaus-Jörg Schneider
  • Abgabedatum: Januar 1996
  • Umfang: 153 Seiten
  • Dateigröße: 8,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0855-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0855-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0855-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schneider, Klaus-Jörg Januar 1996: Ökonomische Analyse der Insolvenzrechtsreform und deren Auswirkungen auf das Kreditgeschäft der Banken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gläubiger-Schuldner-Beziehung, Kreditgeschäft, Insolvenzrechtsreform

Diplomarbeit von Klaus-Jörg Schneider

Zusammenfassung:

Mit dem Schlagwort "Konkurs des Konkurses" begann 1975 eine kontrovers geführte Diskussion über die Funktionsfähigkeit des geltenden Insolvenzrechts. Nach fast 20-jähriger Diskussion hat sich der Gesetzgeber 1994 zu einer grundlegenden Reform dieses Rechtsbereichs durchgerungen. Das Reformpaket in Gestalt der Insolvenzordnung (InsO) tritt zum 1.1.1999 in Kraft.

Die neue Insolvenzordnung beeinträchtigt die Möglichkeiten der Banken, ihr Kreditrisiko im Insolvenzfall durch privatrechtliche Vereinbarungen mit dem Schuldner zu reduzieren. In der Literatur wird hieraus die Befürchtung abgeleitet, daß durch Anpassungsmaßnahmen der Kreditwirtschaft die Kredit-versorgung der Wirtschaft gefährdet werden könnte.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Insolvenzrechtsreform zu beleuchten. Im Mittelpunkt stehen dabei die vermutlichen Auswirkungen des neuen Gesetzes auf das Kreditgeschäft der Banken. Die Arbeit soll damit einen Beitrag leisten, ob die im Vorfeld der Insolvenzrechtsreform geäußerten Befürchtungen einer Gefährdung der Kreditversorgung begründet sind.

Die vorliegende Arbeit besteht aus sechs Teilen. Der erste Hauptteil (Kapitel 2) legt die theoretischen Grundlagen für eine Analyse der Gläubiger-Schuldner-Beziehung, vor dem Hintergrund unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen. Insbesondere werden die grundsätzlichen Ursachen von Problemen in Fremdfinanzierungsbeziehungen, deren Risiken und die Konzepte zur Risikoreduzierung dargestellt. Das anschließende 3. Kapitel skizziert die grundlegenden Mängel des geltenden Insolvenzrechts, die den Reformprozeß in Gang gebracht haben sowie die Ziele der Reformgesetzgebung. Das vierte Kapitel erläutert die wesentlichen Regelungen der neuen Insolvenzordnung und bewertet sie. Dabei werden insbesondere die Normen herausgegriffen, die das Kreditgeschäft besonders beeinflussen. Das folgende 5. Kapitel analysiert die möglichen Auswirkungen der Gesetzesänderung auf das Kreditvergabeverhalten der Banken. Im abschließenden 6. Kapitel werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammengefaßt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einführung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Die Gläubiger-Schuldner-Beziehung
2.1 Der Kreditmarkt
2.1.1 Definition des Kreditmarktes und seiner Teilnehmer
2.1.2 Die Unvollkommenheit des Kreditmarktes und neuere Entwicklungen in der Finanzierungstheorie
2.2 Die Prinzipal-Agenten-Theorie als Grundlage zur Darstellung der Gläubiger-Schuldner-Beziehung
2.2.1 Theoretische Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Beziehung
2.2.2 Die Fremdfinanzierung als Prinzipal-Agenten-Beziehung
2.2.3 Bedeutung der Prinzipal-Agenten-Theorie bei der Darstellung von Fremdfinanzierungsbeziehungen
2.3 Gläubigerrisiken und gläubigerschützende Konzepte im Kreditgeschäft der Banken
2.3.1 Der Risikobegriff im Kreditgeschäft
2.3.2 Das Risikomanagement der Banken
2.3.2.1 Risikobegrenzung durch Risikonormierung
2.3.2.2 Die Risikoabgeltungshypothese und die Risikovermeidungshypothese
2.3.2.3 Risikodiversifikation als risikopolitische Maßnahme
2.3.2.4 Gesetzliche Normen zur Risikopolitik
2.3.3 Grundlegende Risiken und risikoreduzierende Konzepte der Einzelkreditvergabeentscheidung
2.3.3.1 Ein Phasenmodell der Gläubiger-Schuldner-Beziehung
2.3.3.2 Die Entscheidungsphase
2.3.3.2.1 Risiken der Entscheidungsphase
2.3.3.2.2 Risikoreduzierende Maßnahmen in der Entscheidungsphase
2.3.3.3 Die Vertragsphase
2.3.3.3.1 Risiken der Vertragsphase
2.3.3.3.2 Risikoreduzierende Maßnahmen in der Vertragsphase
2.3.3.4 Die Abwicklungsphase
2.3.3.4.1 Risiken der Abwicklungsphase
2.3.3.4.2 Risikoreduzierende Maßnahmen in der Abwicklungsphase
2.4 Zwischenergebnis
3. Gründe und Ziele der Insolvenzrechtsreform
3.1 Einführung in das Kapitel
3.2 Hinweise für Funktionsstörungen des geltenden Insolvenzrechts aus insolvenzstatistischen Angaben
3.3 Mängel des geltenden Insolvenzrechts
3.4 Ziele der Insolvenzrechtsreform
3.4.1 Allgemeines Ziel der Insolvenzrechtsreform
3.4.2 Marktkonformität
3.4.3 Rechtzeitige Verfahrenseröffnung
3.4.4 Mehr Verteilungsgerechtigkeit
3.4.5 Bekämpfung gläubigerschädigender Manipulationen
3.4.6 Restschuldbefreiung
3.4.7 Herstellung der Rechtseinheit in der Bundesrepublik Deutschland
3.5. Zwischenergebnis
4. Das einheitliche Insolvenzverfahren und Seine Folgen
4.1 Einführung in das Kapitel
4.2 Das Vorverfahren
4.2.1 Der Eröffnungsantrag und die Insolvenzgründe
4.2.2 Die Verfahrenskosten als Eröffnungsvoraussetzung
4.2.3 Sicherungsmaßnahmen des Insolvensgerichts
4.3 Das eröffnete Verfahren
4.3.1 Der Insolvenzverwalter
4.3.1.1 Übergang der Verwaltungs- und Verfügungsrechte
4.3.1.2 Das Wahlrecht bei schwebenden gegenseitigen Verträgen
4.3.2 Kredite im eröffneten Verfahren
4.3.2.1 Bestehende Kredite
4.3.2.2 Neue Kredite
4.3.3 Das Vollstreckungs- und Verwertungsverbot
4.3.4 Die Aufrechnungs- und Anfechtungsregelungen
4.3.4.1 Die Aufrechnungsregelungen
4.3.4.2 Die Anfechtungsregelungen
4.3.4.2.1 Definition und Ziele der Anfechtung
4.3.4.2.2 Rückzahlung fälliger Kredite
4.3.4.2.3 Rückzahlung nicht fälliger Kredite
4.3.4.2.4 Besicherung von Krediten
4.3.5 Der Verfahrensablauf bis zum Berichtstermin
4.4 Befriedigung der Insolvenzgläubiger
4.4.1 Vermögensverwertung und -verteilung nach den gesetzlichen Vorschriften
4.4.1.1 Verwertung ungesicherter Vermögensteile
4.4.1.2 Verwertung gesicherter Vermögensteile
4.4.1.2.1 Aussonderungsrechte von Gläubigern
4.4.1.2.2 Absonderungsrechte von Gläubigern
4.4.1.3 Die Erlösverteilung
4.4.1.3.1 Allgemeines
4.4.1.3.2 Sicherungsgläubiger und der Kostenbeitrag
4.4.1.3.3 Abbau der Verteilungsvorrechte
4.4.1.4 Beendigung des Insolvenzverfahrens
4.4.2 Vermögensverwertung und -verteilung nach einem Insolvenzplan
4.4.2.1 Der Verfahrensablauf
4.4.2.1.1 Gegenstand des Insolvenzplans
4.4.2.1.2 Aufbau des Insolvenzplans
4.4.2.1.3 Abstimmung über die Annahme des Insolvenzplans
4.4.2.2 Folgen für das Kreditgeschäft
4.4.2.3 Beurteilung des Instruments "Insolvenzplan"
4.5 Zwischenergebnis
5. Auswirkungen der Insolvenzrechtsreform auf das Kreditgeschäft der Banken
5.1 Einführung in das Kapitel
5.2 Mobiliarsicherheiten und Kreditinstitute
5.2.1 Verbreitung der Mobiliarsicherheiten im Kreditgeschäft
5.2.2 Die Mobiliarsicherheiten der Banken in der Insolvenz von Schuldnern
5.2.3 Einfluß von Mobiliarsicherheiten auf die Kreditvergabeentscheidung von Banken
5.3. Mögliche Auswirkungen auf bestehende und neue Kreditengagements
5.3.1 Auswirkungen auf die Risikopolitik und das Kreditportefeuille
5.3.1.1 Kreditrationierung
5.3.1.2 Risikodiversifikation
5.3.2 Auswirkungen auf Einzelkreditentscheidungen
5.3.2.1 Verschärfte Besicherungskriterien und Übersicherung
5.3.2.2 Zinserhöhung
5.3.2.3 Verschärfte Kreditwürdigkeitsprüfung/ Kreditüberwachung
5.4 Zwischenergebnis
6. Ergebnis und Ausblick
Anhang 1
Anhang 2
Anhang 3
Anhang 4
Literaturverzeichnis
Erklärung gemäß § 22 Abs. 2 DPO

Arbeit zitieren:
Schneider, Klaus-Jörg Januar 1996: Ökonomische Analyse der Insolvenzrechtsreform und deren Auswirkungen auf das Kreditgeschäft der Banken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Gläubiger-Schuldner-Beziehung, Kreditgeschäft, Insolvenzrechtsreform

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