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Ökobilanz von Einweg Karton- und Mehrweg Polypropylen-Transportverpackungen für Joghurtbecher

Ökobilanz von Einweg Karton- und Mehrweg Polypropylen-Transportverpackungen für Joghurtbecher
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Leonhard Werner
  • Abgabedatum: September 1996
  • Umfang: 140 Seiten
  • Dateigröße: 7,7 MB
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5124-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5124-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5124-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Werner, Leonhard September 1996: Ökobilanz von Einweg Karton- und Mehrweg Polypropylen-Transportverpackungen für Joghurtbecher, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Life Cycle Assessment, Recycling, Ökobilanz, Verpackungen

Diplomarbeit von Leonhard Werner

Einleitung:

Ökobilanzen können als Instrument zur umweltgerechten Bewertung von Produkten eingesetzt werden. In diese Bewertung wird der gesamte Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung oder Wiederverwertung miteinbezogen. Basierend auf den Daten einer Studie der Bundeswirtschaftskammer wurde der Lebensweg von zwei Transportverpackungen für Joghurtbecher, dem Einweg Recycling-Kartontray und dem Mehrweg Polypropylentray, nach dem Entwurf der Normungsbehörde ISO im Rahmen einer Ökobilanz verglichen.

Im Zuge der Sachbilanz wurden der Material-, Energiebedarf und Emissionen innerhalb der einzelnen Stationen des Lebensweges nach der methodischen Vorgangsweise in der Studie Ökobilanzen für Packstoffe (BUWAL 132) ermittelt. Dabei wurden auch die Umwelteinwirkungen durch Aufarbeitung und Bereitstellung der Rohstoffe und der Energie berücksichtigt.

Alternativ hierzu wurden die Umwelteinwirkungen der Verpackungen auch mit Hilfe des Bilanzierungsprogrammes UMBERTO im Rahmen einer Sachbilanz erfaßt. Nach Aufstellung der Sachbilanzen wurden in einem weiteren Arbeitsschritt die Beiträge dieser Umwelteinflüsse zu den Umweltproblemen Verknappung abiotischer Ressourcen, Treibhauseffekt, Humantoxizität, Ökotoxizität, Bildung von Photooxidantien, Versauerung und Überdüngung berechnet.

Die so ermittelten Umweltprofile wurden auf die nationalen (österreichischen) Gesamtbeiträge der in der Sachbilanz erhobenen Schadstoffe bezogen. Beim Vergleich der Umweltauswirkungen zeigte sich, dass der PP-Tray in den Kategorien Verknappung abiotischer Ressourcen, Treibhauseffekt und Versauerung deutlich geringere Indices aufwies, wohingegen der Index in der Kategorie Humantoxizität geringfügig sowie in den Kategorien Überdüngung und Bildung von Photooxidantien deutlich höher war. Mit Hilfe einer Dominanzanalyse wurden die ökologischen Schwachstellen in den Lebenswegen analysiert und durchführbare Verbesserungsvorschläge erarbeitet.

Unter Berücksichtigung der Verbesserungen wurden die Sachbilanzen mit Hilfe des Programmes UMBERTO erneut aufgestellt und die Beiträge zu den Umweltproblemen berechnet. Das Umweltprofil der Verpackungsalternative Einweg Kartontray konnte nur geringfügig verbessert werden, aber bei den Umweltwirkungen des Lebenszyklus PP-Tray konnten bei Optimierung der Transportlogistik und bei Reduktion des Traygewichts deutliche Verbesserungen nachgewiesen werden. Durch Berücksichtigung der Verbesserungsmaßnahmen konnten die Umweltauswirkungen des PP-Trays auch in der Kategorie Humantoxizität deutlich unter das Niveau des Kartontrays abgesenkt werden. Obwohl bei Überdüngung und Bildung von Photooxidantien Verbesserungen erreicht wurden, waren die Umweltauswirkungen des Kartontray in diesen Kategorien weiterhin geringer. Insgesamt gesehen, ist der Lebensweg des Mehrweg PP-Trays jedoch bereits nach Optimierung der Transportlogistik eindeutig als ökologisch günstiger zu werten.

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung 1
1. Ökobilanzen 1
1.1 Definition des Begriffes Ökobilanz 1
1.2 Aufbau von Ökobilanzen 1
1.3 Anwendungsmöglichkeiten (Betriebs-, Prozeß- und Produktbilanzen) 3
1.4 Ökobilanzen als Instrument zur umweltgerechten Bewertung von Produktalternativen 5
2. Mögliche Modelle zur Bewertung von Umwelteinflüssen in Produktökobilanzen 5
2.1 Modell kritischer Belastungsmengen 5
2.2 Bewertung durch Ökopunkte nach BUWAL 6
2.3 Das grenzwertorientierte Modell der CO2-Äquivalente nach Schaltegger-Sturm 7
2.4 Bewertung nach dem CML Modell 7
3. Beschreibung der Lebenszyklen der Verpackungsalternativen und Problemstellung 8
3.1 Darstellung und Beschreibung der Lebenszyklen 9
3.1.1 Mehrweg Kunststofftray 9
3.1.2 Einweg-Kartontray 10
3.2 Problemstellung 11
II. Theoretische Grundlagen 12
1. Theoretische Grundlagen zur Zieldefinition 12
1.1 Mögliche Anwendungsgebiete einer Studie 12
1.2 Festlegen der Tiefe der Studie 13
1.3 Definition des Gegenstandes der Studie 13
2. Theoretische Grundlagen zur Sachbilanz 14
2.1 Darstellungs- und Betrachtungsmöglichkeiten von Produktlebenszyklen 14
2.1.1 Darstellungen mittels Stoffstromnetzen 15
2.1.2 Darstellung mittels LCA-Diagramm 17
2.2 Abgrenzung des Bilanzraumes 18
2.3 Modellierung von Stoffrekursionen in Ökobilanzen 19
2.3.1 Matrixverfahren zur Berechnung von Lebenszyklen 20
2.3.2 Lösungsmöglichkeiten mittels Stoffstromnetzen 21
2.4 Regeln für die Zuordnung von Umwelteinwirkungen bei multiplen Prozessen 24
2.4.1 Zuordnungen bei der Produktion warenförmiger Kupppelprodukte 25
2.4.2 Zuordnungen bei kombinierter Abfallentsorgung 25
2.4.3 Zuordnungen bei der Verwendung von Sekundärrohstoffen 25
2.5 Einsetzen der Prozeßdaten in den Prozessbaum 28
2.5.1 Quantifizierung der In- und Outputs 28
2.5.2 Repräsentativität und Qualität der verwendeten Daten 29
2.5.3 Massen- und Energiebilanzen 30
2.6 Die Aufstellung der Sachbilanz 31
3. Die Erstellung der Wirkungsbilanz 32
3.1 Rahmenbedingungen zur Durchführung der Klassifizierung 32
3.1.1 Festlegung der Liste von Umweltwirkungskategorien 32
3.1.2 Zuordnungen der im Rahmen der Sachbilanz erhobenen Umweltwirkungen zu den Wirkungskategorien 33
3.2 Die Charakterisierung: Definition der Klassifizierungsfaktoren und Beschreibung der zugrunde liegenden Modelle 34
3.2.1 Beschreibung der zur Berechnung der Klassifizierungsfaktoren zugrundeliegenden Modelle 34
3.2.2 Definition des Klassifizierungsfaktors 36
3.2.3 Berechnung des Klassifizierungsfaktors 37
3.2.3.1 Verknappung abiotischer Ressourcen 37
3.2.3.2 Verknappung biotischer Ressourcen 37
3.2.3.3 Treibhauseffekt 37
3.2.3.4 Abbau der Ozonschicht 38
3.2.3.5 Humantoxizität 39
3.2.3.6 Ökotoxizität 40
3.2.3.7 Bildung von Photooxidantien 40
3.2.3.8 Versauerung 41
3.2.3.9 Eutrophierung 41
3.2.3.10 sonstige Wirkungskategorien 42
3.3 Vorgangsweise zur Bildung der Effect Scores und Darstellung des Umweltprofiles 42
3.4 Bezug der Effect Scores auf globale, nationale oder regionale Verhältnisse 43
4. Bilanzbewertung 44
4.1 Mögliche Vorgangsweisen zur Bewertung des Umweltprofiles 44
4.1.1 Argumentative Bewertung durch Qualitative Multi-Criteria Analysis 45
4.1.2 Bewertung durch Multiplikation mit Gewichtungsfaktoren (Quantitative Multi-Criteria Analysis) 45
4.1.3 sonstige Möglichkeiten zur Bewertung eines Ökoprofile 46
4.2 Bewertung der Gültigkeit und Verlässlichkeit 46
5. Möglichkeiten zur Durchführung von Optimierungsanalysen 47
5.1 Identifikation der ökologischen Schwachstellen des Lebensweges durch Dominanzanalyse 49
5.2 Marginalanalyse - Einfluß von geringfügigen Änderungen von Stromgrößen auf das Umweltprofil 51
III. Empirischer Teil 53
1. Festlegungen im Rahmen der Zieldefinition 53
1.1 Anwendungsmöglichkeiten der Studie 53
1.2 Festlegen der Tiefe der Studie 53
1.3 Definition des Gegenstandes der Studie 53
1.3.1 Beschreibung des betrachteten Produktes 53
1.3.2 Festlegen der Funktionellen Einheit 54
1.3.3 Räumliche und zeitliche Gültigkeit der Studie 54
2. Studien zur Verpackungsalternative Kartontray 55
2.1 Ökobilanzierung auf Datengrundlage der Wirtschaftskammer- Projektstudie STECO und der Studie BUWAL 132 55
2.1.1 Sachbilanzerstellung nach Daten der Projektstudie und BUWAL 132 55
2.1.2 Berechnung der Umweltauswirkungen und Bilanzbewertung 80
2.1.3 Normalisierung des Umweltprofiles 83
2.1.4 Durchführung einer Improvement Analysis 85
2.2 Ökobilanzierung mit Hilfe des Programmes UMBERTO 87
2.2.1 Erstellung der Sachbilanz 87
2.2.2 Berechnung der Wirkungsbilanz 90
2.3 Mögliche Veränderungen des Umweltprofils des Lebenszyklusses Kartontray durch Berücksichtigung von Verbesserungsvorschlägen 93
3. Studien zur Verpackungsalternative Mehrweg PP-Tray 97
3.1 Ökobilanzierung auf Datengrundlage der Wirtschaftskammer- Projektstudie STECO und der Studie BUWAL 132 97
3.1.1 Sachbilanzerstellung nach Daten der Projektstudie und BUWAL 132 97
3.1.2 Erstellung des Umweltprofiles 112
3.1.3 Normalisierung des Umweltprofiles 112
3.1.4 Durchführung der Improvement Analysis 113
3.2 Ökobilanzierung Hilfe des Programmes UMBERTO 114
3.2.1 Erstellung der Sachbilanz 114
3.2.2 Berechnung der Wirkungsbilanz 117
3.3 Mögliche Veränderung des Umweltprofiles des Lebensweges Mehrweg PP-Tray unter Berücksichtigung von Veränderungsvorschlägen 119
IV. Diskussion 128
1. Unterschiede bei Erstellung der Sachbilanzen nach der Studie BUWAL 132 und mit Hilfe des Programmes UMBERTO 128
1.1 Vergleich der methodischen Vorgangsweise 128
1.2 Vergleich der Ergebnisse der Studie nach BUWAL 132 und mit Hilfe des Programmes UMBERTO 129
2. Die empirischen Ergebnisse der vorliegenden Studie im Vergleich mit der Projektstudie der Wirtschaftskammer 130
3. Die empirischen Ergebnisse der vorliegenden Studie im Vergleich mit „Ökobilanz für Getränkeverpackungen“ (Studie des UBA Berlin) 131
V. Literaturverzeichnis 133

Arbeit zitieren:
Werner, Leonhard September 1996: Ökobilanz von Einweg Karton- und Mehrweg Polypropylen-Transportverpackungen für Joghurtbecher, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Life Cycle Assessment, Recycling, Ökobilanz, Verpackungen

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