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Die Öko-Audit-Verordnung der Europäischen Gemeinschaft

Theoretische Grundlagen, Umsetzung und Wirkungen

Die Öko-Audit-Verordnung der Europäischen Gemeinschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kristian Alberts
  • Abgabedatum: Februar 1996
  • Umfang: 98 Seiten
  • Dateigröße: 5,4 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5302-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5302-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5302-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Alberts, Kristian Februar 1996: Die Öko-Audit-Verordnung der Europäischen Gemeinschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wirtschaftspolitik, betrieblich, Umweltpolitik, Umweltschutz, Umwelt-Audit

Diplomarbeit von Kristian Alberts

Einleitung:

Nach langen Verhandlungen verabschiedete der EG-Umwelt-Ministerrat am 29. Juni 1993 eine Verordnung mit dem offiziellen Namen: „Verordnung Nr.1836/93 des Rates über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung“ (im weiteren EG-Öko-Audit-VO genannt).' Die EG-Öko-Audit-VO ist seit April 1995 gültig. Sie ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem der europäischen Mitgliedsstaaten.

Mit dieser Verordnung reagierte die damalige Europäische Gemeinschaft auf die fortschreitende Verschlechterung des Zustandes der Umwelt und auf das gestiegene Umweltbewusstsein innerhalb der EG. Im Rahmen dieses Umweltbewusstseins wird den Unternehmen eine zunehmende Verantwortung für die negativen ökologischen Folgen ihres Handelns zugewiesen. Exemplarisch zeigt sich dies in der öffentlichen Reaktion auf eine Reihe von betrieblichen Störfällen in den letzten Jahren.

Mit dieser Arbeit wird der Versuch unternommen werden, das in der aktuellen rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Literatur außergewöhnlich kontrovers diskutierte umweltpolitische Instrumentarium der EG-Öko-Audit-VO aus betriebswirtschaftlicher Sicht zu analysieren. Denn zur Zeit wird die Diskussion nur ungenügend systematisch geführt. Sie verbleibt meist auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene anstatt einzelbetriebliche Implikationen theoretisch genauer zu beleuchten. Die Notwendigkeit einer solchen Betrachtung ergibt sich daraus, dass die EG-Öko-Audit-VO nicht nur ein umweltpolitisches Instrumentarium ist, sondern in ihrer Umsetzung zugleich ein umweltschutzbezogenes betriebliches Managementinstrument darstellt. Erst durch die Ausgestaltung der innerbetrieblichen Umsetzung kann die EG-ÖkoAudit-VO ihre gesamtwirtschaftlich intendierten Wirkungen entfalten. Hierzu müssen die betriebswirtschaftlichen Kategorien und Anknüpfungspunkte der VO herausgearbeitet werden. In dieser Arbeit wird dabei der Schwerpunkt auf den strategischen Managementprozess gelegt, wobei organisationstheoretische und personalpolitische Fragestellungen Eingang in die Betrachtung finden. Eine empirische Betrachtungsweise kann jedoch aufgrund der unzureichenden Erfahrungen mit der EG-Öko-Audit-VO nicht vorgenommen werden. Aus diesem Grund wird sich die betriebswirtschaftliche Untersuchung weitgehend aus theoretischer Sicht erfolgen.

Gang der Untersuchung:

Zunächst werden die theoretischen und rechtlich-politischen Grundlagen der EG-Öko-AuditVO erläutert. Daraufhin wird in Kapitel 3 die EG-Öko-Audit-VO selbst unter Berücksichtigung ihres betriebswirtschaftlichen Bezugsrahmens inhaltlich dargestellt. Kapitel 4 hat schließlich die Umsetzung der VO im Unternehmen zum Gegenstand, bevor in Kapitel 5 eine abschließende theoretische Beurteilung ihrer einzel- und gesamtwirtschaftlichen Wirkungen vorgenommen wird.

Inhaltsverzeichnis:

1. Abgrenzung des Themas 1
2. Theoretische Grundlagen und rechtlich-politischer Rahmen der EG-Öko-Audit-Verordnung 2
2.1 Markttheoretische Überlegungen zur Notwendigkeit einer Umweltpolitik 2
2.2 Die Umweltpolitik der Europäischen Union 3
2.3 Anknüpfungspunkte einer Umweltpolitik aus betriebswirtschaftlicher Sicht 5
2.3.1 Die Unternehmensverfassung im weiteren Sinne 5
2.3.2 Die Unternehmensstrategie 7
2.3.3 Der operative Managementprozess 10
2.3.4 Organisation 11
3. Darstellung der EG-Öko-Audit-Verordnung 11
3.1 Begriffsbestimmung, Arten und Funktionen von Umwelt-Audits 11
3.2 Historische Entwicklung der Umwelt-Audits 12
3.3 Ziele der EG-Öko-Audit-VO und deren Einordnung in das betriebswirtschaftliche Bezugssystem 14
3.4 Inhalt der EG-Öko-Audit-VO dargestellt am betriebswirtschaftlichen Bezugssystem 15
3.4.1 Festlegung einer betrieblichen Umweltpolitik 15
3.4.2 Umweltprüfung und Umweltprogramme 16
3.4.3 Aufbau einer Organisation des betrieblichen Umweltschutzes 17
3.4.4 Implementierung eines Kontrollprozesses 17
3.4.5 Informationssysteme 19
3.4.5.1 Internes Informationssystem 19
3.4.5.2 Umwelt- und Gültigkeitserklärung als externes Informationsinstrument 20
3.5 Zum Stand der rechtlichen und praktischen Umsetzung der EG-Öko-Audit-Verordnung 23
4. Betriebswirtschaftliche Umsetzung der EG-Öko-Audit-Verordnung 25
4.1 Die strategische Bedeutung der EG-Öko-Audit-VO 25
4.1.1 Strategische Analyse 26
4.1.1.1 Umweltanalyse: Chancen und Risiken im Wettbewerbsfeld Ökologie 27
4.1.1.2 Unternehmensanalyse: Interne Stärken und Schwächen 34
4.1.2 Strategische Optionen 37
4.1.3 Strategische Wahl im Lichte des unternehmerischen Wertesystems 38
4.1.4 Strategische Programme 39
4.2 Organisatorische Implementierung 39
4.2.1 Festlegung einer Aufbauorganisation 39
4.2.2 Ablauforganisation 43
4.3 Personal-, Ausbildungs- und Kommunikationsmaßnahmen 44
4.4 Implementierung eines betrieblichen Kontrollsystems 45
5. Theoretische Beurteilung potentieller Wirkungen der EG-Öko-Audit-Verordnung 47
5.1 Einzelwirtschaftliche Wirkungen 48
5.1.1 Tauglichkeit der betriebswirtschaftlichen Instrumente 48
5.1.1.1 Planung und Kontrolle 48
5.1.1.2 Wirkungen auf das Verhalten der Unternehmensmitglieder 49
5.1.1.3 Einfluss interner Umwelt-Audits auf die betriebsinterne Informationsasymmetrie zwischen Unternehmensführung und Mitarbeitern 53
5.1.2 Wirkungen auf die Unternehmensverfassung 57
5.1.3 Wirksamkeit des ökonomischen Anreizes zur Teilnahme 57
5.2 Gesamtwirtschaftliche Wirkungen 59
5.2.1 Wirkungen externer Umwelt-Audits auf die Informationsasymmetrie zwischen Öffentlichkeit und Unternehmen 59
5.2.2 Wettbewerbspolitische Wirkungen 62
5.2.2.1 Möglichkeiten und Chancen einer Deregulierung der Umweltpolitik 62
5.2.2.2 Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen 62
6. Schlussbetrachtungen 65
Literaturverzeichnis

Arbeit zitieren:
Alberts, Kristian Februar 1996: Die Öko-Audit-Verordnung der Europäischen Gemeinschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wirtschaftspolitik, betrieblich, Umweltpolitik, Umweltschutz, Umwelt-Audit

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