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Öffentliche Fördermöglichkeiten für mittelständische Unternehmen sowie Ihre Voraussetzungen und Investitionskriterien

Öffentliche Fördermöglichkeiten für mittelständische Unternehmen sowie Ihre Voraussetzungen und Investitionskriterien
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Hauser
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 559,3 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule der Medien (ehem. Hochschule für Druck und Medien Stuttgart (FH)) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7752-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7752-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7752-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hauser, Thomas September 2003: Öffentliche Fördermöglichkeiten für mittelständische Unternehmen sowie Ihre Voraussetzungen und Investitionskriterien, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Förderprogramm, Basel II, Finanzierungsalternative, Investition, KfW

Diplomarbeit von Thomas Hauser

Gang der Untersuchung:

In Kapitel 2 wird zunächst auf die Frage, warum sich der Staat überhaupt an mittelständischen Unternehmen beteiligt, beziehungsweise diese fördert, eine Antwort gegeben. Ferner wird zu Beginn dieses Kapitels eine Definition der Begriffe „öffentliche Förderung“ und „Mittelstand“ vorgenommen. Im weiteren Verlauf werden sechs ausgewählte Programme im Einzelnen auf ihre Struktur, Einsatzbereiche, Rahmenbedingungen, Konditionen, deren Nutzen und in Bezug auf ihre Inanspruchnahme hin beschrieben. Durch Beispiele zu den jeweiligen Förderprogrammen und einen zusammen-fassenden Gesamtüberblick sollen die Inhalte verdeutlicht werden.

Die Vor- und Nachteile öffentlicher Fördermöglichkeiten gegenüber einem herkömmlichen Kredit, deren Prozesse der Einführung und Umsetzung, sowie dem möglichen Ressourcenaufwand für den Antragsteller bei Inanspruchnahme öffentlicher Gelder, werden in Kapitel 3 dargestellt.

Das Fazit aus den gewonnenen Erkenntnissen wird dann in Kapitel 4 gezogen und durch eine zukünftig zu erwartende Entwicklung abgeschlossen.

Zusammenfassung:

Seit einiger Zeit unterliegt die Konjunktur am Standort Deutschland nur wenigen positiven Einflüssen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sind zunehmend von diesem Negativtrend in Mitleidenschaft gezogen und „kämpfen ums Überleben“. Die Zahl der Insolvenzen, gerade in diesen Unternehmensgruppen, ist durch einen stetigen Anstieg geprägt.

Vielerorts wird dazu der Ruf nach einer Verschlechterung der Kreditvergabe durch die Hausbanken lautstark. Tatsache ist, dass viele deutsche Mittelständler jahrzehntelang auf die bislang günstige Fremdfinanzierung setzten und sich ihre Eigenkapitalquote in der Bilanz dementsprechend gering ausweisen lässt. Der Anreiz, das Verhältnis aus Eigen- und Fremdfinanzierung gesünder zu gestalten, war für viele Unternehmer nicht gegeben.

Die Tatsache, dass viele Banken bei der Vergabe von Krediten aufgrund der teilweise vorherrschenden Kreditausfallrisiken vorsichtiger, hinsichtlich der Mittelvergabe geworden sind, macht es den Unternehmen zunehmend schwieriger, geplante Investitionen vorzunehmen. Da dem Mittelstand aber gerade in Deutschland rein volkswirtschaftlich eine wesentliche Rolle zuteil wird und dieser aus Sicht des Staates einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung vieler Arbeitsplätze und letztlich auch der daraus resultierenden Steuereinnahmen leistet, nimmt der Staat neben den Großbanken seit vielen Jahren eine erhebliche Rolle bei der Unternehmensfinanzierung ein. Durch individuelle, präventive öffentliche Förderprogramme setzt der Staat gezielt an dieser „Stellschraube“ an und versucht mit einer Vielzahl an Förderprogrammen einen Beitrag zu Sicherung des deutschen Mittelstandes zu leisten.

Die Ausführungen zum Thema „Öffentliche Förderungen für mittelständische Unternehmen sowie ihre Voraussetzungen und Investitionskriterien“ sollen als Anregung zu dieser alternativen bzw. ergänzenden Finanzierungsform dienen und einen Einblick in diese Thematik verschaffen.

Es werden die sechs Programme, KfW-Mittelstandsprogramm, KfW-“Kapital für Arbeit“, ERP-Beteiligungsprogramm, KfW-Umweltprogramm, ERP-Unternehmensberatungsförderung und ERP-Existenzgründungsprogramm hinsichtlich ihrer Einsatzbereiche, Voraussetzungen und Konditionen, sowie des sich daraus für den Antragsteller ergebenden Nutzens beschrieben. Ferner wird durch Finanzierungsbeispiele anhand geplanter Investitionen mittels dieser Programme ein Praxisbezug hergestellt.

Die Auswahl eben dieser sechs Programme beruht auf der Tatsache, dass sie einer relativ hohen Inanspruchnahme unterliegen. Des Weiteren beinhalten diese Programme eine Mischung aus nahezu allen von öffentlicher Körperschaft angebotenen Finanzierungscharakteristika.

Fördermittel mit eigenkapitalnahem- und Fremdkapitalcharakter sowie eine Form der Bezuschussung werden aufgegriffen und dargestellt.

Die beschriebenen staatlichen Förderungenmittel werden ferner in Bezug auf ihre Vorteile gegenüber eines herkömmlichen Kredits betrachtet. Im abschließenden Teil dieser Schrift wird auf der Basis einer Unternehmens- und Firmenkundenbetreuerbefragung ein Richtmaß zum möglichen Ressourcenaufwand ermittelt, auf das sich der Antragsteller öffentlicher Mittel einstellen kann. Im Anhang dieser Arbeit findet eine Erläuterung zu den allgemeinen Bedingungen öffentlicher Förderprogramme sowie die Aufführung von Ansprechpartnern zu den jeweiligen Programmen seine Aufmerksamkeit.

Inhaltsverzeichnis:

I. Ehrenwörtliche Erklärung 2
II. Inhaltsverzeichnis 3
III. Tabellenverzeichnis 6
IV. Abbildungsverzeichnis 7
V. Abkürzungsverzeichnis 8
1. Einleitung 11
1.1 Problemstellung und Ziel dieser Arbeit 12
1.2 Abgrenzung 15
1.3 Vorgehensweise 16
2. Öffentliche Fördermöglichkeiten für mittelständische Unternehmen in Deutschland 17
2.1 Definition des Begriffs „öffentliche Förderung“ 20
2.2 Gesamtübersicht zu den einzelnen Programmen 20
2.3 KfW-Mittelstandsprogramm 22
2.3.1 Definition des Begriffs „Mittelstand“ 23
2.3.2 Einsatzbereiche 23
2.3.3 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Einsatz 24
2.3.4 Konditionen und Nutzen 26
2.3.5 Anwendungsbeispiele aus der Praxis 29
2.3.6 Ist-Situation zur Inanspruchnahme 32
2.4 KfW-Programm „Kapital für Arbeit“ 34
2.4.1 Einsatzbereiche 36
2.4.2 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Einsatz 37
2.4.3 Konditionen und Nutzen 38
2.4.4 Anwendungsbeispiele aus der Praxis 40
2.4.5 Ist-Situation zur Inanspruchnahme 41
2.5 ERP-Beteiligungsprogramm 42
2.5.1 Einsatzbereiche 42
2.5.2 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Einsatz 43
2.5.3 Konditionen und Nutzen 46
2.5.4 Anwendungsbeispiel aus der Praxis 48
2.5.5 Ist-Situation zur Inanspruchnahme 49
2.6 KfW-Umweltprogramm 50
2.6.1 Einsatzbereiche 50
2.6.2 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Einsatz 51
2.6.3 Konditionen und Nutzen 54
2.6.4 Anwendungsbeispiele aus der Praxis 56
2.6.5 Ist-Situation zur Inanspruchnahme 58
2.7 ERP-Förderung von Unternehmensberatung 59
2.7.1 Einsatzbereiche 59
2.7.2 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Einsatz 61
2.7.3 Konditionen und Nutzen 64
2.7.4 Anwendungsbeispiel aus der Praxis 65
2.7.5 Ist-Situation zur Inanspruchnahme 65
2.8 ERP-Existenzgründungsprogramm 67
2.8.1 Einsatzbereiche 67
2.8.2 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Einsatz 68
2.8.3 Konditionen und Nutzen 68
2.8.4 Anwendungsbeispiel aus der Praxis 70
2.8.5 Ist-Situation zur Inanspruchnahme 71
2.9 Zusammenfassender Gesamtüberblick 72
3. Vor- und Nachteile der öffentlichen Finanzierungen gegenüber eines herkömmlichen Kredits 74
3.1 Prozess der Einführung und Umsetzung der öffentlichen Förderung 75
3.2 Möglicher Ressourcenaufwand für den Antragsteller einer öffentlichen Förderung 76
4. Fazit 79
5. Kurzfassung 81
6. Anhang 83
6.1 Maßgebliche Umsatzgrenzen für die Förderung von Beratungen 83
6.1.1 Allgemeine Beratungen 83
6.1.2 Umweltschutzberatungen 84
6.2 Allgemeine Bedingungen für die Vergabe von ERP- Mitteln 85
6.3 Checkliste zur Ratingvorbereitung 89
6.4 Ansprechpartner und Adressen 90
7. Glossar 92
8. Literatur- und Quellenverzeichnis 99

Automatisiert erstellter Textauszug:

Da nur durch eine optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen, d.h. unter Beachtung der ökologischen Belange der deutschen Wirtschaft auch deren weitere Entwicklung möglich ist, wird dem Umweltschutz in Deutschland ein hoher Stellenwert zugeschrieben. Das KfW-Umweltprogramm ist ein speziell auf die gewerblichen Umweltinvestitionen zugeschnittenes Förderprogramm und dient der langfristigen Finanzierung von Umweltschutzmaßnahmen. Die Investorenzielgruppe, die auf dieses Programm zurückgreifen kann, stellt sich wie folgt zusammen: In- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (produzierendes Gewerbe, Handwerk, Handel, Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft und sonstiges Dienstleistungsgewerbe); Freiberuflich Tätige, z.B. Ingenieure, Ärzte, Steuerberater, Architekten; Betreibermodelle in der Entsorgungswirtschaft; Unternehmen, an denen die öffentliche Hand, Kirchen oder karitative Organisationen beteiligt sind. [...]

1. Beteiligungsvertrag Freie Vereinbarung. Die Gesamtbelastung aus der Beteiligung darf im Durchschnitt der vereinbarten Beteiligungsdauer 12% p.a. der Beteiligungssumme nicht übersteigen. Zumindest ein Teil des Beteiligungsentgelts ist gewinnabhängig zu vereinbaren. Bis zu 10 Jahre; in den neuen Ländern und Berlin (Ost) bis zu 15 Jahre (mittlere Laufzeit bei Ablösung der Beteiligung in Raten). Jede Beteiligungsform ist zulässig. Die Teilnahme des Beteiligungsgebers am Verlust darf im Vergleichsoder Insolvenzfall nicht ausgeschlossen werden. Für den Beteiligungsnehmer jederzeit ganz oder teilweise mit einer Frist von 12 Monaten (hierbei ist die Vereinbarung eines Agios zwischen den Beteiligten statthaft). I.d.R. 500.000 Euro. In den neuen Bundesländern und Berlin (Ost) 1 Mio. Euro. Er soll jedoch das vorhandene Eigenkapital nicht übersteigen. Die sonstigen Konditionen werden im Beteiligungsvertrag geregelt. Anträge können nur bei privaten KBGen gestellt werden. Auskünfte erteilt auch die KfW. [...]

Eine wiederholte ERP-geförderte Beteiligung ist zulässig, solange der jeweilige Höchstbetrag nicht überschritten wird. 44 Nähere Informationen zu diesen Rahmenbedingungen erhält der Beteiligungsnehmer bei der zuständigen Hausbank. 45 Die KBG hat bei der Antragstellung ihre eigenen rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie ihre Beteiligungserfahrungen darzulegen. Dazu gehört neben der Offenlegung der Kapitalund Bilanzverhältnisse die Vorlage geeigneter Unterlagen, die die rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge der KBG erkennen lassen. Als Kreditnehmer können nur solche KBGen berücksichtigt werden, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen, finanziellen und personellen Ausstattung eine Gewähr für die erfolgreiche Durchführung und Überwachung der Beteiligungen bieten. Die Einzelbeteiligung und das gesamte Beteiligungsvolumen müssen unter Berücksichtigung der Risikostreuung in einem angemessenen Verhältnis zur wirtschaftlichen Gesamtsituation, insbesondere zum Eigenkapital der KBG stehen. In der Regel ist eine primärhaftende Bank einzuschalten. -46- [...]

Arbeit zitieren:
Hauser, Thomas September 2003: Öffentliche Fördermöglichkeiten für mittelständische Unternehmen sowie Ihre Voraussetzungen und Investitionskriterien, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Förderprogramm, Basel II, Finanzierungsalternative, Investition, KfW

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