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Objektorientierte Gestaltung eines Feststellungsverfahrens für Sprachprüfungen an Allgemeinbildenden Schulen

Objektorientierte Gestaltung eines Feststellungsverfahrens für Sprachprüfungen an Allgemeinbildenden Schulen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bernd Herdemeier
  • Abgabedatum: Juni 2005
  • Umfang: 124 Seiten
  • Dateigröße: 3,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8864-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8864-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8864-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Herdemeier, Bernd Juni 2005: Objektorientierte Gestaltung eines Feststellungsverfahrens für Sprachprüfungen an Allgemeinbildenden Schulen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Verwaltungsprogramm, Sprachprüfung, Schulverwaltung, Software, Informatik

Diplomarbeit von Bernd Herdemeier

Einleitung:

Ausländische und ausgesiedelte Schülerinnen und Schüler können oft nicht in das Sprachangebot einer Schule integriert werden. Das Land Nordrhein-Westfalen bietet diesen Schülerinnen und Schülern eine Sprachprüfung (Feststellungsprüfung) anstelle von Pflichtfremdsprachen oder Wahlpflichtfremdsprachen an, sofern die Voraussetzungen nach den Richtlinien des Runderlasses des seinerzeitigen Kultusministeriums vom 10.03.1992 erfüllt sind.

Die Schulen beantragen für die Schülerinnen und Schüler die Teilnahme an einer Sprachprüfung bis zum 15.01. eines jeden Jahres bei der zuständigen Oberen Schulaufsichtsbehörde (die jeweilige Bezirksregierung). Den Antragstellern steht ein Vordruck zur Verfügung.

Erfahrungsgemäß werden der Bezirksregierung in Detmold jährlich ca. 700 Anträge zur Sprachprüfung vorgelegt. Der/die verantwortliche Sachbearbeiter/in prüft die Anträge. Die Praxis zeigt, dass den meisten Anträgen entsprochen werden kann. Aufgrund fehlender oder undeutlicher Angaben müssen ca. 10 % der Anträge bis zur Klärung des Sachverhaltes zurückgestellt werden. Lediglich ein kleiner Teil der vorgelegten Anträge (ca. 4 %) wird abgelehnt.

Ziel dieser Arbeit ist, mit Hilfe der objektorientierten Modellierung ein System für die Abwicklung der Feststellungsprüfung zu erstellen. Für die Modellierung des Systems wird die Unified Modeling Language (UML) als Sprache und Notation eingesetzt. Die Diagramme sind mit dem UML Design Tool Enterprise Architect 4.0 erstellt worden.

Die Schulen werden in der Lage sein, die Schülerinnen und Schüler zu einer Feststellungsprüfung „ online“ vor Ort anzumelden.

Das System soll erkennen, ob eine Schülerin oder ein Schüler eindeutig die Voraussetzungen für eine Zulassung zur Sprachprüfung erfüllt. Die Anmeldung zur Sprachprüfung wird bestätigt, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Die anderen Anträge werden vom System abgelehnt.

Die abgelehnten Anträge können von den Schulen weiterhin auf dem Postwege der Bezirksregierung mit der Bitte um Einzelfallentscheidung vorgelegt werden. Eine Plausibilitätsprüfung bei der Eingabe der Schülerdaten durch den/die Sachbearbeiter/in ist dann nicht nur entbehrlich sondern ausdrücklich nicht erwünscht.

Des Weiteren wird das System die Daten der Prüfer verwalten können. Nach Abschluss des Anmeldeverfahrens unterstützt das System den/die Sachbearbeiter/in bei der Erstellung der Einladungen an die Prüflinge und Prüfer sowie bei der Zusammenstellung der Prüfungsunterlagen für den Prüfungsausschuss.

Die Web-Anwendung für die Anmeldung der Schülerinnen und Schüler zur Feststellungsprüfung in Verbindung mit der Plausibilitätsprüfung sind die Kernideen dieser Verwaltungsmodernisierung. Der Vorteil des Systems für die Schulen besteht in der umgehenden Rückmeldung über die Zulassung oder Nichtzulassung der Schülerin oder des Schülers.

Das bisherige Prüfungsverfahren verläuft selten reibungslos. Viele Anträge werden nicht fristgerecht eingereicht. In der Regel werden diese Anträge jedoch angenommen, um die Schulabschlüsse der Schülerinnen und Schüler nicht zu gefährden. Das neue System wird das Arbeitsaufkommen der Bezirksregierung reduzieren und das Prüfungsverfahren beschleunigen, so dass darüber nachgedacht werden darf, die Anmeldefrist offiziell zu verlängern.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 6
Abkürzungsverzeichnis 7
1. Einleitung 8
2. Vorgehensmodell zum Softwareentwickungsprozess 10
3. Objektorientierte Analyse des Sprachprüfungsverfahrens 11
3.1 Interessenhalter (Stakeholder) 11
3.2 Use-Case-Analyse 12
3.2.1 Use-Case-Diagramm 13
3.2.2 Beschreibungen der Anwendungsfälle 16
3.2.3 Anwendungsfall-Sequenzdiagramm 20
3.2.4 Systemablaufmodelle 22
3.2.4.1 Standardabläufe 22
3.2.4.2 Vollständige Abläufe 25
3.2.4.3 Rechtsgrundlage 35
3.3 Konzeptuelles Klassendiagramm 39
3.4 Prototypen 43
3.4.1 Benutzungsoberflächen der Schulen 43
3.4.2 Benutzungsoberflächen der Verwaltung 46
4. Objektorientiertes Design des Programms „Sprachprüfung“ 58
4.1 Systemkontext 58
4.2 Komponenten 59
4.3 Einsatzbedingungen 61
4.4 Schichtenmodell 62
4.5 Definition des Verteilungsmodells 64
4.6 Aufteilung in Verantwortungsbereiche 65
4.7 Klassenmodell für den Entwurf 68
4.8 Objekt-relationale Abbildung 71
4.9 Web-Anwendung 73
5. Implementierung eines Prototypen 76
6. Bewertung des Produktes 98
7. Ausblick 100
Literaturverzeichnis 101
Anhang A Auszüge aus rechtlichen Vorschriften 102
Anhang B Erklärung 123

Automatisiert erstellter Textauszug:

Wenn auf der Website „ Auswahl Schulabschluss/4“ (Abbildung 5.5) die Schaltfläche „ HS 10“ aktiviert wird, gelangt der User auf die Oberfläche „ Hauptschulabschluss nach Klasse 10/1“ (Abbildung 5.9). Hier wird gefragt, ob der/die Schüler/in aus der Klasse 10 des Herkunftslandes unmittelbar in das deutsche Schulsystem eingetreten ist. Wird die Frage bestätigt, lehnt das System die Anmeldung ab (Abbildung 5.994), weil die Schule die Note aus dem Zeugnis des Herkunftslandes übernehmen kann. Bei Verneinung der Frage wird die Oberfläche „ Hauptschulabschluss nach Klasse 10/2“ (Abbildung 5.91) sichtbar. Nach Betätigung der Schaltfläche „ zurück“ kehrt der User auf die Website „ Auswahl Schulabschluss/4“ (Abbildung 5.5) zurück. [...]

Auf der Website „ Hauptschulabschluss nach Klasse 9/3“ (Abbildung 5.8) wird abgefragt, ob der/die Schüler/in am Muttersprachlichen Ergänzungsunterricht im Umfang von wenigstens 3 Wochenstunden regelmäßig teilgenommen hat. Falls der/die Schüler/in tatsächlich ein solches Angebot in Anspruch genommen hat, kann die Note aus dem Unterricht für den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 übernommen werden. Eine Teilnahme an der Sprachprüfung ist nicht mehr erforderlich. Die Anwendung springt daher auf die Website „ Ablehnung“ (Abbildung 5.994). Wenn der Muttersprachliche Ergänzungsunterricht nicht erteilt wurde, akzeptiert das System die Anmeldung. Die Schülerdaten können in das „ Formular“ (Abbildung 5.992) eingegeben werden. Durch Aktivieren der Schaltfläche „ zurück“ kann der User auf die vorherige Website (Abbildung 5.7) zurückspringen. [...]

Auf der Oberfläche „ Hauptschulabschluss nach Klasse 9/2“ (Abbildung 5.7) wird abgefragt, wann der/die Schüler/in in das deutsche Schulsystem eingetreten ist. In der Listbox werden drei Optionen angeboten: „ Klasse 6“ , „ Klasse 7 oder 8“ und „ Nicht Klasse 6, 7 oder 8!“ . Falls die Klasse 6 ausgewählt wird, sind die rechtlichen Voraussetzungen für die Teilnahme an der Sprachprüfung erfüllt und die Schule kann die Schülerdaten in das „ Formular“ (Abbildung 5.992) eingeben. Bei Angabe „ Klasse 7 oder 8“ wird der User auf die Website „ Hauptschulabschluss nach Klasse 9/3“ (Abbildung 5.8) geleitet. Ist der/die Schüler/in weder in der Klasse 6 noch in der Klasse 7 oder 8 in das deutsche Schulsystem eingetreten, kann eine Sprachprüfung aufgrund fehlender Rechtsgrundlage nicht angeboten werden. Die Oberfläche „ Ablehnung“ (Abbildung 5.994) informiert über die Entscheidung. Durch Aktivieren der Schaltfläche „ zurück“ kann die Schule auf die vorherige Oberfläche „ Hauptschulabschluss nach Klasse 9/2“ (Abbildung 5.7) zurückgehen. [...]

Arbeit zitieren:
Herdemeier, Bernd Juni 2005: Objektorientierte Gestaltung eines Feststellungsverfahrens für Sprachprüfungen an Allgemeinbildenden Schulen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Verwaltungsprogramm, Sprachprüfung, Schulverwaltung, Software, Informatik

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