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OLAP (Online Analytical Processing) - Implementierung des Analysewerkzeugs

Instant OLAP für die individuelle Kundenansprache bei der Emil Ratz GmbH

OLAP (Online Analytical Processing) - Implementierung des Analysewerkzeugs
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Arsen Cvija
  • Abgabedatum: April 2003
  • Umfang: 76 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8384-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8384-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8384-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Cvija, Arsen April 2003: OLAP (Online Analytical Processing) - Implementierung des Analysewerkzeugs, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Business Intelligence, Database Marketing, Data Mining, Portfolio-Analyse, Warenkorbanalyse

Diplomarbeit von Arsen Cvija

Einleitung:

Unternehmen versuchen seit den 60er Jahren das Management mit Hilfe analytischer Informationssysteme bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Schlagworte wie Management Information Systems (MIS), Decision Support Systems (DSS) und Executive Information Systems (EIS) sind Synonyme für den mäßigen Erfolg, den die Anbieter bislang in diesem Markt erlangen konnten. Heutzutage werden mit Data Warehouse, OLAP (Online Analytical Processing) und Data Mining neue, erfolgsversprechende Ansätze zum Aufbau analytischer Informationssysteme unternommen.

Um die Führungsaufgaben des Managements bewältigen zu können, sind Unternehmensdaten in aufbereiteter Form notwendig. Ein standardisiertes, periodisches Berichtswesen bildet oftmals die Grundlage der Informationsversorgung des Managements. Zum Aufdecken von Trends oder bei Abweichungen von den Soll-Zahlen reicht dieses Berichtssystem nicht aus. OLAP-Werkzeuge stellen dem Anwender ein geeignetes Analyse-Instrument zur Verfügung, um die Unternehmensdaten flexibel und schnell auswerten zu können. Grundlage der OLAP-Systeme ist eine multidimensionale Sichtweise auf die Daten, die der Sicht des Managers eher entspricht als ein zweidimensionales Modell, das den operativen Systemen (OLTP-Systeme) meist zugrunde liegt.

Problemstellung:

Heutzutage wird es für Unternehmen immer wichtiger, in kürzester Zeit die richtigen Informationen zu erhalten, um Entscheidungsprozesse optimal gestalten zu können.

Auf der Suche nach neuen Wettbewerbsvorteilen nutzen Entscheidungsträger immer häufiger die Informationstechnologie. Sie dient nicht mehr nur der Sammlung und dem Austausch von Daten, sondern in verstärktem Maße auch der systematischen und schnellen Beschaffung, Verwaltung, Bereitstellung, Analyse und Interpretation von Informationen. Information ist somit im Zeitalter der Wissensgesellschaft als „die unternehmerische Ressource schlechthin“ anzusehen. Der Produktionsfaktor „Information“ hat sich längst zu einem strategischen Erfolgsfaktor herausgebildet. Die richtige Information, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort ist entscheidend für erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Ein Informationsdefizit in Unternehmen kann durch OLAP-Werkzeuge kompensiert werden. Dieses spezielle Analysewerkzeug dient der entscheidungsorientierten Modellierung und Auswertung relevanter Informationen für das Marketing.

Die Emil Ratz GmbH verfügt zur Zeit über kein geeignetes Analyse-Werkzeug. Die Erstellung von Berichten oder Auswertungen in Listenform ist ein mühsamer und zeitaufwendiger Prozess. Außerdem können die Berichte in keine anschauliche grafische Darstellung übertragen werden. Nicht jeder Mitarbeiter ist in der Lage Berichte zu erstellen, da überdurchschnittliche Kenntnisse in Access vorhanden sein müssen. Bei vermehrter Anfrage der Führungsebene nach verschiedenen Berichten, ist die EDV-Abteilung oft zu lange damit beschäftigt die Listen zu erstellen. Mit einem OLAP-Tool könnte jeder berechtigte Anwender seine Auswertungen ohne Programmierungsaufwand an seinem Bildschirmarbeitsplatz selbst erstellen.

Aus diesen Gründen implementierte die Firma Zentric GmbH & Co.KG aus Bad Vielbel beim Elektrogroßhandel Emil Ratz GmbH solch ein Analyse-Tool, genannt Instant OLAP. Instant OLAP befindet sich zur Zeit bei der Emil Ratz GmbH in einer Testphase. Deshalb sind im weiteren Verlauf und vor allem im Anhang die Anlagen nicht auf die Firma Emil Ratz GmbH zugeschnitten, sondern sie wurden aus dem Instant OLAP Demo Server entnommen. Instant OLAP wird an unsere Bedürfnisse angepasst in Hinblick auf die Auswertungs- und Darstellungsmöglichkeiten der Berichte. Außerdem wird es auf seine Eignung für spezielle Marketing-Analysen, beispielsweise Warenkorbanalysen, Erkennen von Cross-/Up-Selling Potentialen, ABC-Analysen, Portfolio-Analysen und auf die Früherkennung von drohenden Kundenverlusten hin untersucht.

Instant OLAP sollte auch in verschiedensten Bereichen der Unternehmung z.B. im Vertriebscontrolling, Budgetierung oder der Planung, seine Anwendung finden. Auch zukünftige Entwicklungen wie die Integration von Data-Mining Funktionen in das Instant OLAP-Tool werden für den unternehmerischen Entscheidungsprozess eine immer größere Rolle spielen, da wie bereits erwähnt der Produktionsfaktor „Information“ von großer Bedeutung ist.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 6
Abbildungsverzeichnis 7
1. Einführung 8
1.1 Einleitung 8
1.2 Problemstellung 8
1.3 Vorgehensweise und Zielsetzung 9
2. OLAP-Bestandteil von Business Intelligence 11
2.1 Begriffliche Einordnung von OLAP in die Business Intelligence 11
2.2 Einsatzbereiche für Business Intelligence 11
2.2.1 Knowledge Discovery in Databases und Data Mining 11
2.2.2 Data Warehousing und OLAP 13
3. Grundlegende Aspekte von OLAP 16
3.1 Definition von OLAP 16
3.2 Historische Entwicklung von OLAP 16
3.3 Die 12 OLAP-Grundregeln von Edgar F. Codd 17
3.4 Die FASMI-Definition von Pendse und Creeth 19
3.5 Diverse Ausprägungen von OLAP-Datenbanken 19
3.5.1 MOLAP – Multidimensionales OLAP 20
3.5.2 ROLAP – Relationales OLAP 20
3.5.3 HOLAP – Hybrides OLAP 21
3.6 Abgrenzung und Synergien zwischen OLAP und OLTP-Systemen 21
4. Implementierung des Analysewerkzeugs Instant OLAP bei der Emil Ratz GmbH 22
4.1 Vorstellung von Instant OLAP 22
4.1.1 Die Instant OLAP Idee 22
4.1.2 Frontend 24
4.1.3 Zugriffsschutz und User-Management 25
4.2 Aufbau des multidimensionalen OLAP-Modells 25
4.2.1 Vorbemerkung 25
4.2.2 Das multidimensionale Modell 26
4.2.2.1 Unterscheidung zwischen Struktur- und Bewegungsdaten 27
4.2.2.2 Definition der Dimensionen 28
4.2.2.3 Bildung von Hierarchien 29
4.2.2.4 Die Fakten-/Dimensionstabelle 31
4.2.2.5 Bestimmung von Kennzahlen 32
4.2.3 Der Datenimport 33
4.2.4 Mögliche Fehlerquellen 33
5. Instant OLAP als Analysewerkzeug für die individuelle Kundenansprache 34
5.1 Vorbemerkung 34
5.2 Navigation als Analysemethode 36
5.2.1 Data Slicing 36
5.2.2 Data Dicing/Pivoting 37
5.2.3 Drill down/Roll up 38
5.2.4 Drill through/Drill across 40
5.3 Darstellungs- und Auswertungsformen der Berichte 41
5.3.1 Hitlisten 41
5.3.2 Vergleichslisten 42
5.3.3 Ampelfunktion 43
5.3.4 Weitere Darstellungsformen 43
5.3.5 Integration multimedialer Elemente 44
5.4 Marketing-Analysen durch OLAP 45
5.4.1 ABC-Analysen 45
5.4.2 Portfolio-Analysen 47
5.4.3 Ad-hoc Analysen 49
5.4.4 Warenkorbanalysen und Cross-/ Up- Selling Potentiale 50
6. Schlussbetrachtung und Ausblick 51
Anhang 52
Glossar 63
Quellenverzeichnis 68

Automatisiert erstellter Textauszug:

Konzept) transformiert werden. Diese OLAP-Engine ermöglicht es, Ergebnisse in Echtzeit mit einer hohen Performance und mit einer geringen Belastung der Datenquellen in die gewünschte mehrdimensionale Form zu transformieren. In der Engine vollzieht sich die von Instant OLAP propagierte „One-Step-Transformation“, die für die Erzeugung von virtuellen mehrdimensionalen Würfeln verantwortlich ist. Sie ist gekennzeichnet durch die Bündelung von Datenzugriff, -analyse und Transformation der Daten in die multidimensionale Form in Echtzeit in einem Schritt. Außerdem ist der Zugriff auf ein bereits bestehendes Data-Warehouse möglich und macht dadurch die Pflege einer neuen Datenbank überflüssig. Die Anbindung aller gängigen relationalen, objektorientierten, mehrdimensionalen und neuer Datenbanken stellen kein Problem dar. Diese direkte Anbindung von Datenquellen ist so einfach, weil die Datenquellen nicht in Instant OLAP importiert, sondern durch einen Eintrag in einer Konfigurationsdatei angemeldet und beschrieben werden. Ab diesem Moment stehen die Daten aus der neuen Datenquelle für die Berichte zur Verfügung. Ermöglicht wird dies durch eine Technologie, die in der Lage ist, aus einer konkreten Abfrage exakt zurückzuberechnen, welche Teile aus welchen Datenquellen abgefragt werden müssen. Durch diese Technik wird der bereits erwähnte Nachteil, der langen Abfrage-Antwortzeiten bei ROLAP-Architekturen, weitestgehend kompensiert. Eine anschaulich dargestellte technische Erläuterung wie Instant OLAP funktioniert finden Sie im Anhang in der Anlage 1. Das in Abbildung 3 skizzierte Konzept einer Instant OLAP-Engine entspricht einer konsequenten 3-Tier-Architektur, in der Datenquellen (1. Tier), Transformation, Berechnung, Modellierung (2. Tier) und Präsentation (3.Tier) logisch aufeinander aufbauen. Meistens wird die Mittelschicht (2. Tier) zusätzlich mit Caching-Mechanismen ausgestattet, die häufig abgefragte Daten in einem Zwischenspeicher halten.1) [...]

mehrdimensionalen Auswertung. Die eigentliche Idee von Instant OLAP liegt darin, relationale Datenbanken mehrdimensional auswerten zu können, ohne deren Daten in einem „Hypercube“ speichern zu müssen. Wie bereits erwähnt, entspricht ein „Hybercube“ der Architektur eines MOLAP-Modells, welches aus Gründen des Pflegeaufwandes und der mangelnden Aktualität der Daten als nicht optimal eingestuft werden kann. Der wesentliche konzeptionelle Unterschied von Instant OLAP zu einem klassischen MOLAP-System liegt in der Idee, keine Datenhaltung in einem multidimensionalen Würfel zu betreiben, sondern direkt auf die zugrundeliegenden Datenquellen zuzugreifen. Somit entspricht Instant OLAP am nächsten der Konzeption des hybriden OLAP (HOLAP). Bei Generierung von Abfragen greift Instant OLAP direkt auf die angebundenen Datenquellen zu (ROLAP-Konzept), die in der OLAP-Engine durch Erzeugung von temporären virtuellen Würfeln in die mehrdimensionale Form (MOLAP1) [...]

Würfel (Cube) angestrebt, sondern dieser OLAP-Würfel wird bei Generierung einer Abfrage virtuell, speicherschonend in der ROLAP-Engine erzeugt. Der Nachteil besteht in längeren Anwortzeiten der Abfragen, im Vergleich zu der MOLAP-Methode. Daher empfiehlt sich ROLAP für Fälle, in denen es um sehr große Datenmengen geht, auf die nicht sehr häufig mit Abfragen zugegriffen wird.1) 3.5.3 HOLAP – Hybrides OLAP Die Methode HOLAP verbindet Merkmale der beiden Methoden MOLAP und ROLAP, um den besten Kompromiss aus diesen beiden Verfahren zu finden. Durch hybrides OLAP wird festgelegt, welche Daten relational im Stern- oder Schneeflocken Schema, bzw. multidimensional gespeichert werden. Häufig benötigte Daten/Informationen werden demzufolge multidimensional, seltener benötigte Daten dagegen in relationalen Tabellen hinterlegt.2) HOLAP-Cubes sind stets kleiner als MOLAP-Cubes, aber größer als ROLAPWürfel. Die Methode HOLAP empfiehlt sich für Situationen, die kurze Antwortzeiten für den Zugriff auf aggregierte Daten (MOLAP-Konzept) verlangen, die auf einer großen Menge von Detaildaten (ROLAP-Speicherung) basieren. Der Nachteil bei der Kombination beider Speicherformen ist, dass sich die Komplexität des Gesamtsystems erhöht und somit Verzögerungen bei der Implementierung entstehen können.3) Desweiteren existiert noch DOLAP (Desktop-OLAP), das nur für den jeweiligen lokalen Anwender Daten mehrdimensional aufbereitet. Dabei wird der Würfel temporär erzeugt, wie z.B. die Pivottabelle werden.4) im Microsoft Excel-Programm. Dieses System besitzt weniger Modellierungsfähigkeiten als die vorhergehenden und soll nicht weiter ausgeführt [...]

Arbeit zitieren:
Cvija, Arsen April 2003: OLAP (Online Analytical Processing) - Implementierung des Analysewerkzeugs, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Business Intelligence, Database Marketing, Data Mining, Portfolio-Analyse, Warenkorbanalyse

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